Deutschlandradio über Deep Packet Inspection

Das Deutschlandradio hat in der immer wieder hörenswerten Sendung “Breitband” heute einen Beitrag zu Deep Packet Inspection gemacht. Dazu haben sie mich interviewt, aber auch einen schönen fiktiven Werbetext für einen Internet-Provider der Zukunft mit DPI-Neusprech vorangestellt.

Hier ist die MP3-Datei.

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6 Kommentare

  1. Simon
    Erstellt am 9. Januar 2010 um 20:22 | Permanent-Link

    Sollen die mal machen, dann werden die sehen wie schnell die Kunden weglaufen, wenn erstmal Anschlüsse bewusst gedrosselt werden.

    Auch toll ist das schützen vor Cyberterrorismus und die E-Mail-Filterung. Wenn 1und1 erstmal Mails von Alice oder so als Spam einschätzt kommen halt Konkurrenz-Mails gar nicht mehr durch.

    Die wollen doch nur die Kunden die die Anschlüsse wirklich nutzen beschränken, aber dennoch DSL 50.000 und mehr verkaufen wollen. Wenn die Leitungen so überlastet sind dann sollen die Provider halt weniger DSL 50.000 usw anbieten, sondern auf DSL 16.000 limitieren. Dann haben die auch nicht mehr das Problem das die Leitungen überlastet sind. Schließlich kann man nur verkaufen was man hat.

    Das der Hauptgrund Zensur ist sollte jedem klar sein.

    • DerOwie
      Erstellt am 10. Januar 2010 um 13:31 | Permanent-Link

      Tja, Simon das würde ich auch gerne so sehen, dass den Anbietern dann die Kunden weglaufen.
      ABER: Dem Großteil der Kunden wird das garantiert egal sein, beziehungsweise andere Faktoren (hauptsächlich der Preis) deutlich wichtiger sein.
      Das befürchte ich zumindest und lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

  2. manka
    Erstellt am 10. Januar 2010 um 11:26 | Permanent-Link

    Es ist schon drollig zuzusehen wie sich das immer absurder entwickelt und welche Befindlichkeiten vorgebracht werden um die Überwachung der Kommunikation zu rechtfertigen. Als ultimative Möglichkeit wird dann DPI aus dem Hut gezaubert, was letztlich nur dazu führt, das User, die keine Lust darauf haben anderen zu verraten was sie so treiben, die Verbindungen und die Inhalte verschlüsseln, so das der DPI-Schnüffler wieder nicht weis was da über die Leitung flitzt. Das ganze kostet dann Unsummen die letztlich wieder jeder Einzelne mit zu tragen hat. Lehnen wir uns also zurück und geniessen die Show wenn wir schon dafür bezahlt haben…

  3. Taschenschieber
    Erstellt am 10. Januar 2010 um 16:33 | Permanent-Link

    @manka: Dann werden halt verschlüsselte Verbundungen geblockt, oder nur noch Sachen zugelassen, die erkannt werden als unverschlüsseltes HTTP, als eMail, als FTP, als Skype etc., und alles andere wird pauschal geblockt.

    Mittel und Wege gibt es da sicherlich.

  4. name
    Erstellt am 10. Januar 2010 um 22:01 | Permanent-Link

    @Taschenschieber: und welches Interesse sollte ein ISP daran haben, verschlüsselte Kommunikation zu blockieren? (Mal ganz abgesehen von der miserablen Zuverlässigkeit von DPI).

  5. manka
    Erstellt am 10. Januar 2010 um 22:49 | Permanent-Link

    @Taschenschieber: Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Mal abgesehen davon das es ein Eingriff in mein Recht auf Postgeheimnis ist, welches ich über Verschlüsselung durchsetze, sind praktisch alle Unternehmen die Computer und Netzwerke nutzen auf VPN angewiesen um ihre Mitarbeiter sicher ans Firmennetzwerk anzubinden.

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