Auf den PunktMilliarden für Palantir.

  • Chris Köver

Liebe Leser*innen,

offenbar kommt derzeit kaum einer unserer Newsletter ohne Alexander Dobrindt aus. Das Haus des CSU-Bundesinnenministers hat vergangene Woche Pläne für ein neues „Sicherheitspaket“ vorgestellt. Polizeibehörden sollen unter anderem biometrische Gesichtserkennung und Datenanalysesoftware einsetzen dürfen. Bei Fachleuten für IT und Menschenrechte stößt das auf wenig Gegenliebe, denn die Pläne würden die Tür öffnen für den umstrittenen US-Konzern Palantir. Meine Kollegin Constanze hat zusammengetragen, wie sie den Einsatz bewerten – aus rechtlicher Sicht, aber auch, was die Auswirkungen auf die demokratische Gesellschaft angeht.

Passend dazu findet ihr in den Ticker-Meldungen die jüngste Nachricht zum Unternehmen von Peter Thiel. Palantir hat den Zuschlag für einen Monsterauftrag der US-Armee erhalten. Für 10 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 8,65 Milliarden Euro) liefert der Konzern in den kommenden 10 Jahren Software und Datenanalysen ans Militär.

Euch einen guten Start in die Woche

Chris

Unsere Artikel des Tages

Palantir und biometrische ÜberwachungDobrindts „Sicherheitspaket“ missachtet Grundrechte

Dobrindts neues „Sicherheitspaket“ wird von allen Seiten kritisiert: Die geplante automatisierte Gesichtserkennung und die polizeiliche Datenanalyse fallen bei IT- und Menschenrechtsexperten durch. Das Innenministerium hat eingeräumt, Palantir-Software zu prüfen. Experten lassen auch daran kein gutes Haar, die Palantir-Nutzung sei die „schlechteste Wahl“.

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Über die Autor:innen

  • Chris Köver
    Darja Preuss

    Chris Köver recherchiert und schreibt über Migration, biometrische Überwachung, digitale Gewalt und Jugendschutz. Recherche-Anregungen und -Hinweise gerne per Mail oder via Signal (ckoever.24). Seit 2018 bei netzpolitik.org. Hat Kulturwissenschaften studiert und bei Zeit Online mit dem Schreiben begonnen, später das Missy Magazine mitgegründet und geleitet. Ihre Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis Informatik, dem Grimme-Online-Award und dem Rainer-Reichert-Preis zum Tag der Pressefreiheit.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), BlueSky, Mastodon, Signal: ckoever.24


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