Liebe Leser*innen,
in zwei Bundesländern hat sich die Polizei Daten von Databrokern beschafft: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In letzterem waren es sogar Handy-Standortdaten der Werbe-Industrie. Fachleute halten das für rechtswidrig. Neun Bundesländer wollten unsere Fragen hierzu partout nicht beantworten – wir wissen also nicht, ob sie auch beim Geschäft der Databroker mitmischen.
„Der Staat sollte uns vor Tracking-Firmen und Datenhändlern schützen, nicht mit ihnen Geschäfte machen“, kommentiert mein Kollege Ingo Dachwitz, der mit mir und dem Bayerischen Rundfunk die Databroker-Recherchen vorantreibt. Ich finde, das trifft es auf den Punkt.
Bis die Tage
Sebastian

Schreibe eine Ergänzung!