China weitet Zensur auf Messenger-Bilder aus

Demonstration für die Freilassung des mittlerweile verstorbenen Liu Xiaobo. CC-BY-NC-ND 2.0 Andrea Brygard

China zensiert offenbar nicht mehr nur Textnachrichten, sondern in Echtzeit auch über den populären Messenger-Client WeChat verschickte Bilder, berichtet das Wall Street Journal. Beim Versender sieht es so aus, als sei die Nachricht erfolgreich zugestellt worden, während Inhaltefilter dafür sorgen, dass sie nie ankommen.

Zwar habe man bereits in der Vergangenheit ähnliche Zensurtechniken in China beobachten können, ergab eine Analyse des kanadischen Forschungslabors Citizen Lab, seit dem Tod des jüngst verstorbenen Dissidenten Liu Xiaobo scheint das Regime das Filtern von Bildern aber großflächig auszurollen.

Augenscheinlich will die chinesische Regierung verhindern, dass Bilder des Friedensnobelpreisträgers Liu getauscht werden und so Sympathie oder unabhängiges politisches Bewusstsein wecken. Um der bisherigen Textzensur auszuweichen, sind viele Nutzer auf den Versand von Bildern umgestiegen, die mitunter nur „Text“ enthalten. Die nun eingesetzte Technik zeigt, dass dieses Schlupfloch zunehmend kleiner wird – selbst wenn sich mit Tricks wie dem Rotieren eines Bildes das System nach wie vor überlisten lässt.

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2 Ergänzungen
  1. Dann müssen die halt bald auf Stenographie wechseln, also ein Bild in einem Bild verstecken oder weiteres.
    Ist nur aufwändig zu verteilen und erzeugt weniger Aufmerksamkeit.
    Sicher ein machine learner zur Texterkennung/Mustererkennung, ich bezweifle, dass die das alles von Hand machen.

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