geschichte
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40 Jahre FIfF: Gegen die unheilvolle Verflechtung von Informatik und Militär
Das „Cyberpeace“-Symbol des <a href="https://cyberpeace.fiff.de/Kampagne/Home">FIfF</a>. 40 Jahre FIfF: Gegen die unheilvolle Verflechtung von Informatik und Militär Das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung begleitet und kommentiert seit nun vierzig Jahren eine Fülle an Themen. Im Interview sprechen wir mit Hans-Jörg Kreowski und Rainer Rehak über Aktivismus, langlebige Mythen der Informatik und durch Technik ausgelöste gesellschaftliche Umwälzungsprozesse.
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Essay: Wir müssen zurück zum wilden Internet
Das Internet war einst ein wilder Ort - und könnte es wieder sein Essay: Wir müssen zurück zum wilden Internet Das Internet ist zu einer ausbeuterischen und fragilen Monokultur geworden. Aber wir können es renaturieren, indem wir die Lehren von Ökologen nutzen.
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Hohenzollern-Debatte: Historiker:innen wehren sich mit Wiki gegen Abmahn-Adligen
Nicht nur am Tag von Potsdam hatte Kronprinz Wilhelm eine Nähe zum NS-Regime. (hier in der Mitte zwischen Hitler und Göring) Hohenzollern-Debatte: Historiker:innen wehren sich mit Wiki gegen Abmahn-Adligen Ein Nachfahre des deutschen Kaisers will vom Staat für Enteignungen entschädigt werden. Doch das klappt nur, wenn sein Vorfahre nicht dem Nationalsozialismus „erheblichen Vorschub“ geleistet hat – wofür es Belege gibt. In der Debatte darum mahnt Georg Friedrich Prinz von Preußen zahlreiche Wissenschaftler:innen und Medien ab.
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: Horst Herold: Erfinder der Rasterfahndung gestorben
Horst Herold ist im Alter von 95 Jahren gestorben. : Horst Herold: Erfinder der Rasterfahndung gestorben Der frühere BKA-Chef Horst Herold ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Herold gilt als Vater der computergestützten Polizeiarbeit in Deutschland und hat diese in seiner Wirkungszeit stark vorangetrieben.
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: Der alternative Hoster Blogsport.de macht nach 13 Jahren dicht: „Wir sind erschöpft“
Seit dem Aufkommen der sozialen Netzwerke stagniere Blogsport. Die Idee, das alles an einem Ort zu versammeln, mache in Folge der sozialen Medien und ihrer Filter immer weniger Sinn, sagen die Macher der Plattform. (Symbol) : Der alternative Hoster Blogsport.de macht nach 13 Jahren dicht: „Wir sind erschöpft“ Blogsport.de will in einem Jahr die Plattform vom Netz nehmen. Mit dem Ende des einst weit sichtbaren Knotenpunktes der deutschen Blogosphäre stirbt ein Stück Protest- und Bewegungsgeschichte. Wir haben mit den Machern über ihre Entscheidung und die Veränderung der Blogkultur gesprochen.
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: Betreten erwünscht: Die Galerie der Verbote
: Betreten erwünscht: Die Galerie der Verbote Werner Reiter sammelt Fotos von Verbotsschildern. Weil er Verbote nicht mag. Seine umfangreiche Sammlung zeigt Absurditäten und neue Trends internationaler Verbotskulturen.
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: „Im Bann der Plattformen“: Die nächste Etappe in der Coming-of-Age-Geschichte des Users
Rapunzel wird von einem Zauberspruch in ihrem Turm gehalten. : „Im Bann der Plattformen“: Die nächste Etappe in der Coming-of-Age-Geschichte des Users In seinem neuen Buch aktualisiert der Medientheoretiker und Aktivist Geert Lovink seine Reflexionen über soziale Medien. Es geht um innerlich zerrissene Nutzer, Klickarbeiter, Bitcoin-Enthusiasten und andere Figuren des Internets – aber auch um neue Plattformmodelle, die mit dem Anspruch antreten, Facebook und Co. die Herrschaft über das Soziale streitig zu machen. Eine Rezension.
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: Diesseits des Valleys: Blog stellt „Silicon Cities“ weltweit vor
Wer hat schon vom "Silicon Wadi" in der Nähe von Tel Aviv gehört? : Diesseits des Valleys: Blog stellt „Silicon Cities“ weltweit vor Wenn von den großen fünf – Google, Amazon, Facebook, Microsoft und Apple – auch nicht alle im Silicon Valley ihre Zentrale haben, so liegen sie doch alle an der US-amerikanischen Westküste. Ein Blog mit dem Titel „Silicon Cities“ weist nun auf weitere Orte hin, wo Software, Computer und digitale Infrastrukturen entwickelt werden.
In 17 Beiträgen geht es neben Berlin auch um Shenzhen, Singapur, Las Vegas und Brno in Tschechien. Es geht nicht (nur) um die Digitalisierung von Städten und ihre Transformation in Smart Cities, sondern auch um die längere Geschichte und den Einfluss der Tech-Industrie auf die Organisation und Planung von Städten.
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: Reportage im Guardian: Wie das Internet erfunden wurde
Rossotti’s Biergarten, einer der Geburtsorte des Internets. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en">CC-BY 3.0</a> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Casa_de_Tableta,_Portola_Valley,_California.jpg">W Nowicki / Wikipedia</a> : Reportage im Guardian: Wie das Internet erfunden wurde Das Internet wird im August 40 Jahre alt. Zum Geburtstag erinnert der Guardian mit einem langen Artikel an seine Entstehung im Jahr 1976:
If you had walked into Rossotti’s beer garden on 27 August 1976, you would have seen the following: seven men and one woman at a table, hovering around a computer terminal, the woman typing. A pair of cables ran from the terminal to the parking lot, disappearing into a big grey van. Inside the van were machines that transformed the words being typed on the terminal into packets of data. An antenna on the van’s roof then transmitted these packets as radio signals. These signals radiated through the air to a repeater on a nearby mountain top, where they were amplified and rebroadcast. With this extra boost, they could make it all the way to Menlo Park, where an antenna at an office building received them.
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: Umfrage: Was ist Internet-/Netzpolitik?
: Umfrage: Was ist Internet-/Netzpolitik? Das Internet als Gegenstand politischer Regulierung (aka Netzpolitik/Internetpolitik) ist schon lange keine Nerd-Angelegenheit mehr. Irgendwie ist das Thema groß geworden. Wie das genau passiert ist und noch viele weitere Fragen will die Forschungsgruppe Politikfeld Internet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) beantworten.
Die Forschungslücke, die die Wissenschaftler schließen wollen: Es gibt zwar immer mehr Einzelfallanalysen zu verschiedenen netzpolitischen Themen, aber wenig systematische Aussagen zur Entstehung des (Politik)feldes Netzpolitik an sich.
Als ersten Schritt will man das „Feld vermessen“. Dabei könnt ihr helfen, indem ihr euch 3 Minuten Zeit für die kurze Umfrage „Was ist Internet-/Netzpolitik?“ nehmt.
Disclaimer: Ich bin studentischer Mitarbeiter des Forschungsprojekts.
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: Geschichte des Urheberrechts
: Geschichte des Urheberrechts Die Taz schreibt über die „Geschichte des Urheberrechts: Kopieren verboten“ und geht dabei zurück ins Mittelalter.
Die Debatte um Open Access und Kulturflatrate ist nur der neueste Zyklus des Streits um das Urheberrecht. Jede neue Technologie hat die Interessen von Verlegern und Produzenten bedroht.
Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen will, kann auch das Buch „Freie Software – Zwischen Privat- und Gemeineigentum“ von Volker Grassmuck bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen. Das kostet dort 2 Euro und erzählt ausführlich die Geschichte des Urheberrechts und natürlich von Open Source Kulturen.
Freie Software ist eines der verblüffendsten Wissensphänomene unserer Zeit. Die Programme sind nicht nur nützlich, sie werfen auch ein neues Licht auf die Geschichte von Internet und Software, auf das Eigentum an geistigen Gütern, auf die Infrastruktur des Wissens und seine Vermittlung in der Bildung. Kurz gesagt geht es darum, wie wir mit Wissen und miteinander umgehen. Ihr Erfolg läßt darauf hoffen, was eine computervernetzte kollektive Intelligenz alles bewegen kann.
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: Die Geschichte der Zensurversuche
: Die Geschichte der Zensurversuche Bei Focus Online gibt es einen recht launigen und lesenswerten Artikel zur Geschichte der Zensur . Er behandelt das Thema von der Majestätsbeleidigung in der Antike über die Karlsbader Beschlüsse bis zur Zensursula-Debatte heute.
Leider sind einige Teile nicht so gut recherchiert, so schreibt der Autor Frieder Leipold z.B.:
Da einige religiöse Eiferer die Schriften der antiken Philosophen allerdings als heidnische Machwerke verdammten und gar nicht wollten, dass sich dieses Wissen verbreitete, kam es zur ersten großen Bücherverbrennung der Geschichte. Dabei wurde die Bibliothek von Alexandria vernichtet – zahlreiche „Zauberbücher“, aber auch die Schriften von christlichen Theologen, die als Ketzer verurteilt wurden.
Die Bibliothek von Alexandria ist allerdings nicht wegen der Inhalte den Flammen zum Opfer gefallen, sondern aufgrund vieler Quellen daher, dass Cäsar an der Seite von Cleopatra im ptolemäischen Thronfolgekonflikt aus militärischen Gründen die Schiffe im Hafen der Stadt abbrennen ließ, was dann zum Feuer in der Stadt führte. Andere Quellen datieren den Tod der Bibliothek sogar noch später.
Dennoch: Der Artikel bietet einen interessanten Überblick über die Versuche, Informationen und Wissen zu kontrollieren – und über deren Scheitern. Dass eine Grand Tour durch die Geschichte nicht immer einfach und 100% faktensicher zu machen ist, wenn man keinen Geschichts-Lehrstuhl hat, habe ich selber schon feststellen müssen.
Dafür gibt es so nette Anekdoten wie diese:
Als ein Lied der Punk-Band Die Ärzte wegen Anspielungen auf Inzest verboten wurde, erkannten die Musiker das Potenzial, aus dem Skandal Profit zu schlagen. Sie veröffentlichten also eine Scheibe mit Titeln, von denen sie überzeugt waren, sie würden auf Widerspruch stoßen. Die Rechnung ging auf. Besonders peinlich für die Bundesprüfstelle, dass sie der Band als entlastend anrechnete, sie habe in einem Lied über Sodomie auf die Gefahr des „Verharzens“ hingewiesen. Tatsächlich besteht diese Gefahr überhaupt nicht. Man hatte das Wort nur als Reim auf „Arzt“ eingebaut.
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: 20 Jahre World Wide Web
: 20 Jahre World Wide Web Die Futurezone erzählt die Geburtsgeschichte des WWW: 20 Jahre World Wide Web.
2009 wird die Idee zum World Wide Web 20 Jahre alt. 1989 nämlich schrieb der britische Physiker Tim Berners-Lee am europäischen Kernforschungszentrum CERN einen Text, in dem er ein neues System zur Verwaltung von Informationen in Computernetzwerken vorschlug. Doch bevor er sich mit seiner Idee durchsetzen konnte, musste sich an seinem Arbeitsplatz erst einmal das Internet selbst etablieren.
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: Animation: Die Geschichte des Internets
: Animation: Die Geschichte des Internets Melih Bilgil hat in einer Diplomarbeit die die Geschichte des Internets als animierten Film erstellt.
Hauptbestandteil des Diploms war es eine Bildsprache für Interfaces (Icons) zu entwerfen, die klar und sachlich ist und auf Displays jeglicher Art. Die Icons sollen sich als Standard etablieren. Die Icons wird es bald alle auf der Website www.picol.org geben. Der Film dient als alternative Anwendung und soll zeigen in wie weit die Icons sich einsetzen lassen. Alle Icons wird es demnächst auf der Seite www.picol.org unter der Creative Commons Lizenz SA-BY zum download geben.
Die Animation ist sehr schön geworden und findet sich u.a. hochauflösend auf Vimeo:
History of the Internet from PICOL on Vimeo.