Unser Blog soll schöner werden (V): Finanzierung

In einem Prozess wollen wir mit Euch unser kleines Blog weiterentwickeln. Nach Beiträgen darüber, wer uns liest, wer wir sind, wie wir aussehen könnten und welche alten und neue Formate möglich sind, kommen wir heute zu Fragen der Refinanzierung.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Als Blogger wird man reich und schön!?

Das mag theoretisch im Rahmen des Möglichen liegen, aber zumindest nicht als Netzpolitik-Blogger. Die Themen, womit man als Blogger Geld verdienen kann, sind in der Regel die unpolitischsten. Mode, Unterhaltung, Gadgets, alles rund um Konsum. Es gibt auch Gründe, warum Anzeigen bei klassischen Medien ungern auf den Politik-Seiten gebucht werden.

Wir haben mal Kassensturz gemacht und geschaut, was dieses Blog monatlich an Einnahmen und Ausgaben hat und welche Optionen es geben könnte, um mehr Redaktionskapazitäten zu schaffen. Dieser Artikel ist etwas länger, weil verschiedene Optionen mit Vor- und Nachteilen diskutiert werden. Wir hoffen trotzdem, dass viele ihn lesen, uns Feedback geben und uns in einer Entscheidungsfindung unterstützen. Weil Ihr als Leserinnen und Leser genauso dieses Blog seid wie wir Schreibenden.

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Unsere derzeitigen monatlichen Ausgaben

Und was kostet das hier jetzt? 3/4 meiner Vollzeitstelle, die 30 Stunden Stelle von Andre, ein Praktikumsplatz, einfach mal Administration als Minijob quergerechnet und dann noch etwas Buchhaltung dazu und wir kommen auf 5200 Euro Arbeitgeberbrutto. Ihr merkt schon, reich wird man mit dem Netzpolitik-Bloggen nicht. Aber wenn wir reich werden wollten, würden wir ganz andere Sachen machen. Das ist noch nicht alles: Eine Redaktion braucht natürlich Infrastruktur wie Arbeitsplätze, Telefon, Server, Rechner und Aufnahmetechnik, sowie etwas Reisekosten. Da kommen monatlich weitere rund 1200 Euro dazu. Sparsam gerechnet.

Update: Monatlich sind mittlerweile 500 Euro an Anwaltskosten und Rechnungen für Informationsfreiheitsanfragen dazu gekommen. Tendenz steigend.

Macht insgesamt 6400 6900 Euro Ausgaben im Monat.

Unsere derzeitigen Einnahmen

Wir haben derzeit vier Einnahmequellen: Werbung ist davon die größte. Zeit.de vermarktet Anzeigenflächen auf diesem Blog (redaktionell sind wir vollkommen unabhängig von Zeit.de), dazu haben wir noch das Freie Software Unternehmen Tarent als Sponsor, die eine Anzeigenfläche gebucht haben. Die Werbe-Einnahmen aus diesen beiden Quellen belaufen sich auf rund 4165 Euro (inkl MwSt). (Update: Der Sponsor hat sich das leider anders überlegt, wir suchen aber jemand neues. Bis dahin haben wir aber nur 2600 Euro inkl. MwSt durch die Zeit-Vermarktung). Mikropayment via Flattr bringt rund 350 Euro durchschnittlich rein (inkl. MwSt). Ab und an rezensieren wir Bücher und verwenden einen Affiliate-Link zu Amazon. Darüber kommen rund 50 Euro (inkl. MwSt) dazu. Und dann gibt es noch den Werbeeffekte, der wiederum zu Vortragseinladungen oder Gastbeiträgen führt, was rund 600 Euro/Monat einbringt (Tendenz steigend, aber es gibt auch Sommermonate, wo einfach keine Veranstaltungen stattfinden und keine Gastbeiträge geschrieben werden).

Die Einnahmen belaufen sich derzeit auf rund 5165 3510 Euro, zieht man 19% MwSt ab, bleiben davon 2950 Euro bei uns.

Preisfrage: Wie können wir die Einnahmeseite steigern?

Wie Ihr vielleicht schon im Kopf mitgerechnet habt, macht unser kleines Blog ein monatliches Minus von rund 2200 3950 Euro. Und da schreiben schon einige Autoren ohne Gehalt, wenn sie Zeit und Lust haben, obwohl wir sie gerne auch dafür entlohnen können würden. Das alles wäre ohne die Querfinanzierung durch newthinking nicht zu bewältigen. Oder mit anderen Worten: netzpolitik.org könnte ohne newthinking derzeit überhaupt nicht funktionieren. Es gibt viele Optionen, die Einnahmeseite zu steigern, um auch mal schwarze Zahlen zu schreiben und/oder die Redaktion auszubauen. Nicht jede davon gefällt uns, aber wir listen dennoch alle auf, die uns eingefallen sind.

Mehr Werbung verkaufen?

Die offensichtlichste Möglichkeit ist natürlich, mehr Werbefläche zu verkaufen. Allerdings ist unklar, ob das so skaliert. Einerseits ist ein netzpolitisches Umfeld mit eindeutiger Haltung vielleicht nicht gerade das attraktivste Umfeld für Marken. Zumindest werden wir oder Zeit.de nicht gerade mit Anfragen überrannt (um es mal positiv auszudrücken). Andererseits nutzt bis zu 40% unserer Leserinnen und Leser unseren Full-RSS-Feed (ohne Werbung) und der Großteil der Leserschaft nutzt Adblocker und/oder Anti-Tracking-Tools. Selbst wenn jetzt die Werbeflächen ausgebucht wären, würde sie nur ein kleiner Teil überhaupt sehen. Nun könntet Ihr alle Euren Adblocker so konfigurieren, dass Ihr hier Werbung sehr und wir dadurch mehr Einnahmen hätten. Aber dann bräuchte man immer noch mehr Werbekunden. Eine weitere Möglichkeit wäre es, den RSS-Feed zu kürzen, um alle auf die Seite zu locken. Bringt mehr Visits für uns und mehr Medienwechsel für RSS-Leser. Aber ob dann wegen der Blocker mehr Ads ausgeliefert werden, ist unklar. Und außerdem lesen wir auch gerne Full-Feeds. Vielleicht machen wir einfach mal eine extra Werbefläche im RSS-Feed?

Eine einfache Möglichkeit wären Pagelinks an SEO-Buden zu verkaufen. Die rennen uns die Bude ein. Darüber könnten 300 Euro/Monat/Link reinkommen. Aber wir mögen diese Praxis nicht und Google wertet sowas auch ab und dann hat man eher Nachteile dadurch. Fällt also als Option raus.

Dann gibts noch Google-Adsense. Ich hab noch nie verstanden, warum da Menschen draufklicken, wahrscheinlich am häufigsten aus Versehen. Wir halten unsere Leserinnen und Leser aber für so intelligent, dass das nicht passiert. Und finden dann den Deal, dass hässliche Werbung immer eingeblendet, aber Geld nur beim versehentlichen Klicken bezahlt wird, für nicht akzeptabel.

Mehr geflattrt werden?

Mikropayment via Flattr mag für (einige) Podcaster super funktionieren, bei uns kommen aber nur rund 350 Euro durchschnittlich rein (inkl. MwSt). Wir möchten uns aber ausdrücklich bei allen bedanken, die uns flattrn. Das bestärkt einen immer und freut zudem. Dies sind nur leider nicht viele und die Einnahmen dadurch refinanzieren gerade mal einen Praktikumsplatz. Es ist schon manchmal sehr ernüchternd, wenn man sehr lange an einer guten Geschichte arbeitet, diese viel verlinkt und gelesen wird und dann nur eine handvoll Flattr-Klicks dafür reinkommen, womit wir nicht einmal ein Mittagessen finanzieren können. Wenn überhaupt, der durchschnittliche Beitrag erhält weniger als fünf Flattrs. Was immer gut geht sind die berühmten Politiker-Fettnäpfchen, also ein blöder Spruch zum Netz, der uns wenig Arbeit macht, über den man kurz lachen kann und der dann gerne aus Entertainment-Gründen geflattrt wird. Damit könnte man dann auch mal als Redaktion gemeinsam Essen gehen (zu günstigen Berliner Mittagstischkonditionen ohne Getränke).

Es ist schon ein wenig frustrierend, dass dieses Modell zumindest hier so nicht funktioniert. Das liegt vielleicht an der Bequemlichkeit, nicht für jeden gelesenen und für gut gefundenen Beitrag auch einen Klick zu schenken, vielleicht ist Flattr einfach nur was für Podcaster und nichts für Texte, vielleicht gibt es aber auch nicht soviele Flattr-Nutzer unter unseren Leserinnen und Lesern?

Mehr Sponsoren suchen?

Eine weitere Variante wäre es, zusätzliche Sponsoren zu finden. Warum nicht mal eine Versicherung oder einen Baumarkt als Sponsor suchen, wie es andere Blogger machen? Und die dann auch ab und an in einem Gastbeitrag über ihre Angebote bloggen dürfen? Wir könnten auch Autos oder Hotels testen. Erste Anfragen in diese Richtung gab es in den vergangenen Jahren, aber irgendwie fühlt sich sowas nicht gut für uns an. Wir sagen zwar nicht konsequent Nein zu einer solchen Option, aber sie steht auf unserer Wunschliste eher hinten. Glücklich sind wir hingegen mit unserer Kooperation mit Tarent. Das Freie Software Unternehmen aus Bonn hat hier einen Bannerplatz gebucht und unterstützt damit unsere Arbeit, ohne uns in die Redaktion reinreden zu wollen. Dafür möchten wir uns bedanken, denn erst so konnten wir das Risiko eingehen, eine zusätzliche Stelle neben meiner zu finanzieren. Und wenn Ihr Jobs im Freie Software – Umfeld sucht, schaut mal bei Tarent vorbei. (Update: Mittlerweile wurde leider der Vertrag gekündigt.)

Natürlich könnte man sich auch einen Thematisch-affinen Konzern wie Google als Sponsor suchen, aber dann würden sich, abgesehen von unseren Bedenken, vor allem die ganzen Medien aufregen und uns wegen Befangenheit kritisieren, die keine Probleme damit haben, dass Google bei ihnen regelmäßig ganzseitige Anzeigen bucht.

Ein Problem besteht wohl immer: Wenn man einen Sponsor hat, wird regelmäßig unterstellt, der oder die würden reinreden. Wir haben ja auch jetzt schon ab und an Spinner in den Kommentaren, die uns z.B. Bilderberg-Verbindungen vorwerfen, weil Zeit-Online uns vermarktet (nicht mal Sponsor ist), ein Redakteur der Print-Zeit wohl mal auf einem Bilderberg-Treffen war und wir ja deswegen damit verbandelt wären. Da kann man zwar kurz drüber lachen, es nervt aber auch und hält einen von der Arbeit ab.

Was man zusätzlich bedenken sollte: Wir haben uns explizit mit Zeit.de einen externen Vermarkter gesucht, damit wir nicht selbst Anzeigen verkaufen müssen. Und damit eine klare Trennung von Redaktion und Werbung zu haben und nicht ständig als Anzeigenverkäufer auftreten zu müssen. Daher: Wer Werbung bei uns schalten will, findet hier alle notwendigen Kontakt-Infos.

Mehr Affiliate-Gedöns?

Wir könnten über Smartphones, Waschmaschinen oder neueste sonstige Gadgets bloggen, die wir privat nutzen oder nutzen wollen, sie empfehlen, sie zerreissen – aber immer darauf achten, dass ein Link auf Amazon oder sonstwas gesetzt wird. Um eine kleine Provision pro Verkauf zu erhalten. Thematisch ist das aber in der Regel etwas zu sehr um die Ecke gedacht und wir wollen hier auch nicht als Dauerwerbesendung für einen Affiliate-Partner auftreten. Sowas nutzen wir ab und an, wenn wir eh Bücher rezensieren. Sonst macht das für uns und Euch keinen großen Sinn. Wir wollen über Netzpolitik berichten.

Woanders schreiben?

Wir bekommen regelmäßig Anfragen, Gastbeiträge für andere On- wie Offline-Publikationen zu schreiben. Das bringt tatsächlich mehr Geld als hier zu bloggen. Aber mit dem Nachteil, dass man dann hier weniger Zeit fürs Bloggen hat. Also ist das nicht wirklich skalierbar, wenn wir ab jetzt zur Refinanzierung unserer Redaktion mehr Gastbeiträge woanders schreiben würden. Das wäre kaum dem Ziel dienlich, hier mehr Ressourcen zur Verfügung zu haben. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, wenn ein Thema reizt und/oder die Bezahlung gut ist. Wir verstehen uns aber nicht als Redaktionsbüro, das Texte nach Auftrag schreibt, sondern als eigenes Medium.

Woanders weiterbloggen?

Es gab in den letzten Jahren einige Anfragen, ob ich oder wir uns auch vorstellen könnten, woanders unter dem Dach einer Medienmarke weiter zu schreiben. Das war teilweise finanziell interessanter als hier zu bloggen. Aber trotzdem war nichts überzeugendes dabei. Das liegt auch daran, dass wir gerne ohne letzte Instanz bloggen, der oder die uns Vorgaben machen könnte und wir weniger mit Verlagspolitik zu tun haben wollen. Wo man dann mitunter auch schnell wieder vor die Tür gesetzt werden kann. Und sonst auch wieder das Gastbeitrags-Problem haben. Also lieber unabhängig bleiben und das eigene Ding weiter aufbauen wollen. Was aber nicht heißt, dass das keine Option sein könnte. Vielleicht kam bisher auch nur nicht das richtige finanzielle und attraktive Angebot?

Die Zukunft liegt hinter der Paywall?

Viele träumen ja jetzt von einer Paywall und dass damit endlich der Journalismus refinanziert werden kann. Ich bin da noch nicht so ganz überzeugt. Vor allem ist das für uns keine Option. Unser Ziel ist es, hier für eine bessere Netzpolitik und den Ausbau von Grundrechten zu werben. Und damit wollen wir möglichst viele Menschen erreichen, informieren und überzeugen. Auch die ohne Geld.

16-Spenden

Einfach mal Crowdfunding wagen?

Groß im Kommen soll ja Crowdfunding sein, wie wir immer wieder lesen. Das könnte tatsächlich ein Modell sein, bei dem man nicht auf mehr Werbebanner und noch mehr Tracking setzen müsste, sondern Mehrausgaben durch unsere Leser-Community querfinanzieren könnte. Bisher waren wir immer etwas zurückhaltend mit dieser Option, vielleicht auch durch die Angst, dass das als Experiment scheitern könnte und unsere Leserschaft nicht interessiert daran ist, unsere Arbeit durch Spenden ausreichend zu unterstützen. Unsere Flattr-Einnahmen sind ja auch eher ein Grund zur Ernüchterung, obwohl wir in den letzten Jahren vielfach das Angebot bekamen, durch Spenden unterstützt zu werden. Was uns immer freute. Aber bei einer möglichen konkreten Umsetzung stellen sich viele Fragen: Gründet man einen Förderverein oder startet eine Crowdfunding-Runde auf einer Plattform? Oder machen wir beides? Das könnte also eine Option sein, die wir aber nochmal in einem eigenen Posting beschreiben, bevor dieser Artikel noch länger wird.

Weitere Einnahmequellen erschließen?

Mit unserem Know-How könnten wir auch mehr Dienstleistungen anbieten, von thematischen Workshops bis hin zur Erstellung thematischer Broschüren für andere Organisationen. Doch solche Dienstleistungen bietet newthinking an und dafür gibt es andere Mitarbeiter im Unternehmen. Das führt zumindest bei Andre und mir aber ebenso bei der Gastbeitrags-Frage dazu, dass wir weniger Zeit hätten, dieses Blog zu befüllen – dafür aber gerne mehr Zeit hätten. Und mehr redaktionelle Unterstützung dabei, um auch mehr umsetzen zu können. Mehr eigene thematische Bücher publizieren und verkaufen könnte mittelfristig eine zusätzliche Erlösquelle sein. Oder eine monatliche Zusammenfassung der wichtigsten Themen als eBook für wenige Euro. Aber auch das kostet Zeit und im Moment ist die Leserschaft mit eBook-Readern noch nicht so stark, wie sie wohl mal sein wird.

Aber was sind eure Meinungen und Ideen zu diesen verschiedenen Optionen? Wie können wir es schaffen, die Redaktion mehr auszubauen und das auch zu finanzieren? Was ratet ihr uns?

179 Kommentare
  1. Wie wäre es mit einem Konto, auf das man per Dauerauftrag 3/5/10/20 Euro pro Monat spenden kann. Oder auch per Lastschrift. Ich wäre durchaus zu so einem freiwilligen Abo bereit.

      1. Was aber nicht jeder hat…
        Es ist bestimmt auch nicht jeder der Spenden möchte bereit, bei flattr n Konto anzulegen.
        Da finde ich die Idee von dem Konto gar net soo schlecht.
        Vor allem hat man von seinem eigenen Konto aus immer noch den besten Überblick über seine eigenen Finanzen.

    1. Würde ich auch unterstützen, z.B. als gemeinnütziger Vereinsbeitrag vllt auch noch steuerlich absetzbar. Vllt auch ne Liste sortiert nach monatlichem Betrag a la „Besonders bedanken wir uns bei …“, sofern der Spender einverstanden ist, dann kommen da auch keine Gerüchte auf, bezüglich EInflussnahme, oder man kann sein Ego streicheln lassen, ein gutes Werk getan zu haben.

      Flattr hab ich mir irgendwann mal angesehen, fands irgendwo umständlich. Andererseits finanziere ich einige andere Seiten beispielsweise über ein Dauer-Paypalabo mit kleineren monatlichen Beträgen mit. Wieso sollte man sich bei Spenden auf flattr beschränken, wenns auch andere gängige Optionen gibt?

    2. Die Idee mit dem Spendenkonto wollte ich ebenfalls einbringen. Falls schon eins genannt ist, habe ich das bisher übersehen/nicht finden können.

      Paypal kommt für mich per se nicht in Frage, weil ich keine (Geld)Geschäfte mit bekannten Betrügern machen möchte („Ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.“) und an Flattr stört mich die zwangsläufige Datensammelei. Ich bin in der Richtung ein wenig empfindlich und kann mir durchaus vorstellen, daß es anderen Lesern auch so geht.

    3. ich würde ja auch flattrn und mich da anmelden, aber ich konnte einfach nicht rausfinden, wie ich die kohle auf meinen flattr-accoutn bekomme. deswegen habe ich mir keinen eingerichtet. kann das mal einer erklären? geht das per einfach überweisung (also nicht kreditkarte?)

      außerdem ist mein problem: als student mit 400 euro nach miete pro monat darf ich jetzt neuerdings 20 pro monat an die GEZ zahlen… das ist in etwa mein monatliches medienbudget, das eigentlich schon in ein abo geht.

    1. Ich schließe mich meinen Vorpostern an. Ein Spendenkonto oder eine Crowdfundingaktion fände ich gut.
      Ich benutzte Flattr nicht, weil ich lieber selber entscheide wo ich wieviel Geld hingeben möchte. Jeder hat so seine Vorurteile und diese Dienste sind mir einfach suspekt.

      1. Das besondere an Flattr ist ja, dass dahinter Leute stehen, die als Netzaktivisten enigen hier schon bekannt sein dürften, uA. Peter Sunde. Die stehen quasi mit ihrem Namen hinter dieser Firma, machen das ganze sehr transparent und gestalten es mit der Community zusammen.
        Dieses Vertrauen ist natürlich wichtig, aber wahrscheinlich hat es Flattr auch nur deswegen überhaupt soweit geschafft.

  2. Wie wäre es denn mit einem „Fan-Abo“: Man zahlt als Mitglied irgendwas zwischen 2 und 5 Euro im Monat und bekommt dafür ein gutes Gefühl und vielleicht einen Spezial-Aufkleber „Fans von netzpolitik.org“ oder so. Wenn das ein paar Hundert Leute machen ist das ja schon mal die Einnahme eines Werbe-Kunden.

    1. Diesen Kommentar würde ich gerne flattern ;-)

      Ich lese den Blog hier auch regelmäßig und habe jetzt gerade seit Monaten überhaupt erst mal wieder Geld in meinen Flattr-Account überwiesen, um den Artikel flattern zu können. Ein Abo außerhalb von Flattr wäre da einfacher und ich würde es annehmen.

    2. top idee! würde ich mitziehen. daueraufträge stellen dann ja sozusagen ein halbwegs geregeltes einkommen dar. und ich denke nicht, dass ein nennenswerter anteil der „daueraftragsspender“ plötzlich in so schwere finanzielle not kommt um die entscheidung eines abbrechens des auftrags zu beschließen.

      das ganze „abo“ dann mit einem banner bewerben und gut. dann fühlt sich niemand dadurch belästigt und viele werden bestimmt daran teilhaben. eine idee wäre eben das aussuchen einer eigenen summe ab z.B. 2 euro, oder so. wenn sich dann spender, die die mittel und das interesse haben, nen fünfziger jeden monat hinzulegen würdet ihr das doch spüren!

    3. gute idee! also monatlich an ein spendenkonte so ab 2 euro bis X, plus einmal jährlich spendenmarathon. das wär doch schon ein fortschritt, oder?

  3. Bin erst beim Flattr Abschnitt, aber ein kurzer Gedanke: Hat der RSS Feed überhaupt einen Flattr Button? Wenn ja wird der in meinem Reader leider nicht angezeigt. Von mir zumindest würden so deutlicher mehr Klicks reinkommen.

    Ich fände auch einen Feed Reader super, der Ähnlich wie manche Podcast-Apps eine Auto-Flattr Funktion haben. Die würde ich auf jeden Fall aktivieren. Kennt jemand soetwas? Eventuell auch eine Art Super-Fav für Newsfeeds? Dann müsste man nicht den Feedreader wechseln sondern kann die meist integrierte Google+, Facebook oder was auch immer integration gleich nutzen.

    Es ist reine Bequemlichkeit, dass ich nicht sogut wie jeden eurer Artikel den ich lese flattere.

  4. Ich finde die Idee mit der Werbung im Feed sehr gut.
    Ich liebe euch dafür einen full feed anzubieten und hätte gar kein Problem damit über Werbung hinweg zu scrollen. +1 dafür.
    Crowdfunding auch +1 ein Versuch wäre es doch mal wert, vorher kann man da schwer was zu sagen.

  5. Hi Marcus,
    nur kurz, weil kaum Zeit. Ich sehe zwei Optionen:
    1. Abo. Ihr habt inzwischen eine Reichweite, die das ermöglichen würde, denke ich. Nicht alles, aber einen Teil hinter einem Bezahlsystem verstecken.
    2. Habt ihr kein“ Netzwerk“ mit anderen Seiten zum Monetarisieren? Schaut Euch mal an, was z.B. heise alles am Laufen hat. Ihr könnt relative leicht „inhaltliche Grenzprojekte“ zwischen Politik und Kommerz monetarisieren, aber natürlich nicht hier und in der Breite. Also einfach auslagern und von hier aus verlinken bzw promoten. Das nimmt Euch, denke ich, niemand krum.
    Viel Erfolg
    Martin

    1. @Mißfeldt: Danke, die Option steht auch im Raum, zusätzliche Channels mit vielleicht werberelevanteren Umfeldern zu schaffen. Z.B. werden in unserem Umfeld gerade viele Mütter oder Väter und zu dem Thema könnte man auch ein Blog machen. Aber verträgt sich sowas mit Netzpolitik als Hauptzugpferd? Ich bin da noch skeptisch.

      1. „Veträgt sich sowas…?“ Warum nicht? Die Leser werden es, denke ich, verstehen und schätzen, wenn ihr werberelevante Inhalte auslagert bzw. sinnvoll crossverlinkt. Es wird doch immer klarer, dass sich Blogger auch finanzieren müssen.
        Ich muss da gleich mal drüber bloggen :-)

      2. Ergänzung: Bloggen hat doch auch mit Authentizität zu tun – und natürlich ist jeder Blogger Bestandteil der Konsum-Gesellschaft. Natürlich macht es in einem thematisch eingegrenzten Blog wie diesem nicht Sinn, nur über persönliche Interessen und Erfahrungen zu schreiben – aber ihr seit doch Menschen, Autoren (!). Das kann man doch auslagern – und Crossverlinkungsmöglichkeiten ergeben sich immer …

  6. Crowdfunding hört sich gut an. Evtl. verknüpfen mit größeren Projekten z. B. Geld sammeln für die Gestaltung eines neuen Designs etc. Sponsoren sind auch eine gute Idee.

    Das mit den bewerben von Affilates oder Produkten halte ich für unangebracht, da dies wohl doch zu sehr vom eigentlichen Themeninhalt abweicht. Außer ihr seht da eine Möglichkeit das Bewerben im netzpolitischen Umfeld durchzuführen. Dann würde zumindest ich es als nicht störend empfinden.

      1. Interessant, dass ein Blog-Artikel zur Finanzierung von netzpolitik mehr flattr-Klicks hat, als so manch andere. Der letzte Artikel mit mehr Klicks war vom 17.12. zur Veröffentlichung des Netzpolitik-Jahrbuchs.

  7. Ich würde den Full-RSS abschaffen, um Leser direkt auf die Seite zu bringen.
    Zusätzliche Artikel für andere mit einer gegenseitigen Verlinkung bringen Geld und mehr Aufmerksamkeit, hier sehe ich mehr Vor- als Nachteile.

    1. Nein. Es kann doch keine Lösung sein, Menschen beim Lesen von Texten, die doch gelesen werden wollen, zu beschränken. Gerade die Full-RSS Variante gibt mir die Möglichkeit mit Feed-Readern plain text zu lesen, ohne lästig viel Akku und Ressourcen für sonst wie aufgebretzelte Websiten und das Ungetüm Firefox zu verbraten.

      +) Verein mit Beiträgen (Steuer…)
      +) Crowd-Gedings -> wenn es nicht klappt, klappt es halt nicht *schulterzuck*
      +) ’nen einfaches Konto… -> Die ganzen Micro-Pay-Services wie Flattr sind einfach keine Option

  8. Ich finde Crowdfunding und Spenden am sinnvollsten. Wenn das nicht funktioniert, kann man immer noch etwas anderes ausprobieren.

    Außerdem wäre ich für „Woanders schreiben“. Solange es eine Online-Publikation ist, kann man ja einen Link darauf setzen. Da hat man dann zwar vermutlich keine neuen Erkenntnisse, aber evtl. eine gute Zusammenfassung der aktuellen Lage zu $thema.

  9. Da Werbung/Sponsoring das meiste Geld bringt, liegt das eigentlich auf der Hand und die Nutzer haben sich längst daran gewöhnt. Andererseits gibt es sicher eine Grenze dafür, die jeder selbst setzen kann und wohl auch muss.

    Ich finde die Idee von Rudi und EdoZ gut – ein kleines monatliches Abo würde ich mir auch leisten, damit ich hier auch weiterhin die wirklich interessanten Dinge lesen kann.

  10. 10 mal so viel über Werbung wie über Flattr. Überraschend! Bei mir ist das Verhältnis eher 1:1, habe aber auch nur Adsense und keinen richtigen Vermarkter.

    Flattr läuft woanders also richtig schlecht. Ich hätte bei euren Abrufzahlen (mind. ne halbe Mio Pageimpressions würde ich tippen) mind. das Dreifache erwartet. Vielleicht mal etwas aggressiver dafür werben? Und Flattr erklären, das versteht nämlich niemand.

    Vielleicht probiert ihr einfach mal ein Crowdsourcing über Flattr? Den nächsten Artikel schreiben wir erst, wenn 50 Leute auf diesen Flattr Button geklickt haben …

  11. Ich denke auch, dass es eine jährliche Crowdfunding-Runde und zusätzlich das daringfireball-Modell geben sollte, also wie schon erwähnt die Möglichkeit, für einen geringen monatlichen oder jährlichen Obulus quasi ein „Supporter“ oder „Fan“ zu sein. Dafür gibts dann ein paar nette Extras auf der Seite, wie das auch immer aussehen könnte.

  12. Ich könnte mir auch am ehesten eine Art „Pledge Drive“ à la PBS oder Wikipedia einmal im Jahr vorstellen. Für alle, die kein Flattr-Konto einrichten wollen oder die wie ich irgendwie nicht mit Flattr warmwerden, gäbe es einen Zeitpunkt, einen Betrag > 5 Euro zu spenden. Und zugleich wissen alle, dass die Spendensammelphase irgendwann ein Ende hat.

    1. +1
      In Verbindung mit der Angabe einer Bankverbindung zum Überweisen von regelmäßigen Spenden wäre das recht nett. Wenn euch der Gedanke der möglichen Korruption (durch hohe Geldsummen) stört, könnt ihr ja so ähnlich vorgehen, wie das bei Parteien vorgeschrieben ist: Alle Spenden über Einzelbetrag X (z.B. 500€) oder Jahresbetrag X (z.B. 1000€) werden veröffentlicht.

    2. Ich finde die Idee mit dem Jährlichen Aufruf so wie bei Wikipedia auch am besten. Ich denke, dass die Leute auch mal was geben werden. Ich persönlich, kann mir vorstellen, dass da was zusammen kommt. Ihmerin freie Politische Meinung. Wo hat man das denn noch?
      Mit den großen Sponsoren? Es ist so eine Sache. Am Ende kommt Geld von den Pharma Firmen. Sie wollen auch dafür etwas haben,..
      Meiner Meinung nach sollte für die Netzpolitik so ein Vertrag kommen wie bei ARD und ZDF. Auf der anderen Seite: die Pflicht-Gebühren? Vielleicht keine so gute Idee.

      Also ich bin für den Spendenaufruf.
      LG
      Peter

  13. Das ist ggf. der erste, vielleicht auch der zweite Kommentar überhaupt von mit auf netzpolitik.org:
    * ich lese praktisch nur den RSS-Feed
    * Kommentare lese ich praktisch nicht (das liegt an heise.de, weil mir die Trolle das abgewöhnt haben – naja, liegt nicht an heise.de selbst, sondern halt nur an den Trollen)
    * ich habe eine Flattr-subscription am laufen – das könnte ich generell mal vergrößern … hiermit getan :)

    Weitere Modelle mit „mehr oder weniger“ direkter Bezahlung wären mir persönlich am liebsten. Ob das crowdfunding, oder eine Art Monatsabo ist, wäre mir dabei egal.

  14. Ich kann mich den Vorpostern anschließen:
    Crowdfunding und Spenden finde ich am sinnvollsten. Sollte das nicht den gewünschten Erfolg erzielen, muss eben mehr Werbung her (da liegt ja wohl das meiste Geld). Ich persönlich hätte auch kein Problem mit Google als Sponsor. Aber logo, da könnte man euch nen Strick draus drehen…

    1. ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass das ein ganz schwerer schlag für netzpolitik.org wäre, wenn sie sich google als sponsor reinholen. macht das bloß nicht! da warten doch keese & co nur drauf. bewahrt euch eure unabhängigkeit!

  15. Mal eine ganz fiese und vielleicht etwas alberne Idee: Ihr könntet einzelne, besonders spannende Blogposts in einer Art Subskriptions-Modell anbieten, d.h. ihr sagt: „Wir haben einen prima Post zum Thema XYZ, hier ist schon mal ein Teaser. Wir bringen den Post erst auf der Seite, wenn die Leser und Leserinnen mindestens xyz € dafür gesammelt haben.“ Im Prinzip eine Art Crowd-funding auf Basis einzelner Blogposts. Gibt den Spendern ein gutes Gefühl und schafft so eine Art Adventkalender-Effekt.
    Das ist aber wirklich nur so eine spontane Idee von mir, noch vor dem Morgenkaffee, keine Ahnung ob das funktionieren könnte.

    1. @Hans Zauner: Wir vermuten, dass die Einrichtungs- und/oder Lizenzgebühren für ein solches System in unserem Fall zu hoch wären als dass es sich finanziell lohnen würde. Und jedes Mal erstmal eine Fundraising-Aktion starten, finden die Leser wohl ebenso blöd wie wir. Vor allem, wenn es dann scheitert. Trotzdem danke für die Idee, die kam bisher noch nicht auf.

  16. Was mich ehrlich gesagt total überrascht, ist, dass überall die Leute *für eine spezielle* Website Zahlungsbereitschaft signalisieren, während ein Dienst wie Flattr, mit dem ich bei ganz vielen Sachen bezahlen/spenden kann (u.a. auch Software, die TAZ, Podcasts, …) so schlecht angenommen wird. Wo ist da die Hürde?

    Bei allen anderen Verfahren (Lastschrift, Dauerauftrag): Bedenkt immer die Kosten. Beträge von 5 Euro im Monat kann niemand sinnvoll verwalten. Da kommen Gebühren, Verwaltungskosten, etc. drauf. Payment für kleine Beträge ist – von hand – nicht sinnvoll abzuwickeln. Dazu muss man sich einen Dienstleister nehmen, Flattr ist so einer.

    1. Ich fand flattr am Anfang toll, aber mittlerweile gehts mir nur noch auf die nerven. Dauernd muss ich mich darum kümmern. Geld nachfüllen, dran denken mindestens einmal im Monat auch wirklich jemanden zu flattrn und nie weiß ich wieviel Geld der Klick jetzt überweist, wenn ich das denn Rest des Monats wieder vergesse.
      Ich hab viel lieber einen Paypal-Link und überweis dann ein, zwei mal im Jahr einen Betrag der ausdrückt wie viel mit die Seite wert ist.

      1. Ich finde es eigentlich sehr OK. Zahle am Anfang des Jahres einmal 60 Euro ein, stelle den Regler auf 5 Euro. Dann gehe ich auf die drei Sites, die mich wirklich interessieren und schließe Abo ab (zweimal klicken). Sollte ich einen Monat auf nichts klicken, geht das Geld an meine „Stammsites“. Klicke ich woanders, verteile ich halt einen Teil des Geldes woanders hin. Am Ende des Jahres sollte ich trotzdem mehr Geld auf meine Stammsites geschoben haben als auf andere. Und selbst wenn nicht, haben es die anderen doch verdient, oder?

        (mir scheint, du machst dir zu viele Gedanken, bei wem jetzt wie viel Geld ankommt. Wenn man Flattr benutzt, muss man sich davon lösen, einen fixen Betrag an jemanden schicken zu wollen. Dafür ist es nicht das geeignete System).

    2. > Wo ist da die Hürde?
      An Flattr stören mich 2 wesentliche Dinge:
      – Sie sammeln (zwangsläufig) massenhaft Daten über mich, meinen Medienkonsum und damit meine Vorlieben.
      – Man kann kein Geld dahin überweisen, sondern ist auf zwielichtige Angebote wie Paypal angewiesen. Zumindest war das so, als ich mich das letzte Mal intensiver mit Flattr beschäftigt habe.

      > Bei allen anderen Verfahren (Lastschrift, Dauerauftrag): Bedenkt
      > immer die Kosten.
      Mit Lastschriften kenne ich mich nicht aus, aber Geldeingänge aus Überweisungen und Daueraufträgen sollten kostenfrei sei – sowohl für Sender wie auch für Empfänger.

      1. zwielichtig? Gehört zu ebay … Was wäre seriöser? Apple? Google? Die Deutsche Bank?

        Geld überwiesen ist *international* ein ungelöstes Problem (bzw. ist schweineteuer). Deshalb macht Flattr das über Paypal (alternativ Moneybookers).

        Und ja, sie sammeln Daten über dich. Würde bei jedem anderen System aber auch passieren, außer du schickst das Geld in bar in die Redaktion.

        Kleinere Geldbeträge abbuchen ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, deshalb macht ja auch niemand Mikropayment. Klar, einmal im Jahr einen Fuffie an Netzpolitik schicken ist die anonyme Alternative. Für mich aber uninteressant, weil ich nicht nur einem das Geld geben will, sondern dauernd neue spannende Artikel, Software, Podcasts finde. Und da ist eine Einzelüberweisung keine Lösung.

      2. > zwielichtig? Gehört zu ebay … Was wäre seriöser? Apple?
        > Google? Die Deutsche Bank?
        Paypal hat keinen sonderlich guten Ruf, sondern eher den gerne mal nach Gutdünken Konten einzufrieren und erst nach Preisgabe einer Unmenge an privaten Unterlagen wieder freizugeben. Keine echte Bank (in Deutschland) könnte sich sowas erlauben. Dazu kommt noch die wahnwitzige Idee absurde US-amerikanische Wirtschaftsembargos im Ausland durchsetzen zu wollen.

        Daß Überweisungen international leider immer noch ein ungelöstes Problem sind, ist schlimm genug. Soweit ich weiß sitzt Flattr aber in Europa/der EU und sollte damit recht problemlos auch Überweisungen annehmen können.

  17. Machts wie Wikipedia. Bei euren vergleichsweise niedrigen Fehlbeträgen im Monat wärs ziemlich lächerlich wenn nicht mehr als genug reinkäme.
    Ich versteh auch, dass ihr vielleicht nicht jährlich um Geld betteln wollt und gerne mehr Planungssicherheit hättet. Aber als Leser vergisst man die Sache mit der Finanzierung halt immer so lange bis man dran erinnert wird…

    1. @Matthias: Stimmt, Merchandising hatte ich oben in der Aufzählung vergessen. Da müsste man nur berücksichtigen, dass man dafür wahlweise noch einen eigenen Shop mit Abrechnungssystem braucht (Und das Betreiben eines Shop zähl ich jetzt nicht zu unseren Kernqualifikationen) oder auf einen Dienstleister zurückgreift, der dann auch ein Stück vom Kuchen möchte. Aber vielleicht wäre das die Chance für Kooperationen mit einem Dienstleister oder Shop, der dann zusätzlich als Sponsor/ Partner auftritt und durch den Werbeeffekt selbst was hat.

      Fehlen nur noch die Motive, ich bin leider ein schlechter Designer.

      1. Shop muss her, spreadet die Message und die Reichweite des Themas. Coole Polo-Shirts, Mützen, Aufkleber, alles mit Zuschlag für eure Finanzierung. Das bringt euch Geld und Präsents!

    2. Hallo, linkt doch einen Shop von Zazzle.de auf eine subdomain und kommuniziert klar den Aufpreis „mit 5 € unterstützen Sie netzpolitik.org“ zum Beispiel. Für Motive vergebt ihr eine Belegarbeit an die Designstudenten der FH Anhalt in Köthen. Themen: Welches Cooperate Design ? Welche Wirkung haben die Motive auf Dritte ? Logos und Mottos eher diskret klein oder eher auffällig groß ? Für neue Motive macht ihr ein Preisausschreiben pro Halbjahr mit Nutzerabstimmung. Den shop aufbauen ist richtig Arbeit aber wenns einmal läuft …
      Spenden: flattr ist eine Nische, bei PayPal kassiert der große Bruder recht heftig mit, ein Versuch wäre eine Kooperation mit sofortüberweisung .de wert.
      Linkvermietung: Wenn der Artikel älter als 5 Monate ist und wenn ihr mit ca. 10 bis 20 Links in der ganzen site finanziell durch seid dann sollte man mal drüber nachdenken.
      In diesem Sinne: Frohes Schaffen

  18. =Hallo Markus

    Eine kurze Antwort da vom Handy. Das Verteilsystem von Flattr gefällt mir nicht. Ein Spenden Konto für regelmäßige Überweisungen + eine Möglichkeit für einmalige PayPal Spenden (Leute die nicht regelmäßig zahlen können oder wollen) fände ich auf jeden Fall sinnvoll. Über weitere Möglichkeiten muss man in Ruhe nachdenken. Ein Spenden Button der sich dann in die zwei vorgeschlagenen Möglichkeiten verzweigt ist schnell realisiert und stört niemand am Ende eines Beitrags (nur wenn’s einfach geht macht man es auch).

  19. Eine Option fehlt mir noch: das freiwillige Abonnement. Wie viele Menschen wären denkbar bereit mit mindestens 2 Euro im Monat dauerhaft zur Finanzierung von netzpolitik.org beizutragen?
    Da braucht es keinen Anlass mehr zur Finanzierung (wie eine Kampagne oder einen Artikel zum Flattern), sondern Menschen tragen stabil zur Grundfinanzierung bei – einfach weil sie mit ihrer Investition den weiteren Bestand sicher können.

  20. Ich finde die Idee mit der E-Book Ausgabe nicht schlecht. Wöchentlich und/oder monatlich eine Art Magazin mit allen Artikeln und/oder eine Auswahl der besten Artikel für einen gewissen Betrag zum herunterladen. (Vielleicht kann man hier ja auch mit einer freiwilligen Abgabe experimentieren.)
    Oder eine Netzpolitik.org App für Google, Apple, Amazon gegen kleines Geld evtl. mit Abo-Möglichkeit. Oder wie es viele machen eine gratis App mit Werbung und eine premium App ohne Werbung.

    1. @jo: Bei den Apps sollte man bedenken, dass die Entwicklung erstmal was kostet und dann Apple, Google & Co noch die Hand aufhalten. Das hatten wir gerade als Test mit unserem Jahrbuch und das sind bei kleinen Beträgen wie für eBooks schonmal 40% nur für die Abwicklung der Transaktion (Bei Apps dann 30%, zumindest bei Apple). Das bringt denen dann mehr als uns.

  21. Ich habe auch ein Flattr-Abo für Euch geklickt.
    Für Eure Unabhängigkeit wäre sicher am Besten, wenn das über Crowdfunding funktionieren würde, gerne auch wie bei Wikipedia (deutlicher Hinweis auf der Seite).
    Werbebanner innerhalb der Artikel würde ich auch per RSS nicht sehen, da ich einen AdBlocker (auch mobil) nutze.
    Wenn Werbung, dann würde ich vorschlagen sich Sponsoren zu suchen, die dann, mit einem deutlichen Hinweis im Titel, in einem eigenen Artikel für sich werben können.
    Das würden dann alle Leser, auch per RSS und mit AdBlocker, zumindest zu Kentniss nehmen, wenn der Titel Lust auf mehr macht kann man weiter lesen.

  22. Da das hier nicht kommerziell, sondern gemeinnützig ist, sollte man das Crowdfunding über eine bestehende NGO oder gemeinnützigen Verein abwickeln.

  23. Nur mal so als Idee, keine Ahnung ob das funktioniert:

    Wenn man im Blog rechts einen Counter einbaut (aktuelle Spendenmenge pro Monat und daneben der kostendeckende Ziel-Betrag ) und so den Leuten klar macht wie viel Geld diesen Monat schon reingekommen ist und wie viel noch benötigt wird um das Blog anständig am Laufen zu halten. Wenn man das dann visuell (z.B. rot / grün) aufarbeitet hat die Crowd vielleicht sogar sowas wie ein „Ziel“ auf das sie „hinarbeiten“ kann.

    Ein Problem ist offensichtlich: Es könnte sein, dass nach erreichen des Solls in einem Monat der Spendenfluss stoppt. Alternativ könnte man an der Stelle das einfach auf den nächsten Monat übertragen, also irgendwie „100% dieses Monats sind finanziert und schon 10% des nächsten. Spende jetzt!“

    Der Ziel-Betrag sollte dann natürlich irgendwo im Blog so detailliert wie hier in dem Artikel aufgeschlüsselt sein.

  24. Crowdfunding. Spenden. Abomodell. Flattr.

    Ich vermute, diese Vorschläge kommen von euren Hardcore-Lesern, die vielleicht selber Blogs schreiben. Also von den Leuten, die euch „mehrmals täglich“ lesen. Ich lese im Schnitt täglich, würde aber niemals Geld zahlen. Und ich denke selbst von denen, die im Affekt sagen „Ich würd auch was dafür zahlen“ würden das tatsächlich nur die wenigsten auch machen.

    Ich finde Gastbeiträge am sinnvollsten, ganz einfach weil ihr damit etwas erreichen könnt, was ihr sowieso erreichen wollt. Nämlich dass eure Themen und Ansichten einer möglichst breiten Leserschaft bekannt werden. Ihr würdet quasi dafür bezahlt, dass ihr Werbung für netzpolitik.org macht.

    Gegen einen Sponsor wie Google hätte ich auch nichts (über newthinking seid ihr ja auch indirekt mit z.B. den Grünen verbandelt, ohne dass ich hier irgendwelche Auswirkunugen im Blog sehen würde). Nützt aber nichts, dass ich nichts dagegen hätte, es würde euch angreifbar machen.

    Zwei Dinge noch:
    – „Unser Blog soll schöner werden“ war bis jetzt auch eine große Werbekampagne für newthinking. Für mich gerechtfertigt, dass newthinking dafür einiges bei euch finanziert.
    – Die Sichtweise, dass ihr euren Autoren gern mehr/etwas bezahlen würdet, kann ich nicht teilen. Für eine solche Reichweite von Texten, wie ihr sie habt, würde ich etwas zahlen. Dass jemand kostenlos über etwas, was ihm am Herzen liegt, schreiben darf und damit eine große Anzahl Gleichgesinnter erreichen kann, sollte Lohn genug sein. Oder anders gesagt: Ein Greenpeace-Aktivist kann auch nicht davon leben, obwohl viel Arbeit drin steckt. Und nochmal anders gesagt: Ich musste beim Lesen öfter mal an Steinbrück denken.

  25. Ich glaube das Problem bei Flattr ist einfach die mangelnde Verbreitung. Unter „Internet-Nerds“ mag es evtl. noch eine kleine „Flattr-User-Konzentration geben, aber der Großteil der Internet-Nutzer kennen Flattr wohl eher nicht.

    Zur Finanzierung:
    ich würde, wie schon viele Vor-Kommentatoren, auch auf Spenden und Crowd-Funding setzen.
    Einmal im Jahr ein Projekt bei Startnext (oder einer anderen Plattform) einstellen, kurz Beschreiben warum und wieviel Kohle benötigt wird und ein paar nette „Dankeschöns“ als Anreiz ausdenken.

    Apropos Anreiz:
    Vielleicht könnte man auch so eine Art „Versteigerung“ machen, ein oder zweimal im Jahr. Es fallen ja im Redaktionsbetrieb bestimmt die ein oder anderen Gegenstände an, die man versteigern könnte.

    Was jetzt genau weiß ich nicht. Aber vielleicht sowas wie „das Mauspad, welches immer von XY benutzt wurde“, oder irgendein signiertes Buch zu einem bestimmten (netz)politischen Thema. Oder „die Tasse, die XY benutzt hat, als er bei uns zu Gast war“.

    Keine Ahnung, was da so an interessanten (?) Dingen zusammen kommen würde. ;)

    Viele Grüße
    Nico

      1. Eventuell lassen sich ja auch bei Events/Veranstaltungen mit bekannten Leuten, die ihr persönlich kennt, entsprechende Dinge schaffen, zum Beispiel signierte Plakate oder Bücher bzw. auftreiben?

      2. An was ähnliches dachte ich jetzt auch gerade, aber in Verbindung mit „Fans“/regelmäßigen Spendern: Vielleicht solche Goodies sammeln (vielleicht gibt ja auch ein Sponsor das ein oder andere Endgerät o.Ä. dazu) und jährlich unter den Abonnenten verlosen, als kleines Dankeschön und Anreiz.

  26. Hallo, ich würde ein Konto eröffnen und Daueraufträge zu bekommen. Ungefähr wie Greenpeace. Ich lesse ab und zu Netz-org aus Chile und muss sagen, ihr seid brillant, aber eben riskant, das macht das ganze gut…
    Dankeschön und bitte, nach dem ich dein Beitrag gelessen habe, organisiere eine Einnahmequelle, wie bei euch am besten passt….

    Grüsse auf der ender der Welt.
    Politico

      1. Ein RSS-Feed dient dazu, dass man auf neue Artikel von Webseiten hingewiesen wird. RSS-Feeds werden mit Feed-Readern abonniert und lassen sich damit lesen, vergleichbar mit eMails. Ziel ist, dass du nicht dauernd auf Webseiten schauen musst, ob es da neue Beiträge gibt, sondern eine Software das für dich erledigt. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/RSS

      2. Hallo Chris, vielen vielen Dank für deine Super Antwort. jetzt setze ich diese und möchte gerne in meine politische website zu wählen…wie haben Wahlen dieses Jahr…Wir sind organiziert, haben 20% der Wähler bei der letzten Wahlen, Wenn ich mir die W-Site und deren Politische Kampagne sehe ich, dass wir doch uns in diese Richtung bewegen müssen…falls du lust hast rein zu schauen gerne würde ich dir mehr Info senden….mich interessiert solche Digi-Verkzeuge am besten wir nutzen können…Nur wenn du Interesse hättest. Vielen Dank und Grüsse….
        Politico

  27. Ich könnte mir eine Kürzung des RSS-Feeds vorstellen. Damit lockt ihr mehr Besucher auf eure Seite.
    Per Abo oder Einmalzahlung kann man dann den Full-RSS-Feed beziehen. Das müsste doch technisch machbar sein.
    Crowdfunding ist eine gute Einmal-Sache. Aber ein Geschäftsmodell für die Zukunft ist das ja auch nicht. Zum Überbrücken der Finanzierungslücke beim Redesign ist es aber eine Überlegung wert.

  28. Ich bin fuer eine runde Crowdfunding a la kickstarter. Wer genug spendet bekommt einen Aufkleber, das Jahrbuch, nen feuchten Haendedruck oder ein Abendessen geschenkt!

    Alternativ waere Werbung in den Feeds auch ok!

    Cheers, Sushi K

  29. Hallo Markus,

    vielen Dank für den spannenden Einblick in eure Einnahmen und Ausgaben. Es gibt viele informative Seiten, die ständig unter Geldmangel leiden.

    Wikipedia kommuniziert das auch ganz klar an die User mit einem nicht zu übersehenden Aufruf zum spenden. Vielen Leuten ist vermutlich gar nicht klar, welche Geldsorgen ihr eigentlich habt, also solltet ihr das auch offen kommunizieren. Auch der Aufwand wird von vielen wohl nicht gesehen.

    Also könnte ich mir einen Block vorstellen, der den aktuellen Beitrag ein wenig auswertet: Autor hat für diesen Beitrag 7 Stunden recherchiert und 2 Stunden geschrieben. Für das Gespräch mit X vielen außerdem Y€ Fahrtkosten an. War dieser Beitrag wertvoll für dich? Bitte unterstütze uns mit einer kleinen Spende.

    Außerdem eine Leite die auf der Seite eingeblendet wird. „Im letzten Monat betrungen unsere Ausgaben 6432€. Wir konnten 4952€ einnehmen. Möchtest du uns unterstützen?

    Und eine Seite, die die ganzen Kosten transparent aufschlüsselt, inkl. Paypalbutton, Bankverbindung etc.

    Wie ihr anhand der Demografie gesehen habt, ist eure Leserschaft durchaus Zahlungskräftig

    Viele Grüße,
    Patrick

    1. Es ist bestimmt mehr Aufwand für den Autor / die Autorin und manchmal sicherlich schwierig, einen Überblick über Zeit etc. zu geben, die in einem Beitrag steckt, aber ich finde auch, dass derart transparente Infomationen eine tolle Idee sind!

      Und ein Konto für Spenden-Überweisungen würde ich auch begrüßen. Mit einer halb-jährlichen (oder) Übersicht über die Einnahmen auf dem Blog.

  30. Ich fände Werbung im Feed auch super!
    Schreit einen nicht so an. Gut gemacht z.B. bei Stilsucht.de.
    Ich lese nahezu 90% meiner Infos über Feeds, vor allem übers Tablet und dann mit Reader HD und built-in „Mobilisieren“-Funktion (via Instapaper oder Readability) damit ziehe ich dann das von denen, die keinen Full-Feed anbieten. Habe dann keine Werbung und keine nervigen Aktionen links und rechts neben dem Text der interessiert und wegen dem ich die Seite lese. Bei einem Full-Feed brauche ich nicht „mobilisieren“ und somit bleibt auch die Werbung drin.

    Spende per Dauerauftrag fände ich auch total gut. Einfach fett oben drüber schreiben, Zahlen ohne Leerzeichen (copy, paste) – fertig. Ebenso im Feed.

    Ihr könntet übrigens noch überlegen, ob Netz nur für Internet steht, oder auch Wasser, Strom, Straßen…. da ist schließlich auch genug im Argen. Vielleicht mal mit Martin Randelhoff schnacken und Nebensites aufmachen und auf Netzpolitik.org aggregieren.

  31. Könntet Ihr darstellen, wie die Pros & Cons von Daueraufträgen aussehen? Wieviel arbeit ist das wirklich für euch?
    Arbeit, wird es doch nur, wenn jemand Gegenleistung erwartet, oder (Spendenbescheinigung, Nennung in Seite….).
    Ich fände das besser, da ich die SACHE fördern möchte, und das nicht an einzelnen Artikeln festmachen möchte. Konzernen und Politikern muss klar sein, dass es ein Gegengewicht gibt. Wenn wir anfangen Artikel einzeln zu flattrnn führen wir uns eine Quote ein die wir im Fernsehen für das schlechte Programm verantwortlich machen.
    Wir sind schon die Leser am Rande der Normalverteilung. Wir sollten uns unsere Medien nicht noch durch unreflektierte Rückkopplungssysteme kaputtmachen.

  32. Ich bin ja immer für Transparenz. Wenn ich weiß, wie mein Geld verwendet wird, bin ich eher bereit, auch was zu bezahlen. Daher geht dieser Beitrag mit der Darstellung der finanziellen Situation schon mal genau in die richtige Richtung.

    Noch konsequenter wäre es, für netzpolitik.org einen gemeinnützigen Verein (oder GmbH) zu gründen, der entsprechende Finanzberichte abliefert. Das heißt natürlich, dauerhaft die Aussicht auf Rendite aufzugeben.

    Wenn ihr dann noch eine vernünftige Spendenfunktion (z.B. über Einzugsermächtigungen) einbaut und auch Spendenquittungen ausstellt, dann wäre ich sofort dabei.

    Ich kann aber nicht abschätzen, was das für ein Aufwand bedeuten würde. Vor allem der Orga-Kram um die Gemeinnützigkeit ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

    1. Einen e.V. auf zumachen ist eine Heidenarbeit. Im Fall der Digiges hat das, wenn ich mich recht entsinne, ein Jahr gedauert, bis endlich das e.V. durch war.
      (Gut, jetzt könnte es schneller gehen, da ein Teil der Beteiligten ja bereits über „Erfahrungswerte“ verfügt ^^ )

      1. War es aber nicht so, dass dann immer noch irgendwelche Anforderungen auf euch zu kamen (nachdem der Antrag Monate im Amt rumlag) und das ganze immer wieder hin und her ging?
        Ansonsten: Mir persönlich wäre das e.V. oder nicht e.V. relativ Schnuppe. Wenn ich im Jahr 10 oder 20 Euro spende, macht das den Kohl aus meiner Steuersicht nicht fett – anders sieht das natürlich bei Großspendern aus, klar.

    2. Einzugsermächtigungen sind nicht praktikabel. Rücklaufgebühren belaufen sich ungefähr auf der Höhe dessen, was gespendet wird (je nach Bank 2-10€). Und der Verwaltungsaufwand ist zu hoch, bindet zusätzlich Arbeitszeit, die deutlich besser im Schreiben von Artikeln investiert ist.

    3. Die Aussicht auf Rendite haben wir von Anfang an aufgegeben. Wir würden nur gerne etwas mehr Mittel haben, um das hier weiter ausbauen zu können. Eine eigene GmbH macht z.B. nur Sinn, wenn es kein Minus gibt. Ein zuätzlicher Verein könnte eine Wahl sein, verkompliziert aber wiederum einiges – und sei es nur durch Verwaltung.

    4. wo liegt denn das problem, ein konto einzurichten auf die DigiGes, auf die jeder, der Spaß dran hat, pro Monat x Euro überweist? und keine Einzugsermächtigungen, das ist zu aufwendig.
      diese unterstützungsmöglichkeit wird dann ab und zu mal beworben, also ein kleiner hinweis 5-7 mal im Jahr auf der startseite, und fertig. steuerliche vorteile wg spenden sind doch bei solchen beträgen total egal, oder?

  33. Zum RSS-Feed noch: Ich lese Beiträge ebenfalls fast nur über den Feed und bin daher für den Volltext dankbar. Wenn euch das wirklich etwas nützt, kann ich natürlich auch mit einem gekürzten Feed oder Werbung im Feed leben.

    Aber letztlich wird auch von Werbung im Feed wenig bei den Lesern mit Blocker ankommen, es sei denn es wäre Textwerbung. Die wäre übrigens auch auf der Seite eine Überlegung wert. Viele stören sich wohl an aufdringlicher Werbung und ABP hat sogar eine Funktion eingebaut „akzeptable Werbung“ nicht zu blocken.

    Ein gekürzter Feed würde übrigens ziemlich sicher dafür sorgen, daß weniger Artikel gelesen werden. Bei mir jedenfalls tritt genau dieser Effekt auf, wie ich bei Heise merke. Habe ich den Volltext sowieso schon da, lese ich auch mal über Artikel, die ich nicht extra aufgerufen hätte wenn im Feed nur ein Kurztext gestanden hätte.

  34. Was noch nicht genannt wurde: Zählpixel der VG Wort einbinden, sowohl in Posts, als auch im Feed und bei Download des Jahrbuchs. Ist ein etwas kompliziertes Verfahren, ich selbst muss mich nicht damit beschäftigen, aber als weiteres Standbein in der Finanzierung wird das taugen.

      1. VG Wort kann ich euch nur raten! Am 31.1. ist da Meldeschluss für 2012. Meine Frau hat das mit wissenschaftlichen Texten gemacht und war überrascht wie viel dabei rum kam. Und wenn ihr die Texte zusätzlich im Buch publiziert, gibt es auch noch mal Geld. Ich kann jetzt nur raten, aber was fünfstelliges sollte drin sein.

  35. Über Werbung im Feed würde ich durchaus nachdenken; wenn Ihr tatsächlich 40% Eurer Leser über RSS erreicht, dann ist das eine brachliegende Chance. Und den Flattrbutton bitte auch mit in den Feed einbauen, falls nicht schon geschehen. Ein erhellender Artikel über flattr, so die Erklärbär-Nummer, das wäre auch hilfreich.

    Was ich nicht machen würde: den Feed kürzen. Gekürzte Feeds fliegen bei mir gnadenlos aus dem Reader, für die Art Nötigung habe ich kein Verständnis als Nutzerin.

  36. Ich bin für eine Crowdfundingaktion im Jahr, das Flattrn ist m.E. nicht ausreichend verbreitet und es wird dem Leser zu selten nahe gelegt.
    Die TAZ hatte vor Ihrer „Pay Wall“ immer einen hinweis im Artikel das man gerne einen Flattr klick ehalten würde.

    Ich glaube dieser Artikel zeigt dem Leser erst das Problem der Finanzierung des Blogs. Macht den Lesern bewust das es Geld kostet einen Blog zu betreiben. Einen Beitrag je Quartal nach dem Motte „Wir brauchen das Geld“ welcher auch zeigt was es kostet, so wird es dem Leser bewust machen.

    Macht die Kosten und die Einnahmen Transparent berichtet ob sich die Situation verbessert.

    LG
    Frank

  37. Zwei Datenpunkte zu mir:
    * kommentiere (fast) nie
    * lese ausschliesslich via feed

    Ich habe und benutze zwar flattr, aber für mich ist einer der Gründe, warum ich das für Artikel eher selten einsetze der, dass im Normalfall jeder Klick gleich viel wert ist. Und gefühlt denk ich mir halt, wenn ich jetzt da einen 3-Stunden podcast geflattrt habe, der mich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen auf dem Weg von und zur Arbeit unterhalten hat, dann ist ein Artikel den ich in paar Minuten gelesen hab halt nicht „gleich viel“ wert.

    Aber ich werd mal ein Abo auf netzpolitik.org an sich setzen, da passt dann die Relation eher.

    1. @Michael: Das ist genau der Punkt, warum Flattr für Podcaster funktioniert. Überspitzt gesagt: Eine Stunde ins Internet labern klingt durch die Dauer des Hörens automatisch wertiger als einen Artikel, den man in zwei Minuten überlfiegt und komprimiert die Infos aufsaugt. Und danke fürs Abo!

  38. Ihr habt’s vielleicht selber schon gesehen, aber ich erwähne es hier nochmal: Antje Schrupp hat, inspiriert von eurer Verschönerungsaktion, geschrieben, was die Nachteile von Crowdfunding sind.
    http://antjeschrupp.com/2013/01/06/warum-ich-nicht-von-euch-finanziert-werden-will/
    Manche Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

    Nachdem ich diesen Post gelesen habe, habe ich den Eindruck, ihr diskutiert hier das klassische Henne-und-Ei-Problem: Mehr Schreiben würde mehr Geld reinbringen, aber die Kapazitäten zum Schreiben können erst mit Geld richtig zum Laufen gebracht werden.
    Vielleicht müsst ihr tatsächlich in den sauren Apfel beißen, und mit dem mehr Schreiben anfangen. Wie hier in den Kommentaren schon geschrieben wurde, scheint es durchaus sinnvoll zu sein, wenn ein paar Autoren auch mal Gastbeiträge woanders schreiben. Das generiert Geld in Form von Honoraren und Aufmerksamkeit für netzpolitische Themen außerhalb dieses Blogs.
    Ein weiterer Vorteil ist, wie bei Werbung, dass Geld von „außen“ reinkommt. Ich nutze flattr nicht, aber so wie ich es verstanden habe, schieben sich da, vielleicht überspitzt gesagt, netzaffine Blogger ihr Geld gegenseitig zu. Das Gleiche passiert bei Spenden eurer Leser.
    Ich will diese Monetarisierungsformen damit nicht schlecht reden, ganz im Gegenteil, ich finde es toll, dass es Leute gibt, die euch auf direktem Wege finanziell unterstützen möchten. Aber das allein kanns halt nicht sein. ich denke es ist sinnvoll, verschiedene Einnahmequellen zu nutzen, auch das generiert thematische Unabhängigkeit.
    Die Leute, die für euch ohne Bezahlung, also ehrenamtlich bloggen, müssen ja auch irgendwo Geld verdienen. Die Firmen, für die sie arbeiten, finanzieren dann den Blog sozusagen auch quer mit.

    Ein letzter Punkt noch. Wenn ihr mehr Leser wollt, macht keine Zugeständnisse an die Usability oder die Unabhängigkeit. Mag sein, dass gekürzte RSS-Feeds oder Produktrezensionen mit Amazon-Links erstmal mehr Klicks und mehr Geld bringen. Aber es kann ganz schnell der Punkt erreicht sein, wo es den Lesern zu viel wird und sie anfangen, es euch übel zu nehmen. Und dann tendiert man dazu, sich ohne Tschüß zu sagen zu verkrümeln.

    1. @tba: Wir beißen schon in den sauren Apfel, weil wir in eine zusätzliche Stelle investiert haben, die von den Einnahmen nicht gedeckt ist. Aber gerade deswegen zu mehr Qualität und mehr Recherchen beiträgt.

      Den Text von Antje Schrupp hab ich auch gelesen. Aber es gibt vor allem einen großen Unterschied zwischen ihr und uns: Sie bloggt nebenbei, verdient aber ihr Geld mit anderen Dienstleistungen. Wir fragen unshier, wie wir unseren Onlinejournalismus refinanzieren können, obwohl wir auch mit anderen Dienstleistungen (mehr) Geld verdienen könnten.

    2. Ich seh grad, dass die Inspiration für Antje Schrupp Stefan Niggemeier und Andrew Sullivan waren, nicht ihr. Wird verdammt viel über Geld geredet in letzter Zeit.. ;-)

  39. Zum Thema „Gastbeiträge“ hatte ich eben noch einen Gedanken:

    @Markus: Konntet ihr schon mal Blog-Artikel woanders als Zweitverwertung platzieren bzw. könnt ihr eure Gastartikel hier im Blog nachträglich nochmal veröffentlichen?
    In beiden Fällen hättet ihr 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, zum einen Geld für netzpolitik.org rein geholt und zum anderen das Blog befüllt.
    (Netzpolitik.org veröffentlicht ja unter einer CC-(NC-SA)-Lizenz)

    Ansonsten zum Thema „Freiwilliges Abo“: Ich weiß jetzt nicht, wie groß die freiwilligen Einnahmen bei der TAZ sind. Laut flattr-Seite hat netzpolitik von 5200 Accounts schon Klicks bekommen. Die Basis wäre also auf alle Fälle da. Nur wie man diese Basis aktiviert, ist das eigentliche Problem.

    1. So zwischen 3.500 und 4.000 Euro netto (nach Abzug der Mehrwertsteuer) haben wir bis vorletzten Monat immer bei der taz eingenommen mit freiwilligen Zahlungen. Davon kam über Flattr weniger als 15 Prozent rein. Das meiste Geld – mehr als die Hälfte – kam über Einzugsermächtigungen für regelmäßige Lastschriften. Weitere Zahlungswege: Direktüberweisungen, Einmal-Lastschriften, Kreditkarte, Paypal, Handy.

      Am 22. November haben wir dann nervige Layer-Werbung eingeführt, um auf das freiwillige Bezahlen hinzuweisen. Im November sind die Einnahmen dadurch auf 7.800 Euro gestiegen. In den nächsten Tagen kommen auch die Zahlen raus, wie hoch es im Dezember war, dem ersten vollständigen Monat mit den Layern.

  40. Nicht auf meinem Hobbyblog, aber auf einer anderen Website nutze ich Google-Werbung. Ich verstehe auch nicht warum Leute da klicken, aber sie tun es.
    Flattr nutze ich nicht, das einzige wirklich etablierte Paymentsystem im Netz ist PayPal. Wenn ich die Chance hätte auf dem Weg mal fix 5€ oder 10€ in den Topf zu werfen, dann würde ich das wohl tun. Spontan.

  41. 1. „Dann gibts noch Google-Adsense. Ich hab noch nie verstanden, warum da Menschen draufklicken, wahrscheinlich am häufigsten aus Versehen. Wir halten unsere Leserinnen und Leser aber für so intelligent, dass das nicht passiert. Und finden dann den Deal, dass hässliche Werbung immer eingeblendet, aber Geld nur beim versehentlichen Klicken bezahlt wird, für nicht akzeptabel.“ – Köstlich. :)

    2. Glaube ich, dass ihr mit Crowdfunding bestimmt die Hälfte der monatlichen 2000 Euro Verlust hineinbekommen könntet. Eine Idee: Kickstarter-Kampagne alle 6 Monate oder 12 Monate, in einer regelmäßigen Frequenz (zu Weihnachten?), so dass sich die Leser daran gewöhnen. Und für die Kampagne extra Gimmicks anbieten: z.B. E-Books oder vielleicht auch eine Republica-Ermäßigung oder so etwas. Netzpolitk hat eine starke, loyale Leserschaft, die das mittragen würde. Davon bin ich überzeugt.

    3. RSS-Feed-Werbung ist aus meiner Sicht völlig okay. Stört mich nicht.

  42. Meine Ideen:

    1. PayPal in die Sidebar oder unter jedem Artikel einbinden. Eher kleinere bis mittlere Beträge.
    2. Ich mag den kompletten Feed, aber außer den Kommentaren habe ich keinen Grund, die Website aufzurufen. Also muss entweder PayPal, Flattr und Werbung in den Feed oder ihr liefert nur noch Anleser aus.
    3. Neue Werbefläche mit dezenter Werbung einführen und beim AdBlock-Plus-Programm bewerben: http://t3n.de/news/adblock-plus-akzeptable-werbung-erhaltung-kostenlosen-348375/
    4. Kontonummer zum Spenden angeben.
    5. Unter jedem Artikel und im Feed auf Flattr, PayPal und Konto hinweisen. Evtl. auch mit so einem „Fly in“ kurz bevor man an das Ende des Artikels kommt, wobei das wohl viele nerven würde. Zusätzlich noch einen Link auf diesen Text, in dem erläutert wird, wie es finanziell um euch steht.
    6. Kostenpflichtige Inhalte wie E-Books, etc. verkaufen – so wie es z. B. Smashing Magazine macht.

  43. Unabhängigkeit hat ihren Preis…
    eine der wenigen edlen Luxusformen, die es nicht im Apple Store zu kaufen gibt. in den USA mehr geachtet und in besser querfinanziert als in Deutschland, da man hier dank der öffentlich rechtlichen Struktur premium Inhalte noch immer frei Haus erwartet…jedem Bürger werden ja pro Monat 17 euro abgequetscht die er für genau solche unabhängigen Medien ausgeben könnte. Genauso impliziert ihr ja nicht selten genug auf eurem eigenen Blog, dass man für 20-25 Euro die man für seine DSL Leitung bezahlt, alle Mp3s und Filme ja eigentlich auch umsonst downloaden sollen dürfte…

    also fraglich ob von der lesenden Crowd mehr zu erwarten ist..
    .
    die debug hat nen ganz guten mittelweg in dem sie zumindest die ganze tech industrie drumherum redaktionell clever einbindet ohne dass es nervt. und it dienstleistungen oder anderer services, tools , verlagsprodukte, gadgets die in irgendeinem kontext zu eurem blog stehen,gibts en masse.. aber es hat natürlich nen fahlen beigeschmack und anstatt nem redaktionspraktikanten braucht man halt nen vermarktungspraktikanten und der will ganz sicher bezahlt werden.

    tb

      1. Inwiefern „bürokratischem Aufwand“? Wenn es darum geht den zusätzlichen Aufwand mit einer Fremdwährung zu vermeiden, gäbe es Lösungen mit denen ihr eurer Geld direkt in EUR auf’s Konto bekommen könntet. Bei Interesse einfach mal melden…

        Für mich wäre jedenfalls zahlen/spenden/“flattrn“ per Bitcoin die beste (weil Gebühren-effizienstete) Variante euch zu unterstützen.

  44. Was haltet ihr von transparentem Produkt-Placement?

    Das machen viele erfolgreiche Blogger in Russland so. Alle Leser kennen es, sind jetzt nicht unbedingt für diese Posts extrem dankbar, aber lesen sie schon mit und wissen halt, dass sich der Blogger so trägt.

    Die Werbetreibenden sind dann auch sehr transparent dargestellt.

    1. Gute Idee. Z.b. die Bundeszentrale politische Bildung. Auch wenn man den Organisationsaufwand bei öffentlicher Förderung nicht unterschätzen sollte. Und dann ist da wieder das Gerücht mit der Abhängigkeit…

  45. Wie wäre es mit verschiedenen Rubriken und die dann jeweils mit einem Sponsor im Post versehen. So nach dem Motto:

    Dieser Post über Europapolitik wird gesponsort vom „random Firma“
    Absatz
    eigentlicher Blogbeitrag

    Beim Internetradio DetektorFM funktioniert das wohl ganz gut. Wenn man die Rubriken nicht zu speziell macht, findet man vielleicht sponsoren die das Interessiert. Detektor macht es dann so, dass der Automobilteil vom ADAC gesponsort wird und dafür dürfen die den Audiobeitrag auf ihrer Seite verwenden.
    Vielleicht gibt es Stiftungen die das interessant fänden?

  46. „Nun könntet Ihr alle Euren Adblocker so konfigurieren, dass Ihr hier Werbung sehr und wir dadurch mehr Einnahmen hätten.“ triftige Gründe für Ausschalten liefern.

  47. ist es eigentlich möglich, einen Affiliate-Link zu Amazon zu setzen, der nicht nur auf die beworbenen Bücher geht, sondern zu Amazon grundsätzlich?
    Bspw. wenn ich was bestellen will geh ich auf netzpolitik, klick dort den Link zu Amazon, suche dort das Produkt und ihr profitiert dann davon?
    Dann wäre ein Banner oder ein Amazon-Suchfenster doch ne gute Sache, mit dem Hinweis, dass ihr so davon profitiert.

    1. @pseu: Hab ich mir auch schon überlegt, alleine um bei meinen eigenen Einkäufen wenigstens etwas in den Netzpolitik-Topf abzugeben. Müssen wir mal genauer recherchieren. Was theoretisch helfen sollte, ist immer hier im Blog rechts in der Spalte auf den Link des Buches „Die digitale Gesellschaft“ zu klicken. Darüber kommt man dann mit unserem Code auf Amazon.de.

      1. Hier würde bildungsspender.de helfen. Dafür braucht ihr aber die Gemeinnützigkeit. Aber keine Angst vor einem Verein. Scheint mir die flexibelste Rechtsform (nach GbR). Es muss ja nicht mal nen eigener sein. Ihr könnt euch auch einem anschließen. Solltet dann halt alle Pflichten/Rechte zwischen dem Blog und dem Verein verschriftlichen.

    2. Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber waren da nicht schon ein paar Artikel hier im Blog, das die Netzpolitikfreundlichkeit von Amazon (DRM, personenbezogene Daten) vielleicht doch noch verbesserungswürdig wären?

      Ich verstehe das Problem mit dem Blogbetrieb, aber vielleicht sollte man nicht sofort bei Finanzierungsproblemen die Moral über Bord werfen…

  48. Man verzeihe mir, wenn ich nach dem langen Artikeltext nicht auch noch 110 Kommentare durchlese…

    Werbeblocker werde ich nicht abschalten, auch nicht selektiv für Blogs, die mir wichtig sind. Habe lange auf Werbeblocker verzichtet, aber die Werbung wurde immer nerviger, blinkender, größer. Bei selektiver Freigabe fürchte ich, dass dann auch solche Nerv-Werbung angezeigt wird. Ausserdem arbeite ich mit vielen Browsern auf vielen Rechnern, und das auf jedem individuell zu konfigurieren, ist mir zu umständlich.

    Flattr ist eine nette Idee. Wird sich aber nicht groß durchsetzen. Ich nutze es nicht, weil Paypal-Zwang besteht, jedenfalls als ich zuletzt mal nachschaute. Paypal kann ich aus „politischen Gründen“ nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Hätte ich Flattr, würde ich wohl gelegntlich mal flattrn, fürchte aber, dass das etwas umständlich ist und nicht mit einem oder zwei Klicks zu machen ist (man muss sich ja bei Flattr sicherlich irgendwie einloggen, bevor man etwas flattrn kann).

    Crowdfunding klingt interessant. Bin auf Euren Artikel dazu gespannt.

    An Eurer Stelle würde ich als erste und einfachste Maßnahme eine kleine Werbung am Ende des RSS-Feeds einbinden. Aber bitte nichts nervendes, keine große Grafik, nichts blinkendes. Ein kurzer Text. (Ich lese übrigens fast nur den Feed.) Und bitte nicht störend mittendrin oder solche Späße. Ich weiss allerdings nicht, ob man so genügend Geld einnehmen kann.

    Aber dezente Werbung fände ich OK.

    1. > Ausserdem arbeite ich mit vielen Browsern auf vielen
      > Rechnern, und das auf jedem individuell zu konfigurieren,
      > ist mir zu umständlich.
      Ich kann generell Privoxy empfehlen – kann noch deutlich mehr als nur Werbung zu filtern und läuft auf Wunsch zentral im Router. Mit ein wenig Mehraufwand und mithilfe von iptables sogar als transparenter Proxy, so daß man auf den einzelnen Rechnern gar nichts mehr umstellen braucht.

  49. Ich könnte mich „Sponsoren / Werbung“ anfreunden, wenn ersichtlich ist, dass dabei an die Ethik gedacht wurde.
    Nur um mal mögliche Beispiele zu nennen: Trigema, Greenpeace-Energy oder Hess-Nature
    Es müsste schon deutlich sein, dass man hinter der Produkt und Firmenphilosophie steht, wenn man für einen Unternehmen wirbt.
    Sonst bleibt hier der Addblocker an und das ganze läuft ins Leere.
    Ob das praktikabel ist, keine Ahnung, ist nur ein spontane Idee.

    Mit simplen Grüßen,
    yt

  50. Das ist wirklich nicht leicht. Einige Vorschläge von mir:
    > Spendenseite einrichten, mit mehreren Möglichkeiten zu spenden und einer Liste der Spender (oben, die, die am meisten gespendet haben, eventuell mit Verlinkung)
    > YouTube monetarisieren (Werbung auf euren YouTube Videos schalten), bringt auf einfachsten Weg ein zusätzliches Sümmchen.
    > Crowdfunding
    > RSS monetarisieren (kleine Text-Werbung, die man beispielsweise für wöchentlich 50/100€ mieten kann)
    > Werbung hinter der Seite (wie Spiegel etc.)
    > Premium-Leser-Accounts (etwas mehr Inhalt, keine Werbung..)
    > Shop (T-Shirts, via Spreadshirt, mit Marge)
    > Media-Kit (für Werbende, mit Statistiken und Preisen)

    1. bitte keine Werbung hinter der Seite, ist groß und stört einfach nur. Und dauernd klickt man dauernd ausversehen drauf. ABER hier rechts ist ein verdammt weißer Balken: Wie wäre es mit mehr Werbung da ODER noch besser einfach die Werbung mit scrollen lassen (natürlich nicht nur die Werbung)

  51. Vieles wurde schon genannt.

    1. Gebt – immer gut sichtbar über/unter den (RSS-)Artikeln – eine Spendenkontonummer an. Per Online-Banking hab ich schnell mal was zwischendurch gespendet und mach das sogar ab und an.

    2. Gebt eine SpendenTELEFONnummer an. Jedermann/-frau hat kurz mal das Telefon in die Hand genommen, Nummer gewählt, Spende getätigt. Fertig! Quick & dirty. Macht sogar Oma Plüsch, ohne groß Ahnung von anderen Geldtransfersystemen zu haben.
    (Nachteil: Je nach Spendentelefonnummer-Anbieter gehen prozentuale Anteile verloren. Vorteil: Muß nicht erst Online/Papierbanking initiieren.

    3. Flattr: Hab ich nicht, will ich nicht, habs mir aber mal angesehen.

    4. PayPal: Hab ich damals gekündigt, als vor Jahren sich die Nutzungsbedingungen für datenschutzaffine Kunden verschlechterten.

    5. Affilliate-Links (Amazon etc.): Hm, schwierig. Grad wg. der Datenschutzthematik

    6. Abo/Dauerspende: Guter Weg für Menschen, die bereit sind, regelmäßig Geld für Eure supertolle Arbeit bereit zustellen. Ich persönlich mach das jedoch derzeit nicht, da müsste mein Chef noch ne Schüppe obendrauf packen :-)

  52. Pro Artikel ein Button auf pledgie.com (Kreditkartenzahlung & Paypal) kann eine gute Ergänzung zu flattr sein und bedarf etwas weniger Aufwand als eine einmalige Crowfunding-Kampagne.

  53. Macht doch da oben rechts noch einen Paypal-Button neben den Flattr-Button. Und noch was für Kreditkarten. Wenn ihr Geld wollt, müsst ihr es den Spendern möglichst einfach machen. Da steht was von „auf anderem Wege“, aber es ist nicht genauer erklärt.

  54. Die angenehmste Form von Werbung, die ich bislang in Blogs gesehen habe, findet sich in John Grubers daringfireball.net Blog. Er hat wöchentlich wechselnde Werbung. Eingeleitet wird es mit einem kurzen Blogeintrag über das Produkt, von Gruber selbst geschrieben, jedenfalls ließt es sich so. Ein wo; es sind wohlwollende, kurze Texte über ein Produkt. Die Text sind nicht optisch als Werbung gekennzeichnet, man erkennt beim Lesen, dass es sich um die wöchentliche Werbung handelt. Weil die Werbetexte sich dennoch persönlich und authentisch lesen, nerven sie nicht, sind eher informativ. Der Montagstext wird in der Regel ergänzt um einen zweiten Eintrag am Ende der Woche, in dem Sponsor kurz gedankt wird. Diese Werbeeinträge bestehen allein aus Text, können daher nicht von einem Ad-Blocker ausfiltert werden. Sie werden auch im RSS-Feed mitgereicht, Werbung wird also auch gelesen, wenn die Leser nicht auf zur Website kommen. Mehr zu Grubers Modell…

    Natürlich ist sein Umfeld ein anderes: technikaffin, applelastig, daher wohl ein recht kauffreudiges, einkommensstarkes, mittelaltes Publikum. Ob sich dieses Modell angesichts der leicht anderen Leserstruktur auf netzpolitik.org übertragen lässt, kann ich Dir leider nicht sagen.

  55. Habt ihr schon mal versucht zu evaluieren, wie viele Kunden ihr bei newthinking durch eure Engagement hier bei netzpolitik.org gewonnen habt?

    Zum Thema: ich wäre auch für eine Kombination aus der Möglichkeit regelmäßig via Überweisung/Bankeinzug spenden zu können und einem jährlichen Aufruf (Wikipedia-style) zum Spenden (am Ende des Jahres mit dem Ziel „schwarze Null“)

      1. ihr könntet ehemaligen Kunden einen (kleinen) Fragebogen schicken? Damit würdet ihr zumindest dem positiven Effekt ein wenig auf die Schliche kommen.

  56. nabend markus! hier 3 tipps aus einigen jahren t3n.de vermarktungserfahrung die mind. nen tausender pro monat bringen sollten:

    1. ordentliche und dezente AdSense integration (ca. 500€ pro Monat)
    AdSense Default auf Displaywerbezonen immer dann, wenn die Zeit-Vermarktung keinen Banner ausliefert. Zeit.de sollte sogar im Premium-AdSense-Programm bei Google laufen und könnte die Anpassung vermutlich fix realisieren. Zusätzlich würde ich den AdSense auch zwischen den Artikel auf der Startseite sowie am Ende eines jeden Artikel platzieren. Im Mobilen Template sollte ebenfalls AdSense eingefügt werden.

    2. Jetzt Sponsor werden Button & Landingpage
    „jetzt Sponsor werden“ Button/Navigationspunkt in der globalen Hauptnavigation und im Seitenfooter platzieren und auf eine Landingpage z.b. netzwertig.org/sponsor linken, wo Fakten zu Traffic, Zielgruppe, Social Media Reichweite, Preise, Entwicklung sowie mind. eins fest buchbares Sponsoringpaket inkl. Leistungsbeschreibung (z.B. Buttonbanner in der Sidebar sowie Nennung im Rahmen des „Vorstellung der Sponsoren des Monats“ Post oder sowas in der Art…).

    3. AdBlockplus Whitelisting
    weiter würde ich empfehlen till von adblockplus um das whitelistung eurer adserverzonen zu bitten. vermutlich haltet ihr euch ohnehin an deren „acceptable ads“ definitionen. wenn ihr wie wir eine adblockerquote von 50% habt, könntet ihr mit der aktion eure zeit.de werbeeinnamen ohne viel aufwand deutlich steigern.
    funk einfach durch, falls du fragen hast!

  57. Also gekürzter RSS Feed kommt meiner Meinung nicht in Frage, grundsätzlich lese ich alle Artikel auf der Seite selber.

    Für die beste Lösung halte ich einen PayPal Button bei dem man selber bestimmen kann, was man spenden will. Flattr ist her etwas für etwas „nervigere“ User.
    Neben den Spenden-Button sollte vielleicht ein Link zu „Warum Spenden?“ führen. Macht doch Wikipedia auch so ähnlich.

    Eine Paywall halte ich in Deutschland für (z.Zt) nicht möglich.

  58. würde einfach unter den Links noch so ne 3er google anzeige sein würde wohl kaum jemanden stören
    (die Texte fallen nicht ins Auge und wer zu blöd ist die Überschrift „Anzeige“ zu lesen ist selber schuld, wenn unbewusst drauf geklickt wird).

    Die Idee mit einem Counter der Spenden zählt, und grafisch die Finanzierung im Monat darstellt ist natürlich auch eine super Idee.

    Ich denke das eine Verknüpfung einiger der Vorschläge durchaus ausreichend wäre.

  59. Ich habe ein bisschen Probleme mit dem google bashing allgemein und mit der Aussage, dass bei adsense nur Leute clicken, die sich verklickt haben.

    „Dann gibts noch Google-Adsense. Ich hab noch nie verstanden, warum da Menschen draufklicken, wahrscheinlich am häufigsten aus Versehen. Wir halten unsere Leserinnen und Leser aber für so intelligent, dass das nicht passiert. Und finden dann den Deal, dass hässliche Werbung immer eingeblendet, aber Geld nur beim versehentlichen Klicken bezahlt wird, für nicht akzeptabel.“

    Wir verdienen ziemlich viel Geld mit google, auch wenn der TKP sehr niedrig ist, etwa 1 Euro. Allerdings haben wir auch andere Erfahrungen gemacht, bei Seiten, wo wir uns absolut sicher waren, dass es auch dort funktioniert.

    An die These, dass die Leute da nur draufclicken, weil sie sich vertan haben, glaub ich nicht. Manchmal ist die WErbung sehr affin zum Inhalt der Seite, dann bekunden die echtes Interesse.

    Google allgemein. Ich habe ihn bislang nur als sehr fair erlebt und ich glaube nur ein Konzern wie google, kann z.B. im Bereich Urheberrecht was bewegen. Kann man aber unterschiedlicher Meinung sein.

    Insgesamt hat mich der Text jetzt überrascht. Ich hätte eher gedacht ihr schwimmt im Geld, bei der Medienpräsenz.

    „Eine weitere Variante wäre es, zusätzliche Sponsoren zu finden. Warum nicht mal eine Versicherung oder einen Baumarkt als Sponsor suchen, wie es andere Blogger machen? Und die dann auch ab und an in einem Gastbeitrag über ihre Angebote bloggen dürfen? Wir könnten auch Autos oder Hotels testen.“

    Ich vermute jetzt mal eher die meisten Leute und die Kunden der meisten Unternehmen ticken so wie ihr, sehen viele Dinge eher kritisch. Für die wäre das Imagewerbung. „We fight for democracy“ hat mehr Pepp als „Kein Kompromissse, Jevers“ oder irgendwas in der Art. Marketingtechnisch ist es einfacher, für bestimmte Unternehmen, sich eine Strategie in Verbindung mit einem kritischen Blog auszudenken als zu einer Fußballmannschaft. Ok, wir tun uns da auch schwer, haben es aber auch noch nie versucht.

    Produktion von Content: Inzwischen bloggen ja Rechtsanwälte, ohne Ende, nach dem Motto XY macht Abmahnwelle, wir beraten Sie was zu tun ist, erstes Beratungsgespräch zum Spottpreis, nur 150 Euro.

    Langfristig werden die aber auch nur überleben, wenn sie tatsächlich Content anbieten und die wenigsten werden mit einer kleinen Schnuckelseite durchkommen. Kooperation wäre da interessanter, die liefern hochwertigen Content, ihr baut es ein.

    Bei Spezialthemen, wie etwa auch e-learning, könnte man also Artikel schreiben lassen.

    Es geht eben auch um die Reichweite und da habt ihr das gleiche Problem wie Zeitungen. Breiter Content erfordert große Redaktion und die ist teuer. Die Alternative ist, man schreib für die Ewigkeit, also weg von tagespolitischen Themen.

    Aber meine ganz ehrliche Meinung: Bei eurer Kompetenz habt ihr sowieso keine echten Sorgen.

  60. Mehrere Gedanken:

    1) Das leidige Thema Mäzen. Ist schwierig, weil man sich abhängig machen kann, aber das Internetthema ist sicherlich so wichtig, dass irgendjemand (oder mehrere) im Zweifelsfall bereit wären, da etwas zu spenden. Alleine euer Einsatz für Netzneutralität dürfte für einige große betroffene Firmen Gold wert sein, die Frage ist halt, ob man sich da irgendwie korrumpierbar macht.

    2) Stiftungen. Es gibt ja auch parteiunabhängige Stiftungen, vllt. wär da was drin. Oder Fördermittel etc.

    3) Merchandising ist definitiv eine Option. Macht eine Kooperation mit irgendeinem Händler und bietet einen Shop mit dem typischen Arsenal von Dingen an, die der Netzaktivist so braucht – Bücher, T-Shirts, Aufkleber, Plakate etc. Da kann mit wenig Aufwand sicherlich was bei rumkommen.

    4) Ihr seid die Experten im Bereich Netzpolitik. Ihr könntet daher auch sündhaft teure Dossiers aus euren Blogposts erstellen und sie an unfähige Entscheider verkaufen ;)

  61. Hi, Crowdfunding & Spenden ist bestimmt eine gute Option, ABER:
    Auch Crowdfunding und der Aufbau von nachhaltigem Spender/Unterstützer/Sponsoren Einnahmen braucht wirklich Strategie & Zeit, bitte nicht vergessen!
    Es gibt nichts ärgeres als vergrätzte Sponsoren & Spender – aber mit Konzept & Strategie und etwas Geduld ist da bestimmt einiges zu machen.
    Good luck!

  62. Ich würde eine handfeste Crowdfunding Aktion aufsetzen, allerdings ist das eine Einmal-Finanzierung für was? Posts als Buch? Naja. Personalkosten, welche die Blog-Kosten primär ausmachen, sind so gut wie nicht via CF oder Fundraising zu finanzieren.
    Bestimmt könntet Ihr aber ein thematisches Jahresprojekt definieren, das gefundet werden kann. Es sollte eben etwas sehr Konkretes, für die Sponsoren (denn das ist Crowdfunding) sein.
    Ich würde einen „richtigen“ Fundraising-/Businessplan erstellen mit verschiedenen Einnahmequellen: Crowdfunding, Stiftungsgelder, Mitgliedereinnahmen. Der Aufwand lohnt und kann Spaß machen, ein visuelles Tool dafür habe ich auf fundraising20.de.
    Einen schönen Verein mit einer lebendigen Mitgliederpflege finde ich noch am finanziell stabilsten und auch lebendigsten.
    Soweit die Ideen auf die Schnelle. Wieder good luck! Mehr gerne bei Bedarf!

  63. Interessantes Thema! Bin zwar nur sehr gelegentlicher Besucher eures Blogs, symphatisiere aber schon sehr lange mit euch. Ich lese euch, wenn ihr verlinkt seid, mich das Thema tiefer interessiert und ich Zeit habe. Auf das aktuelle Thema bin ich nun via G+ gestoßen. Eure Überlegungen beschäftigen auch mich, da ich ein kleines „social network“ mit rund 3,5Mio Pageviews/Monat betreibe und auch sehe, wie ich meine Kosten unabhängig decken kann.

    GoogleAds waren/sind für mich ok, da kann sich jeder gegen schützen. Es gibt einen Member-Bereich, und sobald eingeloggt verschwindet auch die Google-Werbung. Auf Seiten, die auch via robots.txt geschützt sind, erscheinen keine GoogleAds (wer weiß, was deren JS alles aus einem Memberbereich scannen kann?).

    Dann habe ich einen Ads-Rotator gecodet (ca. 6 Mannwochen), bei dem Kunden direkt bei mir bestellen können. Es gibt eine manuell zu prüfende PDF-Rechung, Bezahlung nur via Überweisung und (noch) kein Paypal. Anzeigen werden einzeln geprüft und freigeschaltet (will auch nicht jede Werbung haben).

    Auf der Website erscheint ein Werbe-Block der nicht von AdsBlock erfasst wird, weil er Teil der Seite ist. Dafür ist die Werbung für jeden auch ohne AdsBlock ausschaltbar (wer also keine Werbung will, kann sie für die session wegklicken). Die Kosten für den Werbekunden liegen nur bei 25% gegenüber AdsWord, dennoch übersteigt es meine Googleeinnahmen um das dreifache (reicht dennoch nicht, bin zusätzlicher „Gast-Entwickler“).

    Vllt könnt ihr mit der Info etwas anfangen.

  64. „Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren.“

    http://internet-manifest.de/

    An erster Stelle der Unterzeichner wird Markus Beckedahl gelistet. Und hier die „neuen Geschäftsmodelle“, mit denen man „im digitalen Zeitalter“ Geld verdienen kann:

    http://www.piratenpartei.de/2012/08/16/neue-geschaftsmodelle-fur-kunstler-im-digitalen-zeitalter/

  65. Hallo,

    da hier schon sehr viele Kommentare darunter sind, habe ich diese leider nicht alle gelesen. Wenn meine kommende Idee da schon dabei war, verzeiht es bitte.

    Ich bin ein Vorstandsmitglied in einem Verein und wir haben auch überlegt, wie wir das ganze Drumherum und Spenden koordinieren.
    Wir haben uns jetzt dazu entschlossen, einen Geschäftsführer einzustellen.
    Dieser kümmert sich vorwiegend um Organisatorische Dinge. Seine Aufwandsentschädigung (ca. 150€/Monat für durchschnittlich 10h/Monat) kann er dadurch verbessern, dass er Spendengeber findet.

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein ähnliches Konzept auch bei euch funktionieren könnte.

    In eurem Beitrag schreibt ihr, dass ihr über die Gründung eines Fördervereins nachgedacht habt. Diese Idee finde ich schon sehr gut.
    Dort könntet ihr dann vll auch einen Geschäftsführer (GF) einsetzen, der sich dann um das Abwickeln der Spenden kümmert. So könnte dieser Bsp. auch an Firmen herantreten und fragen ob sie euch unterstützen wollen. Da die Abwicklung der Spenden über den GF läuft, wäre die Möglichkeit der Einflussnahme stark begrenzt. Denn sollte der GF versuchen Einfluss auf eure Redaktionellen vorhaben auszuüben, könnt ihr ihn wieder entlassen. Der GF wäre allerdings daran interessiert seine Aufwandsentschädigung zu verbessern und neue Spendengeber für euch zu finden.
    Eurer Unterstützer würden im Gegenzug auf einer Seperaten Blogseite genannt und könnten vll. ab und zu Werbung schalten.

    Es ist erst einmal nur eine Idee auf die Schnelle.

    Ich finde es sehr gut, dass ihr so transparent arbeitet :-)

    vg

  66. Da der Gedanke einer Paywall aufkam, würde ich gerne auf http://lwn.net/ hinweisen. Das ist ein wöchentliches Magazin mit einer Paywall, die immer nur die aktuelle Woche betrifft. Nach einer Woche sind die Artikel öffentlich. Von den Einnahmen lassen sich drei Redakteure finanzieren. Für LWN funktioniert dieses Modell, woraus nicht folgt, dass es auch für netzpolitik.org funktioniert.

  67. Also Freunde, ich finde ihr braucht n’en ordentlichen Sponsor. Eure Liste liest sich mit Verlaub auch ein klein bisschen so als würdet ihr lieber in Schönheit sterben als hier und da Kompromisse einzugehen. Sponsorship kann sich mit redaktioneller Freiheit doch durchaus sehr gut vertragen. Glaubt mir, ihr kommt mit den anderen Wegen nicht wirklich auf nennenswerte Beträge. Mut zum Mäzen! =)

  68. Ich Arbeite Akkord in Fabriken für 8 Euro Brutto, Netto bekomme ich ca. 850 Euro.
    3 Schichten Arbeit.
    Wenn ich sehe wie Ihr Eure Arbeit Hochrechnet, und wieviel das Kostet um im Internet auf einer Homepage was zu schreiben, dann könnt ich bei dieser „Dekadenz“ Würfelhusten bekommen.

    In wie weit begebt ihr Euch in Gefahr bei Euren Berichten?
    In wie weit geht ihr Konzerne und einzelne Politiker auf die Nerven mit Euren Berichten?
    Welche Enthüllungen habt ihr vorzuweisen?

    Für was soll ich bezahlen?
    Für Euer nebenbei Hobby, das ihr Euch als Hochschul Leute mit Euren Fürstlichen Löhnen locker leisten könnt?

    Macht Micropayment für Eure Berichte, per Paypal oder wie das geht, wenn die Leute Eure Beiträge Interessant finden dann Zahlen sie sicher auch dafür, falls nicht dann liegt es am allgemeinen desinteresse der Leser, oder ihr seid Langweillig, oder einfach nur Drittklassig.

    Ich hoffe ich habe so viel Wahrheit geschrieben das ihr es noch Vertragen könnt.

  69. fcoin.de – Der Fcoin ist eine neue Währung. Das Prinzip hat nichts mit Bitcoin zu tun, sondern eher mit Regionalgeldern oder Tauschringen.

    NOCH ist der Fcoin zu klein um euch angemessene Einnahmen zu bescheren, bzw. es gibt noch wenige Aktzeptanzstellen.

    Aber als Perspektive eine Möglichkeit. Mit welchen anderen Unternehmen / Organisationen könnten Tauschkreise entstehen?

    Gruß Sebastian

  70. Das Tortendiagramm über die Spender ist anscheinend von Januar 2013. Es wäre gut, wenn das unter dem Diagramm deutlich stehen würde.

    Außerdem wäre eine aktuellere Umfrage, jetzt in Zeiten nach dem großen Spenden-Aufruf, sehr interessant.

  71. Ich glaube tatsächlich, dass die Paywall nicht so verdammt werden sollte wie es von einigen getan wird. Qualität hat einen gewissen Preis und der muss auf irgendeinem Wege auch bezahlt werden. So finde ich den Beitrag der Piraten idealisiert ohne einen wirklichen Bezug zur Realität. Natürlich kann man online Geld verdienen, aber in vielen Fällen ist die Seite dann in erster Linie dazu aufgesetzt worden, inklusive Themenfidnung usw. Genau da kommt das Problem….social payment funktioniert vor allem in Deutschland nicht und man kann eine Seite auch nicht extrem mit Werbung zupflastern.

  72. Hallo,
    ich glaube, dass Alchemy gar nicht so Unrecht hat. Es ist schon ein Jammern auf einem hohen Niveau. Es ist schließlich irgendwie ein Wirtschaftsunternehmen und muss finanziert werden. Wenn das aber ein Hobby ist? Wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Darf man die Erwartungen auch nicht so nach oben schrauben.
    Und damit eine Firma läuft, muss man auch Geduld haben. Na gut nach 8 Jahren, musste schon mal gehen. Aber es gibt gute und schlechte Zeiten, Wirtschaftskrise,… Da muss man halt durch.

    Liebe Markus: die Beiträge werden schon gut gelesen. Das ist schon mal was.
    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Peter

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