Liebe Leser:innen.
Auch dieser Newsletter, den wir drei Mal pro Woche verschicken, ringt um eure Aufmerksamkeit. Falls ihr also bis hierher gekommen seid: Danke.
Denn es ist ja nicht so, als hättet ihr gerade nicht genug zu tun: Die Union macht im Bundestag gemeinsame Sache mit Faschisten, im Wahlkampf scheint es nur noch das Thema Migration zu geben, während so viele der real existierenden Probleme keine Rolle mehr spielen. Selbst die Grünen steigen bei diesem populistischen Eskalationswettbewerb mit ein. Mehr denn je gilt in diesem Bundestagswahlkampf die populistische Strategie, die Trumps Wahlkampf-Manager schon vor Jahren ausgerufen hatte: „Flood the zone with shit“. Man behauptet so lange unfundiert Dinge, bis die Wahrheit darunter vollkommen verschüttet liegt.
Wie können Medien in dieser Situation noch sinnvoll umgehen mit unfundierter Hetze, etwa mit einem Kanzlerkandidaten, der von täglichen Gruppenvergewaltigungen durch Geflüchtete spricht? Oder mit Politiker:innen, die trans* Personen zu einer Bedrohung erklären, statt ihnen ein Recht auf Schutz vor Gewalt zuzugestehen? Und wie bewahren wir uns bei dieser programmierten Bullshit-Überlastung noch den Glauben an die Demokratie? Damit beschäftigt sich unsere Kolumnistin Bianca Kastl diese Woche.
Von ihr kommt auch der Schlusssatz: „Das Falsche vom Kurs abzubringen, wird nicht einfach.“
Bleibt trotzdem dran und danke für die Aufmerksamkeit
Chris
