Liebe Leser:innen,
die elektronische Patientenakte gerät ins Straucheln, noch bevor sie richtig an den Start geht. Vor zwei Tagen berichteten mehrere Medien übereinstimmend, dass sich der bundesweite Roll-out verzögert. Sie bezogen sich auf das Schreiben einer Abteilungsleiterin an den Bundesverband Gesundheits-IT. Demnach sei der bisherige Zeitplan „trotz aller Bemühungen auf allen Seiten“ nicht mehr zu halten.
Inzwischen hat die Abteilungsleiterin auf LinkedIn (sic!) und das Gesundheitsministerium auf Anfrage von netzpolitik.org die „Gerüchte“ um den ePA-Start richtiggestellt. Die ePA komme wie geplant schrittweise nach dem 15. Januar – allerdings mit weniger Funktionen. Weitere gibts erst, wenn die Pilotphase in den Modellregionen erfolgreich absolviert sind. Die soll nicht mehr als vier Wochen dauern, verspricht das Ministerium.
Ich würde also sagen, es bleibt ein Rennen mit offenen Ausgang.
Daniel
