2004
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: Strategisches Wählen durch Tauschen
: Strategisches Wählen durch Tauschen „VotePair“ ist eine Stimmentausch-Kampagne, die schon ganze 1000 US-Bürger gefunden hat, die mit einem US-Bürger in einem anderen US-Staat die Stimmen tauschen. Die Idee dahinter ist, dass Wähler der kleinen Parteien in sogenannten Swing-Staats zur Wahl von Kerry zu bewegen. Im Tausch gibts dafür die Stimme eines Demokraten aus einem klaren Pro-Bush Staat, der dafür einen „alternativen“ Präsidentschaftskandidaten wählt.
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: Data-Mining im US-Wahlkampf
: Data-Mining im US-Wahlkampf Passend zur US-Präsidentenwahl hab ich im SmartMobs-Weblog einen Link zu einem 1 Jahr alten Artikel („ ‚Demzilla’ and ‚Voter Vault’ Are Watching You“) gefunden, der die Data-Mining Taktiken der beiden grossen Parteien beleuchtet. Sowohl Demokraten als auch Republikaner nutzen die Erfahrungen von Direktmarketing-Firmen. Beide Parteien besitzen die personenbezogenen Daten von über 160 Millionen US-Bürgern und verknüpfen sie beliebig, um die unterschiedlichen Zielgruppen passend ansprechen zu können.
Die Republikaner lassen ihre Software Offshore in Indien programmieren, während die Demokraten eine Software auf der Linux-Plattform nutzen, die aber anscheinend nicht im Quellcode verfügbar ist. Zumindest finde ich keinerlei Informationen auf der Webseite des Anbieters.
Das Ganze ist natürlich stark kritisierungswürdig, so dass auch Kritiker in dem Artikel auch zu Wort kommen :
Beth Givens, Direktor des Privacy Rights Clearinghouse:
„Think about the possibilities for abuse, for manipulation – democracy suffers when you tailor your message 12 different ways depending on who you want to reach out to,“ she said. „The data that can be purchased is mind-boggling.“
Professor Oscar H. Gandy Jr. of the Annenberg School for Communication at the University of Pennsylvania, who studies the impact of the new technology on the democratic process:
„If full and equal participation in the public sphere is a fundamental requirement for the realization of the goals of the idealized democracy, then the use of segmentation and targeting by political consultants is a serious threat,“ Gandy said. In his view, the decline in voter participation „is undoubtedly the result of a strategy of focusing campaign resources on that segment of ‚likely voters’ that are likely to vote the right way.“
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: Die Hardware hinter Echelon
: Die Hardware hinter Echelon Echelon, das weltumspannende Spionage- und Überwachungsnetz von USA, UK, Kanada, Australien und Neuseeland, ist seit dem 11. September etwas in Vergessenheit geraten. Der kritische Abschlussbericht des EU-Parlaments zu dem Thema wurde leider eine Woche zu spät veröffentlicht. Nun gibt es mal wieder einen Artikel zu der verwendeten Hardware hinter Echelon, welches aus mehr als 120 Überwachungsstationen und Satelitten weltweit besteht. Techworld berichtet in „Want to know the hardware behind Echelon?“ über Texas Memory Systems, welche die Technik für die Speicherung und Analyse der riesigen Datenmassen liefern.
Futurezone hat daraus einen deutschsprachigen Artikel gemacht: „Welche Hardware für Echelon rechnet“.

Mehr Infos zu Echelon:
* Telepolis-Special über Echelon
* c’t 5/98, S. 82: Lauschangriff: „Geheimdienste lesen ungeniert mit – Grundrechte werden abgebaut“, von Ingo Ruhmann, Christiane Schulzki-Haddouti
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: Disney und der Einfluss auf die Urheberrechts-Gesetzgebung
: Disney und der Einfluss auf die Urheberrechts-Gesetzgebung Gerade habe ich einen langen und interessanten Artikel über die Einflussnahme des Disney-Konzerns auf die US-amerikanische Copyright-Gesetzgebung gefunden: „Copyright and the Mouse: How Disney’s Mickey Mouse Changed the World“.
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: US-Wahlkampfvideos bei p2p-politics
: US-Wahlkampfvideos bei p2p-politics Eine spannende Sache ist p2p-politics.org, eine Webseite, die US-amerikanische Wahlkampfvideos hostet und als „eVideos“ anbietet. Wie bei eCards kann man Freunden und Bekannten über ein Formular eine Mail schicken und vorher ein passendes Video aussuchen. Mit dabei sind u.a. 150 Videos der BushIn30Seconds-Aktion von MoveOn. Als Videoformate gibts Quicktime und MPEG. Alle Clips stehen unter Creative Commons-Lizenzen.
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: Das Aus für die lebenslange Mailadresse bei der Post
: Das Aus für die lebenslange Mailadresse bei der Post Im Jahre 2000 kam der kostenlose Mail-Dienst ePost auf den Markt und die Deutsche Post versprach allen Kunden eine lebenslange Mailadresse. Die „lebenslange“ Mailadresse wird nun aber nach nur fünf Jahren zum Februar eingestellt. Wer also eine Mailadresse Vorname.Nachname@ePost benutzt oder öfters mit einer solchen kommuniziert, kann dies noch bis zum 28.2.2005 tun.
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: Tracing the Evolution of Social Software
: Tracing the Evolution of Social Software Im Weblog „Life with alacrity“ gibt Christopher Allen im Beitrag „Tracing the Evolution of Social Software“ eine interessante Übersicht über die Geschichte von „Sozialer Software“ von 1940 bis heute.
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: JustBlogIt als Firefox ‑Plugin
: JustBlogIt als Firefox ‑Plugin JustBlogIt ist ein Firefox/Mozilla PlugIn. Mit einem rechten Mausclick auf eine Webseite startet in einem kleinen Fenster das jeweils eingestellte Weblog-Interface und sofort kann losgeschrieben werden. Wird der geschriebene Artikel veröffentlicht, schliesst sich automatisch das Fenster.
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: Freie Bilder für Alle
: Freie Bilder für Alle stock.xchng – the leading free stock photography site enthält über 113.000 freie Bilder, die von mehr als 7000 Nutzern eingestellt worden und frei genutzt werden können. Es gibt unterschiedlichste Kategorien und die Bidler haben meistens eine sehr hohe Auflösung.

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: Weitgehendes Recht auf Privatkopie in Frankreich durch Gericht bestätigt
: Weitgehendes Recht auf Privatkopie in Frankreich durch Gericht bestätigt Anscheinend hat ein französisches Gericht ein sehr weitgehendes Recht auf Privatkopie bestätigt. Dieses soll sowohl für Videorekorder-Aufnahmen aus dem Fernsehen gelten als auch P2P-Filesharing und Kopien von DVDs, die von Freunden erzeugt wurden.
Ein 22-jähriger Franzose wurde freigesprochen, der über Filesharing Filme getauscht hatte. Das Gericht zog eine Grenze zum nicht-kommerziellen Tauschens.
Die ganze Story gibts auf Französisch bei Liberation. Mal schauen, wann deutsche Medien darauf aufmerksam werden.
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: Copyright-War: USA geht in die Vollen
: Copyright-War: USA geht in die Vollen John Ashcroft, seines Zeichen Justizminister der USA (und Vertreter der religiösen rechten in der Regierung), hat gestern eine neue Offensive zur Durchsetzung von Geistigem Eigentum („Aggressivster Angriff auf die Vergehen gegen geistiges Eigentum in der Geschichte unseres Landes“) verkündet. Ähnlich wie bei der EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums soll damit gegen Medikamenten- und Markenfälscher vorgegangen werden, die man zu Recht als Organisierte Kriminalität bezeichnen kann. Allerdings ist das ganze auch gegen unkommerzielle Tauschbörsennutzer gerichtet, hier wird u.a. ein Auskunftsrecht, ein Erziehungsprogramm um den „Respekt vor dem geistigen Eigentum“ zu steigern (wohl für Jugendliche, die Musik tauschen) und eine intensivere Zusammenarbeit mit den Opfern „geistigen Diebstahls“ (Was wohl die Musik- und Filmindustrie sein dürfte).
Telepolis bringt übersetze Zitate aus der Mitteilung:
„Der Raub geistigen Eigentums ist eine klare Gefahr für unsere Wirtschaft und für die Gesundheit, den Schutz und die Sicherheit der amerikanischen Bürger“, erklärte der Justizminister. Weil Piraterie so leicht sei und mit einem „einzigen Computerklick“ Millionen von Raubkopien weltweit verteilt werden können, und weil es bei der Strafverfolgung weltweit mangele, müsse die US-Regierung die Rechte am geistigen Eigentum stärken und mit aller macht schützen.
Bis letzter Woche sah es ja so aus, als ob Deutschland mit dem „2. Korb“ der Urheberrechtsnovellierung die schärfsten Gesetze in der Welt zur Tauschbörsen-Problematik bekommt, aber auf die USA ist immer Verlass, vor allem in Wahlkampfzeiten.
Die Reaktionen von US-amerikanischen Bürgerrechts- und Verbraucherschutzorganisationen kamen auch prompt, wie Wired berichtet:
Jason Schultz von der EFF meinte dazu:
„You’re turning tens of millions of people into criminals for doing nothing more than downloading or uploading a single song. We’re talking about kids listening to music or watching movies. This is a clear example of getting taxpayers to fund the RIAA’s private war,“
Mike Godwin, legal director of Public Knowledge sagte dazu:
„The rights holders have an easy a game as you can imagine when it comes to going after offenders. Over the past year, the music industry has sued thousands of individuals who allegedly offered copyright songs on the internet for others to download. The peer-to-peer piracy problems facing the music and movie industries are not likely to go away with additional enforcement. Certainly it is appropriate to enforce your interests (as a copyright holder),“ Godwin said. „But you also need to restructure the way to do business to accommodate what people actually do with the new tools they have.“
Auf Slashdot gibts natürlich eine grosse Debatte um das Thema.
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: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter
: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter Freitag, 15.10. 19–21 Uhr, newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin
Jörg Richter behauptet, daß das derzeitige Benutzer-Modell (Programme, Dateien, Verzeichnisse, …) nicht geeignet ist, um den Computer tatsächlich als Informations- und Wissensmedium einer Großzahl von Menschen zugänglich zu machen. Das geltende Benutzerschnittstellen-Paradigma „WIMP“ (Windows, Icons, Menus, Pointing Device) basiert auf Forschungen der 70er Jahre (Xerox PARC), und wurde seitdem nicht wesentlich verändert. Z.T. hat sich die Benutzerschnittstelle sogar „zurückentwickelt“, da ursprüngliche PARC-Konzepte, von Firmen, die kommerziell erfolgreicher waren (Apple, Microsoft) mißverstanden oder umgedeutet wurden.
Der Marktdruck hat heute eine zerklüftete Softwarelandschaft redundanter Applikationen geschaffen, die die Arbeitswelt des Benutzers in kleine Stücke zerhackt. Anstatt sich voll auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, muß der Benutzer sein Kurzzeitgedächntis ständig mit dem Umschalten zwischen Applikationen, dem Verschieben von Fenstern und dem Suchen nach Dateien belasten. In der Forschung wird längst an neuen Interface-Ideen gearbeitet, die die Potentiale des Computers als Werkzeug des Geistes besser ausschöpfen. Es wird 20 Jahre oder länger dauern, bis einige dieser Ideen den Mainstream erreichen. Daß die Bedienung von Computern schon heute ganz anders aussehen kann, zeigt der „Semantische Desktop“ des DeepaMehta-Projekts.
Das Projekt „DeepaMehta“ wurde Anfang 2000 von Matthias Staps und Jörg Richter gegründet. Das Besondere an DeepaMehta ist die gehirntaugliche Benutzerschnittstelle, die vollständig auf Mind Maps / Concept Maps basiert. Semantische Beziehungen zwischen Themen werden direkt dargestellt. Es gibt keine (sichtbaren) Programme, keine Dateien, keine Fenster, kein Speichern. Stattdessen erzeugen Individuen und Arbeitsgruppen ihre Begriffe, Sichtweisen und Arbeitsabläufe selbst. DeepaMehta ist seit 1 Jahr im Beta-Stadium und wird in Forschungs- und Community-Projekten erprobt und weiterentwickelt. DeepaMehta ist Open Source und steht unter der BSD Lizenz.
Die „Reducing the Semantic Distance“ Verantstaltung ist für 2 Stunden geplant. Der erste Teil gibt Einblicke in die HCI-Forschung, gemischt mit historischem Video-Material und Spielfilmausschnitten. Im zweiten Teil wird das DeepaMehta-Projekt „live“ demonstriert und diskutiert. Ziel der Verantstaltung ist das Setzen von Zukunftsimpulen.
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: Auf dem Weg zur „World Intellectual Wealth Organisation“
: Auf dem Weg zur „World Intellectual Wealth Organisation“ Die Genfer Deklaration ist ein eindrucksvoller Schritt hin zur Bildung einer breit angelegten Koalition von Menschen, Organisationen und Ländern , die ein Überdenken der Ziele und Mechanismen zur Gewährung von monopolisierter Kontrolle über verschiedene Arten von Wissen durch die internationale Gemeinschaft fordert. Sie bietet viele konstruktive und konkrete Vorschläge für Veränderungen in den Zielen, der Politik und den Prioritäten der WIPO. Sie gibt vielfältige und einsichtige Argumente für einen Neuentwurf der Copyright- und Patent-Abwägungen, um dem Gemeinwohl der gesamten Menschheit besser zu dienen.
Wir sind überzeugt, dass neue Antworten manchmal neue Fragen erfordern und nicht eine sorgfältigere Wiederholung der alten Fragen. Eine Weltorganisation für Geistiges Eigentum wird verständlicherweise immer zu der Anwendung der vorgegebenen Werkzeuge der Monpolisierung neigen, die sie als Geistiges Eigentum bezeichnet; einen Begriff, den wir für ideologisch aufgeladen und gefährlich verschleiernd im Bezug auf die erheblichen Unterschiede der durch ihn vereinnahmten Rechtssysteme halten.
Während sie über eine bessere und möglicherweise gesellschaftlich nachhaltigere Form der Gewährung von eigentumsähnlichen Monopolen über verschiedene Formen von Wissen betrachten kann, wird es der WIPO nicht leicht fallen, einen Blick auf diese alternativen Lösungen zu werfen. WIPO ist nicht, was wir brauchen.
Wir brauchen eine Weltorganisation für geistigen Reichtum („World Intellectual Wealth Organisation“), verpflichtet der Forschung und Förderung von neuen und innovativen Wegen der Schaffung und Verbreitung von Wissen. Gewährung eingeschränkter Monopole und beschränkter Kontrolle über bestimmte Arten von Wissen mag Teil der Werkzeuge dieser neuen Organisation sein, jedoch nicht das Einzige, und möglicherweise nicht das Wichtigste.
Wir begrüßen und unterstützen die Genfer Deklaration und laden ihre Verfasser, Unterzeichner und die Vereinten Nationen dazu ein, nicht nur über die zukünftige Rolle der WIPO nachzudenken, sondern auch, was für eine Organisation wir an ihrer Stelle benötigen.
Unterzeichner: u.a. Free Software Foundation Europe und Netzwerk Neue Medien
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: Indymedia bekommt Server zurück – Aber alles noch immer unklar
: Indymedia bekommt Server zurück – Aber alles noch immer unklar Indymedia hat jetzt wohl die Server zurück bekommen, allerdings ist immer noch unklar, was zu der Beschlagnahmung führte. (Golem, Heise und Wired berichten)
Es ist schon mal sehr ungewöhnlich und stark kritisierungswürdig, dass das US-amerikanische FBI in England einen Server beschlagnahmt, weil Berlusconi-Italien hinter Indymedia Terroristen vermutet und die Schweiz sich beschwerte, dass zwei Bilder von Zivilpolizisten dort mal veröffentlicht worden seien. Vielleicht sind dies aber auch nur „Nebelbomben“ und es gibt einen ganz anderen Hintergrund?
Noch sind die Server nicht wieder online, da man diese erstmal sorgfältig untersuchen will, wer weiss, was für Backdoors und sonstiges auf einmal in den Tiefen des Systems verborgen sind. Eine Begründung für die Beschlagnahmung gibt es bisher noch nicht, dafür weltweite Proteste gegen das Vorgehen. In den USA hat sich die Electronic Frontier Foundation eingeschaltet und eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die für Rede- und Meinungsfreiheit sowie das Recht auf Kommunikation eintreten.
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: Berlinux 2004 nächste Woche in Berlin
: Berlinux 2004 nächste Woche in Berlin In neuem Gewand präsentiert sich in diesem Jahr vom 22.–23. 10. die berlinux 2004 – Die Berliner Linuxtage. Die berlinux 2004 ist eine Plattform, die Linux sowie Open-Source-Projekte präsentiert. Die Zielgruppen der Veranstaltung sind die Nutzer, welche Linux im beruflichen Umfeld benötigen, und die privaten Nutzer, welche Linux als das ideale Betriebssystem für ihre Bedürfnisse erkennen. In mehreren Hörsälen der Technischen Universität Berlin (TU) sind an zwei Tagen zahlreiche Vorträge geplant. Zusätzlich werden weitere Workshops angeboten, in denen die Schwerpunktthemen der Vorträge vertieft werden.

Höhepunkte der Berlinux werden die Keynotes von Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe und von John „Maddog“ Hall, Präsident von Linux International sein. Ich selbst werde einen Vortrag zum Thema „Freie Software im Einsatz bei Nichtregierungsorganisationen“ halten.
Der Eintritt ist selbstverständlich frei.
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: Wikipedia-CD zum downloaden
: Wikipedia-CD zum downloaden Die deutsche Wikipedia-Sektion hat endlich ein Image der Enzyklopädie auf CD gebannt und bietet diese seit heute zum Download an. Das ganze enthält ca. 130.000 Artikel und mehr als 5000 Bilder.

Das 699 MB grosse ISO-File gibts zum „normalen“ Download bei Freenet.de, viel besser ist allerdings der Download via Bittorrent, was rasend schnell sein soll.
Lustigerweise kam die Grüne Jugend im Rahmen der copy4freedom-Kampagne vor einem halben Jahr schon auf diese Idee und sie packten eine komprimierte Version der deutschen Wikipedia-Sektion auf eine herunter skalierte Knoppix-CD mit drauf, die ebenfalls über Bittorrent vertrieben wurde.
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: Rede von Felix Stalder zur Peer2Peer Revolution
: Rede von Felix Stalder zur Peer2Peer Revolution Ende des vergangenen Monats fand in Berlin eine spannende Diskussion zum Thema „Kompensation oder Kontrolle? Die Musikindustrie nach der MP3-Revolution“ in der Heinrich Böll Stiftung statt, welche vom Netzwerk Neue Medien organisiert und durchgeführt wurde. Eine der Keynotes wurde dabei von Dr. Felix Stalder aus Wien gehalten und diese sehr interessante Rede ist nun auch im Netz verfügbar.
Hier nur ein sehr kleiner Ausschnitt:
Das Problem allerdings ist, dass die peer-to-peer Revolution nicht weit genug gegangen ist. Sie hat nur das Distributionsproblem gelöst. Wie bei allen öffentlichen Gütern besteht die Frage: wie sollen die Produzenten für ihren Aufwand kompensiert werden, wenn die Produkte ihrer Arbeit nachher für alle frei zugänglich sind. Das ist das eine Problem: die peer-to-peer Revolution ist auf halben Wege stehen geblieben.
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: Linux zum Ausprobieren
: Linux zum Ausprobieren Für alle Linux-interessierten Windows- oder Mac-Nutzer gibt es auf der Webseite der Open Source Region Stuttgart die Möglichkeit, das freie Betriebssystem direkt auszuprobieren.
Wahlweise über eine direkt aus dem Interbrowser ausführbare .exe oder ein Java-Applet wird dabei eine grafische Terminal-Verbindung zum Server in Stuttgart aufgebaut. Über den Link „START Linux!“ bekommt der Nutzer einen vollwertigen Linux-Desktop unter KDE 3.2 auf seinen Bildschirm, ausgestattet mit u.a. OpenOffice und GIMP. Es ist keine Installation, kein Neustart und keine Live-CD nötig. Über eine SSL-Verbindung gesichert, läuft für die Dauer der Sitzung ein Tarantella-Client auf dem Gastrechner. Das Fenster lässt sich bei Bedarf einfach schließen, die Sitzung benötigt keine Anmeldung und kein Login.
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: Freie Software in der öffentlichen Verwaltung
: Freie Software in der öffentlichen Verwaltung Der am 12. November 2004 in Dornbirn/Vorarlberg stattfindende Linux-Kongress widmet sich dem Thema „Freie Software in der öffentlichen Verwaltung“. Vertreter aus Politik, Verwaltung, öffentlichen Institutionen und insbesondere EDV-Verantwortliche kleiner und mittlerer Gemeinden sind eingeladen, sich über die die Einsatzmöglichkeiten Freier Software zu informieren.
Die IT-Verantwortlichen aus München, Schwäbisch-Hall und Wien konnten unter anderem als Referenten gewonnen werden und berichten über die jeweiligen Erfahrungen bei der Migration zu Linux. Die Anmeldung zum Linux-Kongress ist noch bis zum 02. November möglich. Nähere Informationen zur Veranstaltung sind unter
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: Server zur unabhängigen und anonymen Berichterstattung in Groß-Britannien von FBI beschlagnahmt
: Server zur unabhängigen und anonymen Berichterstattung in Groß-Britannien von FBI beschlagnahmt Die britische Niederlassung des amerikanischen Internetprovider Rackspace übergab am Donnerstag Morgen die Server dem FBI. Dabei handelte es sich um Rechner des unabhängigen Nachrichtenzentrums Indymedia, auf denen auch Indymedia-Ableger 20 anderer Nationen betrieben wurden, um die eines Anbieter für Radiostreaming und die der Linuxdistribution BLAG. Der Provider gibt zu Gründen der Maßnahme keine Angaben.
Nachdem amerikanische Institutionen in den letzten Monaten mehrfach unabhängige Medienzentren angriffen, legt Indymedia den Zusammenhang mit einem Vorfall vor zwei Wochen in Frankreich nahe. Bei dem wurde Indymedia Frankreich, die auch über dem beschlagnahmten Server erreichbar war, vom FBI aufgefordert Fotos von zwei schweizer Zivilpolizisten von ihren Seiten zu nehmen. Der Heise-Verlag greift in seinem Newsticker Spekulationen auf, nach dem die Liste der Deligierten des Parteitages der Republikanischen Partei Amerikas oder „ein privater Rechtsstreit“ Grund für die Übergabe der Server an das FBI sein soll.