Über den „Digitalpakt #D“ zur Förderung der „Digitalen Bildung“ in Deutschland ist bislang wenig Konkretes bekannt. Lediglich die Höhe der Bundesinvestitionen für die technische Ausstattung von Schulen steht im Koalitionsvertrag: 3,5 Milliarden Euro sollen in dieser Legislaturperiode fließen. Etwas mehr Aufschluss bietet jetzt eine noch nicht veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP, über die der Tagesspiegel heute berichtet. Ihr zufolge setzt die Große Koalition auf eine „Bring Your Own Device“-Strategie. Schulen sollen im Rahmen des Digitalpakts nicht mit digitalen Endgeräten aufgerüstet werden.
Voraussetzung für die Realisierung des Digitalpaktes ist eine bislang noch nicht abgeschlossene Bund-Länder-Vereinbarung, in der Details festgelegt werden. Schon bisher war bekannt, dass der Schwerpunkt der Bundesförderung darauf liegen soll, Schulen mit schnellem Internet zu versorgen. Dass gar kein Geld für Endgeräte fließen soll, sei mit den Ländern abgestimmt, heißt dem Bericht zufolge vom Parlamentarischen Staatssekretär im Bildungsministerium, Thomas Rachel. Dem widerspricht die FDP:
Aus der FDP heißt es auch, dass die Kulturministerkonferenz (KMK) keineswegs das Modell „Bring Your Own Device“ favorisiere, wie es die Bundesregierung in ihrer Antwort schreibt. Dies werde von den Ländern allenfalls als „Option“ gesehen. Tatsächlich findet sich in dem von der KMK 2016 verabschiedeten Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ keine eindeutige Festlegung auf eben jene Handhabung.
