DatenrechercheGoogle News verkauft Staatspropaganda als „vertrauenswürdig“

Google News liefert nicht, was es verspricht. „Vertrauenswürdig“ und „verlässlich“ soll die Nachrichten-Suche sein. Doch unsere Auswertung von Tausenden Suchergebnissen zeigt: Neben seriösen Angeboten präsentiert Google News auch chinesische Staatspropaganda und für Falschmeldungen bekannte rechte Blogs.

Nicht alle Quellen bei Google News sind verlässlich
Google News bietet eine enorme Vielfalt an Quellen – darunter äußerst fragwürdige. (Symbolbild) – Smartphone: IMAGO/Panthermedia; Flagge: IMAGO / ZUMA Wire; Spritze: Pixabay; Montage: netzpolitik.org

Ein prominenter Klimaforscher wird der Lüge überführt. Ein Bericht der US-Börsenaufsicht weckt Zweifel an der Corona-Impfung. Und der Vizepräsident der EU-Kommission ruft zum Völkermord auf. – All diese Meldungen sind falsch, und sie kommen nicht etwa aus Verschwörungskanälen auf Telegram oder Facebook. Nein, wir haben sie über eine renommierte Suchmaschine gefunden, die zum Alltag vieler Menschen gehört: Google News.

Die Ergebnisse von Google News erscheinen weltweit auf Abermillionen Bildschirmen. In 40 Sprachen und 125 Ländern ist Google News nach eigenen Angaben verfügbar. Das Angebot ist auf google.com prominent hervorgehoben und verfügt über eine eigene mobile App. Der Google-Konzern präsentiert News auch in seiner normalen Suche in einem Vorschaukasten. Landen Medienhäuser mit ihrer Website bei Google News, dürfen sie sich glücklich schätzen und auf eine deutlich zunehmende Reichweite hoffen.

Vor 20 Jahren, am 22. September 2002, ist Google News gestartet. Die Nachrichten-Suchmaschine bringt Nutzer:innen seither „aktuelle, glaubwürdige Nachrichten und Informationen“ – zumindest behauptet Google das. Der Konzern weckt damit die Erwartung, Google-News sei die qualitativ hochwertige Schwester der breit genutzten Google-Suche, verlässliche Quellen für das große Publikum.

Doch eine Recherche von netzpolitik.org zeigt, dass das nicht immer stimmt. Wir haben rund 5.200 Suchergebnisse von Google News ausgewertet und dabei zahlreiche eindeutig nicht vertrauenswürdige Quellen gefunden. Rechtspopulistische Blogs mit Falschmeldungen sind dort ebenso zu finden wie Websites von Parteien, Behörden und PR-Meldungen von Unternehmen. Gefunden haben wir auch mindestens sechs Fälle von Staatspropaganda, vier davon aus China. OK, Google?

Google will Quellen auf Autorität und Fachwissen überprüfen

In den untersuchten Google-News-Ergebnissen fanden wir außerdem mindestens acht Angebote, die wiederholt und nachweislich Falschnachrichten verbreitet haben. Viele solcher Quellen fanden wir durch Suchanfragen mit rechten Kampfbegriffen. Als wir etwa „Staatsfunk“ eintippen, empfahl Google News schon auf der ersten Ergebnisseite einen rechtspopulistischen Blog, der für Falschmeldungen bekannt ist. Google News servierte uns statt „glaubwürdigen Informationen“ auch fragwürdige Meldungen zu Migration und der Corona-Pandemie.

Wir haben Google mit unseren Recherche-Ergebnissen konfrontiert. Ein Sprecher teilte mit, zu den Richtlinien von Google News gehöre die Unterbindung „schädlicher oder hasserfüllter Inhalte.“ Mehr als 10.000 Tester:innen würden die Ergebnisse der Google-Suche auf Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit prüfen. Inwiefern die Tester:innen für Google oder Google News arbeiten, hat der Konzern nicht ausgeführt. Wir wollten konkret wissen, ob die von uns entdeckten Angebote den Richtlinien von Google News entsprechen – also Staatspropaganda und für Falschmeldungen bekannte rechtspopulistische Blogs. Google hat uns das nicht beantwortet.

Der Konzern betont dagegen, dass die Algorithmen von Google News Nachrichten aus „zuverlässigen und Experten-Quellen“ besonders hervorheben. Dieses Versprechen hält Nicolas Kayser-Bril von der gemeinnützigen NGO AlgorithmWatch für wenig glaubwürdig. AlgorithmWatch recherchiert dazu, wie sich automatisch entscheidende Systeme auf die Gesellschaft auswirken. „Die Algorithmen von Google sind insgesamt darauf ausgelegt, die Werbeeinnahmen zu maximieren“, sagt Kayser-Bril auf eine Anfrage von netzpolitik.org. „Das Unternehmen hat in seiner kurzen Geschichte nicht darauf schließen lassen, dass es seine Einnahmen nicht mit allen Mitteln maximieren möchte.“

So haben wir rund 900 Quellen bei Google News ermittelt

Google führt keine öffentliche Liste darüber, welche Quellen bei Google News landen und welche nicht. Aber der Konzern schreibt, die Quellen seien vertrauenswürdig. Wir wollten herausfinden, was genau Google News darunter versteht. Um ein möglichst breites Spektrum an Quellen einzusehen, haben wir eine Stichprobe gemacht und Anfang September mithilfe einer Software rund 50 Suchbegriffe abgefragt. Genutzt haben wir dafür den „News“-Reiter bei google.com.

Die Hälfte unserer Suchbegriffe handelte von großen Nachrichtenthemen, etwa „Ukraine“, „Hitzewelle“ und „9-Euro-Ticket“, die andere waren rechtspopulistische Begriffe wie „Zwangsgebühren“, „Überfremdung“ und „Genderwahn“. Auf diese Weise wollten wir ein möglichst breites Spektrum an Quellen sichtbar machen. Für jeden der rund 50 Suchbegriffe haben wir die ersten zehn Suchergebnis-Seiten erfasst. Das ergab insgesamt 5.202 Google-News-Ergebnisse aus 889 verschiedenen Quellen. Diese Quellen haben wir danach händisch überprüft. Eine Tabelle mit den Suchbegriffen und Ergebnissen der Stichprobe veröffentlichen wir hier.

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Mit unserer Stichprobe erheben wir nicht den Anspruch, alle Quellen von Google News identifiziert zu haben. Dafür ist sie zu klein. Stattdessen soll die Stichprobe zeigen, welche Arten von Quellen den Weg in die Suchmaschine für „vertrauenswürdige“ Inhalte finden.

Auf den ersten Blick liefert Google News tatsächlich viele vertrauenswürdige Nachrichten aus Quellen wie spiegel.de, tagesschau.de und Zeit Online – sie alle stehen ohne Zweifel für seriösen Journalismus. Beim Sichten der rund 900 Websites aus der Stichprobe stießen wir aber auch auf problematische Quellen, die nachweislich Falschinformationen verbreiten.

Vier staatliche Propaganda-Medien aus China bei Google News

Screenshot zeigt chinesische Staatspropaganda bei Google News
Chinesische Staatspropaganda bei Google News - Alle Rechte vorbehalten Screenshot: Google News

In insgesamt sechs Fällen fanden wir unter den Google-News-Quellen Propaganda-Medien autoritärer Staaten. Vier Angebote kamen allein aus China: „Radio China International“, „Xinhuanet Deutsch“, „China Daily Global Edition“ und „German China.org“. Auch Staatsmedien aus Iran („Mehr News Agency“) und Ungarn („Híradó“) waren vertreten.

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Staatsmedien autoritärer Regierungen lassen sich schwerlich als vertrauenswürdig bezeichnen. Ein Online-Artikel von „Radio China International“ bezeichnet beispielsweise die Menschenrechtsverletzungen an der muslimischen Minderheit der Uigur:innen in Xinjiang als „Lügen“. Der Artikel leugnet Zwangsarbeit und Genozid in Xinjiang. Das entspricht der staatlichen Linie Chinas, aber nicht den Fakten. Jüngst hat ein Bericht der Vereinten Nationen die Menschenrechtsverletzungen angeprangert.

Ein Bericht der iranischen „Mehr New Agency“ kritisiert die Verurteilung einer Holocaust-Leugnerin in Deutschland scharf. Der Artikel zitiert einen iranischen Politiker mit den Worten, dass Deutschland daran scheitere, die „Meinung“ der Frau zu tolerieren. In Deutschland ist Holocaust-Leugnung eine Straftat.

Híradó bezeichnet in einem Artikel aus dem Jahr 2022 den US-Investor George Soros als mitverantwortlich dafür, dass eine französische Stadt Ganzkörper-Badeanzüge erlauben wolle, auch bekannt als Burkinis. Soros ist immer wieder Hauptfigur in Verschwörungserzählungen, die Wochenzeitung Jüdische Allgemeine nennt ihn „Projektionsfläche des Antisemitismus“. Konkret ging es um die Stadt Grenoble, die Badenden freistellen wollte, wie sie sich kleiden, auch Baden ohne Oberteil sollte allen erlaubt werden. Híradó bezeichnete das Vorhaben als linksextrem.

Warum Google News diese Medien nicht kennzeichnet, wie es bei YouTube passiert, beantwortete der Konzern auf unsere Anfrage hin nicht. Bei YouTube steht beispielsweise unter Videos von Xinhua: „Xinhua wird ganz oder teilweise von der Regierung Chinas finanziert.“

Auffällig abwesend in der Liste der von uns entdeckten Google-News-Quellen sind die russischen Staatsmedien RT und Sputnik. Deren Verbreitung hat die EU-Kommission nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verboten, manche Provider sperren sogar deren Websites.

Listing bei Google News trotz wiederholter Falschmeldungen

Nicht nur Staatspropaganda ist uns bei der Sichtung der Google-News-Quellen aufgefallen. Mindestens acht Angebote sind Blogs aus dem rechtspopulistischen Spektrum, die bereits nachweislich falsche oder irreführende Meldungen verbreitet haben. Das belegen Recherchen von Faktencheck-Redaktionen. Wir setzen bewusst keine Links zu diesen Blogs, verweisen aber auf beispielhafte Faktenchecks: Tichys Einblick, Achse des Guten, Epoch Times, Reitschuster, Report24, Unser Mitteleuropa, Rubikon, Newsmax. Die ersten sieben Quellen sind deutschsprachig, Newsmax ist ein US-amerikanischer Pro-Trump-Sender.

Irreführende Berichte über die Corona-Pandemie veranschaulichen gut, wie gefährlich rechtspopulistische Blogs sein können. So schürte eine Nachricht im Mai 2021 unbegründete Zweifel an der Covid-19-Impfung. Demnach soll es in Israel Belege für einen Anstieg der Sterblichkeit nach der Impfung gegeben haben, wie etwa Reitschuster und die Epoch Times berichteten. Eine Prüfung von Correctiv zeigte jedoch, dass die Sterblichkeit in Israel nach Einführung der Impfung gesunken ist. Ein Artikel von „Unser Mitteleuropa“ behauptete, die Delta-Variante des Corona-Virus sei „sechsmal tödlicher bei Covid-Geimpften“. Auch für diese Behauptung fand ein Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur (dpa) keinen Beleg. Wenn diese Quellen bei Google News auftauchen, können sie Reichweite und Glaubwürdigkeit gewinnen – und damit letztlich Menschen gesundheitlich schaden.

Google teilt gegenüber netzpolitik.org mit, es verstoße gegen die Richtlinien, wenn Inhalte dem wissenschaftlichen oder medizinischen Konsens zuwiderlaufen. Bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen könne es passieren, dass eine Website nicht mehr bei Google News erscheinen dürfe. Fakten spielen bei Google News also durchaus eine Rolle. Aber Selbstbeschreibung und Wirklichkeit klaffen offenbar weit auseinander.

Enorme Vielfalt an Quellen

Screenshot von Fach- und Nischenmedien
Jede Menge Fach- und Nischenthemen finden ihren Weg zu Google News, die Themen kreisen etwa um Berufe, Hobbys und Wohnorte. - Screenshots: Chemie Technik; Dentistry, Artechock; BSZonline; Business Ghana; TennisMagazin; News4teachers; heilpraxis; Montage: netzpolitik.org

Die rund 900 von uns untersuchten Quellen zeigen, dass es bei Google-News eine enorme Vielfalt gibt. Neben journalistischen Angeboten finden sich auch Angebote von Behörden und Parteien, PR-Portale, Fachblogs und Auslandsmedien. Bundesregierung und Finanzministerium sind ebenso vertreten wie etwa die offiziellen Angebote des Landes NRW oder der Stadt Mannheim. Auf Google News fanden wir unter anderem Angebote der Union, der Grünen sowie von rechten Parteien. Und auch zahlreiche Fachmedien haben auf Google News ihren Platz – sei es für Chemietechnik, Fleischwirtschaft oder britische Zahnmedizin. Wir fanden außerdem Nachrichtenmedien unter anderem aus Kanada, Indien und Ghana.

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Viele der von uns identifizierten Quellen bewegen sich in einem breiten Graubereich. Vertrauenswürdige Nachrichten kommen längst nicht nur von traditionellen Zeitungsverlagen und dem Rundfunk, sondern auch von Blogs, Start-ups und gemeinnützigen Vereinen. Auch Behörden betreiben sorgfältige, redaktionelle Angebote, etwa die zum Innenministerium gehörende Bundeszentrale für politische Bildung. Es wäre ein Forschungsprojekt für sich, die Vertrauenswürdigkeit all dieser Quellen differenziert zu prüfen. Google schreibt, die politische Ausrichtung spiele keine Rolle bei der Entscheidung, was angezeigt wird. Unsere Recherche bekräftigt das: Unter den Quellen fanden sich Angebote aus dem politisch rechten und linken Spektrum.

Für unsere Recherche haben wir uns daher einen engen Fokus gesetzt – auf Fälle, die ganz besonders infrage stellen, inwiefern Google News sein Versprechen der Vertrauenswürdigkeit einhalten kann.

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Google News lässt sich nicht in die Karten schauen

Warum erscheint überhaupt dieses Potpourri an Quellen in den Suchergebnissen bei Google News? Der Konzern behauptet, Angebote bei Google News müssten Kriterien für Transparenz erfüllen. Demnach müssten Artikel etwa eine Autor:innenzeile und ein Veröffentlichungsdatum aufweisen. Und auf der Website müssten Kontaktdaten und Informationen über die Organisation aufgeführt sein. Darüber hinaus dürfe es keine redaktionellen Inhalte geben, die Clickbait enthalten. Die genannten Kriterien lassen sich auch automatisiert messen, eine menschliche Überprüfung wäre nicht nötig.

Wir haben die Pressestelle gefragt: Ist es korrekt, dass Google News die Vertrauenswürdigkeit von Quellen allein anhand maschinenlesbarer Merkmale untersucht? In diesem Fall müssten Websites bloß ein paar formelle Kriterien beachten, schon könnten sie als vertrauenswürdige Nachrichtenquellen durchgehen. Die Frage wurde uns nicht eindeutig beantwortet.

Stattdessen erfuhren wir, dass Google Inhalte automatisch blockieren kann, wenn diese Richtlinien verletzen. Anbieter einer Website könnten auch selbst beantragen, bei Google News aufzutauchen. Zusätzlich füge Google durch Webcrawling weitere Nachrichtenquellen hinzu. In welchem Ausmaß bei Google News aber nun Sorgfalt oder Chaos dominieren, das geht aus den Antworten nicht hervor.

Diese Schlagzeile ist für Google optimiert

Undurchsichtig bleibt für die Außenwelt außerdem, in welcher Reihenfolge Google News seine Ergebnisse anzeigt. Dem Konzern zufolge ordnet ein Algorithmus Artikel nach Kriterien wie Aktualität, Glaubwürdigkeit, Standort und Sprache der Nutzer:in. In die Ergebnisse würden hunderte Faktoren einfließen. Nicolas Kayser-Bril von AlgorithmWatch kritisiert das: Es gebe seines Wissens nach nur wenige unabhängige Prüfungen oder Forschung über die Funktionsweise von Google News. „Daher weiß die Öffentlichkeit nur sehr wenig über das Innenleben des Algorithmus zur Nachrichtenauswahl.“

Googles finanzielle Anreize

Die Wirtschaftsrechtlerin Corinne Tan von der Technischen Universität Nanyang in Singapur hat untersucht, wie Desinformation auf Google News reguliert werden kann. Ein entsprechendes Paper hat sie im September dieses Jahres veröffentlicht. Tan vergleicht darin unter anderem freiwillige Maßnahmen von Google sowie netzpolitische Gesetzgebung, auch die in Deutschland.

Google habe eine dominante Position im Netz und könne Nutzer:innen über sein Internetsuche zu Google News leiten, wie Tan erläutert. Das könne die Verbreitung von Falschnachrichten an ein breites Publikum erleichtern, was potenziell schädliche Folgen für die digitale Gemeinschaft habe. Einerseits ergreife Google freiwillige Maßnahmen gegen Desinformation, etwa ein höheres Ranking für vertrauenswürdige Quellen. Andererseits gebe es für Google auch finanzielle Anreize dafür, dass Nutzer:innen auch mit nicht vertrauenswürdigen Quellen interagieren und dadurch Werbe-Einnahmen für den Konzern erzeugen.

Ein Google-Sprecher gibt zu Bedenken: „Auf Google News gibt es keine Werbung“. – Doch auch werbefreie Dienste im Portfolio tragen dazu bei, dass Nutzer:innen möglichst viel Zeit im Google-Universum verbringen und damit die Vormachtstellung des Konzerns festigen.

Ansätze für Lösungen sieht Tan nicht nur bei Google News und Regulierungen, sondern auch bei den Nutzer:innen selbst.  Sie spricht von „digital literacy“, frei übersetzt: Medienkompetenz. Dabei geht es darum, Nutzer:innen für den Umgang mit Quellen zu rüsten. Eine gut funktionierende Öffentlichkeit sei „das wichtigste Bollwerk gegen die Verbreitung von Falschnachrichten über einen Nachrichtenaggregator wie Google News“.

Konkretere Forderungen an Google formuliert Kayser-Bril im Gespräch mit netzpolitik.org: Google News habe zahlreiche Möglichkeiten, um das Versprechen glaubwürdiger Quellen einzulösen. Der Konzern könne etwa Redakteur:innen und Expert:innen anstellen, um die Algorithmen für die Auswahl und das Ranking von Quellen zu verbessern. „Google könnte für einige Themen sogar eine menschliche Kuratierung einführen“. In manchen Bereichen könnten Menschen statt Algorithmen auswählen, welche Quellen bei Google News angezeigt werden, sagt Kayser-Bril. „Natürlich wäre es teurer, als einen Feed zu scrapen, ihn zu indexieren und wiederzukäuen.“ Letzten Endes laufe alles auf die Entscheidungen der Google-Führungskräfte hinaus.

Update, 23.9., 10:30 Uhr: Wir haben ein Statement von Google ergänzt, dass Google News selbst keine Werbung anzeigt.

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30 Ergänzungen

  1. So so, ihr habt chinesische Staatspropaganda gefunden. Und wonach habt ihr gesucht? Doch nicht nach nichts wie die leere Suchzeile im Screenshot suggeriert. Bei einem Treffer muss das ja auch sehr speziell gewesen sein.

    Wenn ich nach „Wie werden die Jahrhundertlügen über Xingjiang fabriziert?“ suche, kriege ich was vom Merkur.

    6 von 5200 sind dubiose Staatsmedien, das ist ungefähr ein Promille. Leute was erwartet ihr von Algorithmen, die nicht perfekt sind. Auch wenn Google Daten klaut und Gesetze bricht, soviel Fairness sollte schon sein.

    Zur Fairness gehört natürlich auch auszurechnen, wie viel Prozent der Treffer aus nicht seriösen Quellen kommen. Insgesamt und für jeden Suchbegriff einzeln, damit wir beurteilen können ob es zu viel ist oder nicht.

    Am Ende wollen wir ja auch kein Überblockieren und auch keine Zensur, so das wir einen gewissen Prozentsatz akzeptieren müssen.

    1. Die Datengrundlage der Recherche ist im Artikel als Tabelle verlinkt. Dort findest du alle Suchbegriffe und Ergebnisse. Es sind rund 900 Quellen, nicht 5200. Wir haben nicht das Ausmaß der Verbreitung problematischer Quellen untersucht. Für Prozentwerte ist der Umfang der Stichprobe und die Auswahl der Suchbegriffe unserer Ansicht nach eher nicht geeignet. Die Recherche macht sichtbar, welche Quellen Google News präsentiert.

      1. Ich möchte es verstehen und bitte um Erklärung:

        Diese Suchbegriffe (aus dem verlinkten csv) wurden verwendet:
        9-Euro-Ticket, Afghanistan, Alice Weidel, Annalena Baerbock, Asylanten, Ausländerkriminalität, Bevölkerungsaustausch, Cancel, Christian Lindner, Corona, Corona-Diktatur, Culture, Energiekrise, Friedrich Merz, Genderwahn, GrünInnen, Heizkosten, Hitzewelle, Impfschäden, Impfung, Inflation, Karl Lauterbach, Klimakrise, Klimalüge, Kulturbereicherer, Mainstreammedien, Markus Söder, Meinungsdiktatur, Mundschutz, Nord Stream 2, Olaf Scholz, Omikron, Plandemie, Polit-Kaste, Politikdarsteller, Putin, Robert Habeck, Russland, SED-Nachfolgepartei, Sarah Wagenknecht, Schuldkult, Selensky, Soros, Staatsfunk, Systemmedien, Transaktivismus, Überfremdung, Ukraine, Volkszorn, Wutwinter, Zwangsgebühren

        Welche dieser Begriffe haben chinesische Staatspropaganda geliefert?

        1. Also du kannst die csv-Datei z.B. mit einem Tabellen-Kalkulationsprogramm öffnen. Dann kannst du mit der Tastenkombination STRG+F bzw. CMD+F nach den Quellen suchen, die dich interessieren. Die Namen der von uns als problematisch beschriebenen Quellen findest du im Artikel. Beispiel: „Radio China International“. Diese Quelle taucht in der Tabelle 4x auf. In der jeweiligen Zeile kannst du dann noch u.a. den zugeordneten Suchbegriff auslesen, Titel-Voschau und URL. Enjoy!

          1. Hallo [scrap crap [scrap …,
            wir haben kein konkretes Scraping-Programm genutzt, sondern unser eigenes geschrieben. Ein Python-Skript erledigt die Aufgabe: Google-News-Seite mit entsprechendem Suchbegriff aufrufen, Inhalt kopieren und strukturiert ablegen. Dabei müssen einige Captchas gelöst werden, da Google unser Tool als Bot identifiziert und solches Scraping (natürlich) unterbinden möchte.
            Grüße, jocca

          2. @jocca (leider fehlt bei deinem Kommentar der Antwort-Link)
            > Ein Python-Skript erledigt die Aufgabe:
            1. Google-News-Seite mit entsprechendem Suchbegriff aufrufen,
            2. Inhalt kopieren und
            3. strukturiert ablegen.
            A. Dabei müssen einige Captchas gelöst werden,
            B. da Google unser Tool als Bot identifiziert und solches Scraping (natürlich) unterbinden möchte.

            ad 2.) kopieren? Doch eher mittels XPath im etree (lxml) suchen und finden.
            ad B.) request headers: der useragent kann auf eine gängige browser-version geändert werden.
            ad A.) Captchas per Python lösen? Das hätte ich gerne mal gesehen!

  2. Leider entspricht das auch meiner Erfahrung. Ich lese täglich den Newsstream von Google News und musste erst heute wieder eine Quelle, die eindeutig Desinformation verbreitet, manuell auf die Schwarzliste setzen. Allerdings rutschen solche Seiten mit radikalen/esoterischen, desinformierenden oder gezielt falschen Informationen nur etwa zwei- bis dreimal monatlich durch. Das ist zwar wirklich ärgerlich, aber niemand ist perfekt.

    Schlimmer finde ich, dass ich täglich haufenweise Nachrichten angeboten bekomme, deren Inhalt ich schon x-Mal ausgefiltert hatte, weil sie mich nicht interessieren, bzw. aufgrund bereits vorher mehrfacher Nennung nicht mehr relevant sind und der Support mir da überhaupt nicht weiterhelfen kann.

    Trotzdem ist Google News immer noch einer der besseren Nachrichten-Aggregatoren.

    1. Das Wörtchen „trotzdem“ ist ein Alleskönner. Es beseitigt Bedenken, Fakten und Moral. Mit „trotzdem“ verlässt man das Wägen und Argumentieren zugunsten eigener Beharrlichkeit. Das ist bequem.

      Weniger bequem wäre es, sich „News“, die ohnehin schon kuratiert sind, nicht auch noch von dem mächtigsten Internet-Konzern (Alphabet Inc.) servieren zu lassen, und damit beizutragen, dass dieser durch Analyse meines Nutzerverhaltens noch mächtiger wird.

      Google macht prächtige Geschäfte mit den Autokraten dieser Welt. Das möchte ich nicht unterstützen. Meine Nutzer- und Abfragedaten bekommt Google nicht.

      1. Google ist ein absoluter Gluecksfall.

        Der deutsche Staat hat im Kontext digitler Infrastruktur vollstaendig versagt, vorsaetzlich.

        Ohne Google waere Axel-Springer & Co in der gleichen Position, nur Jahrzehnte spaeter, viel beschraenkter und manipulativer, und gesetzlich vor Konkurrenz und Buergern geschuetzt.

        1. Widerspruch.

          Welche digitale Infrastruktur hat Google (mit wessen Geld und wieviel Steuerzahlungen) denn mal so bitteschön g’nädigst bereitgeställt?

          Axel Springer bekommt Milliarden für Urheberrecht. Lex Google-Spring-er, für wer Augen hat. Alle anderen bekommen? (Tipp: Schachforum Osnabrück?)

          Natürlich ist die Politik schief gewickelt, aber Google ist so erst mal kein Glücksfall. Diametral insgesamt.

          (Propagandaprost, für das Post.)

          1. Google und seine kostenlosen wie kommerziellen Dienste, darunter youtube, sowie das zugehörige engineering. Hast du eine grobe Vorstellung, was da an Server, Storage, Netzwerk und Software als Infrastruktur dahintersteckt? Und wieviel dieser Entwicklung neu und eben nicht monopolisiert worden ist?

          2. Alphabet Inc. (Google, …) und Meta Inc. (Facebook, …) konnten vor allem deshalb so mächtig werden, weil es ihnen gestattet wurde, Untersee-Kabel (kritische Infrastruktur) zu betreiben. Ist man als Unternehmen erst mal in diese Liga aufgestiegen, so entstehen Abhängigkeiten. Darauf wird im lobbyistichen Wirkbetrieb gerne mal im Nebensatz darauf hingewiesen, worin der Beitrag zum Gemeinwesen eben auch besteht.

          3. Es ist bekannt, dass Axel Springer SE seit Jahren den Grossteil, ueber 70%, seines Umsatzes durch online Aktivitaeten macht und ausser den politischen Kampfblaettern „Bild“ und seit Anfang an defizitaerer „welt“ alle deutschen Presse-Erzeugnisse abgestossen hat?

            Die haben, im Gegensatz zu den meisten deutschen Verlagen, spaet aber erfolgreich digitalisiert, nur waren viele Bereiche bereits belegt oder nicht mehr vereinnahmbar.

            Einnahmen aus dem Leistungsschutzrecht jucken Axel Springer SE nicht wirklich. Das ist ein politisches wie wirtschaftliches Kampffeld, und im Nebeneffekt verpassen die anderen Verlage mit der Hoffnung darauf die eigene Digitalisierung. Und werden damit nicht zur Konkurrenz.

          4. „Google und seine kostenlosen wie kommerziellen Dienste, darunter youtube, sowie das zugehörige engineering. Hast du eine grobe Vorstellung, was da an Server, Storage, Netzwerk und Software als Infrastruktur dahintersteckt? Und wieviel dieser Entwicklung neu und eben nicht monopolisiert worden ist?“

            Und Nordkorea hat Atomwaffen! Haben Sie irgendeine Vorstellung wie schwierig das ist, auch für die arbeitende Bevölkerung, unter Sanktionsbedingungen funktionierende Langstrekenraketen mit Atomsprengköpfen zu bauen?

            Google hat steuerfrei mit Tracking und Werbung eine herausragende Position erarbeitet aus der heraus sich marginaler Nutzen für die Gesellschaften der Welt ergeben hat.

            Das ist immer das gleiche… ohne Atomkrieg hätten wir keine richtigen Toaster.

          5. „Google und seine kostenlosen wie kommerziellen Dienste“

            Noch ein Winkel: 1. Kostenlos ist da nichts. Das ist schon verrückt, das heute noch zu schreiben. Denn quasi steuer- und sanktionsfreier Tracking- und Werbereibach ist nicht „umsonst“. Hinzu kommen ja u.a. Patente und Aufkauf von Konkurrenz, die gesellschaftlich aber bitter nötig wäre. Versagen von Politik und Behörden. 2. Kommerzielle Dienste gibt es so einige, und letztlich hat die finanzielle Position auch Fortschritte ermöglicht. Allerdings kochen die auch nur mit Wasser, dass sie der Gesellschaft entzogen haben.

            Das ist vielleicht etwas negativ, aber ich denke es ist kreuznaiv, Unternehmen für unverzichtbar zu halten. Digitalisierung Zwecks Profit ist im übrigen keine valide Vergleichskategorie für Gesellschaften oder planetarische oder sonstwelche Systeme.

          6. „steuer- und sanktionsfreier“
            Zuzüglich des Totalschadens, der durch die Formung der Sicht unserer Politik entsteht, wenn z.B. Moderation als Prinzip nicht mal mehr in Erwägung gezogen wird, weil die großen Plattformunternehmen das nicht in ihrem Geschäftsmodellswörterbuch stehen haben.

          7. Unterseekabel sind als solches keine kritische Infrastruktur. Die kann jeder verlegen und für sich nutzen, der sich das leisten kann.

            Google hat sich damit unabhängig gemacht und war daher in der Lage, ohne den Bremsklotz etablierter Telcos zu agieren. Sollten gerade Leute in Deutschland nachvollziehen können.

            Man muss Google wirklich nicht mögen, aber diese unqualifizierte Projektion alles Bösen ist halt kontraproduktiv.

          8. Das stand „kostenlos“ und nicht „umsonst“.

            Der Vergleich ist mit oder ohne Google, beide Male haben Gesellschaft und von ihr gewählte Politiker auf jeden Gestaltungswillen explizit verzichtet.

            Und in dem Vergleich sind wir mit Google wesentlich besser gefahren als nur mit den vorher etablierten Konzernen.

            Aber Meinung ohne Wissen ist natürlich einfach umd bequem. Genau die Haltung, die Gestaltungswillen ablehnt und dann rumnörgelt.

          9. „Und in dem Vergleich sind wir mit Google wesentlich besser gefahren als nur mit den vorher etablierten Konzernen.“

            Wobei man da irgendwie 60er mit 90er vergleicht. Google hat sich einfach weitestgehend unkontrolliert durchgesetzt, wo anderes auch schon gewachsen war und dieses wie wiederum anderes noch hätte wachsen können. Ich halte den Vergleich für nicht stichhaltig, da immer davon ausgegangen wird, dass die Alternative ein Steampunk/Fallout-Szenario mit den „alten Konzernen“ als allessaugenden Kraken (Achtung: Falle!) auf der Gesellschaft obenaufsitzend, darstellen muss, was offensichtlich nicht der Fall gewesen wäre. Ich bin auch nicht derart gut „mit Google“ gefahren, und sehe nicht, wo das der Fall sein soll. Als hätte Google strukturell etwas real daran verändert, dass die alte Industrie gepampert wird (Energie, Öl, Waffen, Chemie, Pharma, …). Würde Google diese ersetzen, stünde einfach nur Google an deren Stelle, mit welchem Motto auch immer. Weder hat Google unsere Telkos ersetzt, noch derart viele in den USA (siehe Verfügbarkeit von Internet in so einigen der ländlichen Regionen), zudem hätte z.B. eine europäische oder „sogar“ eine deutsche Variante, bereits viel früher zu einer datenschutzfreundlicheren Entwicklung des gesamten Weltmarktes führen können, allein schon wegen der real verfügbaren Verklagbarkeit (damals). Das halte ich sogar für wahrscheinlicher, als dass unsere Öl+Waffen+Stahl+Bundespost-Lobbies einfach alles bis heute fest im Griff gehalten hätten, und wir jetzt alle mit wasserdampfbetriebenen Mopeds unterwegs wären, statt mit total sicheren, autonom fahrenden, entgeldlosen, immer verfügbaren… Lufttaxis?

            Eine gewisse Berechtigung hat das natürlich schon, wenn man sieht, wie viel nach Korruption und dem „alten Modell“ riecht, hier wie drüben. Es bleibt aber nur eine Annahme, dass Google hier einen besseren Planeten geschaffen hätte, oder noch schaffen wird o.ä. Letzlich wird nichts weiter führen, denn eine Gesellschaft, die vehement und kompromisslos die Gesellschaft weiterentwickelt, und jeglichen Herrschaftsquatsch abwehrt, egal ob solcher aus dem Privatsektor, einer Adelsklitsche, von Sekten, oder auch nur „emergent“ aus partizipationsbasierten Systemen heraus entsteht.

            Natürlich ist Google jetzt ein Teilnehmer, der so nun mal da ist, und wird sicherlich auch Nützliches bringen, opponiert anderen gewachsenen Strukturen. Zudem erlaubt die Markmacht Google auch, Forschung zu betreiben, wobei das jedes Großunternehmen nun mal kann. Darüberhinaus sehe ich viel Naivität. Die Rolle der Lobbyarbeit bzgl. Nachwachsendens ist auch zu beleuchten. Es muss betrachtet werden, was Google zur Entwicklung der Gesellschaft beigetragen hat, und wo es was behindert hat. Der Technikkram ist da kaum mal nachhaltig, und so gut wie nie singulär. Bei der Unterschiedsbildung kann die Monopolstellung, die eingegangenen Alternativen bzw. der Markt, und das Hofieren seitens der Politik nicht außer Acht gelassen werden. Wer das macht, arbeitet gegen eine gesellschaftlich relevante Diskussion. Aus welchen Gründen auch immer.

          10. >>> Das stand „kostenlos“ und nicht „umsonst“.

            In diesem Kontext eine unsinnige Unterscheidung, ablenkend. Es bleibt dasselbe Problem…

          11. „Man muss Google wirklich nicht mögen, aber diese unqualifizierte Projektion alles Bösen ist halt kontraproduktiv.“

            These: Vom „neuen Bösen“ hat Google fast alles mit abgedeckt, was es so gibt, rein dystopisch-statistisch.

            Jetzt ist eine Frage: stimmt das so, und wenn ungefähr, warum so lassen? Was ist Gutes dran? Besteht der Sinn von Google darinnen, das kleinere Übel zu sein, z.B. weil „der Staat“ sonst sowieso mit dem ganz großen Rasenmäher über das Internet drübergebügelt hätte, und kleinere Firmen sich da natürlich nicht hätten wehren können, vor allem wenn sie hier ansässig gewesen wären? Oder ist Google einfach „too big to fail“, oder hat zu viele Menschen eingesogen, zu viele Regierungsaufträge ergattert, und ist die Diskussion damit dann abgeschlossen? Geostrategie, Zukunft, alles Luxus?

          12. „Und in dem Vergleich sind wir mit Google wesentlich besser gefahren als nur mit den vorher etablierten Konzernen.“

            Was vergleichen Sie denn da womit? Google hat Null amortisierten Anteil daran, dass Suchmaschinen Nachrichten finden, das können alle anderen auch. Im Internet selbst IST Google das etablierte Riesenunternehmen der ersten drei Stunden. Und ob Liquidierung der Privatsphäre aus Übersee soviel besser ist, als theoretisch an unser Grundgesetz gebundene Unternehmungen… naja.

            „Aber Meinung ohne Wissen ist natürlich einfach und bequem. Genau die Haltung, die Gestaltungswillen ablehnt und dann rumnörgelt.“

            Ja, und wo sehen Sie „die Haltung“, etwa wenn sie Ihren Hosenbund ein Stück weit nach vorne dehnen und nach unten gucken?
            Gestaltungswille ist bei Großunternehmen eigentlich immer vorhanden, was man z.B. am massiven Lobbyismus sehen kann. Wo ist da jetzt der positive Aspekt, wodurch sticht Google hervor? Oder um es mit einer Börsenweisheit zu sagen: Wo Google nun mal etabliert ist, wo ist es denn besser als „der Markt“?

  3. Genau, die Absender bzw. Quellen einfach sperren. Das mache ich sowieso fast bei jedem Anbieter der (s)einen Verkaufs-Abo-Artikel feilbietet.
    Blöd ist dass Big G sich nicht einstellen lässt um mir Sport nicht mehr als „Nachrichten“ zu algorithmen.

  4. `…verweisen aber auf beispielhafte Faktenchecks: Tichys Einblick,` sollte Bild, nicht Tichys stehen. In dem Faktencheck geht es um eine Behauptung von Bild die von verschiedenen, inklusive Tichy’s aufgegriffen wurden. Aber die ‚Fakten‘ stammten von der Bild Zeitung.

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