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Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne

Greenpeace International wird nicht müde, die Umweltsünden der großen Konzerne aufzuspüren und publik zu machen. Andersherum lobt die Organisation auch die Bestrebungen von Firmen, ökologischer, schadstoffarmer und umweltfreundlicher zu produzieren: Im online veröffentlichten „Green Electronics Guide“ werden die Hersteller von elektronischen Unterhaltungsprodukten aufgelistet, ihre Bemühungen sowie auch ihre Reaktionen auf Vorwürfe seitens der Umweltschützer und…

  • Verena Dauerer

Greenpeace International wird nicht müde, die Umweltsünden der großen Konzerne aufzuspüren und publik zu machen. Andersherum lobt die Organisation auch die Bestrebungen von Firmen, ökologischer, schadstoffarmer und umweltfreundlicher zu produzieren: Im online veröffentlichten „Green Electronics Guide“ werden die Hersteller von elektronischen Unterhaltungsprodukten aufgelistet, ihre Bemühungen sowie auch ihre Reaktionen auf Vorwürfe seitens der Umweltschützer und der Kunden. Als Kriterien gibt Greenpeace zuerst die zwei Hauptintentionen an, die die Unternehmen signalisieren sollten: Inwieweit sie toxische Substanzen aus den Produkten verbannen und wie groß ihre Bemühungen sind, alte Produkte zurückzunehmen und wiederzuverwerten.

Ganz oben steht der finnische Mobilfunkhersteller Nokia: Der bekommt ein „gut“ für seine Versuche, giftige Chemikalien zu recyceln. Seit Ende des letzten Jahres enthalten die Handys kein PVC, dennoch verliert die Firma Bonuspunkte, weil sie keine Zahlen darüber liefert, wie viele Geräte sie bislang überhaupt recycelt hat. Dicht auf den Fersen ist ihr der Computerhändler Dell, mit einigem Abstand folgen Hewlett Packard, Sony Ericsson und Samsung.

Am schlechtesten schneidet auf der Rangliste der PC-Hersteller Lenovo ab, der in allem Kategorien aufholen sollte. Knapp über ihm ist das Mobilfunkunternehmen Motorola, das von seinem Versprechen Abstand genommen hat, kein PVC mehr zu verwenden.

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5 Kommentare zu „Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne“


  1. […] Dass Umweltschutz wieder cool wird, hält sich als These ja bereits, seit Al Gore mit dem Film An Inconvenient Truth im amerikanischen Kino erfolgreich war. Jetzt zeigen sich aber an weiteren Stellen Hinweise auf eine neue ökologische Bewebung: Greenpeace veröffentlicht beispielsweise einen Green Electronics Guide (via netzpolitik.org), in dem das ökologische Verhalten von Elektronik-Konzernen bewertet wird. […]


  2. […] Lenovo und Apple haben beleidigt auf das Greenpeace Konzern-Ranking reagiert, worüber wir gestern berichtet hatten. In dem Ranking ging es darum, welche grossen Elektro-Konzerne am besten ihre Nachhaltigkeits-Hausaufgaben gemacht haben, mittlerweile auf Schadstoffe verzichten und ein Recycling ihrer Produkte anbieten. […]


  3. […] 10 März: Nachhaltig Hacken. 29. August: Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne. 30. August: Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück. von markus um 14:47 | abgelegt in General, Digitalkultur, Informationstechnologie, Campaigning Trackback URL | Comment RSS Feed Tag at del.icio.us | Incoming links […]


  4. […] Greenpeace hat eine überarbeitete Version ihres im Sommer erstmals veröffentlichten “Green Electronics Guide” vorgelegt. Ziel dieses Einkaufsführers ist es, Entwicklungen von IT-Anbietern hin zu umweltfreundlicheren Computern zu begleiten und diese in einem Ranking zu mehr Wettbewerb in diesem Bereich zu motivieren. Während die Unternehmen Acer und Lenovo ihre Position gegenüber dem Sommer Ranking durch Zusagen verbessern konnten, ist Apple auf den letzten Platz zurückgefallen. Ist wahrscheinlich mehr Schein als Sein und die “Green my Apple“-Kampagne von Greenpeace zeigt anscheinend noch nicht ausreichend Wirkung. Das Ranking führen Nkoia und Dell an, mit viel Platz für weitere Verbesserungen der eigenen Ökobilanz. […]


  5. […] Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Hardware-Konzerne. Apple und Lenovo weisen später Kritik zurück. […]

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