Netzpolitik in der Ära Cyber 4.0

Stell dir vor es ist Krieg, aber niemand stirbt. Obwohl der Angriff seine Ziele schwer getroffen hat, sind die materiellen Schäden nach 12 Stunden bereits behoben. Mehr braucht es nicht, zu wissen, dass der Begriff „Cyberwar“ Unsinn ist.
Cyber ist auch keine neue militärische Waffengattung, sondern die Fortsetzung der Diplomatie mit technisch-informationellen Mitteln unterhalb der Schwelle zum tatsächlichen Krieg. Die Akteure sind zwar
Militärs, sie zielen aber nicht aufeinander sondern auf Zivilisten, die eskalierenden Cyberscharmützel spielen sich ja in zivilen Informationsnetzen ab. Deswegen kollidiert Cyber mit jeder Form zivilgesellschaftlicher Netzpolitik und das erst recht in seiner neuen Version 4.0.

Der österreichische Journalist ERICH MOECHEL ist einer der Pioniere der netzpolitischen Berichterstattung im deutschsprachigen Raum. Er berichtete schon ausführlich über ausweitende Massenüberwachung, als netzpolitik.org noch nicht geboren war. Er war früher Ressortleiter der damaligen Futurezone und schreibt seit 2006 als Senior-Reporter bei orf.at, vor allem für FM4.ORF.at. Er hat u.a. EDRi, q/uintessenz und die internationalen Big Brother Awards mitgegründet.
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