Drohnenfilm „National Bird“: Filmstart und Freikartenverlosung

Diesen Donnerstag startet deutschlandweit der Dokumentarfilm „National Bird – Wohin geht die Reise, Amerika?“ Der Film berichtet von Opfern und Tätern der Konflikte, in denen bewaffnete Drohnen eingesetzt werden. Wir verlosen Freikarten.

Ausschnitt aus dem Film „National Bird“: Graffito in Kabul. – Alle Rechte vorbehalten NFP_marketing&distribution/Ten Forward Films/Torsten Lapp

In Deutschland startet am 18. Mai 2017 Sonia Kennebecks Dokumentarfilm „National Bird – Wohin geht die Reise, Amerika?“, der die furchtbare Seite der bewaffneten Predator- und Reaper-Drohnen der US-amerikanischen Luftwaffe zeigt. Die Filmemacherin, die zugleich Regisseurin und Produzentin ist, und ihr Kameramann Torsten Lapp widmen sich den Drohnenopfern, deren Geschichten selten berichtet werden. Sie begleiten aber auch ehemalige Soldaten der US-Air-Force und Geheimdienstler, die aus ihrer Perspektive über die Drohnenkriege und das Töten aus der Luft berichten. Diese Frauen und Männer haben sich entschlossen, auch öffentlich über ihre Mitschuld zu sprechen.

Wer mehr über den Film erfahren möchte: Kennebeck hat über den nun deutschlandweit anlaufenden Kinofilm bei der Berlinale gesprochen.

Freikarten-Verlosung

national bird filmplakatWir verlosen dreimal zwei Freikarten. Die Gewinner können die Karten in jedem Kino, das den Film zeigt, an der Kinokasse einlösen. Sie gehen an diejenigen, die uns per E-Mail die Antworten auf folgende zwei Fragen schicken:

  • Wann wird Deutschland nach derzeitigen Plänen mit dem Einsatz von bewaffneten Drohnen beginnen?
  • Welche Rolle spielt der deutsche US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein beim US-Drohnenprogramm?

Update: Die Freikarten sind leider schon weg. Wen es interessiert, hier die Antworten:

1.) Es war geplant, dass die Bundeswehr Anfang 2019 über die Heron TP Block II verfügt, die kurz darauf dann auch bewaffnungsfähig sein sollen. Der Beschaffungszeitplan verzögert sich jedoch, eine letzte parlamentarische Befassung steht noch aus. Ein gegen den Heron-Hersteller IAI unterlegener Konkurrent klagt außerdem.

2.) Die Ramstein Airforce Base beherbergt die „UAS satcom relay pads and facility“ und ist damit der zentrale Datenhub des weltweiten Drohnenkrieges der Vereinigten Staaten. Dort werden die Satellitensignale zur Steuerung der Drohnen empfangen und per exklusiver Glasfaserleitung in die Steuerzentralen in den USA geleitet (u. a. Creech Airforce Base). Die Ramstein Airforce Base ist zugleich auch eines von fünf sogenannten Distributed Ground Systems (DGS), in denen offenbar der Drohnenkrieg weltweit gesteuert wird sowie die Datenauswertungen aus den Sensoren der Drohnen erfolgen.

Urheberrechte des Filmplakats für „National Bird – Wohin geht die Reise, Amerika?“: NFP_marketing&distribution/Ten Forward Films.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

2 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.