2017
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: NetzDG: Fake-Law gegen Hate-Speech
Symbolbild : NetzDG: Fake-Law gegen Hate-Speech Der Bundestag hat heute das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beschlossen. Etwas gegen die Macht der privatisierten Öffentlichkeiten zu tun, ist generell richtig. Doch der eingeschlagene Weg und die Umsetzung samt einer Privatisierung der Rechtsdurchsetzung überzeugen überhaupt nicht. Ein Kommentar.
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: „World-Check“: Kommerzielle Sperrliste für Banken listet falsch Verdächtigte
Fälschlicherweise Gelistete wissen oft lange nichts davon, auf einer schwarzen Liste gelandet zu sein. (Symbolbild) : „World-Check“: Kommerzielle Sperrliste für Banken listet falsch Verdächtigte Die „World-Check“-Datenbank listet vermeintliche Kriminelle auf und stellt diese Informationen Banken zur Überprüfung ihrer Kunden bereit. Doch die schwarze Liste ist voller falscher Verdächtigungen, rassistischer Quellen und datenschutzrechtlicher Probleme.
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: Vorratsdaten für Wohnungseinbruch: Einbruch in die Privatsphäre
Viele Einbruchsversuche scheitern an sicheren Fenstern (Symbolbild). : Vorratsdaten für Wohnungseinbruch: Einbruch in die Privatsphäre Die Große Koalition hat beschlossen, mit Vorratsdaten gegen Wohnungseinbruch vorgehen zu wollen. Neben einem massiven Grundrechtseingriff für viele bedeutet das zusätzliche Arbeit für die Polizei. Ob das sinnvoll ist, zweifelt die Opposition an und schlägt Alternativen vor.
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: Freifunk: Keine Anerkennung von Gemeinnützigkeit
Ins Wasser gefallen: Doch keine Gemeinnützigkeit für Freifunk : Freifunk: Keine Anerkennung von Gemeinnützigkeit Schlechte Nachrichten für Freifunker: Ihr Engagement für freie und offene Netze wird nicht als gemeinnützig anerkannt. Entsprechende Anträge scheiterten im Bundestag am Widerstand der Großen Koalition.
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: Totalüberwachung wegen Terrorismus: eine Forderung von Tyrannen
Videoüberwachung mit Drohnen - der nächste logische Schritt im "Krieg gegen den Terror"? : Totalüberwachung wegen Terrorismus: eine Forderung von Tyrannen Man erschaudert, wenn man die aktuellen sicherheitspolitischen Forderungen in der westlichen Welt im Lichte der Wertung von Jean-Jacques Rousseau betrachtet. Er beschrieb bereits vor 250 Jahren, wie unruhige Zeiten strategisch genutzt werden, um irrationale Gesetze zu legitimieren. Ein Kommentar.
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: Werbeblocker als Schutz vor Schadsoftware
Was hilft gegen Malvertising? : Werbeblocker als Schutz vor Schadsoftware Gegen schädliche Werbung beim sogenannten Malvertising können Ad-Blocker helfen. Doch wie funktionieren heute die Infektionen durch Schadsoftware? Welche Varianten von Schadsoftware werden beim Malvertising verteilt? Und was sind sinnvolle Schutzmaßnahmen?
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: Wundervolle Stock-Fotos des Grauens
Stockphoto: Hacker bei der Arbeit. : Wundervolle Stock-Fotos des Grauens Patrick Beuth hat bei Zeit Online über einen wunderschönen Twitter-Account geschrieben, der „Dark Stock Photos“ kuratiert.
Beuth hat den Betreiber von @darkstockphotos gefragt, warum er das macht und warum die Bilder so komisch sind:
„Das Mysterium ihrer Existenz macht sie so schreiend komisch. Mir vorzustellen, was dem Fotografen dabei durch den Kopf gegangen ist, finde ich so lustig wie die Bilder selbst.“
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: Bürgerrechtler protestieren in Berlin gegen Vorratsdatenspeicherung
: Bürgerrechtler protestieren in Berlin gegen Vorratsdatenspeicherung Bei strömendem Regen haben heute Bürgerrechtler und Datenschützer vor dem Bundestag in Berlin für die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung demonstriert.
Das Bündnis fordert:
- Aufhebung der Vorratsdatenspeicherung, jetzt
- europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung
- verbindliche Versprechen der Provider, nicht zu speichern
Zum Bündnis gehören neben Digitalcourage unter anderem der AK Vorrat, FIfF, Freifunk und die Humanistische Union.
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: Fakten frisieren: Kleine Geschichte der Fake News
: Fakten frisieren: Kleine Geschichte der Fake News Die Zeitfragen auf Deutschlandfunk Kultur haben ein halbstündiges Radio-Feature über „Fakten frisieren: Kleine Geschichte der Fake News“ gesendet.
Postfaktisch ist zum Modewort geworden. Das dahinter steckende Phänomen aber ist nicht neu. Für Politiker ist der Umgang mit der Wahrheit oft eine Gratwanderung. Und auch der gezielte Einsatz von Unwahrheiten hat durchaus Tradition.
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: Heute: Podiumsdiskussion zu Fake-News und Lügenpresse
Fake-News: ein sehr facettenreicher Begriff. : Heute: Podiumsdiskussion zu Fake-News und Lügenpresse Heute Abend gibt es eine Podiumsdiskussion zu Fake-News und Lügenpresse: Warum sind diese Begriffe aktuell so präsent, was macht guten Journalismus aus und was hat Medienkompetenzförderung mit all dem zu tun?
Mittlerweile werfen sich Medien und politische Akteure aller Couleur Fake News vor, um einander zu diskreditieren – in der Überzeugung auf der Seite der absoluten Wahrheit zu stehen. Haben wir es mit gezielter Nachrichtenbeeinflussung und damit mit einer neuartigen Form politischer Propaganda zu tun?
Auf dem Podium sitzen: Dr. Anja Zimmer (Medienanstalt Berlin Brandenburg), Karolin Schwarz (Correctiv), Moritz Tschermak (BILDblog), Harald Petzold (die Linke, Bundestag), Anne Helm (die Linke, Abgeordnetenhaus). Constanze Kurz (netzpolitik.org) moderiert den heutigen Abend.
Die Podiumsdiskussion findet heute um 19 Uhr im Abgeordnetenbüro von Anne Helm und Niklas Schrader statt, Schierker Straße 26, 12051 Berlin.
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: Chaplins „Großer Diktator“ in Thailand auf Youtube vorübergehend zensiert
Ausschnitt aus dem Film. : Chaplins „Großer Diktator“ in Thailand auf Youtube vorübergehend zensiert Youtube hat auf Anweisung der Regierung in Thailand einen Videoausschnitt aus Charlie Chaplins „Der große Diktator“ zensiert, berichtet die Bangkok Post. In dem Film parodierte Chaplin 1940 den Aufstieg Adolf Hitlers.
Laut einem Bericht bei Global Voices war das Video vom 24. Juni an nicht mehr aufrufbar. Statt des Videos wurde die Nachricht gezeigt: „This content is not available on this country domain due to a legal complaint from the government.“ Nachdem die Zensurmaßnahme, die mit dem thailändischen „Democracy Day“ zusammenfiel, medial große Wellen geschlagen hatte, ist das Video seit dem 27. Juni wieder verfügbar.
https://www.youtube.com/watch?v=B8DDvRbffeE
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Abschluss des NSA-BND-Ausschusses: Keine Revolte gegen die Geheimdienste
Bundestagsdebatte zum Bericht des NSA-BND-Untersuchungsausschusses vor vielen leeren Sitzen. 28. Juni 2017. Abschluss des NSA-BND-Ausschusses: Keine Revolte gegen die Geheimdienste In der gestrigen Plenardebatte im Bundestag wurden die in vielen Monaten erlangten Erkenntnisse aus dem NSA-BND-Untersuchungsausschuss denkbar unterschiedlich bewertet. Die Koalition macht sich keine Sorgen um den Schutz der Privatsphäre oder um Wirtschaftsspionage, die Opposition sieht die Massenüberwachung kritisch.
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: Mann muss Strafe für Fake-News zahlen
: Mann muss Strafe für Fake-News zahlen In Schleswig-Holstein ist ein Mann zu einer Strafe von 500 Euro wegen der Verbreitung von Falschnachrichten verdonnert worden. Während eines Familiendramas hatte er mehrere Falschmeldungen verbreitet, unter anderem, dass die Polizei mit Spezialeinsatzkräften im Einsatz sei und, dass es sich um einen Amokläufer handele.
Die Kieler Nachrichten berichten:
Erstmals hat ein Schleswig-Holsteiner der Landespolizei rund 500 Euro zahlen müssen, weil er eine Falschmeldung zu einem Polizeieinsatz in der Gemeinde Pronstorf (Kreis Segeberg) verbreitet hatte. Diese Fake News richtigzustellen, hatte die Beamten Zeit und Personalaufwand gekostet – wofür der Verursacher der Falschmeldung nun aufkommen musste.
Dem Mann wurden Einsatzkosten für die Alarmierung und den Einsatz von zwei Beamten in Rechnung gestellt. Dies ergab insgesamt eine Forderungssumme von rund 500 Euro.
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: Warum Facebooks Löschregeln weiße Männer schützen, aber nicht schwarze Kinder
Wer ist hier eine geschützte Kategorie? Weiße Männer. : Warum Facebooks Löschregeln weiße Männer schützen, aber nicht schwarze Kinder Das Regelwerk, nach dem Facebook Inhalte löscht, ist in den letzten Jahren von einer einfachen Seite auf mehr als 15.000 Wörter angewachsen. Die investigative Plattform ProPublica geht nun der Geschichte der Privatzensur bei Facebook – auch mit neuen Leaks aus dem Moderationshandbuch – auf den Grund.
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: Europäische Bürgerrechtler kritisieren Netzwerkdurchsetzungsgesetz
Bürgerrechtler in Brüssel sehen das Hate-Speech-Gesetz kritisch. Im Bild: Eine Detailaufnahme des Atomiums. : Europäische Bürgerrechtler kritisieren Netzwerkdurchsetzungsgesetz Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist wieder einmal international in der Kritik. Der europäische Dachverband der digitalen Bürgerrechtsorganisationen EDRi befürchtet, dass zu viel gelöscht wird und europäische Internetunternehmen diskriminiert werden. Die Bürgerrechtler empfehlen den Bundestagsabgeordneten, das Gesetz abzulehnen.
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: Studie: Überwachungskapitalismus im Alltag
Wie Unternehmen einzelne Nutzer identifizieren. : Studie: Überwachungskapitalismus im Alltag Tausende Unternehmen speichern unsere persönlichen Daten, werten sie aus und versuchen, unser Verhalten zu beeinflussen. Doch wer sind diese Unternehmen eigentlich und wie arbeiten sie im Detail? Und was können sie genau aus unseren Klicks, Likes, Einkäufen und Internet-Suchanfragen über uns ablesen?
Das Wiener Forschungsinstitut Cracked Labs hat dazu die ausführliche Studie „Corporate Surveillance in Everyday Life“ veröffentlicht, die auf dem Vorjahresreport „Networks of Control“ aufsetzt. Hauptautor beider Papiere ist der Wiener Privacy-Forscher und Netzaktivist Wolfie Christl, mit dem wir im Dezember über Tracking und kommerzielle Überwachung gesprochen haben.
Die vollständige Studie ist auf Englisch als PDF verfügbar, auf der Webseite von Cracked Labs gibt es eine verhältnismäßig kurze Zusammenfassung.
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: Urteil: Sohn nutzte WhatsApp, Mutter muss nun Klicksafe.de lesen
: Urteil: Sohn nutzte WhatsApp, Mutter muss nun Klicksafe.de lesen Seit einigen Tagen zirkuliert in den (Sozialen) Medien ein Urteil des Amtsgerichts Bad Hersfeld, nach dem eine Mutter das schriftliche Einverständnis der Smartphone-Kontakte ihres Sohnes einholen soll, dass deren Daten an WhatsApp übertragen werden dürfen. Mit der Zustimmung zu den AGB sollen Nutzer*innen schließlich bestätigen, dass sie autorisiert sind, diese Daten an den Facebook-Konzern weiterzugeben. Bei Zeit Online liefert Torsten Kleinz einen lesenswerten Überblick über die Debatte um das Urteil. Tenor: Rechtmäßig ist das Auslesen der Adressbücher zwar vermutlich nicht, Nutzer*innen brauchen trotzdem keine Panik vor Abmahnungen zu haben, weil nicht sie, sondern WhatsApp die rechtliche Verantwortung dafür trage.
Kleinz hat dazu unter anderem den Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar befragt:
Obwohl seine Behörde selbst keine Absicht hat, Privatnutzer zu belangen, sieht Caspar das Urteil als willkommenes Druckmittel gegen den Anbieter. Der hatte nach seiner Übernahme durch Facebook die Geschäftsbedingungen geändert und den Nutzern auferlegt, die Einverständnis der Kontakte einzuholen, bevor diese auf die Server hochgeladen werden. […] „Es liegt in der Hand von WhatsApp, das automatisierte Auslesen der Adressbücher zu beenden oder zumindest dem Nutzer die Möglichkeit zu lassen, nur von ihm markierte Adressdaten weiterzuleiten, für die er dann eine Einwilligung eingeholt hat“, sagt der Datenschützer Caspar.
Unabhängig von der Frage, ob sie dafür abgemahnt werden können, tragen WhatsApp-Nutzer*innen natürlich trotzdem die moralische Verantwortung dafür, dass sie die Weitergabe der Kontaktinformationen ihrer Bekannten in Kauf nehmen, indem sie den Dienst nutzen.
Und noch ein Schmankerl aus dem teils bizarren Urteil:
Eigentlich ging es in dem Verfahren darum, ob der Sohn am Wochenende Zeit mit seinem Vater verbringen soll. Dass es dort manchmal Streit um die Smartphonenutzung des Jungen gebe, wurde nur am Rande erwähnt. Im Urteil ist das Thema aber von zentraler Bedeutung. So wird der Mutter aufgetragen, bis zur Volljährigkeit des Sohnes dessen Smartphonegebrauch zu beaufsichtigen und „das Smartphone des Kindes vor dem Schlafengehen jeweils einzuziehen, sowie dem Kind einen anderweitigen, nicht online vernetzten Wecker bereitzustellen“. Dazu soll sie monatlich mindestens drei Artikel zum Thema auf der Website der EU-Initiative Klicksafe.de lesen und mit ihrem Sohn über dessen Smartphonenutzung sprechen.
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: Vorratsdatenspeicherung: Große Provider speichern erstmal nicht
Kunden von Providern, die trotzdem Vorratsdaten speichern, könnten klagen oder von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, sagen Juristen. : Vorratsdatenspeicherung: Große Provider speichern erstmal nicht Die Vorratsdatenspeicherung kippelt. Nachdem die Bundesnetzagentur jetzt die Speicherung auf Eis gelegt hat, kündigen große Provider an, erst einmal keine Daten vorzuhalten. Verbände und Unternehmen fordern, dass der Gesetzgeber die Rechtsunsicherheit beendet. Bürgerrechtsorganisationen haben schon das Ende des ungeliebten Überwachungsgesetzes vor Augen.
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: Aus Angst vor Image-Schäden: Real beendet Tests mit Gesichts-Scannern
: Aus Angst vor Image-Schäden: Real beendet Tests mit Gesichts-Scannern Seit Herbst 2016 waren bei der Supermarktkette Real Gesichts-Scanner der Firma Echion im Einsatz. Einer Pressemitteilung zufolge stellt das Unternehmen den Einsatz der Technik mit sofortiger Wirkung ein. Die Bildschirme, die das Gesicht ihrer Betrachter analysierten, um die angezeigte Werbung darauf zuzuschneiden, sollen in den 41 Testmärkten nicht mehr genutzt werden. Als Grund nennt Real die anhaltende öffentliche Diskussion. Unter anderem hatte der Verein Digitalcourage Strafanzeige gestellt.
Die letzte Innovation dieser Art dürfte das jedoch nicht gewesen sein. Real kündigte an, bei der Implementierung künftig besseres Marketing zu betreiben:
Der Kundennutzen vom Einsatz technologischer Weiterentwicklungen muss jederzeit für Kunden nachvollziehbar sein. Das war im vorliegenden Fall nicht gewährleistet. Um eine möglichst breite Transparenz und Akzeptanz bei Kunden und Öffentlichkeit zu erreichen, werden daher künftig technologische Weiterentwicklungen in enger Abstimmung mit den real,- Kundenbeiräten und Fokusgruppen erörtert.
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Bundesnetzagentur: Keine Strafe, wenn Provider Vorratsdaten nicht speichern
Grund zum Anstoßen: Keine Strafen, wenn Provider keine Vorratsdaten speichern (Symbolbild) Bundesnetzagentur: Keine Strafe, wenn Provider Vorratsdaten nicht speichern Grund zur Freude: Die Bundesnetzagentur gibt bekannt, dass Provider nicht ab Samstag Vorratsdaten speichern müssen. Dem ging eine Gerichtsentscheidung voraus, die sich jedoch nur auf einen einzelnen Provider bezog. Ob die Speicherpflicht ganz abgeschafft wird, hängt von den endgültigen Urteilen ab.