Liebe Leser:innen.
Diese Woche hatte ich eine Mail von Doctolib im Postfach: Man aktualisiere die Datenschutzhinweise, es geht um irgendwas mit „neuen innovativen Produkten“. Ich mag die Plattform nicht und nutze sie nur unter Schmerzen, weil ich bei mehreren Praxen auf anderen Wegen keinen Termin mehr bekomme. Bitte nicht, dachte ich noch. Die Mail habe ich mir zur Seite gelegt, um sie später zu lesen.
Jetzt muss ich das nicht mehr, weil meine Kollegen Tomas und Anna es schon getan haben. Sie haben sich auch die neuen Datenschutzhinweise angeschaut und übersetzen das Gesäusel von Doctolib in Klartext. Doctolib will künftig die Daten seiner Nutzer:innen für das Trainieren von KI-Modellen verwenden. Ouch.
Egal, wem ihr demnächst eure Gesundheitsdaten anvertraut, bleibt aufmerksam.
Bis die Tage,
Chris

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Ein Kommentar zu „Terminbuchung mit Nebenwirkungen“
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Die Älteren unter uns kennen vielleicht noch den Spruch: „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“
Es wäre doch gelacht, wenn die Netzgemeinde es nicht schaffte dem gesellschaftsschädlichen Treiben von Doctolib ein legitimes Ende zu bereiten.
Arztpraxen, die keine herkömmliche Terminvereinbarung mehr ermöglichen, müssen geächtet werden. Es wird Zeit, vor Ort auf der Straße laut zu werden. Und es gibt ja auch noch Bewertungsportale für Arztpraxen. Let’s fight back!
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