Kurzer Politik-Service: Frauke Petry wird der kommenden AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören. Das hat sie heute in Berlin angekündigt. Die Spaltung der Partei fängt also früher an als erwartet. Für eine eigene Fraktion mit sämtlichen Rechten und Geldern braucht Petry aber 5 Prozent der Bundestagsmitglieder. Das wären rund 36 Personen, die von der AfD zu ihr kommen müssten. Das erscheint erst mal nicht so realistisch, weil das völkische Lager größer sein dürfte.
Viel realistischer ist, dass sie eine Gruppe anstrebt. Wenn sie nur zwei Mitstreiter findet, kann sie diese gründen. Eine Gruppe hat weniger Rechte und Gelder als eine Fraktion, aber mehr als eine Einzelperson. Man hat als Gruppe zum Beispiel Rede- und Antragsrechte in Ausschüssen. Die letzte Gruppe im Bundestag gab es zwischen 1994 und 1998, als die damalige PDS nur eine Gruppe und keine Fraktion hinbekam.
