Demokratie

Bundestagswahl: Ein Ergebnis, viele Darstellungsmöglichkeiten

Das Wahlergebnis ist bekannt, doch was steckt hinter den Zahlen? Mehrere Medien haben die Ergebnisse der Bundestagswahl datenjournalistisch aufbereitet. Ein Spiegel des Wahldatenjournalismus.

Beim Tagesspiegel kann man alle gewählten Bundestagsabgeordneten nach verschiedenen Kriterien clustern. Alle Rechte vorbehalten Screenshot tagesspiegel.de

Die Bundestagswahl 2017 ist noch nicht mal 24 Stunden vorbei und gleich haben sich auch die Datenjournalisten auf die Wahldaten gestürzt. Alle versuchen, möglichst viel aus den Daten herauszuziehen und sie visuell ansprechend und nutzbringend darzustellen. Ein Überblick:

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Wo haben die Parteien Wähler gewonnen und wo verloren? Das Wählerwanderungsmodell von infratest dimap zeigt es. Alle Rechte vorbehalten Screenshot tagesschau.de

ARD

Die ARD bietet einige historische Vergleiche. So sind etwa die prozentualen Entwicklungen der Parteien in den letzten Jahren zu sehen. Weiterhin gibt es Umfragen zu den einzelnen Parteien, warum sie gewählt wurden und wer ihre Wählergruppen sind. Basis hierfür ist eine Wahltagsbefragung von infratest dimap in 624 repräsentativ ausgewählten Wahllokalen in ganz Deutschland, bei der 91.000 Wähler befragt wurden.

Das Wanderungsmodell von infratest dimap zeigt die Wählerwanderungen seit der letzten Wahl an. Grundlage hierfür sind amtliche Statistiken, repräsentative Umfragen vor der Wahl und am Wahltag sowie das Ergebnis der vorläufigen Auszählung.

Tagesspiegel

In seinem Wahlspecial hat der Tagesspiegel bereits vor der Wahl viele Prognosen grafisch umfassend aufbereitet. Nun kann man auf Grundlage des vorläufigen Ergebnisses einen Blick auf die Zusammensetzung des neuen Bundestages werfen und die gewählten Abgeordneten nach verschiedenen Merkmalen wie Alter oder Geschlecht clustern. Außerdem gibt es auch eine Karte, bei der man die Wahlkreisergebnisse seit 1998 vergleichen kann.

 

In der Visualisierung von Zeit-Online werden auch die Kleinstparteien berücksichtigt. Alle Rechte vorbehalten Screenshot zeit.de

Zeit Online

Auch Zeit Online hat das vorläufige Wahlergebnis analysiert und stellt in seinen Analysen vor allem die Wählergruppen der Parteien dar. Verschiedene Grafiken zeigen dabei Alter, Beruf, Einkommen und Bildungshintergrund der Wähler. Außerdem kann man sich die Hochburgen der Kleinstparteien anzeigen lassen oder einen Blick auf die Zweitplatzierten in den Wahlkreisen werfen.

 

Wo haben die Berliner gegen den Flughafen Tegel gestimmt? Die Berliner Morgenpost hat es visualisiert. Alle Rechte vorbehalten Screenshot morgenpost.de

 

 

Auf der Seite der Berliner Morgenpost kann sich die Ergebnisse für jedes einzelne Wahllokal ansehen. Alle Rechte vorbehalten Screenshot morgenpost.de

 

 

Spiegel Online hat visualisiert, wo eine mögliche Jamaika-Koalition eine Zweitstimmen-Mehrheit hat. Alle Rechte vorbehalten Screenshot twitter.com

Berliner Morgenpost

Unter dem Motto „So haben ihre Nachbarn gewählt“ kann man sich bei der Berliner Morgenpost die Wahlergebnisse in Berlin bis auf die Ebene der Wahllokale ansehen. In einer anschließenden Wahlanalyse kann man die einzelnen Wahlkieze nach verschiedenen Aspekten wie Ausländeranteil oder Alter der Wählerschaft vergleichen. Hierfür wurden die Daten der Berliner Landeswahlleiterin und des Berliner Statistik-Amtes ausgewertet.

Auch die vorläufigen Ergebnisse des Tegel-Volksentscheides kann man sich in Form einer Karte ansehen – inklusive Flugroute.

Spiegel Online

Spiegel Online stellt in Form von fiktiven Länderumrissen dar, in welchen Gebieten welche Koalitionen eine Zweitstimmen-Mehrheit haben. Bei einigen Koalitionsmöglichkeiten ist das eine Seenlandschaft und bei anderen ein Archipel. Hierfür wurden die Zweitstimmen-Ergebnisse in den Wahlkreisen ausgewertet, hinzu kamen statistische Daten aus den Wahlkreisen.

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