Auf den PunktJetzt kommen die „smarten“ Überwachungskameras auch in deine Stadt.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

Überwachungskameras mit automatisierter Videoanalyse können Menschen identifizieren und erkennen, ob sie sich wie erwünscht verhalten. Ich war ja innerlich schon darauf vorbereitet, dass jetzt so nach und nach zentrale Plätze großer Städte damit ausgerüstet werden. Aber das, was die Regierungskoalition jetzt im absoluten Eilgang in ihre eh schon aus den Nähten platzende Überwachungsgesetzgebung gequetscht hat, macht da noch einmal eine ganz neue Dimension auf. Plötzlich geht es nämlich darum, Bahnhofskameras mit entsprechender Software aufzurüsten. Und von denen gibt es bereits richtig viele und zwar in fast jeder Stadt.

Die einzigen Menschen, die dann von der automatisierten Überwachung ausgenommen sind, sind die, die jeden Weg mit dem KfZ absolvieren. Wer genug Kohle für ein eigenes Auto und genug Umwelt-Ignoranz hat, es exzessiv zu benutzen, kann sich von der Überwachung freikaufen. Wenn ich da länger drüber nachdenke, bekomme ich richtig schlechte Laune. Aber die hilft ja nichts, deshalb habe ich meine Wut in einen Text kanalisiert.

Viel Spaß beim Lesen!

Martin

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Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung. Für Recherchen zur Spionage-App mSpy hat er gemeinsam mit Chris Köver 2026 den Sonderpreis Print des Datenschutz Medienpreises DAME erhalten.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042

    Foto: Darja Preuss


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