Auf den PunktKI-gestützte Videoüberwachung hat einen Drang zur Ausweitung.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

am Hamburger Hansa- und Hachmannplatz soll ab dem 1. September eine sogenannte Künstliche Intelligenz anhand der Bilder von Überwachungskameras bestimmte Verhaltensweisen erkennen. Wenn sich ein Mensch dann dort zu festgelegten Uhrzeiten bewegt, können seine Bilder auch zum KI-Training genutzt werden.

Kritiker*innen kommen in der medialen Debatte darüber kaum zu Wort. Das hat ein Team von Forscher*innen herausgefunden, das untersucht, wie die Kamera-KI die sozialen Beziehungen vor Ort verändert. In einem Zwischenstand berichten sie außerdem, wie das System seine eigene Ausweitung forciert und wie es das Verhältnis zwischen Polizei und Bürger*innen entmenschlicht.

Gerade angesichts der Tatsache, dass immer mehr Städte und Kommunen auf diese angeblich grundrechtsschonende Technologie schielen, fand ich das Interview hochinteressant.

Viel Spaß beim Lesen!

Martin

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Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck
    Darja Preuss

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung. Für Recherchen zur Spionage-App mSpy hat er gemeinsam mit Chris Köver 2026 den Sonderpreis Print des Datenschutz Medienpreises DAME erhalten.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042


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