Ebenso wie das spanische Telekommunikationsunternehmen Telefonica will auch die Deutsche Telekom die Netzneutralität aufweichen und Inhalteanbieter zur Kasse bitten. Das schreibt das Manager-Magazin relativ kritikfrei: Obermann will Google zur Kasse bitten.
Diese Ungleichgewicht will Obermann nun ausbalancieren. „Wir können nicht alles umsonst anbieten“, argumentiert der Telekom-Chef, „zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen“. Wer besonders datenintensive Premiuminhalte anbietet, soll demnach eine Gebühr entrichten. Je mehr Bandbreite ein bestimmter Web-Dienst benötigt und je öfter er genutzt wird, so die Logik, desto mehr soll der jeweilige Anbieter bezahlen. Neben den Internetkonzernen soll die Regelung große Filmstudios betreffen, die hoch auflösende Videos über das Web anbieten. Die Gründe für den Vorstoß leuchten ein.
Die Hintergründe und Probleme zu dieser Strategie werden z.B. in den Netzpolitik-Podcasts 074 und 081 beleuchtet.