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Die Vorratsdatenspeicherung der Telekom

Die Deutsche Telekom hat nach Spiegel-Informationen ein Jahr lang die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Managern des eigenen Unternehmens überwachen lassen. Die Datensätze wurden nach Verbindungen zu Journalisten untersucht. Anscheinend suchte man undichte Stellen im Konzern. Der Kollateralschaden: In einem Fax der Firma, das vor wenigen Wochen erste interne Ermittlungen bei der Telekom auslöste, heißt es:…

  • Markus Beckedahl

Die Deutsche Telekom hat nach Spiegel-Informationen ein Jahr lang die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Managern des eigenen Unternehmens überwachen lassen. Die Datensätze wurden nach Verbindungen zu Journalisten untersucht. Anscheinend suchte man undichte Stellen im Konzern. Der Kollateralschaden:

In einem Fax der Firma, das vor wenigen Wochen erste interne Ermittlungen bei der Telekom auslöste, heißt es: Ziel der Spähoperationen „Clipper“, „Rheingold“ und einiger anderer „Nebenprojekte“ sei die „Auswertung mehrerer hunderttausend Festnetz- und Mobilfunk-Verbindungsdatensätze der wichtigsten über die Telekom berichtenden deutschen Journalisten und deren private Kontaktpersonen“ gewesen. In das Büro eines Wirtschaftsjournalisten soll sogar ein „Maulwurf eingeschleust“ worden sein, der über Monate „direkt an die Konzernsicherheit“ der Telekom berichtet habe, hieß es in dem dreiseitigen Fax, das dem SPIEGEL vorliegt.

Dies kann man alles mit den Verbindungsdaten anstellen, die von der Vorratsdatenspeicherung betroffen sind. Mal schauen, was da noch alles herauskommt. Bei der Telekom ist mannatürlich „tief erschüttert“. Die betroffenen Journalisten sind wahrscheinlich nicht erfreut, dass die Telekom einfach mal so mit der Pressefreiheit rumspielt und die eigenen Kunden-Datensätze für sowas nutzt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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6 Kommentare zu „Die Vorratsdatenspeicherung der Telekom“


  1. Stefan

    ,

    Wunderschön eben in „heute“ auch die Beschreibung dessen, was da „vorgefallen“ ist.
    Das war nahzu genau der Wortlaut, mit dem u. a. der AK VDS die Vorratsdatenspeicherung beschreibt.
    Ich hoffe, irgendjemand – z. B. Peter Schaar – weist mal darauf hin.

    Schön auch die Aussage zu der Bedeutung dieser Geschichte: da vertraue wohl der Arbeitgeber seinen eigenen Angestellten und Mitarbeitern nicht.
    Wenn man das auf die VDS und den Staat mit seinen Bürgern überträgt, ist man schon ein ganzes Stück klüger.


  2. Bronco

    ,

    Das schlimme ist ja auch, dass die Daten (wenn vorhanden) von der Telekom wohl nur unzureichend geschützt werden können.
    Was ist, wenn z.B. ein Mitarbeiter aus der IT die Daten der VDS gewerblich nutzt um z.B. Privatermittlungen für fremde Unternehmen anzubieten? Hey, in Lichtenstein hat das bei ner Bank auch funktioniert und da sind die Daten wahrscheinlich unzugänglicher geschützt!


  3. […] links: Wer hätte das gedacht? Spionage bei der Telekom!!! – Die Vorratsdatenspeicherung der Telekom […]


  4. […] hat Telefonverbindungen von Managern, Journalisten und Aufsichtsräten systematisch überwacht. ( Mehr und viel mehr […]


  5. […] Die Vorratsdatenspeicherung der Telekom […]


  6. […] Bund Deutscher Kriminalbeamter nimmt den Telekom-Überwachungsskandal mit erstaunlicher Frechheit zum Anlass, die zentrale Speicherung der […]

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