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China rüstet Polizei mit Gesichtserkennungsbrillen aus

Der neue Überwachungsweltmeister China rüstet derzeit Polizisten mit Brillen aus, die zur mobilen Videoüberwachung und Gesichtserkennung genutzt werden können. Unter Berufung auf einen Artikel des Wall Street Journals berichtet Standard.at: Pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest [Anm.: am 16. Februar] hat die chinesische Polizei begonnen, Brillen zu nutzen, die kleine Kameras mit Gesichtserkennungsfunktion besitzen. Wie Wall Street…

  • Markus Reuter
Ein chinesischer Polizist - mit Zigarette und ohne Überwachungsbrille. CC-BY-NC-ND 2.0: evanse1

Der neue Überwachungsweltmeister China rüstet derzeit Polizisten mit Brillen aus, die zur mobilen Videoüberwachung und Gesichtserkennung genutzt werden können.

Unter Berufung auf einen Artikel des Wall Street Journals berichtet Standard.at:

Pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest [Anm.: am 16. Februar] hat die chinesische Polizei begonnen, Brillen zu nutzen, die kleine Kameras mit Gesichtserkennungsfunktion besitzen. Wie Wall Street Journal berichtet, sollen sie einerseits genutzt werden, um Ausweiskontrollen auf diese Weise effizienter und schneller durchzuführen, andererseits soll es so aber auch möglich sein, Orte zu überwachen, die eine stehende Kamera nicht aufnehmen kann.

China rüstet derzeit seine Überwachungssysteme in rasender Geschwindigkeit aus: die DNA- und Biometriedaten ganzer Bevölkerungsgruppen werden erfasst, ein Social-Scoring-System ausgebaut, die Kommunikation über den Messenger WeChat kontrolliert sowie eine allgegenwärtige Videoüberwachung mit Gesichtserkennung bis zum Jahr 2020 aufgebaut.

Über die Autor:innen

  • Markus Reuter

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP)


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4 Kommentare zu „China rüstet Polizei mit Gesichtserkennungsbrillen aus“


  1. Noch vor ein paar Jahren hat man sich in Deutschland ständig über die Menschenrechtslage in China beschwert. Diese Beschwerden sieht man heute immer seltener. Möglicherweise liegt der Grund darin, dass die Unterschiede zwischen uns und China in dieser Hinsicht immer geringer werden. Man sollte sich aus diesem Grund vielleicht mal fragen: Was davon wäre in Deutschland mittelfristig oder langfristig unmöglich?


    1. Hans Georg

      ,

      Die aktuellen Unterschiede wären doch schon längst weg, wäre da nicht dieses lästige Gericht, diese Bundes dingens verfasungsbums blabla, was unserer GroKo so lästig ans Gesetzgeberbein pinkelt!


  2. System

    ,

    Wo gibt es die Brillen zu kaufen? Ich habe ein schlechtes Personengedächnis. Mit so einem Dings könnte ich alle mit Vornamen anquatschen, egal, ob wir uns früher schon mal sahen. Der „Staat“ braucht nur die Personaldaten zentral bereitstellen.…

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