Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück

Lenovo und Apple haben beleidigt auf das Greenpeace Konzern-Ranking reagiert, worüber wir gestern berichtet hatten. In dem Ranking ging es darum, welche grossen Elektro-Konzerne am besten ihre Nachhaltigkeits-Hausaufgaben gemacht haben, mittlerweile auf Schadstoffe verzichten und ein Recycling ihrer Produkte anbieten.

Lenono verwendet laut Greenpeace immer noch die Gefahrstoffe PVC (Plastik) und BFR (bromierte Flammschutzmittel) und nehme nicht in allen Ländern Geräte zurück. Ein Lenovo-Sprecher erklärte gestern laut de.internet.com, dass sein Unternehmen sich weltweit an die notwendigen Umweltschutznormen halte oder sie sogar übertreffe. Das Greenpeace-Ranking zeige nicht, was Lenovo tatsächlich für die Natur tut. Geschäftsleute könnten z.B. ihre Geräte recyclen lassen, aber das würde man nicht auf die Homepage schreiben. Soso.

Apple wurde kritisiert, weil das Unternehmen keine Lite mit verwendeten gefährlichen Substanzen transparent publizieren würde. Es gäbe auch kein klares Bekenntnis, auf BFR- und PVC-Substanzen zu verzichten. Pluspunkt machte Apple dadurch, dass sie wenigstens keinen Elektromüll exportieren würden. Apple wiederum ist der Meinung, dass die Kritierien falsch angelegt seien. Noch würde eine kleine Menge Quecksibler in den Flachbildschirmen verwendet werden, aber man schaue sich nach Alternativen um. Röhrenmonitore mit Kadmium seien aus dem Programm genommen worden.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

6 Ergänzungen

  1. Die Greenpeace-Kritik an Apple war gerade der Grund, einen Mac zu kaufen. Immer daran denken: Wenn Greenpeace, BUND, Nabu und wie sie alle heissen, gegen etwas sind, dann kann das nicht ganz und gar schlecht sein. Und natürlich ist die Überschrift in der Tat sinnentstellend!

  2. So cool will ich auch mal sein. Freuen wir uns auf Palmen nach dem Klimawandel und der giftige Elektroschrott geht eh nach Afrika oder China…

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.