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Maker-Kultur in der Coronakrise: Basteln ist gut für die Gesundheit
Nicht kaufen, selbst machen! Maker-Kultur in der Coronakrise: Basteln ist gut für die Gesundheit Karneval ist vorbei und dennoch sind Masken gerade wieder schwer im Kommen. Das Bedecken von Mund und Nase schützt Mitmenschen vor der Ansteckung mit dem Coronavirus. Kaufen sollte man sie allerdings nicht, denn sonst fehlen sie in Krankenhäusern und Praxen. Sie selbst herzustellen, macht sowieso mehr Spaß.
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: Koffein für den #35C3: Drei Fragen an Kathrin Grannemann von den Coffeenerds
Kaffee gegen Spende zum Selbstaufbrühen: Am Stand der Coffeenerds ist ständig Betrieb. : Koffein für den #35C3: Drei Fragen an Kathrin Grannemann von den Coffeenerds Am Stand der Coffeenerds auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs wird Gourmet-Kaffee nicht einfach über den Tresen gereicht. Hier muss man selbst Hand an den Filter legen – und das ist Konzept.
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: USA: Mal eben das eigene AR-15-Halbautomatik-Gewehr zusammenbauen? Der „Ghost Gunner“ macht’s möglich
Lower Receiver für AR-15 <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/simonov/15065050969/in/photolist-oXfjN6-bJMYWT-4o3FWg-6T2jSE-frM7Hc-p1dBRy-nHwgN-4VDWji-8YvjJr-2ActMC-4mv1Dx-7kJpDx-2A7HkB-2Ac2Mh-oKpqgr-btM5JT-nHw1S-tJ5vi-8pfNWv-2ZE8C9-4zkeYz-4zpufq-4zptSb-4zkdRz-4zkdnD-4zpsLJ-4zpssf-4zpscS-4zprVu-4zprwW-4zkbqM-4zkb16-JLd2a-iXRLbe-ePmLav-C7N2v-7aatCL-C7GLL-8pgdiU-86aHg2-fnQNrg-ibDy17-hcAotF-8pgbnA-7E3TZ6-axkcSx-5Xs8U-AN4uY-axnTxW-mfWgHX">simonov</a> : USA: Mal eben das eigene AR-15-Halbautomatik-Gewehr zusammenbauen? Der „Ghost Gunner“ macht’s möglich Dass die besondere Position der Amerikaner in Bezug auf ihre Schusswaffen zu den Staaten gehört wie der Cheeseburger und Thanksgiving, ist wohl hinlänglich bekannt. Trotz lockerer Gesetze, die den Schusswaffenverkauf regeln, hat eine „Ghost Weapon“, also eine Waffe, die weder irgendwo registriert noch nachverfolgbar ist, genau aus diesen Gründen Anreize geschaffen, sich eine solche zu besorgen. Zwar darf man Geisterwaffen weder verkaufen noch kaufen, wohl aber selbst herstellen. Dies passiert auch schon, so kann man mit einer Ständerbohrmaschine sowie mit einem 3‑D‑Drucker den einzigen Teil einer Waffe herstellen, den man nicht legal erwerben kann: den „Receiver“ (Wiki).
Für die Herstellung eines AR-15-Halbautomatik Gewehrs wird ein so genannter „Lower Receiver“ benötigt. Alle anderen Teile der Waffe sind legal in den USA zu erstehen, ohne Seriennummern. Beim Receiver handelt es sich um ein Stück Metall oder wahlweise auch Hartplastik, das eine Verbindung von Lauf, Schaft, Griff und Magazin herstellt. Es ist das Kernstück jeder Handfeuerwaffe, und genau aus diesem Grund auch das einzige, welches in den USA nicht legal, ohne Seriennummer erworben werden darf. Allerdings kann man einen „80% lower“ legal anonym erwerben. Das ist ein fast fertiger Receiver, bei dem noch einige Bohrungen und Kanten fehlen, damit er einsetzbar ist.
In einem Artikel, der bei wired erschienen ist, versucht der Redakteur diesen „80% lower“ zu einem funktionsfähigen „Lower Receiver“ zu vollenden und somit erfolgreich eine Geisterwaffe, in diesem Fall eine AR-15, herzustellen. Vor allem zu diesem Zweck gibt es in den Staaten jetzt den „Ghost Gunner“ zu kaufen. Eine 1500 Dollar teure „computer-numerical-controlled“ (CNC)-Fräse, die das kinderleichte Fertigen eines „Lower Receiver“ ermöglichen soll. Praktischerweise braucht man bei der Online-Bestellung der Fräse nur eine Adresse angeben. Da das Bezahlen auch mit Bitcoins funktioniert, kann man so völlig anonym in den Besitz der Maschine kommen und folglich auch völlig anonym die Geisterwaffe herstellen.
Der Redakteur versuchte, mit den drei angesprochenen Methoden Ständerbohrmaschine, 3‑D‑Drucker und Ghost Gunner einen funktionsfähigen „Lower Receiver“ herzustellen. Schnell stellte sich heraus, dass die mit Abstand simpelste und effektivste Variante der Herstellung den Einsatz eines Ghost Gunners impliziert.
I installed DDCut [ein Windows-Programm zur Herstellung eines Lower Receiver] and found that for its primary purpose of finishing a lower receiver, the Ghost Gunner is absurdely easy to use—mostly because I was never given the chance to make any choices. Once DDCut began running the AR-15 file and cutting into my 80 percent-lower receiver, my only interaction with the software was clicking “next” through a 22-step set of instructions and then doing things to the aluminum part that the software told me to do.
Noch vor einem Test der zusammengebauten Waffe bestätigte ein Waffenfachmann dem Autor, dass nur der vom Ghost Gunner hergestellte „Lower Receiver“ zum Zusammenbau der Waffe geeignet ist. Die dann fertiggestellte AR-15 schoss wie eine kommerziell hergestellte Waffe.
Es war zwar schon vor Erfindung des Ghost Gunner möglich, den „Lower Receiver“ herzustellen und somit eine Geisterwaffe zusammen zu bauen, jedoch ist es jetzt noch einmal sehr viel leichter geworden. Jedem Amerikaner ist es jetzt grundsätzlich möglich, auch ohne jegliches handwerkliches Geschick, seine eigene Geisterwaffe zu bauen. Den Autor hat das AR-15, inklusive aller Teile, 2.272 Dollar gekostet.
When this story published, the Ghost Gunner still sat in a storage room of WIRED’s office a few blocks away. It’s ready to make another lower Receiver at any time. And Defense Distributed has already sold more than a thousand of their gun-making boxes, each one a tiny, easy-to-use, anarchic rifle factory. In other words, to paraphrase the rifleman’s creed again, this ghost gun was mine. But there will be many like it.
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: Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself
: Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself Im Zündfunk-Generator lief gestern Abend das Feature „Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself“ von Andrej Tschitschil, zu dem ich auch interviewt wurde. Eine MP3 steht bis zur Depublizierung im Netz.
Lange galt der Begriff des Amateurs als Beleidigung. Doch in der digitalen Netzwerkgesellschaft erlebt der Amateur seit geraumer Zeit eine Renaissance. Mehr noch: Er übt massiven Einfluss auf die heutige Kultur und Ökonomie aus.
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: BIY – Brew It Yourself: Bierbraukit aus dem Netz
: BIY – Brew It Yourself: Bierbraukit aus dem Netz Eine Stunde Netz von Deutschland Radio Wissen befasst sich im gestrigen Beitrag mit dem Brauen von Bier – mithilfe eines Kits aus dem Internet. Quasi Netzbasteln.
Und der BIY (Brew-It-Yourself)-Trend geht am Netz nicht vorbei: Wer sein Bier selber herstellen will, ordert sich ein sogenanntes Brewkit im Internet und braut zuhause drauflos. Genau so hat es Eine-Stunde-Netzbasteln-Moderator Moritz Metz gemacht. Zusammen mit Kollege Christian Grasse hat er ein 20-Liter-Fass mit Lager-Bier angebräut, einfach in der Küche ihres gemeinsamen Radiobüros.
Hier ist die MP3.
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: It’s between you and the universe – DIY in der Raumfahrt und auf der #rp13
CC-BY-SA by <a href="https://picasaweb.google.com/114657365514543526210/270712SMARAGD1Launch?noredirect=1#5770193066370014034" >Copenhagen Suborbitals</a> : It’s between you and the universe – DIY in der Raumfahrt und auf der #rp13
Wer an die Do it yourself Kultur (DIY) denkt, dem kommen wahrscheinlich Bilder vom Heimwerken, von Nähmaschinen und Bastelscheren in den Sinn. Doch was hat Raumfahrt mit DIY zu tun? Es gibt mittlerweile viele selbstorganisierte Raketen‑, Satelliten- und Raumfahrtprogramme, und nicht alle sind von wissenschaftlichen Motiven getrieben. Auch auf der re:publica gab es dieses Jahr erstaunlich viele Vorträge und Workshops, die Astronomie, Raumfahrt und DIY Projekte thematisierten.Hojun Song zum Beispiel ist Künstler aus Süd-Korea. Er will als erste Privatperson einen Satelliten in den Orbit schicken. Die Bauanleitung veröffentlichte Song unter CC-Lizenz, das Geld für seine Open Source Satellite Initiative (OSSI) sammelte er durch T‑Shirt-Verkäufe und Spenden. Hojun Songs 10cm³ kleiner OSSI Würfel startete diesen April, am 19., mit einer russischen Rakete in den erdnahen Orbit. “It’s time to have a private connection between you and universe”. Er macht es, weil er es kann. Wie einfach die Kontaktaufnahme zu Raumfahrtagenturen und die Materialbeschaffung war, hat Hojun überrascht. Er ging davon aus, dass Raumfahrt etwas geheimnisvolles und unnahbares hat – vor seinem OSSI Projekt. Heute geht er davon aus, dass jeder in der Lage ist, einen selbstgebauten Satelliten ins All zu schicken. Eigentlich sollte Hojun auf der re:publica über seine Open Source Satellite Initiative sprechen, dieser Vortrag wurde jedoch leider abgesagt.
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: 3D-Drucker: Die nächste industrielle Revolution?
: 3D-Drucker: Die nächste industrielle Revolution? Deutschlandradio Kultur hat vergangene Woche in vielen Beiträgen über 3D-Drucker berichtet: „Die nächste industrielle Revolution?“ Hier ist eine kleine Auswahl der Beiträge:
Der 3D-Drucker für den Hausgebrauch. (MP3)
Brrt und fertig: Wie funktioniert ein 3D-Drucker? (MP3)
Interview mit dem Autoren Chris Anderson: „Mittlerweile sind da auch Milliarden Dollar Umsatz möglich“. (MP3)
Die digitale Do-it-yourself-Avantgarde. Die Entstehungsgeschichte der Maker-Bewegung. (MP3)
Hauptstadt der 3D-Bastler. In Berlin breitet sich die Maker-Szene aus. (MP3)
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: Music as Culture – Impressionen von der #a2n
: Music as Culture – Impressionen von der #a2n Die erste all2gethernow #camp und #conference findet vom 16–18.09.09 in Berlin statt. Hier meine ersten Eindrücke vom all2gethernow Camp. Die Veranstaltung ist gut besucht und dennoch finden die einzelnen Sessions in einer netten Atmosphäre und mit direktem Dialog zwischen Podium und Publikum statt, die gemeinsam im Kreis sitzen. Es gibt einen live Stream und Internet, alles sehr erfreulich!
Die erste Session an der ich Teilnehme ist von Andrew Dubber zu „Music as Culture“
Seine Kernthese „Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut“ – klingt erstmal banal. Daraus folgt für ihn, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte. Weiterhin plädiert er für ein flexibleres und kreativeres Urheberrecht wie es teilweise mit Creative Commons heute schon möglich ist. Darüber hinaus wirbt er für einen Paradigmenwechsel in unserem Denken. So könnten Kreative etwa in vielen Fällen ihre Werke schon nach wenigen Jahren in die Public Domain stellen, statt wie bisher üblich generell mit 80 Jahrigen Urheberrecht zu belegen.
Mein Lieblingszitat aus der Session: „The Internet was not made to make money. It was made for people to communicate“ – da braucht man nichts mehr hinzufügen.
Andrew Dubber ist Senior Lecturer in the Music Industries an der Universität in Birmingham und gleichzeitig ein angesehener Berater der Musik Industrie in Großbritanien. In seinem viel gelesenen Blog „New Music Strategies“ beschäftigt er sich mit Urheberrecht, dem Medienwandel, der Zukunft der Musikindustrie und der Frage was diese Entwicklungen eigentlich für unsere Gesellschaft bedeutet.
Mit der Webseite „Deleting Music und seinem Buch “The 20 Things You Must Know About Music Online” hat Andrew einige interessante Thesen zur Urheberrechtsdebatte beigetragen. Das Buch liegt als eBook in deutscher Übersetzung zum Download vor.
Hintergrund zur all2gethernow
Als Dieter Gorny im Sommer diesen Jahres bekannt gab, dass Deutschlands größte Musikmesse – die Popkomm – in diesem Jahr aufgrund von Internetpiraterie und die dadurch entstehenden Einnahmeeinbußen der Branche nicht stattfinden wird, hat dies ein großes Medien-Echo hervorgerufen.
Das Aussetzen der Popkomm war gleichzeitig die Initialzündung zur Gründung des all2gethernow e.V. als neue Plattform für alle, die an der Musik, Kreativität und Kultur und den dafür notwendigen Rahmenbedingungen interessiert sind. Die Gründungsmitglieder wollten die Absage an die Musik- und Kreativbranche, an Musiker und Künstler nicht so einfach hinnehmen. Stattdessen setzten sie sich das Ziel, eine Veranstatung zu organisieren, die Produzenten, Musiker und Nutzer, Plattenlabels und Veranstalter gemeinsam an einen Tisch bringt, um über zeitgemäße Geschäftsmodelle, zukunftsorientierte Konzepte und neue Ideen für die Musikbranche zu sprechen – mit großem Erfolg!“