In Spanien gibt es ja etwas ähnliches wie unser Leistungsschutzrecht, nur nochmal eine Ecke verrückter. Jetzt hat Google in Spanien seinen Dienst Google-News eingestellt, weil bereits ein Wort Zitat ausreicht, um Lizenzkostenpflichtig zu werden: Wegen „Google-Gebühr“: Google News wird in Spanien geschlossen.
Laut einem Bericht von dpa kam in Spanien die vor allem von den Verlegern unterstütze Gesetzesreform nur mit den Stimmen der Abgeordneten der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy durch. Sprecher linker Parteien und auch Vertreter der Kulturszene hatten kritisiert, dass die neue Regelung – in Spanien „Google-Gebühr“ genannt – die Freiheiten einschränke und nur die großen Kommunikationsunternehmen begünstige.
Hier ist der Original-Blogpost von Google:
But sadly, as a result of a new Spanish law, we’ll shortly have to close Google News in Spain. Let me explain why. This new legislation requires every Spanish publication to charge services like Google News for showing even the smallest snippet from their publications, whether they want to or not. As Google News itself makes no money (we do not show any advertising on the site) this new approach is simply not sustainable. So it’s with real sadness that on 16 December (before the new law comes into effect in January) we’ll remove Spanish publishers from Google News, and close Google News in Spain.