Auf den PunktGoogles KI streikt, wenn sie beleidigt wird.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

KI nervt. Und dennoch bekommen wir solche Systeme in immer mehr Bereichen vor die Nase gesetzt. Eine Google-KI beispielsweise fasst seit März Google-Suchergebnisse zusammen. Das ist supernervig. Denn die Zusammenfassungen enthalten zum Teil Falschinformationen oder megabelanglose Tipps à la: „Wenn du nach Restaurants in Berlin suchst, gib Restaurants in Berlin in die Suchzeile ein“ – nachdem man genau das getan hat. Außerdem gefährden sie werbefinanzierte Webangebote, weil die Zusammenfassungen die Zahl der Klicks auf die Suchergebnisse halbieren wird, wie mein Kollege Markus kürzlich schrieb.

Zum Glück gibt es Möglichkeiten, sich zumindest diese KI aus den Augen zu schaffen. So hilft es beispielsweise, wenn man in der Suchzeile Schimpfwörter, Flüche oder Beleidigungen benutzt. Das geht allerdings zulasten der Ergebnisqualität. Einen Trick, mit dem man sich nicht die Ergebnisliste ruiniert, hat meine Kollegin Karoline heute aufgeschrieben. Er ist nicht kompliziert und man befreit sich damit bis auf Weiteres von den Zusammenfassungen. Immerhin. Die Sache mit den Schimpfwörtern kann man ja trotzdem mal ausprobieren.

Viel Spaß beim Google-Beleidigen!

Martin

Unsere Artikel des Tages

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Facebook-DatenleckMeta muss mir 250 Euro zahlen – dir auch?

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Ticker-News von vzbv vom 25. 07. 2025

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Ticker-News von SRF vom 25. 07. 2025

Nach dem Hack bei einer Schweizer Beratungsstelle kursieren intime Daten von Spielsüchtigen im Netz. Laut einem Bericht des SRF gehören dazu Namen, Adressen, Einkommensinformationen und Protokolle von Gruppensitzungen.

Ticker-News von taz vom 25. 07. 2025

Der Influencer Marcant gibt rechten bis rechtsextremen Jugendlichen vor laufender Kamera Nachhilfeunterricht – mit dem Ziel, sie aus dem „Sumpf“ zu holen. Kann das klappen? Ein kurzes Porträt.

Ticker-News von Euractiv vom 25. 07. 2025

Mehrere EU-Mitgliedstaaten wollen soziale Medien für Minderjährige verbieten und Altersschranken hochziehen. Euractiv wirft ein Schlaglicht auf die aktuellen Pläne in Frankreich, Irland, Spanien und Griechenland.

Ticker-News von Winfuture vom 24. 07. 2025

Sprachmodelle wie Claude und ChatGPT liefern schlechtere Ergebnisse, wenn sie mehr Zeit bekommen, über die Antwort „nachzudenken“. Sie verheddern sich dann in irrelevanten Details. Das hat der KI-Anbieter Anthrophic bei einer Untersuchung herausgefunden.

Ticker-News von Legal Tribune Online vom 25. 07. 2025

LTO analysiert, was der Space-Act-Entwurf der EU für die Weltraumindustrie, die Verteidigung der Mitgliedstaaten und für die Umwelt bedeuten würde. Weltraum-Daten beispielsweise würden prinzipiell frei sein und könnten nur schwer beschränkt werden.

Ticker-News von Der Spiegel vom 25. 07. 2025

Der Spiegel schreibt über das langsame Verhungern seiner freien Mitarbeiterin in Gaza, die seit Beginn des Krieges via WhatsApp für das Blatt berichtete und nun wegen Unterernährung nicht mehr arbeiten kann.

Ticker-News von vzbv vom 25. 07. 2025

Auf den meisten Festivals können Besucher*innen inzwischen Essen und Getränke nur noch mit ins Bändchen integrierten Chips bezahlen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat nun mehrere Veranstalter abgemahnt, weil diese Gebühren für das Aufladen der Bezahlchips verlangten.

Ticker-News von AlgorithmWatch vom 24. 07. 2025

Ob Geschlechtserkennung bei der Flughafenkontrolle oder Shadowbanning auf Instagram: Algorithmen können queere Menschen diskriminieren. Die NGO AlgorithmWatch beschreibt drei Beispiele und ruft dazu auf, Fälle über ein Formular zu melden.

Ticker-News von noyb vom 24. 07. 2025

Bezahlen oder sich tracken lassen: Auf 25 Seiten argumentiert noyb gegen das Modell „Pay or Okay“. Finanzielle Argumente lässt die Datenschutz-NGO nicht durchgehen und verweist auf alternative Einnahmewege.

Ticker-News von taz vom 24. 07. 2025

Im Kampf um ihre bedrohten Arbeitsplätze drehen mehr als Hundert Berliner TikTok-Angestellte weiter auf. Mit Unterstützung von Verdi protestierten sie auf einem Schiff; der nächste Streiktag ist schon geplant.

Ticker-News von EFF vom 24. 07. 2025

Menschen sollten vor der Einreise in die USA nicht ihre Social-Media-Profile offenlegen müssen, fordert die Electronic Frontier Foundation. Die NGO warnt vor der abschreckenden Wirkung auf die Meinungsfreiheit im Netz.

Ticker-News von Proton vom 24. 07. 2025

Der Schweizer Anbieter Proton hat sein Angebot um ein Sprachmodell erweitert. Anders als etwa bei ChatGPT sollen keine Protokolle der Gespräche gespeichert oder für weiteres KI-Training genutzt werden. Die Rechenzentren sollen in Europa sein.

Ticker-News von INHOPE vom 23. 07. 2025

Was in einem Land illegale „Kinderpornografie“ ist, kann in anderen legal sein. Dafür hat das internationale Beschwerdestellennetzwerk INHOPE 18 Kategorien in dutzenden Ländern verglichen. Kein Material wird überall gleich eingestuft.

Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck
    Darja Preuss

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042


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Ein Kommentar zu „Googles KI streikt, wenn sie beleidigt wird.“


  1. Schaut da mal drauf, und ordnet es bitte ein

    ,

    Ich reibe mir beim Lesen dieses Artikels die Augen:

    Auf Konferenz in Shanghai China schlägt globales Regelwerk für KI vor

    Stand: 26.07.2025 11:54 Uhr

    Diese Woche hatte US-Präsident Trump die KI-Vorgaben gelockert – doch China schwebt als größter Konkurrent anderes vor. Statt einer unkontrollierbaren Entwicklung müsse es ein weltweit anerkanntes Regelwerk geben, forderte Ministerpräsident Li.

    Es sei wichtig, die Koordinierung zwischen den Ländern zu verstärken, um ein weltweit anerkanntes Regelwerk für die Entwicklung und Sicherheit von KI zu schaffen, sagte Li. „Um ein Gleichgewicht zwischen Entwicklung und Sicherheit zu finden, brauchen wir dringend einen Konsens in der gesamten Gesellschaft“. Kontrollen seien wichtig, um die „Risiken und Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz mit sich bringt“, beherrschen zu können.

    Im Gegensatz zu den USA werde China die Entwicklung von Open-Source-KI „aktiv fördern“, betonte Li. Peking sei bereit, Fortschritte und neue Erkenntnisse mit anderen Ländern zu teilen, insbesondere mit Entwicklungsländern.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/technologie/china-vorschlag-ki-globales-regelwerk-100.html

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