Auf den PunktWaten durch den KI-Sumpf.

  • Tomas Rudl

Liebe Leser:innen,

sogenannter AI Slop ist kaum noch aus dem Internet wegzudenken: Mal mehr, meist weniger sinn- und geschmackvolle Texte, Bilder oder sonstige digitale Inhalte lassen sich damit billig und massenhaft produzieren. Die Verbreitung übernehmen dann Online-Dienste – oder auch nicht. Wikipedia etwa hat jüngst eine neue Regel eingeführt, mit der Moderator:innen automatisiert erstellten KI-Quatsch schneller aus der freien Online-Enzyklopädie löschen können, siehe Ticker.

Ganz anders gehen kommerzielle soziale Netzwerke mit solchen Inhalten um. Vor allem auf TikTok machen sich auf Viralität getrimmte KI-Videos breit, wie meine Kollegin Karoline über eine aktuelle Studie berichtet. Dabei lässt sich ein Muster feststellen: So sollen 80 Prozent der KI-Inhalte auf der Video-Plattform von sogenannten „Agentic AI Accounts“ stammen, die mit synthetischen Videos auf Klickfang gehen. Dass sie meist nicht entsprechend gekennzeichnet sind, dürfte beim „Shrimp Jesus“ kaum ein Problem sein. Bei gezielten Manipulationskampagnen womöglich schon.

Liebe Grüße

Tomas

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Über die Autor:innen

  • Tomas Rudl
    Darja Preuss

    Tomas ist in Wien aufgewachsen, hat dort für diverse Provider gearbeitet und daneben Politikwissenschaft studiert. Seine journalistische Ausbildung erhielt er im Heise-Verlag, wo er für die Mac & i, c't und Heise Online schrieb.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky


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