Greenpeace-Kampagne: Green my Apple!

Greenpeace International hat eine coole Kampagne gegen Apple mit der Hauptforderung gestartet, dass die Apple Hardware endlich mal ökologischer hergestellt werden soll. Unter dem Motto “I love my Mac. I wish it came in green.” sollen Apple-Nutzer motiviert werden, kollaborativ Druck auf Apple auszuüben, damit der Hersteller zukünftig auf giftige und umweltschädliche Substanzen bei der Produktion von Macs und iPods verzichtet und ein Rücknahmesystem für Elektroschrott etabliert.

Das Design der Kampagne ist im Apple-Stil gestaltet und es gbt verschiedene Partizipationsmöglichkeiten. Als Nutzer kann man eine Mail an Steve Jobs schreiben, im Namen von Steve Jobs eine ökologische Rede schreiben, die Kampagne diggen oder bookmarken, Poster und T-Shirts designen, aus bereitgestelltem Videomaterial neue Videos remixen und ganz altmodisch eine Petition unterstützen. Das ist meines Wissens das erste Mal, dass Greenpeace Elemente des Open Source Marketings offensiv nutzt und die Kampagne ist gut gelungen. Ich hätte ihnen als Berater ähnliches vorgeschlagen.

Sehr schöne Kampagne. Und nun liebe Apple-Nutzer und -Evangelisten – Macht da mit und setzt Euch für die Forderungen ein.

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[via]

Mehr Informationen zum Themenkomplex finden sich auch hier:

10 März: Nachhaltig Hacken.
29. August: Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne.
30. August: Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Campaigning, Digitalkultur, Informationstechnologie. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Erstellt am 28. September 2006 um 09:11 | Permanent-Link

    Heh – ich glaube da koennte man solche Werbekampagnen auch fuer andere Hersteller entwickeln. IBM aka Lenovo hatte, wenn ich mich recht erinnere, ebenfalls sehr schlecht abgeschnitten …

  2. markus
    Erstellt am 28. September 2006 um 12:39 | Permanent-Link

    Klar gibt es mehr Hersteller, die auch solche Kampagnen vertragen könnten. Für mich als nicht-Apple Nutzer erscheint diese Kampagne auch noch etwas zu freundlichen für Greenpeace. Apple ist aber wohl erstmal das bessere Opfer für eine Kampagne, da der Hauptsitz in den USA ist. Lenovo sitzt in China und wird sich wohl weniger durch sowas beeindrucken lassen.

  3. Erstellt am 29. September 2006 um 00:38 | Permanent-Link

    Na und vor allem hat Apple eine Art Community um sich herum, und ist ja sowieso immer schon ein bißchen die Marketing Strategie gefahren “mein Mac und ich”; ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber in dem Zusammenhang denkt man doch manchmal schon an eine Art “Religonszugehörigkeit” oder “Lebensphilosophie”.

    Deswegen glaube ich, dass die Kampange bei Apple erst einmal am besten aufgehoben ist, dort ist imho die Kundenbindung einfach am besten. Klar könnte es den anderen nicht schaden, aber ob es denn dort wirklich Sinn hätte?

6 Trackbacks

  1. [...] weitere infos v.a. bei netzpolitik.org und entwickler.de und [...]

  2. Von Green Apple am 5. Oktober 2006 um 20:33

    [...] (via: netzpolitik.org) [...]

  3. [...] Außerdem wurde Greenpeace jüngst auf Apple aufmerksam. So schick und sauber die Geräte auch aussehen mögen, sie enthalten Schadstoffe, die von anderen Firmen längst gemieden werden. Näher Informationen dazu gibt es hier: Green my Apple, SteveUnd noch ein wenig mehrEin Blogger kommentiert das ganze hierUnd Macnews.de widmet sich ebenfalls der Aktion von Greenpeace [...]

  4. [...] In London findet gerade die MacExpo statt und Greenpeace war mit einem eigenen Stand für die “Green my Apple“-Kampagne vertreten. Allerdings wurden sie wieder rausgeschmissen, was aus die Medienwirkung sicherlich deutlich erhöht hat. Jetzt stehen sie vor der Tür und verteilen dort Flyer, aber auch damit scheint es Probleme zu geben. Hier sind Bilder auf Flickr. [...]

  5. [...] Greenpeace hat eine überarbeitete Version ihres im Sommer erstmals veröffentlichten “Green Electronics Guide” vorgelegt. Ziel dieses Einkaufsführers ist es, Entwicklungen von IT-Anbietern hin zu umweltfreundlicheren Computern zu begleiten und diese in einem Ranking zu mehr Wettbewerb in diesem Bereich zu motivieren. Während die Unternehmen Acer und Lenovo ihre Position gegenüber dem Sommer Ranking durch Zusagen verbessern konnten, ist Apple auf den letzten Platz zurückgefallen. Ist wahrscheinlich mehr Schein als Sein und die “Green my Apple“-Kampagne von Greenpeace zeigt anscheinend noch nicht ausreichend Wirkung. Das Ranking führen Nkoia und Dell an, mit viel Platz für weitere Verbesserungen der eigenen Ökobilanz. [...]

  6. [...] Greenpeace International hat eine Kampagne gegen Apple mit der Hauptforderung gestartet, dass die Apple Hardware endlich mal ökologischer hergestellt werden soll. Unter dem Motto “I love my Mac. I wish it came in green.” sollen Apple-Nutzer motiviert werden, kollaborativ Druck auf Apple auszuüben, damit der Hersteller zukünftig auf giftige und umweltschädliche Substanzen bei der Produktion von Macs und iPods verzichtet und ein Rücknahmesystem für Elektroschrott etabliert. [...]

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