Öffentlichkeit

Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.

  • : Islamisten nutzen virtuos die Strukturen der Bloggerszene?
    Islamisten nutzen virtuos die Strukturen der Bloggerszene?

    Die Netzeitung berichtet über „Terroristen als Blogger“. Da gibt es dann massenweise Aussagen wie

    Sie hinterlassen keine Spuren. Ihre Drohungen aber verbreiten sie weltweit im Netz. Islamisten nutzen virtuos die Strukturen der Bloggerszene.

    Weil jemand in heutigen Zeiten ein Video auf eine Blog-Plattform gestellt hat, ist das schon „virtuos“? Was schreibt die Netzeitung denn, wenn die mal richtig das Netz nutzen? Den Artikel strotzt nur so vor inhaltlichen Fehlern… Erinnert etwas an Planetopia oder Panorama nur ohne bewegte Bilder.

    12. März 2007 9
  • : Netzpolitik-Interview: Sechs Jahre Free Software Foundation Europe
    Netzpolitik-Interview: Sechs Jahre Free Software Foundation Europe

    Vor sechs Jahren wurde die Free Software Foundation Europe (FSFE) gegründet, die zu meinen Lieblingsorganisationen zählt. Georg Greve, Präsidident der FSFE, hat mir mal für ein Netzpolitik-Interview einige Fragen zur Geschichte und Zweck der Organisation beantwortet. (Es gibt auch schon ein älteres Podcats-Interview mit Georg und unregelmässig schreibt er hier mit)

    Die amerikanische Free Software Foundation (FSF) ist seit Mitte der 80er Jahre aktiv. Wieso habt Ihr die FSFE gegründet?

    Hierfür waren mehrere Faktoren ausschlaggebend. Freie Software ist ein globales Phänomen, in dem Europa eine zentrale Rolle spielt. Dabei hat sich die Gemeinschaft spürbar verändert. Sie ist stark gewachsen und viele Probleme sind politischer geworden. Diese Aufgaben sind durch eine einzelne Organisation kaum weltweit abzudecken, und darüberhinaus ist es wichtig, den Dialog mit einer Gesellschaft in ihrem kulturellen Kontext zu führen. Die politischen Stile in den USA und in Europa sind durchaus unterschiedlich, auch Kommunikation funktioniert anders. Der Versuch, mit einem Ansatz beide Gebiete abdecken zu wollen, kann also nur bedingt erfolgreich sein.

    12. März 2007 2
  • : Telepolis-Serie: Zensur zwischen öffentlich und privat
    Telepolis-Serie: Zensur zwischen öffentlich und privat

    Telepolis hat eine sechsteilige Serie zu (Internet-)Zensur gestartet, die der Frage nachgeht: „Wer wacht über die Wächter?“

    Zensur zwischen öffentlich und privat, Teil 1

    Ist Zensur zu Anfang des 21. Jahrhunderts tatsächlich noch vorwiegend ein öffentlicher Eingriff oder dient sie in staatskorporatistischen Mischformen wie den „Selbstverwaltungsorganen“ nicht eher dazu, Produkten auch im Sinne großer Medienunternehmen den letzten kulturindustriellen Vereinheitlichungsschliff[1] zu verpassen? Und inwieweit nützt Zensur weniger schutzbedürftigen Verbrauchern (wie etwa Kindern) als Wettbewerbsinteressen – insbesondere wenn sie durch ursprünglich für andere Zwecke geschaffen Rechtsinstrumente wie das Urheber- das Marken- oder das Patentrecht ausgeübt wird?

    […]

    Verschiedene Länder kriminalisieren und zensieren nämlich verschiedenste Inhalte. Homosexualität etwa wird in vielen Ländern schwer bestraft – in Deutschland ist sie nach Aussagen [extern] führender Politiker „gut so.“ Die Bundesrepublik Deutschland wiederum kriminalisiert die Verwendung nationalsozialistischen Symbolguts und die Leugnung des Holocaust, während in den USA Holocaustleugner zu Diskussionen in Schulen eingeladen werden[3] . Irland verbietet Informationen über britische Abtreibungskliniken, in Oklahoma gilt Volker Schlöndorffs Film Die Blechtrommel als Kinderpornographie und in Alabama ist seit April 1998 der Verkauf von Vibratoren gesetzlich untersagt.

    12. März 2007 1
  • : Rechtliche Lage von Filesharing in Deutschland
    Rechtliche Lage von Filesharing in Deutschland

    Das Handakte Weblawg verweist auf einen Artkel zur rechtlichen Lage von Filesharing in Deutschland.

    In der aktuellen Ausgabe der juristischen Fachzeitschrift Kommunikation & Recht (K&R) ist ein mehrseitiger Aufsatz (PDF) von Rechtsanwalt Christian Solmecke zum Thema Filesharing erschienen. Der Aufsatz beleuchtet zunächst umfassend die technische Situation der P2P Tauschbörsen und zeigt dann die verschiedenen Gerichtsurteile, die in den letzten Monaten ergangen sind, auf. (…)

    12. März 2007 2
  • : Konferenz des Verbraucherschutzministeriums zur digitalen Gesellschaft
    Konferenz des Verbraucherschutzministeriums zur digitalen Gesellschaft

    Das Verbraucherschutzministerium veranstaltet im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft am 14. und 15. März in Berlin den Kongress „Herausforderungen und Chancen in einer digitalisierten Welt: Beiträge der Verbraucherpolitik“. Der 15.März ist traditionell auch der Weltverbraucherschutztag.

    Hier ist die Ankündigung:

    Hochrangige Experten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung informieren und diskutieren am 14. und 15. März in Berlin über neue Möglichkeiten und Risiken beim Einsatz moderner digitaler Technologien sowie die notwendigen Konsequenzen für die Verbraucherpolitik.

    Digitale Technologien durchdringen und verändern fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Sie erleichtern den Zugang zu Information und bieten die Grundlage zu neuen Diensten, Handels‑, Kommunikations- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Mit den Möglichkeiten wachsen aber auch die Anforderungen an Sicherheit und Transparenz. Die europäische Verbraucherpolitik muss sich daher mit den neuen technischen Entwicklungen und ihren Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher auseinandersetzen. Um die verbraucherpolitische Meinungsbildung im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft weiter zu entwickeln, lädt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Konferenz „Herausforderungen und Chancen in einer digitalisierten Welt: Beiträge der Verbraucherpolitik“ am 14. und 15. März 2007 in Berlin ein.

    Das Konzept der Veranstaltung sieht zu wenigen Themenkomplexen immer einen Redebeitrag eines institutionellen Daten- oder Verbraucherschützers und eines Industrievertreters vor. In der abschliessenden Podiumsdiskussion „Herausforderungen und Chancen in einer digitalisierten Welt: Beiträge der Verbraucherpolitik“ tritt dann mit Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), auch nur eine dezidierte Verbraucherschützerin an. Dafür sitzt Dorothee Belz, Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Deutschland, auch auf dem Podium. Da sieht man schon die massiven Verschiebungen zu früheren Zeiten, als das ehemals grün-regierte Verbraucherschutzminsisterium den Foebud und andere als Redner zu diesen Fragestellungen eingeladen hatte. Aber immerhin besser als nichts. Bisher hat sich Seehofer zu diesem Politikbereich nur am 1. März zum Telemediengesetz geäussert. Da verkündet er allen Ernstes „Verbraucherschutz im Internet verbessert“. Auf seine Rede bin ich mal gespannt.

    Heise hatte im Februar schon von einer „Charta für Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ berichtet, die auf der Konferenz vorgestellt werden soll: Apple & Co. drohen Öffnungsklauseln für DRM bei Online-Musikshops.

    Nun hat das deutsche Verbraucherschutzministerium gemeinsam mit Verbraucherschutzverbänden eine „Charta für Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ erstellt, berichtet die Financial Times Deutschland. In dem Grundsatzpapier werde gefordert, dass Anbieter von Web-Musikshops wie Apple ihre geschlossenen Systeme öffnen müssten, um dem Verbraucher mehr Wahlmöglichkeiten zu eröffnen. Im iTunes Store gekaufte Songs müssten sich dann auch auf anderen Playern als dem iPod abspielen lassen, ohne dass der Anwender erst Konvertierungsorgien veranstalten muss. Es sei beabsichtigt, diese Charta auch auf europäischer Ebene zu verankern, der Entwurf zu der Charta solle nach bisherigen Plänen spätestens auf einer Konferenz der europäischen Verbraucherschutzminister Mitte März vorgestellt werden. Die europäischen Verbraucherschutzverbände hatten sich bereits Anfang des Jahres auf einen gemeinsamen Forderungskatalog geeinigt, um Apples DRM zu öffnen.

    Hier nochmal ein Verweis auf unsere ausführliche Berichterstattung von einer VZBV-Pressekonferenz im Juni letzten Jahres zu diesem Thema: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen. Zur Popkomm 2005 hatten wir uns mal einige Online-Shops genauer angeschaut: Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz. Auf der Pressekonferenz hatten wir ein vier Minuten langes Interview mit Patrick von Braunmühl von der Verbraucherzentrale Bundesverband geführt:

    Hier klicken, um den Inhalt von video.google.com anzuzeigen.

    Das vollständige Kongressprogramm finden sich unter www.konsumentdigital.de. Auf der Webseite gibt es eine Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Verbraucher- und Ernährungspolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einer Lang- und Kurzfassung. Die ist zwar auf Ende November 2006 datiert, war mir aber bisher nicht bekannt. Und es finden sich interesante Stellen in dem Papier, die zivilgesellschaftliche Forderungen aufnehmen.

    Privacy Enhancing Technologies (PETs) bereits in der Design-Phase implementieren:

    (62) Risikoberücksichtigende Informationspolitik greift ex ante. Hier ist ein grundsätzliches Umdenken erforderlich. Verantwortliche Innovation fordert ein öffentliches Engagement bereits in der Entwicklungsphase von neuen Systemen und Technologien seitens der Regierung und der Konsumenten bzw. deren Vertreter. Klassisches Mittel ist die Einrichtung von Konsultationsprozessen, wie sie in Großbritannien bereits praktiziert werden. Das muss nicht notwendig mit Hilfe gesetzlicher Regeln geschehen. Freiwillige Verhaltenskodices der betroffenen IT-Industrien bzw. der Entwickler können den Weg für einen Umdenkungsprozess ebnen. Ziel der Konsultationen muss ein Privacy Impact Assessment (PIAs) neuer Technologien (in Kanada obligatorisch) sein, um sicherzustellen, dass mit den neuen Technologien eine entsprechende Verbraucherkompetenz entwickelt wird. Privacy Enhancing Technologies

    (PETs) bereits in der Design-Phase könnten potentielle Missbräuche technisch ausschließen.

    „Recht auf Zugang zur digitalen Welt“:

    (64) Dieses Ziel kann ohne Einsatz staatliche Politikinstrumente nicht erreicht werden. Traditionelle kompensatorische Maßnahmen zielen auf einen Ausgleich der Benachteiligung. Hier rückt das Recht in eine prominente Stellung. Der Zugang zur digitalen Welt hat heute den identischen Stellenwert wie die Sicherstellung der Grundversorgung mit Strom, Wasser und Gas. So wie jeder Verbraucher ein Recht darauf hat, mit Elektrizität und mit Wasser beliefert zu werden, hat er auch ein Recht, Zugang zur digitalen Welt zu erhalten. Dieses Recht erschöpft sich nicht in der Bereitstellung eines technischen Anschlusses. Zugang verlangt mehr, verlangt die Möglichkeit und die Fähigkeit, sich die Errungenschaften der digitalen Welt auch erschließen zu können. Das gilt auch und gerade für besonders schutzbedürftige Gruppen der Bevölkerung. Nur so haben alle eine Chance auf Teilnahme. Insoweit wird zu überlegen sein, ob den Verbrauchern der Zugang zu garantieren ist, so wie es auch bei der Energieversorgung und der Telekommunikation der Fall ist.

    Stärkung der Verbraucherrechte im Urheberrecht:

    (66) Die Europäische Gemeinschaft hat den Schutz der Anbieter von digitalen, urheberrechtlich geschützten Inhalten in den letzten Jahren ständig weiter ausgebaut, weitgehend ohne auf die Rückwirkungen einzugehen, die für den Verbraucher aus der Einschränkung der privaten Nutzungsmöglichkeiten resultieren. Die Rechtsentwicklung bewegt sich auf eine zunehmende Kriminalisierung derjenigen Verbraucher zu, die den Urheberschutz nicht beachten. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten und eine adäquate private Nutzung ermöglicht werden.

    Auf der Webseite erfährt man auch, dass die Veranstaltung von der Agentur berlinpolis im Auftrag des BMELV durchgeführt“. Bin gerade etwas über die Rolle von berlinpolis verwundert. Dachte bisher, das wäre ein „Think-Tank für die Politik von morgen“, der im Bereich der Netzpolitik bisher nur durch die Forderung nach einer stärkeren Kontrolle des Internets öffentlich aufgetreten ist:

    In einem online nicht frei zugänglichen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung fordert Daniel Dettling vom Berliner Thinktank Berlinpolis eine stärkere Kontrolle des Internet. Weil das Internet als „Fernuniversität der Gewalt“ funktioniere, müssten Kämpfer gegen den internationalen Terrorismus das Internet penibel kontrollieren, um zu verhindern, dass „kulturelle Fingerabdrücke“ (Meme) wie Viren übertragen werden. Als Beispiel nennt Dettling, dass das Mem vom Selbstmordattentäter so attraktiv werden könne, dass es von anderen Kulturen memetisch kopiert werde.

    Es hat einen komischen Anschein, wenn ein Lobby-Verein, dessen Vorsitzender in dieser Position mehr Kontrolle im Netz fordert, eine Konferenz für die Bundesregierung im Bereich Verbraucherrechte organisiert.

    11. März 2007 4
  • : Technische Optionen für die Online-Durchsuchung
    Technische Optionen für die Online-Durchsuchung

    Bei Heise Security werden verschiedene technische Optionen für die Online-Durchsuchung vorgestellt: Bundestrojaner: Geht was – was geht.

    Die meinen das Ernst: Das unbemerkte Durchsuchen von PCs durch Ermittlungsbehörden soll gesetzlich geregelt und anschließend auch technisch umgesetzt werden. Und rein technisch wäre das sogar machbar. Doch erst bei genauer Betrachtung zeigt sich, in welches Dilemma die Behörden dabei geraten.
    […]
    Letztlich ergibt sich durch den Bundestrojaner für die Behörden ein unlösbarer Interessenkonflikt: Einerseits fordern und fördern sie Sicherheitsmaßnahmen – und auf der anderen sind es genau diese Sicherheitsmaßnahmen, die ihnen den Zugriff auf die gewünschten Information verwehren. Entweder verbietet man effiziente Schutz-Software oder man versucht genau diese Schutz-Software immer wieder auszutricksen – und findet sich dabei in der Gesellschaft von Kriminellen wieder. Jedes Loch in Sicherheitssoftware kann auch für Betrügereien, Spionage oder andere kriminelle Aktivitäten genutzt werden – insbesondere, wenn der Bundestrojaner schon demonstriert, wie das geht. Und wenn Beamte Kenntnis von solchen Lücken hätten und nicht für ihre Beseitigung gesorgt haben, träfe sie zumindest eine Mitverantwortung.

    Und um Missverständnissen vorzubeugen: Selbstverständlich kann man sich gegen all die hier geschilderten Einbruchsversuche schützen. Gegen Trojaner in der Mail hilft konsequentes Nachfragen beim angeblichen Absender vor dem Öffnen eines Dateianhangs. Eventuelle Manipulationen von Trojaner-Proxies werden durch digitale Signaturen, Vergleiche von Prüfsummen und SSL-Downloads entlarvt. Selbst das Encase FIM Servlet lässt sich ziemlich sicher mit speziellen Antirootkit-Tools und entsprechendem Knowhow aufspüren und neutralisieren. Und die potenziellen Zielpersonen staatlich angeordneter Überwachungsmaßnahmen werden mit bei den ersten sein, die diese Wissen konsequent nutzen, um sich zu schützen.

    Interessant ist auch der Beitrag „Bundestrojaner, Sina-Boxen und Mailüberwachung“ in der „wunderbaren Welt von Isotopp“.

    11. März 2007 1
  • : Verbrauchervorteile durch Kopierschutz?
    Verbrauchervorteile durch Kopierschutz?

    IBM will wohl weiter Kopierschutzsysteme an die Unterhaltungsindustrie verkaufen: IBM: „Kopierschutz führte DVD zum Erfolg“.

    „Ein zuverlässiger Kopierschutz hat die DVD zum erfolgreichsten Medium gemacht, das jemals eingeführt wurde“, erklärt IBM-Kopierschutzexperte Don Leakes. Ein anfänglich zufrieden stellender Schutz sei die Grundvoraussetzung dafür gewesen, dass die Filmindustrie das Format zum Vorteil aller Konsumenten angenommen und gefördert habe, so Leakes. Ähnliches erwartet sich der IBM-Experte auch bei der Einführung der High-Definition-Nachfolgeformate Blu-ray und HD-DVD, die beim Schutz ihrer Inhalte auf die Verschlüsselungstechnologie „Advanced Access Content System“ [AACS] setzen.

    Der Vorteil des Kopierschutzes für die Verbraucher besteht übrigens darin, dass man zerkratzte DVDs ohne Ersatz im Sondermüll entsorgen darf, diese nicht auf jedem Gerät abspielbar sind und Verbraucherrechte wie die Privatkopie beschnitten werden. Es muss ja der Hölle gleichkommen, wenn Verbraucher sich selbstbestimmt aussuchen können, wo, wann und wie sie ein erworbenes Medium abspielen wollen, der Kauf nachhaltig ist, ihre Verbraucherrechte respektiert werden und sie die Medieninhalte auch noch weiter remixen dürfen.

    10. März 2007 1
  • : Animation: Big Brother State
    Animation: Big Brother State

    Bewusstseinsschaffung für Datenschutzfragestellungen: „Big Brother State“ ist eine schöne Flash-Animation von David Scharf von der Fachhochschule Augsburg und wurde unter einer Creative Commons Sampling LIcence veröffentlicht. Die Animation kann auf der Seite angeschaut und in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden. Spread the message.

    Hier ist die 40 MB grosse OGG-Version. Ich bekomme gerade leider keinen vernünftigen Screenshot hin, freue mich aber über einen.

    Ich habs auf BoingBoing gebracht und schon steht es auf Youtube:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    [Danke an Paul]

    9. März 2007 13
  • : C‑Span will Creative Commons Lizenzen nutzen
    C‑Span will Creative Commons Lizenzen nutzen

    Der US-Kongress TV-Sender „C‑Span“ hat die zukünftige Verwendung von Creative Commons Lizenzen und eine Liberalisierung der eigenen Copyright-Politik verkündet:

    Advancing its longstanding mission of bringing government closer to the people, C‑SPAN announced today two major initiatives designed to greatly expand citizen access to its online video of federal government activities, such as congressional hearings, agency briefings, and White House events. These actions are intended to meet the growing demand for video about the federal government and Congress, in an age of explosive growth of video file sharers, bloggers, and online ‚citizen journalists.’ The policy change is effective immediately.

    · C‑SPAN is introducing a liberalized copyright policy for current, future, and past coverage of any official events sponsored by Congress and any federal agency– about half of all programming offered on the C‑SPAN television networks–which will allow non-commercial copying, sharing, and posting of C‑SPAN video on the Internet, with attribution.

    Schönes Vorbild und nette Begründung. Ich hätte jetzt auch gerne Phoenix unter CC-Lizenzen. Und den Rest auch, der mit öffentlichen Geldern finanziert wird.

    9. März 2007
  • : Datenschutz bei den Online-Tickets der Deutschen Bahn?
    Datenschutz bei den Online-Tickets der Deutschen Bahn?

    Manchmal ist es bequemer, bei der Deutschen Bahn ein Ticket online zu kaufen. Allerdings sollte man beachten, dass man weniger flexibel damit ist. Nicht nur ist ein späterer Zug nicht mehr wirklich möglich und übertrag ist es auch nicht – dazu ist auch der Datenschutz weniger gewährleistet. Patrick Breyer hat mal versucht, bei der Bahnen entsprechende Informationen zu bekommen, was mit seinen Daten passiert. Eine Reaktion gabs bisher nicht, aber jeder Bahnnutzer kann diese Muster-Mail mal an die Bahn schicken:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit widerspreche ich der Verwendung meiner Daten zur Kundenbetreuung und verlange eine sofortige Löschung der Reisedaten. Schließlich widerspreche ich der Nutzung oder Weitergabe meiner Daten zu Zwecken der Werbung, Markt- oder Meinungsforschung. Bitte bestätigen Sie mir, dass Sie dem Rechnung tragen werden.

    Mit freundlichem Gruß

    9. März 2007 9
  • : Entschließung zur Online-Durchsuchung
    Entschließung zur Online-Durchsuchung

    Bei der 73. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, die vom 08. bis 09. März 2007 in Erfurt stattfand, wurde eine „Entschließung“ zur „Online-Durchsuchung“ beschlossen: Keine heimliche Online-Durchsuchung privater Computer.

    Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder wenden sich entschieden gegen die Einführung entsprechender Eingriffsgrundlagen sowohl im repressiven als auch im präventiven Bereich. Sie appellieren an die Gesetzgeber, es beim bisherigen Rechtszustand des „offenen Visiers“ zu belassen. Der Staat darf nicht jede neue technische Möglichkeit ungeachtet ihrer Eingriffstiefe zur Ausforschung einsetzen. Dies gilt auch dann, wenn wichtige Belange, wie z. B. die Strafverfolgung, betroffen sind. Hier ist ein Umdenken erforderlich. Es muss ein Raum der Privatsphäre bleiben, der nicht durch heimliche staatliche Überwachungsmaßnahmen ausgehöhlt werden darf.

    Eine heimliche Online-Durchsuchung greift tief in die Privatsphäre ein. Die auf einem Computer gespeicherten Daten können aufgrund ihrer Vielzahl und besonderen Sensibilität Einblick in die Persönlichkeit der Betroffenen geben. Der Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung wird gefährdet, wenn der Staat heimlich und fortdauernd in private Computer eindringt, um dort personenbezogene Daten auszuspähen. Dies gilt umso mehr, wenn Nachrichtendienste die Möglichkeit heimlichen Zugriffs auf diese Informationen erhalten, obwohl ihnen nicht einmal die offene Erlangung durch eine Beschlagnahme gestattet ist.

    9. März 2007 3
  • : Das Ende der Geheimnisse
    Das Ende der Geheimnisse

    In der Zeit vermarktet ein Autor sein Buch über „Das Ende der Geheimnisse“ mit einem Artikel über eben jene, etwas Datenschutz und die Privatsphäre. In der Zeit stand schonmal besseres, aber ein paar interessante Sachen sind doch zu finden.

    Doch während Thriller wie eh und je die Bestsellerlisten stürmen, scheint uns der Verlust unseres Privatlebens nur wenig auszumachen. Die meisten haben sich damit abgefunden, dass Pässe mit biometrischen Daten ausgestellt werden, anhand deren Bewegungsprofile von Reisenden erstellt werden können. Geheimdienste dürfen seit den Antiterrorgesetzen von Otto Schily den Standort von Handys ermitteln, Banken wurden verpflichtet, dem Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst Auskunft über Kontobewegungen zu geben, Fluggesellschaften wiederum müssen auf Anfrage preisgeben, ob jemand auf ihrer Reiseliste steht.

    [Danke Benedikt]

    8. März 2007 1
  • : Fachgespräch zu „Bürgerrechtsschutz im digitalen Zeitalter“
    Fachgespräch zu „Bürgerrechtsschutz im digitalen Zeitalter“

    Die Grüne Bundestagsfraktion lädt zu einem Fachgespräch über „Bürgerrechtsschutz im digitalen Zeitalter“ ein. Die Veranstaltung findet am 26. März 2007, von 12.30 – 17.00 Uhr, im Paul-Löbe-Haus (Bundestag) in Raum E 800 statt. Und ich frag mich ja immer noch, warum ich für sowas im Jahre 2007 immer noch Einladungen als doc-Dokument geschickt bekomme. Aber das Programm klingt interessant und ich werds mir wohl anschauen gehen. Man muss sich aber rechtzeitig anmelden.

    „Bürgerrechtsschutz im digitalen Zeitalter“

    Mit der heimlichen Online-Durchsuchung hat die große Koalition ein neues Kapitel der Bedrohung von Bürgerrechten aufgeschlagen. Das fein austarierte Verhältnis staatlicher Eingriffsrechte und grundrechtlich geschützter Abwehrbefugnisse der Bürgerinnen und Bürger steht vor einer Zerreißprobe. Der Staat greift auf die im PC oder Notebook gespeicherten Daten zu und erhält damit ein vollständiges Abbild der Privat- und Intimsphäre vieler Bürgerinnen und Bürger.

    8. März 2007 9
  • : Online-Durchsuchung im Deutschlandradio Kultur
    Online-Durchsuchung im Deutschlandradio Kultur

    Deutschlandradio Kultur hat heute über die Diskussion rund um Online-Durchsuchung berichtet: „Fahnden im PC – welche Zugriffsrechte hat der Staat?“ (MP3, 1:49 Minuten)

    Mit einfachen Worten wird die Diskussion für die Hörer auf den Punkt gebracht:

    „Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble reicht das nicht. Er will den vollkommen gläsernen Internetbenutzer und PC-Anwender. Deswegen sollen Ermittlungsbehörden Personalcomputer mit Computerviren online durchsuchen dürfen.“…

    Und im zweiten Teil gibt es ein Interview mit Johann Bizer vom ULD: „Sollen Online-Durchsuchungen von PCs zugelassen werden?“ (MP3, 9:21 Minuten)

    Update:

    Bei Heise gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung des Interviews mit Johann Bizer: Datenschützer warnen vor Kollateralschäden bei Online-Durchsuchungen.

    8. März 2007 1
  • : Offener Brief an Steve Jobs wegen DRM
    Offener Brief an Steve Jobs wegen DRM

    Die FSF-Kampagne „Defective by Design“ hat einen offenen Brief an Steve Jobs als Antwort auf seinen Offenen Brief an die Musikindustrie bezüglich DRM geschrieben.

    Sign this letter to Steve Jobs asking him to back his pledge on DRM by April 1. We will send this letter with your comments to Steve on April 1, with a big thank you because he has taken one of these actions, or a jesters hat for him to wear if he doesn’t. We will publish the best/funniest comments through out the month!

    Update – Das Beste hatte ich noch vergessen:

    7. März 2007 3
  • : Türkei blockiert YouTube
    Türkei blockiert YouTube

    Das scheint ja langsam Sport zu werden: Türkei blockiert YouTube.

    Ein türkisches Gericht hat nach Protesten gegen ein bizarres Video auf YouTube die Sperre der Online-Videoplatform angeordnet. Begründet wurde der Schritt damit, dass auf YouTube Videos zu sehen seien, in denen der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Ataturk beleidigt werde.

    Der grösste türkische Provider Turk Telekom hat daraufhin Youtube gefiltert. Bei dem Video handelt es sich wohl um ein MashUp von Griechen, die den türkischen Gründer Atatürk mit rosa Wangen ausgestattet haben und ihn wohl den Satz „Ich bin der Vater der schwulen Türken.“ sagen lassen. Meine Güte, was für eine Homo-Phobie und Unentspanntheit.

    Update: Also gar nicht geht ja das Gelabber von „VIRTUELLER KRIEG“ in diesem Zusammenhang, wie man es bei Spiegel-Online findet…

    7. März 2007 15
  • : Wofür so eine Patentbehörde alles gut ist
    Wofür so eine Patentbehörde alles gut ist

    Wofür so eine Patentbehörde alles gut ist, sieht man in den USA. Dort werden Studien finanziert, die dann feststellen: Filesharing macht unbedarfte Nutzer zu Kriminellen. Wissen wir doch schon. Aber Schuld sind nicht die Tauschbörsen, sondern die Urheberrechtsgesetze. Das kann man auch ohne Studie herausfinden.

    Nutzer von P2P-Filesharing-Programmen würden häufig ohne ihr Wissen zu Urheberrechtsverletzern, warnt des US Patent and Trademark Office (USPTO). Die US-Behörde malte in einer jetzt veröffentlichten Auftragsstudie (PDF-Datei) ein düsteres Szenario und forderte weitere Untersuchungen, um die betrügerische Natur gebräuchlicher P2P-Software festzustellen. Durch automatische Redistribution von lokal gespeicherten Mediendateien, Suchläufe und automatische Freigabe bestimmter Datenbereiche sorgten die P2P-Distributoren dafür, dass Dateien vom Rechner des Nutzers auch ohne dessen Wissen und Zutun im entsprechenden Netz verbreitet würden, meint man beim USPTO. […] Den P2P-Programmierern und Plattformanbietern wird in dem Bericht eine erhebliche kriminelle Energie im Bemühen unterstellt, urheberrechtsrelevante Daten aus dem Fundus des Nutzers verfügbar zu machen.

    7. März 2007 2
  • : Frankreich macht Gesetze gegen Citizen Journalism
    Frankreich macht Gesetze gegen Citizen Journalism

    Wenn man als „Nicht-Journalist“ in Frankreich die Polizei beim verprügeln von Bürgern sieht, darf man dies nicht filmen. Und auch keine Videos oder Bilder auf Webseiten veröffentlichen.

    The French Constitutional Council has approved a law that criminalises the filming or broadcasting of acts of violence by people other than professional journalists. The law could lead to the imprisonment of eyewitnesses who film acts of police violence, or operators of websites publishing the images, one French civil liberties group warned today.

    Wo kämen wir denn auch hin, wenn jeder Bürger einfach die Polizei beim misshandeln von Bürgern filmen würde? Beim britischen PCAdvisor gibt es als Beispiel den Fall von Rodney King, der vor 16 Jahren in Los Angeles verprügelt wurde, was von einem Hobby-Filmer mitgeschnitten wurde. Das würde in Frankreich jetzt Knast bedeuten. Und das veröffentlichen der Filme oder Bilder bis zu fünf Jahren Knast und eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro.

    The government has also proposed a certification system for websites, blog hosters, mobile-phone operators and internet service providers, identifying them as government-approved sources of information if they adhere to certain rules. The journalists’ organisation Reporters Without Borders, which campaigns for a free press, has warned that such a system could lead to excessive self censorship as organisations worried about losing their certification suppress certain stories.

    Hat jemand noch andere Quellen dazu?

    Update: Einen Tag später findet sich was auf Heise und Telepolis dazu.

    7. März 2007 10
  • : CCC-Camp 2007: Call for Participation
    CCC-Camp 2007: Call for Participation

    Für das Chaos Communication Camp 2007 wurde jetzt ein „Call for Participation“ gestartet.

    We ask you to participate in the third Chaos Communication Camp on August, 8th to 12th, 2007 near Berlin, Germany. The Chaos Communication Camp is organized by the Chaos Computer Club (CCC). It is an international, five-day open-air event for hackers and associated life-forms. The Camp features two conference tracks with interesting lectures. Workshops will take place in a central workshop area and in thematic „villages“, organized by various groups.

    You can participate! Bring your tent and join the villages. The Camp has everything you need: power, internet, food, music, sun and fun. The large area features enough space to camp. The Camp is intended to promote the exchange of technical, social and political ideas and concepts to find ways to make this world a little bit more friendly for intelligent beings, be they carbon-based or otherwise. The conference languages are English and German.

    Das Camp findet vom 8. bis 12. August 2007 auf dem Flughafen Museum Finowfurt nahe Berlin statt.

    6. März 2007