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  • : Backbone-Sperre: Weltweit Torrent-Tracker und Streaming-Seiten betroffen
    Die Routerfreiheit gilt auch für Bestandskunden. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC BY-NC 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/sacabezas/5829340509/">Santiago Cabezas</a>
    Backbone-Sperre: Weltweit Torrent-Tracker und Streaming-Seiten betroffen

    Anfang Februar konnten weltweit Nutzer Torrent-Tracker und Streaming-Seiten nicht mehr erfolgreich erreichen. Der Backbone-Provider Cogent soll zugehörige IP-Adressen gesperrt und so die Verbindung zwischen Nutzer und Ziel-Server gekappt haben. Auffällig ist, dass alle betroffenen Seiten Kunden von Cloudflare sind. Dies berichtet Torrentfreak.

    Cloudflare teilt all diesen Seiten die gleichen öffentlichen IP-Adressen zu, welche auch für die meisten Nutzer erreichbar sind. Wenn aber die Seite über das Backbone-Netzwerk von Cogent aufgerufen wurde, traten Fehler beim Routing auf. Dies belegt Torrentfreak durch so genannte backbone routing checks, welche die verschiedenen Schritte durch die weltweiten Router auflistet.

    Auch Nutzer aus Deutschland beklagten sich über eine mögliche Sperre, unter anderem aus dem Vodafone-Netz. Jedoch kann kein Vorsatz seitens Cogent noch ein Grund ausgemacht werden. Torrentfreak zitiert einen Sprecher Cogents, demnach „solche Entscheidungen nicht mit Dritten diskutiert werden“.

    Nichtmal der sonst übliche Einsatz von Virtual-Private-Networks (VPN) kann diese Art der Sperre zwangsläufig umgehen, da sie auf nicht auf IP‑, sondern Peering-Ebene passiert.

    Update 15.02.2017: Internetprovider können und werden in Schweden mit geltendem EU-Recht gezwungen, The Pirate Bay zu blockieren, berichtet Der Standard. Sprecher von Providern zeigen sich empört. Sie wiesen darauf hin, dass eine solche Art von Sperre Urheberrechtsverletzungen nicht effektiv unterbinden könnte und das neue Gesetz eine erhebliche Gefahr für das freie Internet darstelle.

    14. Februar 2017 15
  • : Urheberrecht: The Pirate Bay vor dem EuGH
    Wird bald der Zugriff auf die Tauschbörse The Pirate Bay erschwert? Foto: CC BY-SA 2.0 flickr/torley.
    Urheberrecht: The Pirate Bay vor dem EuGH

    Wie Spiegel-Online berichtet, will die Lobbyorganisation BREIN erreichen, dass zwei Internetanbieter ihren Kunden den Zugang zur schwedische Online-Tauschbörse The Pirate Bay blockieren. Diese bietet digitale Inhalte an, welche von Benutzern in Form von Torrentdateien und Magnetlinks gefunden, heruntergeladen und hinzugefügt werden können. BREIN vertritt die Urheberrechteindustrie und sitzt in den Niederlanden. Das Verfahren war vor dem Obersten Gericht der Niederlande geführt worden und wurde für eine weitere Beurteilung an den Europäischen Gerichtshof weitergeleitet. Die Schlussanträge wurden heute gestellt. Der Generalanwalt Maciej Szpunar sprach folgende Empfehlung an das Gericht für eine Entscheidung aus:

    Le fait pour l’opérateur d’un site Internet de permettre, en les indexant et en fournissant un moteur de recherche, de retrouver des fichiers contenant des œuvres protégées par le droit d’auteur qui sont proposés aux fins de partage dans un réseau peer-to-peer, constitue une communication au public au sens de l’article 3, paragraphe 1, de la directive 2001/29/CE du Parlement européen et du Conseil, du 22 mai 2001, sur l’harmonisation de certains aspects du droit d’auteur et des droits voisins dans la société de l’information, si cet opérateur avait connaissance du fait qu’une œuvre était mise à disposition sur le réseau sans le consentement des titulaires des droits d’auteur et n’a pas réagi afin de rendre l’accès à cette œuvre impossible.

    Der Sachverhalt für die Betreiber einer Internetseite, Inhalte in einem Verzeichnis anzuzeigen und eine Suchmöglichkeit anzubieten, um urheberrechtlich geschützte Inhalte zu finden, die über peer-to-peer-Netzwerke zum Weiterverteilen angeboten werden, stellt eine öffentliche Kommunikation im Sinne des Artikel 3(1) der Richtlinie 2001/29/CE des Europäischen Parlaments und Rates vom 22. Mai 2001 zur Urheberrechtsharmonisierung in der Informationsgesellschaft dar, wenn der Betreiber Kenntnis erlangt, dass ein Werk auf dem Netzwerk ohne die Einwilligung des Urhebers zu finden ist und die Verantwortlichen den Zugang zu diesen Werken nicht unterbinden.“

    Dem Generalanwalt Szpunar vorliegenden Informationen nach verstießen neunzig Prozent der Inhalte auf The Pirate Bay gegen das Urheberrecht. Trotz wiederholter Aufrufe zur Unterbindung dieser, hatten die Betreiber nicht darauf reagiert. Der Generalanwalt sprach sich für die Sperrung der Tauschbörse aus.

    Es gelte, Urheberrechtsverletzungen soweit zu erschweren, dass Internetbenutzer davon abgeschreckt werden, diese zu begehen. Des weiteren betonte er die Möglichkeiten durch ein solches Urteil, gegen weitere Tauschbörsen vorzugehen.

    Die Antragsgegner sprachen ihre Bedenken über das Blockieren von The Pirate Bay aus, da urheberrechtlich geschützte Inhalte genauso auf anderen Seiten auffindbar und Sperren durch jeden informierten Benutzer umgehbar seien.

    Ein Urteil vom Europäischen Gerichtshof wird für die nächsten Monate erwartet.

    8. Februar 2017 18
  • : Lobbyorganisation will Hersteller von Betriebssystemen zu Urheberrechtspolizei machen
    Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/f-andrey/6820397580/sizes/k/">FAndrey</a>
    Lobbyorganisation will Hersteller von Betriebssystemen zu Urheberrechtspolizei machen

    Wenn es nach einer schwedischen Lobbyorganisation ginge, sollen Apple, Microsoft und Google in Zukunft Urheberrechte durchsetzen. Microsoft hat eine solche Klausel schon in der Nutzungsvereinbarung.

    4. August 2016 28
  • : Mutmaßlicher Betreiber der weltgrößten Torrent-Seite KickassTorrents festgenommen
    Torrent gibt es nicht nur im Internet. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a htref="https://www.flickr.com/photos/eirikso/3572202813/sizes/l">eirikso</a>
    Mutmaßlicher Betreiber der weltgrößten Torrent-Seite KickassTorrents festgenommen

    KickassTorrents, die größte Torrent-Seite der Welt, ist nach der Festnahme des mutmaßlichen Betreibers zumindest vorerst vom Netz. Das 2009 gegründete KickassTorrents gehörte mit seinem um die 50 Millionen Unique Visitors im Monat zu den Top 100 der meist besuchten Webseiten.

    Die polnische Polizei verhaftete den 30-jährigen Ukrainer Artem V. auf Ersuchen der USA. Ihm werden unter anderem Urheberrechtsverletzungen und Geldwäsche (conspiracy to commit criminal copyright infringement, conspiracy to commit money laundering) vorgeworfen, heißt es in der Pressemitteilung des US-Justizministeriums. Die US-Behörden behaupten, dass der Verhaftete „mehr als eine Milliarde Dollar von der Unterhaltungsindustrie gestohlen“ habe. Im Rahmen der Festnahme wurden alle Domains und Konten von Kickass, aber nicht die Server beschlagnahmt.

    Um dem Betreiber auf die Schliche zu kommen, hatten sich die Ermittlungsbehörden zuerst als Werbetreibende ausgegeben, berichtet Torrentfreak. Hierdurch kamen sie an die Bankverbindung. Bei Facebook holten sich die Ermittler die IP-Adressen der Nutzer der Facebook-Seite von KickassTorrent, heißt es in einer Rekonstruktion der Ermittlungen. Apple übergab den Ermittlern später Personendaten und E‑Mail-Konversationen, nachdem diese Querverbindungen zwischen der IP-Adresse einer iTunes-Transaktion mit dem Facebook-Account von Kickass präsentierten:

    Records provided by Apple showed that tirm@me.com conducted an iTunes transaction using IP Address 109.86.226.203 on or about July 31, 2015. The same IP Address was used on the same day to login into the KAT Facebook.

    Laut Einschätzung von Torrentfreak ist es unwahrscheinlich, dass KickassTorrents wieder online geht. Die US-Ermittlungsbehörden hätten einfach zu viele Informationen. Bislang ist auch noch kein Mirror der Seite aufgetaucht. Insgesamt hat sich bei der Nutzung von Torrents jedoch etabliert, dass die Nutzer nicht unbedingt bei Index-Seiten wie Kickass direkt suchen, sondern Metasuchmaschinen wie Torrentz.eu nutzen.

    21. Juli 2016 22
  • : Hacking Team wird zu Hacked Team: 400 GB interne Daten von Überwachungssoftware-Hersteller veröffentlicht
    Hacking Team wird zu Hacked Team: 400 GB interne Daten von Überwachungssoftware-Hersteller veröffentlicht

    you-just-got-owned

    Der italienische Hersteller von Überwachungstechnik Hacking Team wurde – nach der Veröffentlichung von Handbüchern des Staatstrojaners RCS im Oktober 2014 – erneut gehackt. Ein Torrent mit 400 GByte Daten (hier mal das torrent-File gemirrort) wurde hochgeladen und der Webserver, sowie Hacking Teams Twitter-Account, dessen angezeigter Name in „Hacked Team“ geändert wurde [um etwa 12:00 Uhr am 6. Juli wurde der offizielle Account wiederhergestellt], wurden fremdkontrolliert. Auf Twitter verkünden die erfolgreichen Angreifer:

    Since we have nothing to hide, we’re publishing all our e‑mails, files, and source code.

    Die veröffentlichten Daten umfassen auch Rechnungen an Kunden, die in autoritären Staaten angesiedelt sind, und das obwohl solcherlei Geschäftsbeziehungen in der Branche großflächig geleugnet werden. Dabei sind auch, ohne die Veröffentlichungen, die Hinweise zahlreich. Beispielsweise wurden äthiopische Journalisten in den USA durch einen Trojaner von Hacking Team ausgespäht. Von dort befindet sich in dem Archiv eine unzweideutige Dankesmail dafür, dass man „oppositionelle Ziele schnell identifizieren“ konnte. Unter anderen Staaten mit fragwürdiger demokratischer Ausrichtung und Stabilität, die Kunden bei Hacking Team sind, befinden sich auch Ägypten, Saudi Arabien, Libanon, und Sudan.

    Die veröffentlichten Rechnungen belaufen sich auf einen Gesamtwert von über 4 Mio. Euro. Außerdem befinden sich interessanterweise auch Passwörter in den Dokumenten, unter denen auch klassische, triviale Nicht-Passwörter wie Leetspeak-Varianten von „password“ vertreten sind.

    Ein Vertreter von Hacking Team versucht die Vorwürfe abzuwiegeln und die Hacker zu diskreditieren:

    Don’t believe everything you see. Most of what the attackers are claiming is simply not true…The attackers are spreading a lot of lies about our company that is simply not true. The torrent contains a virus [falsch.] …

    Was sich noch alles in den Dateien befindet, wird sich in den nächsten Tagen offenbaren, wenn mehrere Augen die Gelegenheit haben, sich die ungeheuren Datenmengen anzusehen.

    6. Juli 2015 70
  • : Letzter Pirate Bay-Mitbegründer wieder frei
    Letzter Pirate Bay-Mitbegründer wieder frei

    Gestern wurde der Mitbegründer der Torrent-Sharing-Seite Pirate Bay, Frederik Neji, aus der Haft entlassen. Neji wurde, nach dem er 2012 zu einer 10-monatigen Haftstrafe verurteilt worden war, letzten November von der thailändischen Migrationsbehörde festgenommen und dann nach Schweden überführt.

    Dort verbrachte eine relativ ruhige Haft, jedoch geriet er mit der Gefängnisleitung aneinander, da ihm verwehrt wurde, einen Drucker zu benutzen oder sein Antrag darauf, eine 8‑Bit Nintendo-Konsole in seiner Zelle zu haben, von der Gefängnisleitung abgelehnt wurden. Neji wird beschuldigt, insgeheim weiterhin in Pirate Bay involviert zu sein, auch wenn es dazu keine offiziellen Stellungnahmen gibt.

    Der Hacker wird wohl in seine Wahlheimat Laos zurückkehren, wo seine Frau und Kinder ebenfalls leben. Frederik Neji ist der letzte Pirate Bay-Mitbegründer, der seine Haftstrafe abgeleistet hat.

    2. Juni 2015
  • : Kampf gegen die Hydra: Torrentz.eu ist jetzt Torrentz.ch
    Kampf gegen die Hydra: Torrentz.eu ist jetzt Torrentz.ch

    torrentz-euTorrentz, eine Meta-Torrent-Suchmaschine, die weder Inhalte noch Torrent-Dateien direkt anbietet, hat ihre Hauptdomain Torrentz.eu verloren. Wie immer zu diesen Themen berichtet Ernesto auf TorrentFreak zeitnah und detailliert:

    The operator of Torrentz informs TorrentFreak that the site’s main domain name was suspended by its registrar following a request from police in the UK. The site is still registered to the Torrentz team, who hope that they will be able to lift the suspension or move the domain name elsewhere.

    In Torrentz’s case, however, it appears that an email from the UK Police was good enough to have their domain suspended. However, the site’s owner should still be able to regain full control over the domain name.

    Und, auch wie immer, gibt es sofort neue Domains: Torrentz.ch und Torrentz.me.

    27. Mai 2014 1
  • : Irland: High Court gibt Providern 30 Tage Zeit, The Pirate Bay zu blocken
    Irland: High Court gibt Providern 30 Tage Zeit, The Pirate Bay zu blocken

    tpbDas Oberste Zivil- und Strafgericht in Irland entschied gestern zugunsten des Verbands der irischen Musikindustrie (IRMA), dass Internet Service Provider (ISP) ihren Kundinnen und Kunden keinen Zugang zu The Pirate Bay (TPB) ermöglichen dürfen. UPC, Imagine, Vodafone, Digiweb, Hutchison 3G und Telefonica O2 haben nun 30 Tage Zeit, um TPB zu blocken. Die IRMA, die unter anderem die Plattenfirmen EMI, Sony, Warner und Universal vertritt, versucht schon seit langem, diese Sperrung durchzusetzen. 2009 erzielte sie erstmals eine ‚Selbstverpflichtung’ des ISP Eircom. Ende Mai argumentierten die Plattenfirmen vor Gericht, dass circa 200.000 Kundinnen und Kunden der sechs ISPs jeden Monat TPB nutzten und ihnen dadurch ein Schaden von 20 Millionen Euro pro Jahr entstünde.

    Die Entscheidung fiel als erste auf Grundlage eines Gesetzes vom Februar 2012, das die Sperrung von Webseiten auf richterliche Anweisung ermöglicht, wenn diese das Copyright verletzen. „There is no doubt but that this activity has caused, and continues to cause, substantial financial damage to the plaintiffs“, hieß es von Richter Brian McGovern bei der Urteilsverkündung.

    Die ISPs tragen die Kosten der Sperrung selbst, ab Mitte Juli müssen irische Nutzerinnen und Nutzer also neue Wege finden, TPB zu erreichen, via Proxies oder VPNs zum Beispiel. Ob die ISPs dann auch Proxies sperren wie in Großbritannien bekannt wurde, bleibt abzuwarten – aber da die Musikindustrie wohl dazulernt, ist auch dies durchaus möglich.

    13. Juni 2013 1
  • : Private Filesharing-Netzwerke: freiwilliger Schutz geistigen Eigentums
    Private Filesharing-Netzwerke: freiwilliger Schutz geistigen Eigentums

    Wer illegale Inhalte aus dem Internet herunterlädt wird gerne als Schmarotzer bezeichnet, der sich an keinerlei Gesetze und Regeln halte und obendrein noch den Produzenten und Künstlern jener Inhalte schade. Der ungarische Ökonom und Fellow des Berkman Instituts in Harvard Bodó Balázs hat nun einen wissenschaftlichen Artikel veröffentlicht, der dieses Bild ein wenig zurecht zu rücken versucht. Balázs hat sich für seinen Artikel private, nur Mitgliedern zugängliche Filesharing-Netzwerke angeschaut und kommt dabei zu interessanten Ergebnissen.

    Die öffentliche Meinung über Filesharing und die Menschen dahinter, sind laut Balázs geprägt durch offene Plattformen wie beispielsweise The Pirate Bay, zu der jeder Nutzer freien Zugang hat. Diese Plattformen seien alleine schon durch ihre Erreichbarkeit Leuchttürme der gesamten Szene – obwohl sie eigentlich Ausnahmen seien:

    Open BitTorrent trackers are, however, an exception rather than the rule. There are only ahandful of open trackers that have more than a million peers, or offer more than a million torrents, and there are only a few dozen sites that are in the hundred thousand range in terms of both peers and torrents. On the other hand, as at May 2012, the biggest Hungarian private tracker was number 9 globally in terms of the number of torrents amongst open trackers, and number 2 (behind The Pirate Bay) in terms of the number of peers participating in file sharing. The fact that a Hungarian private tracker, catering for a Hungarian speaking audience, specializing in Hungarian speaking content is on par with the most popular global open trackers suggests that there must be a significant underworld within the file-sharing underground

    29. Mai 2013 2
  • : UK: Musikindustrie bereitet weitere Sperrung von Webseiten vor
    UK: Musikindustrie bereitet weitere Sperrung von Webseiten vor

    Wie TorrentFreak berichtet, bereitet die britische Musikindustrie zum wiederholten Male die Sperrung von Webseiten durch Internetprovider vor. So seien laut einer Insiders aus der Musikindustrie 25 Seiten betroffen, darunter große Bittorrent-Seiten wie 1337x oder der mp3-Streaming Dienst Grooveshark.

    Nach Informationen die TorrentFreak vorliegen, handelt es sich hierbei um eine gemeinsame Aktion der British Phonographic Industry (BPI), ein Repräsentant der britischen Musikindustrie, sowie der Phonographic Performance Limited (PPL), einer britischen Musiklizenzierungsgesellschaft, ähnlich der deutschen GEMA. So soll die PPL im Auftrag der BPI ein Schreiben mit einer Liste von 25 Webseiten an alle Mitglieder versendet haben.

    Over the past years, UK music labels have innovated to build one of the most vibrant digital music sectors in the world. However, the growth of digital music in the UK is held back by a raft of illegal businesses commercially exploiting music without a licence from the copyright holders […]

    17. Mai 2013 1
  • : Private Rechtsdurchsetzung via Google: Noch mehr Löschungen, Sperrung von Adsense
    Private Rechtsdurchsetzung via Google: Noch mehr Löschungen, Sperrung von Adsense

    Schön langsam bietet sich die Einführung einer eigenen Rubrik an zum Thema private Rechtsdurchsetzung via Google. Im vergangenen Monat wurden knapp 6,8 Millionen Ergebnisse wegen (vermeintlicher) Copyright-Verstöße aus Googles Suchergebnissen entfernt (vgl. „Transparenz-Report“ bzw. Abbildung), eine neuerliche Steigerung um 50 Prozent verglichen mit Juli. Wieder stieg die Anzahl der Organisationen, die eine Löschung beantragt haben, nur leicht, von 1.264 auf 1.405.

    Zur Löschung von Suchergebnissen kommen offenbar aber inzwischen auch andere Formen der Rechtsdurchsetzung. So berichtet techdirt von der (vorübergehenden) Sperrung des Google-Anzeigenprogramms Adsense auf einem Blog, auf dem der Autor sein eigenes, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichtes Buch als Torrent zum Download angeboten hatte. Ursache für die Sperrung war scheinbar, so die Vermutung des Autors Cody Jackson, dass die legalen Torrent-Files seines Python-Programmierhandbuchs auf Servern von The Pirate Bay lagen. Die tatsächliche Ursache der Sperrung herauszufinden bzw. diese rückgängig zu machen erwies sich in der Folge als äußerst zeitaufwändig.

    Das Beispiel ist instruktiv aus zwei Gründen:

    1. Private Rechtsdurchsetzung wird im gesamten Googleversum Einzug halten und sich nicht nur auf die Entfernung von Suchergebnissen beschränken und verschiedenste Formen von Sanktionen – wie eben den Rauswurf aus Googles Adesense-Programm – zur Folge haben.
    2. Die technologischen Algorithmen zur privaten Rechtsdurchsetzung werden immer auch legale Inhalte betreffen. Umso entscheidender ist eine effektive und schnelle Möglichkeit, solche Sperrungen wieder rückgängig zu machen. Mit der rasant steigenden Zahl an Sperrungen wird die Bedeutung der Freischaltung ebenfalls massiv zunehmen.

    Es bleibt jedenfalls spannend, wo in Googles weitverzweigtem Netzwerk als nächstes die Copyright-Schrauben angezogen werden.

     

    28. September 2012 14
  • : Internet Archive setzt auf BitTorrent: Millionen Werke legal herunterladen
    Internet Archive setzt auf BitTorrent: Millionen Werke legal herunterladen

    Die Seite „The Internet Archive“ bietet seit heute über 1,3 Millionen Werke über das BitTorrent-Protokoll jedermann zum kostenlosen Download an. Das gemeinnützige Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein digitales Gedächtnis der Menschheit zu schaffen, kann so seine Inhalte zugleich verbreiten und redundant speichern. Dieses Unterfangen wäre wohl mir einer zentralen Infrastruktur wegen anfallender Serverkosten kaum zu stemmen.

    Angeboten werden Werke, die inzwischen Gemeinfrei („Public Domain“) geworden sind: Darunter fallen viele neben Klassikern der Weltliteratur auch viele Filme der Vorkriegszeit, aber auch Konzertmitschnitte oder Hörbuchfassungen bekannter Bücher.

    Fürs Runterladen der Werke benötigt man lediglich einen BitTorrent-Client, so zum Beispiel:

    Leider wird bei manchen Internet-Anbietern der Torrent-Datenverkehr willkürlich und ohne Begründung gedrosselt.

    The Library of Alexandria – an ancient center of learning containing a copy of every book in the world – was eventually burned to the ground. Even now, at the turn of the 21st century, no comprehensive archives of television or radio programs exist.

    8. August 2012 6
  • Gamma FinFisher: Weltweit gegen Aktivisten eingesetzter Staatstrojaner enttarnt und veröffentlicht
    Gamma FinFisher Weltweit gegen Aktivisten eingesetzter Staatstrojaner enttarnt und veröffentlicht

    Die kommerzielle Spionage-Software FinFisher der deutsch-britischen Firma Gamma International ist offenbar enttarnt und im Internet veröffentlicht. Aktivisten vom Citizen Lab haben Exemplare des Trojaners analysiert, den sie für FinSpy halten. Vor wenigen Monaten wurden damit die Geräte bahrainischer Demokratie-Aktivisten infiziert und deren Kommunikation dann nach Bahrain übermittelt.

    26. Juli 2012 17
  • : Studie: Torrent-Traffic nimmt trotz PirateBay-Sperre nicht ab
    Studie: Torrent-Traffic nimmt trotz PirateBay-Sperre nicht ab

    Der niederländische ISP xs4all berichtet in seinem Blog über die Auswirkungen der PirateBay-Sperre auf den Torrent-Datenverkehr:

    Entgegen der Erwartungen der Content-Lobbyorganisation BREIN nimmt der Datenverkehr über das Peer-to-peer-Netzwerk durch die Blockade nicht ab. Diese Grafik zeigt die Entwicklung des europäischen Torrent-Traffics vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2012 (die rote Linie zeigt den 1. Februar an, das Datum an dem die Sperrverfügung in Kraft tat):

    Dies ist, neben einer Studie (Google-„Übersetzung“) der Universität von Amsterdam, ein weiterer Hinweis darauf, dass sich das Filesharing-Problem nicht durch restriktive Maßnahmen bekämpfen lässt:

    Ein vorläufiges Ergebnis der aktuellen Studie ist, dass kein signifikanter Effekt gefunden wurde. Die Annahme von BREIN, […] dass die Verhängung einer Blockade von The Pirate Bay bei Ziggo und XS4ALL zu einem Rückgang der Verstöße gegen das Urheberrecht via BitTorrent führt, ist daher abzulehnen.

    Der Blog ExtremeTech sieht hierfür drei Gründe: Die durch die Blockade-Berichterstattung gesteigerte Publicity des Torrent-Netzwerks, die Existenz zahlreicher anderer Torrent-Indexer sowie die Möglichkeit, die Sperren via Proxy oder VPN  problemlos und innerhalb weniger Minuten zu umgehen.

    6. Juli 2012 7