Das Polizeipräsidium Köln verkündet per Pressemitteilung:
Polizei und Staatsanwaltschaft Köln durchsuchen bundesweit wegen gewerbsmäßiger Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Film- und Musikmaterials auf dem Portal „boerse.bz.“
Die Polizei in Köln hat unter Beteiligung von über 400 Polizeibeamten unter Federführung der Staatsanwaltschaft Köln (ZAC) heute bundesweit insgesamt 121 Wohnungen in 14 Bundesländern nach Beweismitteln durchsucht.
Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum in erheblichem Ausmaß aktuelle, urheberrechtlich geschützte Kino- und Spielfilme, Musikalben, Software und E‑Books bei diversen Filehostern hochgeladen und über das Portal „boerse.bz“ einer überwiegend deutschen Downloadszene in einer Größenordnung von ca. 2,7 Mio. Nutzern zum kostenlosen Herunterladen bereitgestellt zu haben. Hierdurch erzielen die Uploader monatliche Gewinne in Höhe von bis zu mehreren tausend Euro – die Rechteinhaber, insbesondere von Film- und Musikindustrie, gehen hingegen leer aus.
Die GVU freut sich:
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) initiierte das Verfahren mit einem Strafantrag. Demnach handelt es sich bei Boerse.bz um ein Download-Board im Form eines so genannten „Vollsortimenters“, das unerlaubt Zugriff auf unlizenzierte Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken der Kreativwirtschaft ermöglicht. Zuletzt konnten registierte Nutzer unter 11.231 E‑Books bzw. E‑Book-Kollektionen, 29.865 Titeln der Unterhaltungssoftware-Wirtschaft für die Plattformen Nintendo, PlayStation, Xbox und PC, 61.776 Kino- und Spielfilmen, 13.560 TV-Serien sowie 15.866 Dokumentationen wählen. Diese Inhalte wurden über die auf dem Board eingestellten elektronischen Verweise (Links) in zumeist mehreren illegalen Kopien öffentlich zugänglich gemacht.
Die Seite ist weiterhin online.
