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Mittwoch, 14. Mai 2008

Netzpolitik auf Tour

Die nächsten zwei Wochen wird es eventuell etwas ruhiger hier, da ich unterwegs bin. Am Freitag gehts erstmal nach Zürich, wo ich am Samstag auf diesem Creative Commons Event sprechen werde. Sonntag geht es dann direkt weiter nach New Haven in den USA, um die Computers, Freedoms and Privacy (CFP) - Conference an der Yale University zu besuchen. Anschliessend werde ich noch eine Woche New York und Boston dranhängen und viele Menschen besuchen. Wahrscheinlich wird das eine oder andere neue Netzpolitik-Interview dabei entstehen. Am 1. Juni bin ich wieder zurück in Berlin.

Mal schauen, wie die Netz-Verfügbarkeit sein wird und ob ich von dort auch regelmässig zum bloggen komme. Aber ersteres sollte man von den USA schon erwarten. Gibt es noch Tipps, was ich mir unbedingt in New York und Boston anschauen sollte? Das übliche Tourismusprogramm interessiert mich eher nicht, dafür mehr die Geek-Orte. Wen sollte ich dort noch besuchen und interviewen?

Montag, 5. Mai 2008

Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik 2.0

Da ein Medium meine Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik gerne in einem schönen Layout ausdrucken würde, hab ich den Text etwas überarbeitet und etwas mehr in eine Manifest-Version gebracht. Man kann das jetzt schon Beta nennen, wenngleich sicherlich immer noch genug wichtige Punkte fehlen und ergänzt werden könnten. Aber der Druckschluss ist bald und ich stelle sie hier noch vor dem Verschicken online. Falls jemand noch Verbesserungs- und/oder Ergänzungsvorschläge hat, freue ich mich über Kommentare. Die letzte Überschrift ist auch noch nicht so rund, da hab ich noch eine eher spassige Variante erhalten, aber das könnte eigenltich noch besser werden.

Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik

1. Staatswissen ist Bürgerwissen!

Öffentlich geförderte Informationen müssen den Bürgern unter offenen Lizenzen bereitgestellt werden.

2. Fernsehen und Radio sind tot!

Die Inhalte des Öffentlich-Rechtlichen Systems müssen im Netz frei zugänglich sein. Es muss den Bürgern überlassen sein, wann und wo sie diese konsumieren wollen. Die Archive müssen geöffnet und die Inhalte unter offenen Standards publiziert werden. Die Bürger haben ein Recht auf Remix!

3. Öffentlich-Rechtlich ins Digitale Zeitalter überführen!

Digitale Strukturen und Communities, die Informationen des öffentlichen Interesses produzieren, müssen gefördert werden. Was früher nur freie Radios und Offene Kanäle waren, sind heute Wikipedia, freie Funknetze und Stadtwikis!

4. Open Source fördern!

Freie Software und Freies Wissen sind nicht nur ein förderungswürdiger Wirtschaftsfaktor. Open Source Communities sind essenziell für die Kulturproduktion des 21. Jahrhunderts und schaffen unbestreitbare gesellschaftliche Mehrwerte.

5. Freie und anonyme Kommunikationswege erhalten

Wie beim privaten Gespräch zuhause im Schlafzimmer, im Park oder im Cafe benötigen wir auch in der digitalen Gesellschaft freie und anonyme Kommunikationswege. Es muss weiter Kernbereiche geben, in denen der Staat nichts verloren hat.

6. Demokratie öffnen heißt Transparenz wagen!

Staatliche Informationen gehören unter offene Lizenzen. Informationsfreiheit muss praktiziert werden, geredet wurde schon genug. Partizipationsmöglichkeiten müssen auf allen Ebenen erweitert werden – eDemocracy erschöpft sich nicht in Aktionsplänen zur Verwaltungsmodernisierung! Offene Schnittstellen sind notwendig für die demokratische Teilhabe.

7. Staatliche Infrastrukturen befreien!

Die digitalen Infrastrukturen des Staates müssen frei, offen und demokratisch kontrollierbar sein. Nur offene Standards und die Verwendung freier Software garantieren einen diskriminierungsfreien und nachhaltigen Zugriff auf Vorgänge und Abläufe in Politik und Verwaltung.

8. Internet ist Grundversorgung

Kommunen müssen jedem Bürger einen Basiszugang zum Internet ermöglichen. Nicht am Internet partizipieren zu können bedeutet heute den Ausschluss aus weiten Teilen der gesellschaftlichen Partizipation, das Abschneiden von Bildungs- und Informationsmöglichkeiten.

9. Urheberrecht reformieren!

Das Urheberrecht muss den gesellschaftlichen Realitäten angepasst werden - nicht die gesellschaftlichen Realitäten dem Urheberrecht. Es müssen Wege gefunden werden neue Technologien nicht zu verdammen sondern sie zu umarmen und die Leistung der Kreativen dabei angemessen zu honorieren.

10. Gleiche Chancen für Alle!

Die Netzneutralität muss festgeschrieben werden: es darf keine Klassengesellschaft im Netz entstehen. Um Innovation zu ermöglichen braucht es die diskriminierungsfreie Gleichbehandlung aller Daten im Internet.

11. Medienkompetenz für Politiker / Internetpolitiker nachhaltig ausdrucken

Wir brauchen Politiker, für die das Internet kein Fremdkörper ist. Wir brauchen medienkompetente Politiker, die es sich nicht erst ausdrucken lassen müssen. Wir brauchen Politiker, die sich selbst im Netz bewegen und darin kommunizieren. Nur so wird es eine Gesetze geben, die eine freie, offene und nachhaltige Digitale Gesellschaft ermöglichen.

Freitag, 1. Februar 2008

Was ist Open Source?

Für den 01blog-Videocast des Cebit-Blogs bin ich zu der Frage interviewt worden, was eigentlich Open Source ist. Das Interview ist 10 Minuten lang und liegt als 3GP oder MP4 (70MB) vor.

Samstag, 19. Januar 2008

3Sat neues - Interview zu DRM

Die Sendung 3Sat neues berichtet morgen um 16:30 Uhr über “Die DRM-Evolution - Die Entwicklung des Digital Rights Managment“. Mit dabei ist als Studiogast Volker Grassmuck. In dem Beitrag gibt es auch zwei Statements von mir. Hier ist die komplette 30 Minuten lange Sendung im MP4-Format (80MB), die es auch als Video-Podcast gibt.

Früher war nicht alles anders, aber vieles; zum Beispiel durfte man Musik oder Filme, die man gekauft hatte, auch tatsächlich noch sein Eigen nennen. Seitdem Medieninhalte digital, also auch über das Internet vertrieben werden, sind die entsprechenden Dateien mit einer Kopiersperre geschützt.

Das komplette 13 Minuten lange Interview mit mir wurde von 3Sat netterweise als neues.extra-Interview im MP4-Format online gestellt. Die Datei ist 20 MB gross.

Bei Google-Video findet man es auch schon: Google-Video hat das Interview nach drei Tagen ohne Erklärung zensiert und gelöscht. Habs mal auf Sevenload eingestellt:


Link: sevenload.com

Montag, 3. Dezember 2007

Breitband-Portrait

Die Sendung “Breitband” beim Deutschlandradio-Kultur hat am vergangenen Freitag ein kleines Portrait über mich gesendet. Das gibts hier als MP3.

Mittwoch, 26. September 2007

Top10 der Seiten, die die Welt verändern

Die Nominierungen gibt`s auf der Seite von PoliticsOnline:

For the seventh year in a row, PoliticsOnline subscribers and visitors from around the world are invited to help select the top 10 individuals, organizations and companies having the greatest impact on the way the Internet is changing politics.

Im Jahr 2006 war netzpolitik.org dabei, dieses Jahr sind in der Liste wieder eine Menge Seiten die ich sehr mag, wie DailyKos.com, hoder.com, oder mysociety.org.

Donnerstag, 6. September 2007

Da wird eine Mauer um das Internet gezogen

Die Jungle-World hat mich ausführlich zu Online-Durchsuchungen, Überwachung und Internetzensur interviewt: »Da wird eine Mauer um das Internet gezogen«.

Schon seit Jahren beschlagnahmen die Behörden Computer oder kopieren Festplatten. Inwiefern sind die staatlich gefälschten E-Mails eine neue Stufe des Eingriffs in bürgerliche Freiheiten?

Die neue Stufe ist, dass der Staat unbemerkt in unsere Computer eindringen möchte. Mittlerweile ist auf unseren Rechnern mehr Privat- und Intimsphäre abgespeichert, als in den Schlafzimmern unserer Eltern überwacht werden kann. Bei einer normalen Durchsuchung stehen Menschen vor der Tür, die in der Regel einen Durchsuchungsbefehl haben, und man hat das Recht, einen Anwalt dazu zu rufen. Bei einer verdeckten Online-Durchsuchung lässt sich nicht sicherstellen, dass Daten dadurch manipuliert werden. Das vage Unsicherheitsgefühl bleibt, dass der Staat heimlich in unseren Rechnern ’rumschnüffeln könnte. Wer möchte schon die ganze Zeit mit dem Gefühl im Netz surfen, dass der Staat beim Online-Dating mitlesen könnte?

Auch in der aktuellen Ausgabe: Kampf um Troja.

Die geplanten Online-Untersuchungen sind nur eine der vielen Möglichkeiten, die das Bundeskriminalamt »zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus« erhalten soll – so dass beinahe eine Geheim­polizei daraus wird.

Auch lustig: “Alte Männer mit Kugelschreibern” über alte Politiker und das Internet.

Machen wir uns nichts vor: In den vergangenen Jahren ist, nicht nur in Deutschland, eine gefährliche Parallelgesellschaft entstanden. Eine Gegen­gesellschaft von alten Männern, die sich kurz nach Erfindung des Kugelschreibers vom technischen Fortschritt abgekoppelt haben. Reaktionär, dogmatisch, unbelehrbar – und auch noch mächtig stolz darauf. Unsere grundlegenden Werte sind ihnen fremd. Soweit sie davon auch nur Kenntnis erlangen, wollen sie diese Werte zerstören. Die freie Information behindern und die freie Rede bestrafen. Sie wollen über unsere Rechner bestimmen, obwohl sie kaum imstande sind, ihren eigenen auch nur einzuschalten. Sie sind längst dabei, uns zu kolonialisieren. Ihre Missionare heißen Polizist und Staatsanwalt. Ihr liebster Psalm und Schlacht­ruf zugleich lautet: »Das Internet ist kein rechtsfreier Raum!«

Mittwoch, 29. August 2007

Warum nicht Blog?

Ein wenig verwundert bin ich über die Berichterstattung zu den Antworten des BMI in Sachen Bundestrojaner. Da heisst es, netzpolitik.org sei ein …

- Online-Portal (Netzwelt.de)
- Webdienst (Taz)
- Internetportal (Handelsblatt)
- Internet-Portal (Spiegel-Online)
- Internet-Portal (ZDNet)
- Website (PC-Direkt)

… aber warum werden Umschreibungen gesucht, wenn es doch ein passendes Wort gibt: netzpolitik.org ist ein Blog.

[Hab ich gerade hier gefunden]

 

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Über netzpolitik.org

  • Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.
  • A blog dealing with open source technologies, Internet-users' rights and free expression in cyberspace.
  • Un blog sur les logiciels libres, les droits des internautes et la liberté d'expression dans le cyberespace.