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Die Freiheit, die sie meinen?

Die Sozialistische Jugend Linz (Österreich) zeigt, wie man sich als politische Jugendorganisation auf lokaler Ebene für die Förderung einer freien Wissensgesellschaft einsetzen kann. Die Kampagne „Mach Dich frei“ informiert über verschiedene Aspekte und klärt darüber auf. Es gibt die Mini-Broschüre „Freies Wissen. Freies Linz.“ (PDF), das eigene Magazin „QUER“ hat eine Sondernummer zu „Die Freiheit,…

  • Markus Beckedahl

Die Sozialistische Jugend Linz (Österreich) zeigt, wie man sich als politische Jugendorganisation auf lokaler Ebene für die Förderung einer freien Wissensgesellschaft einsetzen kann. Die Kampagne „Mach Dich frei“ informiert über verschiedene Aspekte und klärt darüber auf. Es gibt die Mini-Broschüre „Freies Wissen. Freies Linz.“ (PDF), das eigene Magazin „QUER“ hat eine Sondernummer zu „Die Freiheit, die sie meinen“ (PDF) und eine Pocket-Card (PDF) informiert über Bloggen, freie Software und Co.

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Das Motiv gibt es auch als Plakat-Download.

Die konkrete Forderungen sind:

* Einen Rechtsanspruch aller Linzer Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Linz auf kostenlosen Zugang zu „digitalen öffentlichen Raum“ in Form von Webspace für die nichtkommerzielle Nutzung im Umfang von mindestens 1 Gigabyte.
* Förderung des Einsatzes von Freier Software in Schulen, in der Verwaltung, den kontrollierten Unternehmen sowie in der Bevölkerung. Insbesondere bei der Neuanschaffung von Soft- und Hardware ist auf ihre Plattformunabhängigkeit Rücksicht zu nehmen.
* Bei der Veröffentlichung von Inhalten durch die Stadt Linz und von ihr kontrollierten Unternehmen soll in Hinkunft geprüft werden, ob eine Lizenzierung der Inhalte unter einer freien Lizenz (z.B. einer Creative-Commons-Lizenz) möglich und sinnvoll ist.
* Bei der Vergabe von Förderungen soll in Hinkunft die erhöhte Förderwürdigkeit von Werken berücksichtigt werden, die unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden.
* Außerdem soll die Stadt Linz sämtliche von ihr finanzierte, geförderte oder erstellte Werke – sofern möglich – unter einer freien Lizenz (z.B. Creative Commons) veröffentlichen und für eine Weiternutzung im Internet zugänglich machen.

Die Sozialistische Jugend in Österreich ist am ehesten vergleichbar mit den deutschen Jusos, allerdings ist der Jugendverband keine Teilorganisation der SPÖ, sondern unabhängig von der „Mutterpartei“. Von den deutschen Jusos hört man leider überhaupt nichts in diesem Themenfeld.

Kennt Ihr noch ähnliche Beispiele von politischen Jugendorganisationen aus dem deutschsprachigen Raum?

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Die Freiheit, die sie meinen?“


  1. Torsten

    ,

    Wann kommt die Abmahnung von Apple?


  2. Ich denke, man kann die Sozialistische Jugend in Österreich eher mit der Sozialistischen Jugend in Deutschland (http://www.wir-falken.de/) als mit den Jusos vergleichen. Wenn man schon vergleichen muss ;)


  3. […] Recherche, sondern daran, dass von Seiten der Jusos keine Stellungnahme vorliegt (was u.a. hier moniert […]

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