Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Mai 2019

Als von Leserinnen und Lesern finanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein, sondern wir sind auch transparent. Wir geben Euch deshalb Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Mai 2019: Wir haben rund 4.200 Euro Minus gemacht.

Zeichnung über Muschelgeld.
Muschelgeld besteht meist aus kleinen, rundlichen Scheibchen, die auf Schnüre aufgezogen und nach ihrer Länge bewertet werden. Leider akzeptiert netzpolitik.org kein Muschelgeld als Spende.

Im Mai haben wir rund 34.000 Euro über freiwillige Spenden eingenommen

Im Mai haben wir insgesamt 42.438 Euro eingenommen. Davon entfielen 34.035 Euro auf freiwillige Spenden von insgesamt 2.802 Spenderinnen und Spendern. Über die Lizenzierung unserer Inhalte für einen Pressespiegel kamen 228 Euro rein und mit unserem Merchandise-Shop haben wir 2.548 Euro eingenommen und damit bald die Investitionskosten aus den Vormonaten wieder raus. In unserem Shop gibt es gerade neue T-Shirts mit neuen Motiven!

Unser DSGVO-Workshop aus dem März brachte uns im Mai nochmal 417 Euro durch eine verspätet gezahlte Rechnung ein. Im Mai stieg dann der Bitcoin-Kurs wieder an und dank der Bitcoin-Spenden von Euch haben wir noch eine eiserne Reserve. Über Bitcoin-Verkäufe haben wir Mai zusätzliche 5.211 Euro eingenommen.

Rund 47.000 Euro Ausgaben im Mai

Kommen wir zu den Ausgaben, die höher waren. Alleine für Personal haben wir 40.201 Euro ausgegeben. Davon haben wir 15 Personen verteilt auf zehn Vollzeitstellen und zwei weitere Praktikanten finanziert. Für Miete von Büroräumen in Berlin-Mitte und einem Korrespondentenbüro in Brüssel haben wir 4.198 Euro ausgegeben. 479 Euro kostete Technikkrams und Bürobedarf und 370 Euro kosteten unsere Server. 656 Euro gaben wir für Fremdleistungen wie Buchhaltung und Steuerberatung aus und 320 Euro für Kontogebühren bei unser ethischen Bank. Wir hatten Anfang Mai einen Stand auf der re:publica, für die Durchführung entstanden Material- und Verpflegungskosten in Höhe von 383 Euro. Ein Mitarbeiter wurde für 180 Euro auf ein Weiterbildungsseminar geschickt und die Zahlstelle der Justiz wollte 59 Euro für eine neue Eintragung ins Vereinsregister haben.

Damit kamen wir im Mai auf 46.846 Euro Ausgaben. Dem standen reguläre Einnahmen von 37.227 Euro gegenüber und damit haben wir unser durchschnittliches Spendenziel leider nicht erreicht. Im Mai haben wir nach „normaler Rechnung“ 9.619 Euro Verlust gemacht, dank unserer Sondereinnahmen durch Bitcoin-Verkäufe konnten wir die Verluste auf 4.211 Euro reduzieren. Doch diese Bitcoin-Reserven sind endlich und werden irgendwann verbraucht sein.

Im Vergleich zum Vorjahres-Monat Mai haben wir weniger Spenden eingesammelt. Aber im Mai 2018 hatten wir auch den Sondereinfall einer Einzelspende in Höhe von 12.000 Euro (Danke nochmal dafür!), so dass der Vergleich nicht ganz repräsentativ ist.

Rund 3 Prozent unserer Leserschaft hat uns im Mai finanziell unterstützt

Wir gehen konservativ von rund 75.000 Unique Visitors am Tag aus, wobei wir keine Ahnung haben, wieviele Lesende wir genau haben: Denn unser RSS-Feed ist offen und viele aus unserer Leserschaft wehren sich mit gutem Grund gegen jede Art von Tracking – und werden deshalb wahrscheinlich nicht mitgezählt. Aber das bedeutet auch: Im Monat Mai wurden wir von rund 3 Prozent unserer Leserinnen und Leser unterstützt – wobei uns schon bewusst ist, dass viele von Euch Daueraufträge eingerichtet haben, die im Quartal oder jährlich abgerechnet werden und im Mai keine Berücksichtigung fanden.

Uns fehlen im Jahr 2019 noch 322.422 Euro bis zum Erreichen unseres Spendenziels

In den ersten vier Monaten haben wir mit 227.578 Euro bereits weit mehr als ein Drittel an Spenden unseres Spendenziels erhalten, die wir zur Ausfinanzierung in diesem Jahr brauchen. Alle weiteren Spenden können wir mit Eurer Unterstützung in den Ausbau unserer Redaktion und mehr Zeit für mehr Themen, mehr Recherchen und mehr Debatten investieren.

Danke für Eure Unterstützung!

Wenn Ihr uns dabei unterstützen wollt, findet Ihr hier alle Möglichkeiten. Am besten ist ein Dauerauftrag, der uns ermöglicht, langfristig zu planen:

Inhaber: netzpolitik.org e. V.
IBAN: DE62430609671149278400
BIC: GENODEM1GLS
Zweck: Spende netzpolitik.org

Wir freuen uns auch über Spenden via Bitcoin oder Paypal.

Wir sind glücklich, die besten Unterstützerinnen und Unterstützer zu haben. Das motiviert ungemein.

Hier findet Ihr unsere Transparenzbericht für den Januar, Februar, März und April 2019.

5 Ergänzungen
  1. Moin, Danke für den Hinweis über fehlende Einnahmen. Ich habe soeben ein bisschen Bitcoin Geld gespendet. 2 Empfehlungen für Euch, 1. neben Bitcoin auch viele andere Digitalwährungen anzunehmen. Ich habe einige davon als Startkapital zum testen erhalten (immerhin insgesamt 50 USD Gegenwert) für die ich keine sinnvolle verwendung habe. Den Bitcoin Teil habe ich Euch jetzt gespendet. Kennt Ihr das google adwords Programm für gemeinnützige Gesellschaften und Vereine? Dort ist es möglich, kostenlos für bis zu 10.000 EUR Gegenwert für eure Sache zu werben.
    beste Grüße und weiter so!

    1. Vielen Dank für Deine Unterstützung und die Hinweise. Wir überlegen schon lange, ob wir weitere Kryptowährungen annehmen sollten. Allerdings ist jede einzelne zusätzliche Währung mit erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden, was uns bisher davon abgehalten hat, weil wir einfach nicht genug Zeit haben, uns damit beschäftigen zu können (was ja nicht nur technische Fragen beinhaltet, sondern auch Kommunikation it Finanzamt, Buchhaltung und all das langweilige, was man leider beachten muss, wenn man ein gemeinnütziger Verein ist).

  2. Vielen Dank! Ich habe zwei kleine Anmerkungen:

    1.) „In den ersten vier Monaten haben wir mit 227.578 Euro bereits weit mehr als ein Drittel an Spenden unseres Spendenziels erhalten […]“ – Es sind fünf Monate und rund 41,4%, was im Vergleich zur Monatsanzahl nicht wesentlich zu wenig ist (5/12=41,7%).

    2.) Die neue Einnahmen-Ausgaben-Gegenüberstellung finde ich nicht so gut lesbar, wie die Tortendiagramme aus den Vormonaten, weil erstens die Schrift zu klein ist und zweitens die Zipfelmützen die Verhältnisse verfälschen.

    PS: Habe gleich mal den Dauerauftrag etwas erhöht.

    1. Hello,

      die „Zipfelmützendarstellung“ ist wahrlich etwas verfälschend. Der Transparenzbericht mit Tortendiagrammen fälscht aber wiederum das Ergebnis, weil der Eindruck entsteht, dass ja alles gut sei, weil die Bitcoin-Verkäufe mit in die Spendeneinahmen gerechnet würden.

      Tatsächlich haben wir aber unseren finanziellen Puffer angebrochen. Die tatsächlich wichtigen „regulären“ Spendeneinnahmen reichten nicht aus um die Kosten zu decken.

      Visuell sind die irregulären BTC-Verkäufe eine von den monatlichen Einnahmen unabhängige Skala, die aber mit zu den Einnahmen zählt.

      Dieses grafische Problem muss noch gelöst werden. Ich verstehe die Modernisierung des Transparenzberichtes als Prozess. Auch dank deiner Kritik wird es immer besser werden…

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