Auf den PunktSchnelles Internet kommt nicht einfach aus der Dose.

  • Daniel Leisegang

Liebe Leser:innen,

möglichst schnelle Internetverbindungen, am besten überall und zu jeder Zeit – wer hätte dagegen etwas einzuwenden?

Dieses Ziel verfolgt auch die EU-Kommission. Sie peilt an, dass alle EU-Staaten bis 2030 über moderne Gigabit- und Mobilfunkverbindungen verfügen. Um die digitale Infrastruktur Europas zu stärken, schielt die Kommission allerdings auffällig oft in Richtung Großindustrie.

So auch beim geplanten Digital Networks Act. Er könnte den europäischen Telekommarkt umkrempeln, längst totgeglaubte Monopole wieder zum Leben erwecken und die Wahlfreiheit der Verbraucher:innen weiter einschränken, wie mein Kollege Tomas Rudl schreibt.

Der Text sei allen empfohlen, die sich nicht nur für schnelles Internet interessieren, sondern auch dafür, wo es herkommt.

Liebe Grüße

Daniel

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Über die Autor:innen

  • Daniel Leisegang
    Darja Preuss

    Daniel ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den "Blättern". 2014 erschien von ihm das Buch "Amazon – Das Buch als Beute"; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik "Medienkritik". Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine und dem Kuratorium der Stiftung Warentest an.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28‬ (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr).


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