Liebe Leser:innen.
Seit der Wahl in Brandenburg herrscht bei den Ampel-Parteien Aufruhr. SPD, Grüne und FDP streiten im Bundestag über das Überwachungspaket, das als Reaktion auf Solingen schnell geschnürt wurde und nun an vielen Stellen ausfranst. Fachleute haben das Vorhaben in einer Anhörung im Innenausschuss Anfang der Woche zerpflückt. Auch aus den Parteien selbst hagelt es Kritik.
Nach dem Wahlkampf äußern jetzt auch Bundestagsabgeordnete ihr Entsetzen über den Kurs ihrer Parteien in der Migrations- und Sicherheitspolitik. Sozialdemokraten meutern offen gegen ihren Kanzler und vor allem gegen Innenministerin Nancy Faeser, die diese Politik vorantreibt. Die Grünen verlieren nicht nur ihre Parteivorsitzenden, sondern auch weite Teile ihrer Jugendorganisation.
Inmitten dieses Alarms könnte man übersehen, dass ein weiteres Bundesland sein eigenes Sicherheitspaket verabschiedet hat. Meine Kollegin Anna Biselli hat untersucht, was die grün-schwarze Regierung in Baden-Württemberg plant, um für mehr „Sicherheit“ zu sorgen. Sie fand: neue KI-Werkzeuge für Polizei und Verfassungsschutz, flankiert von einer Abschiebe-Offensive. Die Vermischung von Terrorismus und Migration, die die Ampel auf Bundesebene vormacht, beherrscht man auch im Süden des Landes. Immerhin in einem Punkt ist Baden-Württemberg der Bundesregierung voraus: Das Paket enthält auch Präventionsmaßnahmen.
Grüße aus der Redaktion
Chris
