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Auf den PunktVor dem Start verstolpert.

  • Daniel Leisegang

Liebe Leser:innen,

die elektronische Patientenakte gerät ins Straucheln, noch bevor sie richtig an den Start geht. Vor zwei Tagen berichteten mehrere Medien übereinstimmend, dass sich der bundesweite Roll-out verzögert. Sie bezogen sich auf das Schreiben einer Abteilungsleiterin an den Bundesverband Gesundheits-IT. Demnach sei der bisherige Zeitplan „trotz aller Bemühungen auf allen Seiten“ nicht mehr zu halten.

Inzwischen hat die Abteilungsleiterin auf LinkedIn (sic!) und das Gesundheitsministerium auf Anfrage von netzpolitik.org die „Gerüchte“ um den ePA-Start richtiggestellt. Die ePA komme wie geplant schrittweise nach dem 15. Januar – allerdings mit weniger Funktionen. Weitere gibts erst, wenn die Pilotphase in den Modellregionen erfolgreich absolviert sind. Die soll nicht mehr als vier Wochen dauern, verspricht das Ministerium.

Ich würde also sagen, es bleibt ein Rennen mit offenen Ausgang.

Daniel

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Über die Autor:innen

  • Daniel Leisegang
    Darja Preuss

    Daniel ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den "Blättern". 2014 erschien von ihm das Buch "Amazon – Das Buch als Beute"; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik "Medienkritik". Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine und dem Kuratorium der Stiftung Warentest an.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28‬ (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr).


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Ein Kommentar zu „Vor dem Start verstolpert.“


  1. Danke für das Update in Sache ePA.

    Ich selbst habe komplett(!) widersprochen.
    Nachteile sollen mir ja dadurch nicht entstehen.

    Mal sehen, wie es sich entwickelt.

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