Die Story im Ersten: Schlachtfeld Internet – Wenn das Netz zur Waffe wird

Nach der Dokumentation über die Flucht von Edward Snowden lief gestern in der ARD der 45 Minuten lange Beitrag „Die Story im Ersten: Schlachtfeld Internet – Wenn das Netz zur Waffe wird.“ Das gibts noch in der Mediathek und auf Youtube zu sehen.


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Das Internet ist in bisher kaum bekanntem Ausmaß „Aufmarschgebiet“ für die digitalen Truppen der Kriege des 21. Jahrhunderts. In einem exklusiven Interview mit dem amerikanischen Sender WGBH, dem NDR und Servus TV enthüllt Whistleblower Edward Snowden, wie die NSA und andere Nachrichtendienste das Netz zur Waffe machen.

Über das Interview mit Snowden zum Thema hatten wir gestern schon berichtet: Snowden: “We have to put the security back in NSA.”

5 Kommentare
  1. Ich fand den Erzählstil leider unerträglich und musste nach 10min abschalten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieser Erzählstil Uninformierte oder Skeptiker erreicht, das können doch nur Leute aushalten, die das eh schon alles wissen. (Und bei mir hat es wie gesagt nichtmal dafür gereicht)

  2. Nicht viel Neues finde ich. Was ich sehr misslungen finde, sind die immer wieder auf’s Neue feststellbaren, miserablen Versuche der TV-Medien, die Verbrechen der NSA durch dramatisierende Stilmittel dem nicht-Technik versierten bzw. -affinen Publikum nahezubringen. Das ist m.E. nicht der richtige Weg, da es zu Reaktionen und Aussagen, wie „Das ist doch nur Angst- und Panikmache!“ führt (gemeint ist hier insbesondere die mehrfach erwähnte Gefahr misslungener Angriffe auf bspweise Krankenhäuser). Das ist kontraproduktiv und führt zu noch mehr Gleichgültigkeit und einem Nichternstnehmen dieser Gefahren. Was steckt hinter dieser Dramatisierung? Verzweifelte Versuche, ein breites Bewusstsein für diese tatsächlich reale Gefahr zu schaffen? Oder stecken kommerielle Interessen dahinter, die Herrn Langner und diesem anderen, zumindest für mich aus dem Nichts aufgetauchten „IT Sicherheitsspezialisten“, der auf seiner Website Nessus Scans anbietet, in die Tasche spielen sollen? Ich persönlich gehe nach all den Veröffentlichungen geheimer NSA Unterlagen davon aus, dass insbesondere die deutsche IT Infrastruktur bereits nahezu ganzheitlich von (amerikanischen) Geheimdiensten kompromittiert und mit „Implants“ versehen wurde und in einem durch den jeweiligen Geheimdienst definierten „Ernstfall“ weiter missbraucht werden kann und wird. Problem hierbei ist die wohl schwere bis unmögliche Nachweisbarkeit von Kompromittierung auf einer so hardwarenahen Ebene, sodass teures Spezialequipment benötigt wird, um schadhaften Programmcode erst einmal auslesen zu können, wenn dieser sich überhaupt auf persistentem Speicher befindet. Solche Untersuchungen sind nicht nur eine enorme finanzielle Belastung, sondern auch eine technische Herausforderung, welcher m.E. auch IT Security Spezialisten noch nicht gewachsen sind. Was bleibt? Option 1: Prävention: Enticklung sicherer, komplett quelloffener Computerarchitekturen, und ein vollständiges Ersetzen aller vorhandenen Systeme. Option 2: Reaktion: Abwarten auf einen tatsächlichen „Cyber“-Vorfall, der ein komplettes Krankenhaus und/oder den Energiesektor lahmlegt. Option 3: Hoffnung: Geheimdienste werden reformiert, Politik darf nicht korrumpiert werden, Wiedereinführung direkter Demokratie.
    Mit Wahrscheinlichkeitsrechnung hab ichs nicht so.

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