Snowden, Chomsky & Greenwald diskutieren über Wert der Privatsphäre
Der Whistleblower Edward Snowden gibt mittlerweile häufig Interviews und wird bei vielen Events per Video zugeschaltet. Mit dem Journalisten Glenn Greenwald und dem Wissenschaftler Noam Chomsky verhält es sich ähnlich. Das „College of Social and Behavioral Sciences“ an der Universität Arizona hat die drei Kritiker von staatlicher Überwachung für „A Conversation on Privacy“ – einem…
Edward Snowden, Noam Chomsky und Glenn Greenwald (Bild: University of Arizona)
Der Whistleblower Edward Snowden gibt mittlerweile häufig Interviews und wird bei vielen Events per Video zugeschaltet. Mit dem Journalisten Glenn Greenwald und dem Wissenschaftler Noam Chomsky verhält es sich ähnlich. Das „College of Social and Behavioral Sciences“ an der Universität Arizona hat die drei Kritiker von staatlicher Überwachung für „A Conversation on Privacy“ – einem Gespräch über Privatsphäre – zusammengebracht.
Ein sehenswertes zweistündiges Interview über das Recht auf Privatsphäre, dessen Bedeutung für (Meinungs-)Freiheit, und die Auswirkungen von Überwachung. Besonders geeignet für jene, die immer noch das Argument vorbringen: „Ich brauche keine Privatsphäre, weil ich nichts zu verbergen habe“. Das sei so, als wenn jemand sagen würde „Ich brauche keine Pressefreiheit, weil ich nichts zu sagen habe“, sagt Snowden.
Eine Aufzeichnung der Diskussion ist bei Vimeo zu finden – los gehts bei Minute zehn.
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6 Kommentare zu „Snowden, Chomsky & Greenwald diskutieren über Wert der Privatsphäre“
MR
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Danke, für den Hinweis, werde ich mir heute Abend reinziehen.
Aber bzgl. „. Besonders geeignet für jene, die immer noch das Argument vorbringen:“:
Die meisten Leute sind schon nach 10 Zeilen Text zu diesem Thema gelangweilt, eine 2h Diskussion ist da also weniger geeignet ;)
Alejandro Boye
,
Guter Einwand. Vielleicht lässt sich das Thema besser vermitteln, wenn man die zentrale These greifbar darstellt, in etwa so: „Es geht um ein Leben in Freiheit oder in Knechtschaft, um die Wahrung persönlicher Rechte oder völliger Rechtlosigkeit“. Vielleicht trifft es den Kern noch nicht ganz, aber als Aufhänger kann man es bringen. Oder?
watz
,
Eine Audiodatei wäre hilfreich. Die Videos schaue ich eh’ fast nie.
Ein Video bindet für mich die Aufmerksamkeit an der falschen Stelle.
Irina
,
Walk the talk lautet die Devise der einen. Andere träumen lieber weiter.
SUSI
,
Hm, also ich schaue eh nur Kinofilme vollständig an – wenn sie gut gemacht sind.
Ansonsten klicke ich weg oder zappe mich durchs Programm.
Wenn ich natürlich an die Schulzeit denke, dann war das so, dass wir dort auch Kinofilme schauen mussten. Das war gut, denn dann war es unterhaltsam.
Denn Film suchte der Lehrer aus: „Doktor Schiwago“.
Wie wäre es heute mit „Doktor Noam“?
Mitspieler sind natürlich Edward und Glenn. Es muss aber auch eine schöne Romanze dabei sein, so wie bei Doktor Schiwago, sonst schaut sich den Film wieder kein Mädchen freiwillig an :-)
Lieben Gruß SUSI
[…] Viele sehen in einer App wie Findface verständlicherweise einen massiven Eingriff in die Privatsphäre. Zudem bietet eine solche Gesichtserkennung die Möglichkeit für Stalker, heimlich Fotos zu machen und dann im Netz die persönlichen Daten desjenigen zu finden. Natürlich kann es auch einen ganz romantischen Nutzungshintergrund geben: Wenn man zum Beispiel die vermeintliche Liebe des Lebens in der Stadt sieht und mit Hilfe der App ganz einfach im Netz wiederfinden kann. Chef-Entwickler der App ist Artem Kukharenko. In einem Interview mit jetzt.de bekräftigt er, dass es nur um Fortschritt und Technologie ginge. Die Privatsphäre werde zwar dadurch zerstört und er verstehe auch die Ängste vieler Menschen. Dennoch meint er: „Wenn du ein guter Bürger bist und nichts zu verbergen hast, passiert dir doch durch die Gesichtserkennung nichts“. Das ist ja ein gern genanntes Argument: Privatsphäre brauchen nur die, die etwas zu verbergen haben. Der Whistleblower Edward Snowden hat es gut auf den Punkt gebracht: Das mit der Privatsphäre, die keiner brauche, sei so, wie wenn jemand sagen würde: „Ich brauche keine Pressefreiheit, weil ich nichts zu sagen habe“. Mehr zum Thema Privatssphäre, Meinungsfreiheit und Auswirkungen von Überwachung findet sich in diesem zweistündigen Interview. […]
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Ergänzungen
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6 Kommentare zu „Snowden, Chomsky & Greenwald diskutieren über Wert der Privatsphäre“
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Danke, für den Hinweis, werde ich mir heute Abend reinziehen.
Aber bzgl. „. Besonders geeignet für jene, die immer noch das Argument vorbringen:“:
Die meisten Leute sind schon nach 10 Zeilen Text zu diesem Thema gelangweilt, eine 2h Diskussion ist da also weniger geeignet ;)
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Guter Einwand. Vielleicht lässt sich das Thema besser vermitteln, wenn man die zentrale These greifbar darstellt, in etwa so: „Es geht um ein Leben in Freiheit oder in Knechtschaft, um die Wahrung persönlicher Rechte oder völliger Rechtlosigkeit“. Vielleicht trifft es den Kern noch nicht ganz, aber als Aufhänger kann man es bringen. Oder?
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Eine Audiodatei wäre hilfreich. Die Videos schaue ich eh’ fast nie.
Ein Video bindet für mich die Aufmerksamkeit an der falschen Stelle.
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Walk the talk lautet die Devise der einen. Andere träumen lieber weiter.
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Hm, also ich schaue eh nur Kinofilme vollständig an – wenn sie gut gemacht sind.
Ansonsten klicke ich weg oder zappe mich durchs Programm.
Wenn ich natürlich an die Schulzeit denke, dann war das so, dass wir dort auch Kinofilme schauen mussten. Das war gut, denn dann war es unterhaltsam.
Denn Film suchte der Lehrer aus: „Doktor Schiwago“.
Wie wäre es heute mit „Doktor Noam“?
Mitspieler sind natürlich Edward und Glenn. Es muss aber auch eine schöne Romanze dabei sein, so wie bei Doktor Schiwago, sonst schaut sich den Film wieder kein Mädchen freiwillig an :-)
Lieben Gruß SUSI
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[…] Viele sehen in einer App wie Findface verständlicherweise einen massiven Eingriff in die Privatsphäre. Zudem bietet eine solche Gesichtserkennung die Möglichkeit für Stalker, heimlich Fotos zu machen und dann im Netz die persönlichen Daten desjenigen zu finden. Natürlich kann es auch einen ganz romantischen Nutzungshintergrund geben: Wenn man zum Beispiel die vermeintliche Liebe des Lebens in der Stadt sieht und mit Hilfe der App ganz einfach im Netz wiederfinden kann. Chef-Entwickler der App ist Artem Kukharenko. In einem Interview mit jetzt.de bekräftigt er, dass es nur um Fortschritt und Technologie ginge. Die Privatsphäre werde zwar dadurch zerstört und er verstehe auch die Ängste vieler Menschen. Dennoch meint er: „Wenn du ein guter Bürger bist und nichts zu verbergen hast, passiert dir doch durch die Gesichtserkennung nichts“. Das ist ja ein gern genanntes Argument: Privatsphäre brauchen nur die, die etwas zu verbergen haben. Der Whistleblower Edward Snowden hat es gut auf den Punkt gebracht: Das mit der Privatsphäre, die keiner brauche, sei so, wie wenn jemand sagen würde: „Ich brauche keine Pressefreiheit, weil ich nichts zu sagen habe“. Mehr zum Thema Privatssphäre, Meinungsfreiheit und Auswirkungen von Überwachung findet sich in diesem zweistündigen Interview. […]
Dieser Artikel ist älter als 10 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.