Öffentlichkeit

Unser Blog soll schöner werden – Erste Zusammenfassung

In der vergangenen Woche haben wir in sechs Teilen den Status Quo und mögliche Weiterentwicklungen unseres Blogs vorgestellt. Das Feedback dazu hat uns gefreut, das nehmen wir mit in unsere konzeptionelle Weiterentwicklung. Aber einige Fragen sind immer noch nicht abschließend beantwortet, deswegen freuen wir uns über weitere Diskussionsbeiträge.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Im ersten Teil haben wir Ergebnisse unserer Leserumfrage vorgestellt und einige Zahlen genannt, wer uns lesen könnte (Ausgehend von einer Leserumfrage im vergangenen Sommer, wo sicher nicht alle teilgenommen haben). Dabei hat sich eine Diskussion entwickelt, wie wir den Anteil von Frauen unter der Leserschaft erhähen könnten. Dies haben wir in einem eigenen Artikel nochmal zusammengefasst. In den Kommentaren zeigte sich zugleich die Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung.

Im zweiten Teil haben wir Einblicke in unsere Redaktion gegeben, wer wir sind, wo wir herkommen und wie das hier in etwa hinter den Kulissen abläuft.

Der dritte Teil drehte sich um Designfragen. Hier haben wir einige Fragen gestellt, wie wir mit der Herausforderung umgehen können, dass wir vor allem zwei stark divergierende Lesergruppen haben. Es gab einiges an Feedback, aber wir glauben, dass noch nicht alles beantwortet ist. Wenn Ihr etwas Ahnung von Webdesign habt und uns helfen wollt: Schaut Euch bitte die Fragestellungen nochmal an und gebt uns Feedback.

Der vierte Teil drehte sich um Formate und was wir zusätzlich noch aus diesem Blog machen wollen, sofern wir dafür Zeit und Geld haben.

Im fünften Teil ging es um die Finanzierung. Hier haben wir unsere Ein- und Ausgaben offengelegt. In der Diskussion ging es dann auch darum, dass die Blog-Finanzierung gescheitert sei, was man an unserem Beispiel sehen könnte. Das sehen wir nicht so. Wir sind nicht wirklich ein passendes Beispiel, da wir hier über Politik berichten und zugleich selbst als Akteure verschiedene Wege bewusst ausschließen. Aber trotzdem haben wir noch nicht alle passenden Möglichkeiten ausgeschöpft und freuen uns über Feedback.

Eine Möglichkeit, die wir noch nicht ausprobiert haben, ist eine Teilfinanzierung durch die Leserschaft mittels Spenden und/oder Crowdfunding. Hier haben wir verschiedene Wege zur Diskussion gestellt und sind uns immer noch nicht sicher, ob wir einen Förderverein wollen, es mit einer Crowdfunding-Plattform ausprobieren wollen, beides kombinieren wollen oder einfach nur ein Konto einrichten. Auch hier freuen wir uns über Feedback.

Das ist eine erste kurze Zusammenfassung nach einer Woche. Wir werden alle einzelnen Debatten nochmal gesondert aufbereiten und die Ergebnisse bloggen.

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38 Kommentare
  1. In den Kommentaren zeigte sich zugleich die Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung.

    Meinst Du das so wirklich ernst?

      1. Ich habe alle gelesen, auch die Bedenken von einigen Frauen und Maennern bzgl. zuviel „Gleichberechtigung“ bzw. was einige darunter verstehen.

        Deine Zusammenfassung ist entweder zu vereinfachend oder nimmt eine sehr klare Position gegen diese Bedenken ein, daher meine Nachfrage.

        1. @Helmut Springer: Ich bin schon deutlich angenervt vom Diskussionsstil und der Tonalität, sobald es irgendwie in Richtung dieses Themas geht. Diese Ängste sind ja auch klar artikuliert worden durch Kommentare, die befürchteten, dass z.B. Alice Schwarzer hier demnächst mitbloggt. Was vollkommen absurd ist.

          Und dieser Diskussionsstil führt dazu, dass diese Fragen einfach nicht thematisiert werden, weil kaum noch jemand Bock hat, sich dann mit solchen Kommentaren rumzuschlagen. Was sicher auch das Ziel einzelner Kommentatoren ist, was ich aber nicht schön finde.

      2. Also ich möchte das gerne bestreiten. Ich habe die Kommentare (wenn auch bereits vor einigen Tagen ev gab es neue) alle gelesen und fand nicht, dass sich das Angst vor Gleichberechtigung ausdrückte.

        Viel mehr schien mir der Konsenz (auch von der 8%-Minderheit) zu sein, das mehr Frauen „anzulocken“ nur um mehr Frauen hier zu haben kein sinvolles Ziel sein kann. Man solte die Reichweite des Blogs allgemein erhöhen, schliesslich geht Netzpolitik alle was an. Wenn mehr Leute hier mitlesen werden auch mehr Frauen hier mitlesen (hoffentlich auch prozential).

        Gerade Internet ist ein Grunsätzlich komplett undiskiminierendes Medium, es gibt kein Hinderniss für Frauen hier mitzulesen. Anscheinend fehlt (noch) das Interessen.

        Zudem kamen auch konstruktive Vorschläge wie Zusammenarbeit mit einem „Frauenblog“ und ich mag mich nicht erinnern das da viel negatives drauf geantworted wurde.

        tl;dr :Es wurde bloss die Meinung vertreten, dass Frauen „anzulocken“ nur damit Frauen hier mitlesen nichts bringt das Internet ist nun mal geschlechterneutral.

    1. Gleichberechtigung ist gegeben. Du verbietest ja schliesslich Frauen nicht, hier mitzulesen oder zu kommentieren (oder in der Redaktion mitzuarbeiten – vermute ich mal), oder erschwerst es ihnen irgendwie besonders.
      Von daher ist die Aussage „Angst vor zu viel Gleichberechtigung“ einfach mal 1) unwahr 2) tendenziös und 3) beleidigend.

      Es gibt einen Unterschied zwischen Gleichberechtigung (Chancengleichheit) und Gleichstellung (Ergebnisgleichheit um jeden Preis), und nur weil man letztere ablehnt (weil sie meistens nur über Diskriminierung der vermeintlich stärkeren Gruppe zu erreichen ist), ist man nicht zwangsläufig gegen erstere.

  2. Ich habe einen Wunsch. Wenn ihr zu einem alten Thema etwas Neues schreibt, könnt ihr im alten Artikel einen Link setzen? Zum Beispiel hätte ich gerne in den fünf Teilen einen Link hierher. Das Problem ist sonst, dass man auf einen Artikel stößt und durch die Links immer nur noch älteres Zeugs findet. Interessanter ist für mich als Leser, was zuletzt passiert ist.

    Ja, das kostet etwas Zeit. Aber dafür wertet ihr eure alten Artikel enorm auf. Wäre doch schade, wenn ihr so viel Arbeit ins Schreiben investiert und dann nicht mehr dazu kommt, an den entscheidenden Stellen die Links zu setzen. Der neue und alte Artikel profitieren gleichermaßen.

  3. @Markus Beckedahl

    In den Kommentaren zeigte sich zugleich die Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung.

    Dafür hätte ich gerne ein konkretes Beispiel.

    Im übrigen schließe ich mich der Kritik von Oppi an: Die Aussage ist unwahr, tendenziös und beleidigend.
    Soweit ich das überschaue, wurden Bedenken geäußert, das Blog thematisch und im Anspruch afzuweichen. Andere Wege, das Blog für Frauen „attraktiver zu machen“, könnten nämlich nur noch Dinge wie eine Blümchentapete als Hintergrund meinen. In allen anderen Bereichen ist dieses Blog für Frauen genauso attraktiv, wie es das für Männer auch ist. Wenn speziell Frauen dieses Blog weniger lesen, hier weniger kommentieren und schreiben, dann liegt das nicht am Blog, sondern an den Frauen, an deren netzpolitischem Desinteresse sowie an ihren politischem Desinteresse überhaupt. Andernfalls könnten sie das ändern. Und zwar jederzeit. Da hindert sie nun wirklich niemand daran.

    1. Nicht für ungut, aber Formulierungen wie diese fallen fast schon ins Raster:

      Soweit ich das überschaue, wurden Bedenken geäußert, das Blog thematisch und im Anspruch afzuweichen. Andere Wege, das Blog für Frauen “attraktiver zu machen”, könnten nämlich nur noch Dinge wie eine Blümchentapete als Hintergrund meinen.

  4. @Markus Beckedahl

    Augenscheinlich wurde ich nicht verstanden. Also nochmal: Ich hätte gern ein Beispiel für einen Kommentar in besagtem Blogbeitrag, in welchem

    sich zugleich die Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung

    zeigt.

    Das steht noch immer aus. Auch das Zitat von mir erfüllt dieses Kriterium nicht, auch nicht fast. Vielleicht überprüfen Sie bei der Gelegenheit Ihr Raster, denn es bleibt zuviel hängen, wie bei einer Rasterfahndung auch nicht anders zu erwarten.

    Beleg oder transparente Korrektur, wat nu?

      1. Ich hätte auch Sexismus schreiben können. Zitat aus Wikipedia:

        So wird in der Psychologie Sexismus über „stereotype Merkmalszuschreibungen“ definiert. Auf dieser interpersonellen Ebene werden auch diskriminierende Rollenzuschreibungen gegenüber Männern berücksichtigt.

  5. @Markus Beckedahl

    Sie weichen aus. Es fehlt noch immer der Beleg für die in den Kommentaren angeblich gezeigte Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung. Das hat einen einfachen Grund: Es gibt keinen.

    Wenn Sie eine sexistische Stereotype meinen, die man in meinen obigen Kommentar hier hineinlesen mag und kann, dann nennen Sie das auch so. Das ist nämlich etwas anderes als Angst vor zuviel Gleichberechtigung.

    Und wenn Sie meinen obigen Kommentar in seinem Gesamtzusammenhang lesen wollen, bleibt auch davon nicht viel. Der war nämlich sinngemäß: Wenn man Abstriche am Anspruch und in der thematischen Fokussierung ablehnt (was einige Kommentatoren getan haben und man ja auch anders sehen kann), dann bleiben nur Änderungen kosmetischer Natur, also für Frauen hübsch machen. Was bliebe denn sonst?

    Es gibt hier weder eine inhaltliche Diskriminierung von Frauen noch eine im Zugang, außer einer selbstgewählten.

    1. Ich kann mich nur anschliessen. Es gibt doch zwei wesentliche Kategorien an denen man was ändern könnte, um an der „Attraktivität“ zu schrauben : Thematische Ausrichtung sowie äusseres Erscheinungsbild. Wenn man eine thematische Veränderung ablehnt, bleibt nur noch das Erscheinungsbild übrig. Das wurde mit der Blümchentapete zugegeben überspitzt formuliert, trifft aber doch den Kern der Sache.

      1. Gut, wie wäre es mit einem wechselbaren, personaliesierbaren screen? Eine allgemeine version könnte grautöne beinhalten, was alle farben vereint und für neutralität stehen könnte. Komische diskussion. Eine mitlesende frau

  6. Um mal von dieser vollkommen nutzlosen, nicht weiter führenden Diskussion um Angst vor Gleichberechtigung wegzukommen: Gibt es eigentlich eine Art Roadmap mit internen Zeitvorgaben zur Weiterentwicklung? Also bis wann ihr gerne die Diskussion abgeschlossen haben würdet und zur tatsächlichen Umsetzung der Arbeitsergebnisse übergehen würdet?

    Für mich gesprochen kann ich jedenfalls festhalten, dass dieser kleine Einblick in interne Abläufe bisher sehr interessant ist, auch wenn ich nicht viel erhellendes zur Debatte beitragen konnte. Dafür lese ich leider zu unbeständig mit.

    1. @sprinkledcupcake: Eine genaue Roadmap haben wir nicht. Aber wir diskutieren das nochmal intern bis Ende des Monats und schauen dann, welche Schritte wir zuerst wie angehen. Und werden natürlich darüber berichten.

  7. Ich möchte mich dem Protest anschließen.

    Das ist das erste Mal, dass ich mich hier unwohl fühle. Nicht, weil ich eine Frau bin, sondern weil du, Markus, die Bedenken von mir und anderen einfach mit einem ad hominem beiseite schiebst. Deine Argumentation ist unredlich und rabulistisch.

    1. @Ina: Auch das gelesen, was Du lesen wolltest? Ich habe viele Bedenken nicht beiseite geschoben. Ich habe darauf hingewiesen, dass wohl einige Männer Probleme mit Gleichberechtigung haben. Im übrigen habt Ihr sicher nicht all die Kommentare gesehen, die eindeutig beleidigend in diese Richtung gingen und die wir deswegen gelöscht haben.

      1. Wenn die Aussage, dass einige Männer „Angst vor zu viel Gleichberechtigung“ haben, sich auf Kommentare gründet, die hier gar nicht einsehbar (weil gelöscht) sind, dann bleibt der Vorwurf mit der Angst vor Gleichberechtigung hier haltlos im Raum und macht nichts anderes, als eine entsprechende Diskussion zu provozieren.

    2. @Hansbert: Ich weiß, es klingt unglaublich, aber man kann solche Aussagen auch einfach mal im Raum stehen lassen und muss tatsächlich nicht jede Nebensächlichkeit kommentieren. Was haben die Vorwürfe in den Kommentaren jetzt gebracht? Kein Ergebnis, das war vorhersehbar. Solche Diskussionen tragen dazu bei, dass manche Leute sich Kommentare gar nicht mehr durchlesen. Derailing ist einer angenehmen Diskussionskultur nicht förderlich.

  8. Getroffene Hunde bellen?! Eure Kommentatoren möchte ich ja echt nicht haben. Schaltet die einfach ab, wenn dabei nichts herauskommt außer solchen Beiträgen.

    1. Nach Anregungen fragen und gleichzeitig die Kommentare abschalten? Klingt logisch.

      Andererseits, wenn man so liest was Markus bei dem unter mir verlinkten Artikel schreibt, frage ich mich, warum man diese Artikelserie überhaupt gestartet hat?

      „Die Kommentatoren haben wir uns nicht ausgesucht und am liebsten würden wir die Kommentare abschalten oder uns andere Kommentatoren wünschen.“

      „Leserinnen und Leser brauchen das nicht. Die Kommentare sind echt das unrelevanteste bei netzpolitik.org, leider.“

      Da muss man sich ja glatt dafür entschuldigen, hier zu kommentieren und sich Gedanken über Verbesserungen zu machen.

  9. Es kann ja durchaus sein, dass ich dich hier einfach falsch verstanden habe, Markus.

    Was ist also bei mir angekommen?
    Du schreibst da also einen Eintrag mit dem Titel „Zusammenfassung“. Im Folgenden beschränkt sich deine Zusammenfassung unserer Diskussion dann auf den Satz „In den Kommentaren zeigte sich zugleich die Angst einiger männlicher Leser vor zuviel Gleichberechtigung“. Ich muss also davon ausgehen, dass das alles ist, was bei dir angekommen ist. Oder zumindest alles, worüber es sich deiner Meinung nach zu schreiben lohnt.
    Das lässt mir zwei Interpretationsmöglichkeiten.

    a) Du hälst deinen Satz für eine treffende Beschreibung der Diskussion.
    b) Du hälst deinen Satz für eine treffende Beschreibung eines Aspekts unserer Diskussion. Und zwar für den wichtigsten. Andere Aspekte sind dir egal.

    Meine Probleme mit a):
    – Du sprichst Frauen ab, feminismuskritische Positionen zu vertreten.
    – Du psychologisierst und führst feminismuskritische Positionen auf eine Angst vor zuviel Gleichberechtigung zurück. Das ist Blödfug. Feminismuskritik und Befürwortung von Gleichberechtigung schließen sich nicht aus, im Gegenteil gehen sie oft Hand in Hand und bedingen einander.

    Mit b) muss ich leben. Dann frage ich mich allerdings, warum ich hier noch weiter schreiben sollte. Aber du hast ja schon deutlich gemacht, dass du am liebsten eine andere Leserschaft hättest.

    Da bleibt mir nur noch zu bemerken, dass ich es etwas merkwürdig finde, solche Kommentare und Überlegungen zu Crowdfunding in einem Zusammenhang zu lesen. Meine nächste Spende geht dann wohl doch wieder an die HU.

    1. Ich nehem mal b) mit dem Zusatz, dass es gleichzeitig die Diskussion war, die mich am meisten seit langer Zeit in diesem Blog angenervt hat. Wegen dem Ton und Stil, wie diskutiert wurde. Wir haben diverse Kommentare löschen müssen, weil sie klar beleidigend, abwertend und sexistisch waren. Je nach Betrachtung stehen da immer noch einige, die streng genommen darunter fallen könnten. Das nervt mich und ich nehme mir weiterhin in meinem Blog das Recht, zu schreiben, was ich denke. Auch wenn sich dadurch Angesprochene provoziert fühlen.

      1. Danke für die Antwort.

        Natürlich darfst du in deinem Blog schreiben, was immer du möchtest. Meine Kommentare waren als Feedback gedacht. Ihr habt den Eindruck erweckt, als würde euch daran gelegen sein. Ich kann ja auch nichts dafür, wenn ich da nicht mir dir auf einer Linie liege.

  10. weiss nicht mehr ob der Vorschlag schon kam, aber ich fände es gut wenn ihr sämtliche eurer 71 Autoren oder so, vielleicht nach Anzahl der Posts sortiert auf einer Seite hättet, mit Links zu den respektiven homepages und vielleicht datum des/der letzten posts und eventuell einem kleinen Text zu Interessen, Fachwissen etc.(zb als tooltip)

  11. mit Links zu den respektiven homepages und vielleicht datum des/der letzten posts und eventuell einem kleinen Text zu Interessen, Fachwissen etc.(zb als tooltip)

    …der link zu der jetzigen autoren seite sollte natürlich auch noch mit rauf

  12. „Wenn man Abstriche am Anspruch und in der thematischen Fokussierung ablehnt (was einige Kommentatoren getan haben und man ja auch anders sehen kann), dann bleiben nur Änderungen kosmetischer Natur,“

    Warum sollte der Wunsch, eine diversere Leserschaft anzusprechen, unbedingt in einer thematischen oder designtechnischen Veränderung resultieren? Eine Zusammenarbeit mit frauenpolitischen Blogs kann doch auch über eine gegenseitige Erwähnung/Bezugnahme funktionieren (ich fang gern damit an), über Schnittstellen von Netzpolitik und Gender oder schlicht und ergreifend ein wenig EigenPR in Gruppen, die vllt. aufgrund ihrer Sozialisation/Peergroups tendenziell weniger mit Netzpolitik in Berühung kommen (das betrifft alle Geschlechter/Altersgruppen etc.). Die Kommentare finde ich zum Teil übrigens auch abschreckend – diese Unterstellungen an mein „mangelndes Interesse“ oder angebliche Vorlieben für Blümchentapete regen mich auf und führen dazu, dass ich auf diesem eigentlich wunderbaren und von mir oft frequentierten Blog schlechte Laune bekomme. Schade eigentlich (der Vorwurf geht nicht an die Blogbetreiber*innen). In einem „About“ auch weibliche Autorinnen sichtbar zu machen, finde ich aus Gründen der positiven Rollenmodelle und Identifikation sehr sinnvoll – auch wenn es nicht per se mit den Bloginhalten zu tun hat, wird frau suggeriert, dass dies hier kein Old Boys Club ist, in dem man mit einem bestimmten auf weiter Flur alleine steht.

    TL;DR: Frauen* für netzpolitische Themen zu begeistern (insofern sie es noch nicht sind, und nur diesen Blog noch nicht gefunden haben) halte ich für eine wichtige Aufgabe, die für beide Seiten extrem bereichernd ist. Deshalb bin ich für die Diskussion dankbar.

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