Congress

  • : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 1: Ein Datenleck am Morgen bereitet Kummer und Sorgen
    Ein Entenküken auf türkisem Gewässer.
    Netzpolitischer Wochenrückblick KW 1: Ein Datenleck am Morgen bereitet Kummer und Sorgen

    Das alte Jahr endete mit dem Chaos Communication Congress in Leipzig. Wir waren da und haben einiges zu berichten: Über die neuen IT-Tools des BAMF, einen netzpolitischen Wetterbericht und vieles mehr. Während sich das neue Jahr noch im Ladevorgang befindet, veröffentlichten Unbekannte derweil persönliche Daten von PolitikerInnen und Prominenten im Netz.

    4. Januar 2019
  • : Wir auf dem #35c3: Unsere Vorträge und weitere Infos (Update)
    Die Fairy Dust auf dem #34c3.
    Wir auf dem #35c3: Unsere Vorträge und weitere Infos (Update)

    Der 35. Chaos Communication Congress findet vom 27. bis 30. Dezember 2018 in Leipzig statt. Wir werden wieder mit einem Großteil der Redaktion vor Ort sein. Und Teile unserer Redaktion stehen auch wieder auf der Bühne und vermitteln unsere Themen des Jahres. Wir haben einen Überblick für Euch.

    25. Dezember 2018 2
  • : 35c3: Deine Vortragsfavoriten für das Congress-Programm auswählen
    35c3: Deine Vortragsfavoriten für das Congress-Programm auswählen

    Der Chaos Computer Club bittet um Mithilfe bei der persönlichen Favoritenauswahl für das kommende Vortragsprogramm des 35. Chaos Communication Congress.

    23. November 2018 2
  • : 32C3 zum Nachschauen: Gated Communities
    Sim-Karte vom 32c3, Zugangvoraussetzung zum internen GSM-Netz via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/fossasia/23814523850/">Hong Phuc FOSSASIA</a>
    32C3 zum Nachschauen: Gated Communities

    Im dritten Teil unserer Reihe der 32C3-Vortragsempfehlungen geht es um Gated Communities, Thema und Titel des 32. Chaos Communication Congress.

    Gated Communities sind zugangsbeschränkte Gruppen, Plattformen oder Foren jeglicher Art. Im Internet finden sich viele davon, wobei die Zugangsbeschränkung technischer Art sein kann, etwa wenn eine Anmeldung auf einer Internetseite nötig ist; genauso kann es aber auch das Know-How sein, das den Zugang zu bestimmten Themen erst ermöglicht. Das Internet ist aber auch selbst eine Gated Community, schließlich ist ein Internetzugang sowie eine gewisse Medienkompetenz Grundvoraussetzung, um das Internet nutzen zu können und so Teil der Community zu werden. Problematisch können Gated Communities nicht nur für die Ausgeschlossenen, sondern auch für die Mitglieder sein. Dies ist dann der Fall, wenn zum Beispiel Filterblasen die Wahrnehmung verzerren, weil die Zugangsbeschränkung nur Ähnliche oder Ähnliches durchlässt.

    Ende Dezember letzten Jahres fand in Hamburg der 32. Chaos Communication Congress statt, von dem wir mehrfach berichtet haben. Bei weit über einhundert gehaltenen Vorträgen zu Technik‑, Politik‑, Kunst- und Gesellschaftsthemen ist es äußerst schwer zu entscheiden, welche sehenswert sind. Daher werden wir in den nächsten Tagen einige Vorträge thematisch sortiert vorstellen.

    Die hier empfohlenen Vorträge sind, mit Ausnahme des ersten Vortrags, auf Englisch gehalten worden, aber auch mit einer deutschen Simultan-Übersetzung zum Download in der CCC-Mediathek verfügbar.

    Lessons learned: Freifunk für Geflüchtete

    Der Chaos Darmstadt e. V. versucht innerhalb der „Initiative Freifunk“, Geflüchteten in Unterkünften Zugang zum Internet zu ermöglichen. Der Chaos Darmstadt e. V. hat bei der Umsetzung mit Parteien, Landräten und Bürgermeistern zusammengearbeitet und berichtet von sehr unterschiedlichen Erfahrungen. In dem Vortrag geht es aber nicht nur um Politik und Verwaltung, sondern auch um das Problem der geringen Bandbreite, vor allem in den ländlichen Gebieten. Ein interessanter Vortrag mit dem Appell, es dem Chaos Darmstadt e. V. nachzumachen, einschließlich motivierender Anekdoten aus der Erfahrung der Initiative.

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    Dieser Vortrag ist auf Deutsch in der CCC-Mediathek als Stream und Download verfügbar.

    A new Kid on the Block

    In dem Vortrag von Katharina Nocun geht es um Soziale Netzwerke als die neuen Gatekeeper unserer Zeit. Die Vorteile sozialer Netzwerke sind unbestreitbar, ganz im Gegensatz zu ihren Monopolstellungen, wie es etwa bei Facebook der Fall ist. Katharina Nocun erklärt die Vorteile des dezentral aufgebauten Netzwerkes Diaspora* und erklärt, ob und wie es eine Chance hat, sich gegen Facebooks Omnipräsenz durchzusetzen.

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    Dieser Vortrag ist in der CCC-Mediathek auf englisch und deutsch als Stream und Download verfügbar.

    What is the value of anonymous communication?

    Die Benutzung des Anonymisierungsnetzwerkes Tor bringt leider immer auch Einschränkungen mit sich, zum Beispiel die Captcha-Abfragen beim Aufrufen mancher Internetseiten. So verhindert die Nutzung von Tor den Zugang zu einigen Communities. Ein Beispiel dafür ist, dass das Schreiben für Wikipedia nicht komplett anonym und nur sehr bedingt über Tor möglich ist. In dem Vortrag geht es um die Vor- und Nachteile der Anonymität im Internet, einer Studie folgend, in der gefragt wurde, welche unterschiedlichen Sichtweisen Wikipedia-Autoren und Tor-Nutzer darauf haben.

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    Dieser Vortrag ist in der CCC-Mediathek auf englisch und deutsch als Stream und Download verfügbar.

    Internet Landscapes

    Der Künstler Evan Roth beschäftigt sich in seinen Werken und Aktionen mit verschiedensten Aspekten von Internet, Technik und damit in Zusammenhang stehenden sozialen Phänomenen. Seine Werke machen Technik und Internet auf verschiedene Arten sicht- oder erfahrbar. In dem Vortrag stellt er einige der vergangenen Aktionen vor, beispielsweise wie er mit einem selbst gebastelten Google-Streetview-Auto durch Berlin fuhr und auf unterschiedliche Weise versuchte, Reaktionen der Passanten zu provozieren. Hauptthema des Vortrags sind aber die „Internet Landscapes“. Ähnlich wie Trevor Paglen reiste Evan Roth an die Küstenorte, an denen Internet-Kabel verlaufen. Dort machte er unter anderem Landschaftsfotos und Aufnahmen mit einem Gerät für selbsternannte Geisterjäger. Evan Roth stellt seine Bilder aber nicht einfach aus, sondern präsentiert die Aufnahmen in einer Weise, die sie in einen Zusammenhang mit dem Abgebildeten oder dem Prozess der Aufnahme stellen: Für die Landschaftsfotos schaute er zum Horizont, für den Geisterdetektor senkte er den Blick auf das Gerät. Die Aufnahmen wurden in einer Austellung hinterher übereinander angeordnet, sodass die Besucher beim Anschauen der Bilder eine ähnliche Bewegung machten. Evan Roth hält einen unterhaltsamen und faszinierenden Vortrag über die sichtbare und unsichtbare Infrastruktur des Internets und die vielen unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten.

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    Dieser Vortrag ist in der CCC-Mediathek auf englisch und deutsch als Stream und Download verfügbar.

    14. Januar 2016 5
  • : #netzrückblick 32C3 – der vierte Tag
    <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0 </a>via <a href="https://www.flickr.com/photos/------------------------------/23912833751/">flickr/t–h–s</a>
    #netzrückblick 32C3 – der vierte Tag

    Der 32c3 schließt seine Pforten. Doch seine Community präsentiert sich am gestrigen, letzten Tag des Hackerkongresses erneut im Öffnungsprozess: Jede Menge Denk- und Rechenleistung floss in diesem Jahr darein, „Gated Communities“, also abgeschottete Sphären der Exklusivität, zu überwinden. Die viertägige Veranstaltung endete mit dem Appell, die erdrückenden Herausforderungen als Teil einer gesamten Gesellschaft anzunehmen und sich ihnen zu stellen, statt sich abzukapseln, zurückzuziehen und die eigene Community gegenüber dem bedrohlichen Äußeren zu verschließen.

    Die Herausforderungen sind nicht geringer geworden, zu dem Ergebnis kommen Rop Gonggrijp und Frank Rieger am Ende ihrer Retrospektive „Ten years after ‚We Lost The War’ „. Doch der Abschlusstag hatte auch für solche TeilnehmerInnen etwas zu bieten, die vor zehn Jahren noch nicht auf dem Kongress waren.

    In den frühen Morgenstunden fand die szenische Lesung der nsaua-Protokolle statt und ist nun als Video verfügbar. Auf den Punkt gebracht wurden hier die tragischen und komischen Höhepunkte einiger Mitschriften aus dem Geheimdienstuntersuchungsausschuss. In wenigen ausgewählten Dialogen machte dieses dokumentarische Hörspiel die Absurditäten, Grenzen und Chancen bei der Arbeit im NSA-Untersuchungsausschuss erfahrbar – all das, was sonst immer tief in unseren Protokollen schlummert, oder das, was bei den Zeugenvernehmungen eben nicht gesagt wird.

    Presseberichte

    Zeit-Online greift die Zukunftsvision von Frank und Rop auf: Reparaturarbeiten am Raumschiff Erde:

    „Niemandem nützt der Streit, wer der beste Programmierer oder welche die beste Linux-Distribution ist“, sagt Gonggrijp. Die Szene solle stattdessen weiterhin andere gesellschaftliche Akteure integrieren. Eine Möglichkeit sehen die beiden darin, Beweise zu sammeln. Beweise, wie sie Snowden öffentlich machte. Diese müssten korrupten politischen Systemen vorgehalten werden. Dass sich dadurch sehr schnell etwas ändere, glauben die beiden jedoch nicht. Rieger und Gonggrijp betonen, dass es eine Errungenschaft des CCC sei, Hacker, Künstler, Journalisten und Aktivisten zusammengebracht zu haben. Darauf seien sie stolz.

    golem.de kritisierte den abschließenden Appell an die Hacker-Community:

    Man könne durchaus Dinge verändern, wenn man nicht reinem Wunschdenken verfalle. Das klang sehr nach Zweckoptimismus und Durchhalteparolen. Denn auch den Hackern dürfte inzwischen klar sein: Politische Verhältnisse lassen sich nicht einfach durch eine bessere Technik verändern. Eine bessere Krypto schützt nicht alleine vor mehr Überwachung. Neue Beteiligungstools machen die Welt noch nicht von selbst demokratischer. Wer wie Rieger so tief dem politischen System misstraut, dürfte darin wenig Möglichkeiten für Veränderungen sehen.

    Das Hamburger Abendblatt (dpa) stellte unter dem Titel „Hacker – die Typen mit Kapuzenpulli sind die Guten“ fest:

    Auf dem Kongress gab es die verbreitete Sorge, dass Terrorangst und Sicherheitsdenken eine freie Entwicklung der digitalen Gesellschaft massiv einschränken. Zum Schluss aber überwog Aufbruchstimmung.

    Süddeutsche.de „Diese Frau will Facebook überflüssig machen“:

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    Zur Datenschutzerklärung von TED

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    Ebenfalls bei der Süddeutschen wird überlegt, was die Zukunft für den Congress selbst bringen wird: „Gated Communities“ – ein treffendes Motto. Die Türen im Netz sind geschlossen:

    Es gibt deshalb Club-Mitglieder wie den langjährigen CCCler Volker Birk, einen Bürgerrechtler, die das Wachstum kritisch sehen: „Wir sind nicht ausschließlich gut darin, groß zu sein.“ Da wirkt es wie ein Symbol, dass die Clubwebseite unter der Last der Besucher während des Kongresses dauernd zusammenbricht. Funktioniert die intransparente Struktur und das Prinzip der Freiwilligkeit weiterhin? Auch in einem Club mit Tausenden Mitgliedern, Millionen Euro an Kosten und Einnahmen pro Jahr und mit der Verantwortung, für eine demokratische Gesellschaft, für Bürger- und Menschenrechte in einer digitalen Welt einzustehen? Darüber wird auch im Club debattiert. Dringlicher aber ist: Wo soll man im nächsten Jahr tagen? Gesucht wird ein sehr, sehr großes Gebäude.

    31. Dezember 2015 3
  • : #netzrückblick: 32C3 – der zweite Tag
    Das CCH in Hamburg (Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> by t--h--ss via <a href="https://www.flickr.com/photos/------------------------------/23912833751/">flickr</a>)
    #netzrückblick: 32C3 – der zweite Tag

    Der zweite Tag des 32. Chaos Communication Congress ist noch nicht ganz vorüber, aber wir werfen schon mal einen Blick auf die bisherigen Presseberichte und haben ein paar Empfehlungen für den morgigen, dritten Tag zusammengestellt.

    Mittlerweile ist der Vortrag von Anna über den NSA-Untersuchungsausschuss vom ersten Congress-Tag als Aufzeichnung verfügbar – wir empfehlen ihn allen, die wissen wollen, wieviele tausende Seiten Akten bisher angelegt wurden und was die wichtigsten Erkenntnisse der letzten eineinhalb Jahre waren.

    Heute Nachmittag hat dann unser Chefredakteur Markus Beckedahl in einer knappen halben Stunde die Landesverrat-Ermittlungen vor einem vollen Saal 1 zusammengefasst (Aufzeichnung) und unsere Forderungen vorgestellt: Unter anderem eine Reform des Begriff „Staatsgeheimnis“, ein Whistleblower-Gesetz, das seinen Namen verdient, sowie ein Ende der Massenüberwachung und der Vorratsdatenspeicherung.

    Absolut empfehlenswert ist auch die Plakatausstellung im Erdgeschoss bei der Garderobe mit den Zeichnungen von Stella Schiffczyk. Sie zeichnet seit April dieses Jahres die Zeug*innen im NSA-Untersuchungsausschuss, weil dort die Aufnahme von Bild und Ton nicht gestattet ist.

    Presseberichte

    NDR: Hacker verteilen Lob und Tadel für Regierung

    Frank Rieger vom Chaos Computer Club macht sich vor allem Sorgen um die Sicherheit der vielen Vorratsdaten. „Wir wissen eigentlich, dass es gegen einen gezielten Angriff mit staatlichen Ressourcen momentan keine Möglichkeiten gibt, so große Datenbestände die bei so vielen unterschiedlichen Providern liegen, effektiv zu sichern“, sagt er. Man könne davon ausgehen, dass ausländische Geheimdienste hinter diesen Daten her wären.

    Golem: Aktivisten geben Netzneutralität noch nicht verloren

    In der Debatte um die Netzneutralität haben Netzaktivisten im Oktober eine schwere Niederlage erlitten. Doch sie wollen weiterkämpfen und setzen auf die EU-Regulierungsbehörde und eine öffentliche Konsultation im kommenden Sommer.

    Zeit Online: Das Zensurbesteck moderner Autokraten

    Es sind keineswegs nur die Regierungen von China, Nordkorea und dem Iran, die Inhalte und Websites vor ihren Bürgern und Besuchern verstecken wollen. So etwas passiert auch mitten in Europa und praktisch allen anderen Ecken der Welt. Zu welchen Mitteln Staaten dabei greifen, wie Zensur sichtbar gemacht und wie sie umgangen werden kann, ist ein wichtiges Thema auf dem 32. Chaos Communication Congress (32C3) in Hamburg.

    Spiegel Online: Hacker knackt Onlinebanking-App

    Mithilfe von zwei Apps soll man alle Bankgeschäfte auf dem Handy erledigen können, inklusive Berechnung der Transaktionsnummer (TAN). Ein junger Hacker hat das Verfahren nun zum zweiten Mal überlisten können. Auf dem Hacker-Kongress desChaos Computer Clubs zeigt er am Montag, wie leicht das System anzugreifen ist.

    Spiegel Online: Sicherheitslücke im Brustkorb

    Marie Moe hatte keine Wahl, welches Gerät man ihr einbaut. […] Als sie wieder aufwachte, trug sie einen Herzschrittmacher, wie üblich ein Modell, das die Ärzte ausgesucht haben. Die 37-jährige Norwegerin hat in Informationssicherheit promoviert, sie weiß um Sicherheitslücken in Software und Hardware, die finden sich schließlich fast überall. Und nun fragt sich Moe seit Jahren, wie sicher eigentlich dieses eine Gerät in ihrer Brust ist. […] Sie fand heraus, dass ihr Leben nicht nur von dem Schrittmacher selbst, sondern von mehreren Geräten abhängt und dass ihr Schrittmacher auch von außen ansteuerbar ist.

    futurezone: Junghacker als Antwort auf Quantencomputer

    Quantencomputer, in Chips versteckte Überwachungstechnik, Netzsperren: An allen Ecken und Enden scheint das Ideal eines selbstbestimmten und freien Lebens in der digitalen Gesellschaft in Gefahr. „Die Stimmung ist schon etwas gedrückt, wir sind in einem Tal“, sagt Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), am Montag in Hamburg.

    Sicherheitslücken bei Systemen zur Zugkontrolle

    Süddeutsche Zeitung: Wer schützt Züge vor Hackern?

    Da die Welt immer vernetzter wird, werden Systeme an Internet oder Mobilfunknetz angeschlossen, die nie dafür gedacht waren. Signale und Weichen etwa, die Züge steuern, wurden früher mechanisch betrieben. Heute werden sie elektronisch gesteuert und damit ein mögliches Einfallstor für Hacker.

    Heise: Automatische Zugsicherung und vernetzte Bahntechnik im Hackervisier

    Vor Sicherheitslücken in vernetzten Systemen zur automatischen Zugkontrolle (ATC), in computer-basierten Stellwerken sowie anderer im Eisenbahnwesen verstärkt eingesetzter Informations- und Unterhaltungstechnik hat die russische Hackergruppe Scada Strangelove gewarnt, die sich auf Industrieanlagen spezialisiert hat.

    Vorschau

    Für den dritten Tag haben wir bereits in unseren Netzpolitischen Programmempfehlungen einige Tipps verlinkt:

    11:30 Uhr, Saal 1: „Nach bestem Wissen und Gewissen“ – Floskeln in der Politik – Mahas Vorträge zu sprachlichen Floskeln gehören seit mehreren Jahren zu unserem Pflichtprogramm. Dieses Jahr wird er mit Kai Biermann politischen Redestrategien nachgehen und Zitate zu aktuellen Themen auseinandernehmen. Mit dabei: Vorratsdatenspeicherung, der „Kampf gegen Terror“ und Landesverrat.

    18:30 Uhr, Saal 1: 10 years after ‚We Lost The War’ – Vor zehn Jahren haben Rop und Frank auf dem Congress einen Talk gehalten, in dem sie eine düstere Zukunft vorhergesehen haben. In diesem Jahr werden sie darauf eingehen, was sich bewahrheitet hat, was anders gekommen ist und was uns in den nächsten zehn Jahren in Sachen Überwachung und Digital Rights erwarten könnte.

    00:15 Uhr, Saal 2: Grundrechte gelten nicht im Weltall! – Die Sitzungen im NSA-Untersuchungsausschuss grenzen nicht selten an Realsatire und des öfteren wünschen wir uns auf der Besuchertribüne Popcorn. Das könnt ihr auf dem 32c3 gerne mitbringen, wenn Constanze, Anna und noch einige andere die denkwürdigsten, witzigsten und gleichzeitig traurigsten Stellen aus den Protokollen auf der Bühne darstellen werden.

    28. Dezember 2015
  • : #32C3: Die Atmosphäre – so fühlt sich der Congress an
    <a href=“https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode“>CC BY 2.0</a> via flickr/<a href=“https://www.flickr.com/photos/------------------------------/23368569303/“>t--h--s</a>
    #32C3: Die Atmosphäre – so fühlt sich der Congress an

    Neben einem Blick auf die großen Themen und Vorträge auf dem #32C3 wollen wir die schöne Atmosphäre hier nicht außen vor lassen. Auch wenn sich das kaum auf einzelne Begebenheiten herunterbrechen lässt, versuchen wir hier einen kleinen Einblick in das Congress-Leben zu geben – wohlwissend, dass die Wahrnehmung durchaus verschieden sein mag.

    Die Vorträge

    Da die Vorträge mehr Interessenten haben als die Säle Plätze, wird vor Beginn „defragmentiert“: Wer neben einem freien Platz sitzt, hebt die Hand. So finden Suchende auch noch eine Sitzgelegenheit. Nach Vortragsbeginn hören viele konzentriert zu: Durch die hohen Lehnen ist zwar nicht zu sehen, wer einen Laptop auf dem Schoß hat oder mit dem Smartphone beschäftigt ist. Bei einem weiten Blick in das Publikum fällt jedoch auf, dass nur wenige ihre Köpfe gesenkt haben. Unruhig wird es meist erst wieder, wenn der Vortrag zu Ende ist und die Fragerunde beginnt. Dann stehen viele bereits auf und machen sich auf zu ihrem nächsten Ziel. Das ist bei dem großen Angebot verständlich, es sollte aber bedacht werden, dass das immer auf Kosten der Redner geht.

    Die Workshops

    Die Workshops finden in den Hallen, Fluren und Gängen statt. Viele runde Tische sind belegt mit Hardware jeglicher Art und verschiedensten Schildern, Bannern und Displays, die Auskunft geben über die Gruppe, den Verein oder die Organisation die an dem Tisch sitzt. Dies sind die Assemblies, die ständigen Vertretungen der einzelner Gruppen. An Workshops wird alles angeboten zwischen klassischer Crypto-Party, Nähen, Hardware-Hacking oder politischen und sozialen Debatten.

    Die Assemblies

    Wesentlicher Bestandteil des Kongresses ist das Netzwerken. In den Assemblies werden Ideen und Projekte vorgestellt, besprochen und weiterentwickelt. Verschiedenste Gruppen mit unterschiedlicher Herkunft treffen sich, teilweise zum ersten, teilweise zum zehnten Mal. Menschen beugen sich zu dritt über Bildschirme, diskutieren Möglichkeiten und Herangehensweisen oder basteln an Hardware, Platinen und deren Steuerung.

    An den Rand setzen

    Zum Kongress gehört aber auch das Herumirren, Herumsitzen und Quatschen. Gängige Sätze sind: „Wo geht es als Nächstes hin?“, „Ich hol’ noch schnell ’ne Mate!“ oder „Der Vortrag über XY ist in einer halben Stunde in Saal 2.“ Bei der Pause zwischendurch sind die Sitzgelegenheiten und der Fußboden sehr willkommen. Dann wird in Ruhe überlegt was noch ansteht, welcher Vortrag noch besucht wird und welcher doch lieber weggelassen wird. Die Vorträge werden alle aufgezeichnet und können auch später noch angeschaut werden.

    Hunger und Durst

    Die vielen Stände mit Essen und Trinken lassen keine Wünsche offen. Mögliche Sattmacher sind Hotdogs, Waffeln, Crèpes, Brezeln, Pommes und Burger, Vegetarische Gerichte und vieles weitere. Alternativen zur Mate sind die Kaffeestände, vorzugsweise die mit Siebträgermaschine. Das Gebäude muss also nur zum Schlafen verlassen werden, wobei manche Hartgesottene auch darauf verzichten und sich in den Hallen ein Plätzchen zum Dösen suchen. Doch nicht nur nachts, sonder auch zwischendurch kann es mal gut tun für einen Moment die Augen zu schließen.

    Auch mal Stehenbleiben

    Empfehlenswert ist ein entspannter Streifzug durch die vielen Hallen und Gänge. Dabei lassen sich prima Dinge entdecken. Etwa die Pantomime-Gruppe, 3D-Drucker, die Rohrpost oder ein unverhofftes Gespräch. Nicht zu vergessen sind die Dekorationen, die vielen bunten Lichter, die Spielereien und die Kuriositäten die hier entdeckt werden können und auch maßgeblich zur Stimmung beitragen.

    Entspanntes Miteinander

    Die Gänge und Flure atmen mit den Zyklen der Vorträge Menschen ein und aus. Dabei bleibt es aber immer angenehm rücksichtsvoll. Hektik hat wenig Chancen auf dem Kongress. Wer etwas mehr Ruhe braucht ist jedoch gut beraten sich von den Eingängen der Säle zu entfernen oder an einem der „Shared Tables“ Platz zu nehmen. Ist ein Platz gefunden verschwimmen die Geräusche umher zu einem ruhigen Gemurmel, so lässt es sich zur Ruhe kommen, selbst konzentriertes Arbeiten ist dann kein Problem mehr.

    Fremde Sprachen

    Die meisten Vorträge werden auf Englisch und Deutsch gehalten, auf den Fluren kamen dann noch weitere Sprachen hinzu: Immer mal wieder waren auch spanische und französische Gesprächsfetzen zu hören. Ausbaufähig ist die Zahl internationaler Gäste und Teilnehmer natürlich trotzdem. Sprachprobleme in den Vorträgen sollte es deshalb trotzdem nicht geben: Für alle, die möchten, gibt es Übersetzungen, übertragen auf einer Radiofrequenz. Generell ist die Barrierefreiheit gut ausgebaut. Wer etwa Probleme mit dem Hören hatte kann den Vorträgen trotzdem folgen, denn es gibt Bildschirme auf denen live mitgeschriebene Untertitel angezeigt werden.

    28. Dezember 2015
  • : #netzrückblick: 32C3 – der erste Tag
    "Mehr Chaos" soll kein leerer Wunsch bleiben: Schon morgen geht es weiter (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC BY-NC 2.0</a> by Lenara Verle via <a href="https://www.flickr.com/photos/lenara/23710018110/">flickr</a>)
    #netzrückblick: 32C3 – der erste Tag

    Der erste Tag des 32. Chaos Communication Congress ist fast vorüber. Wir haben bereits das Areal erkundet, viel gestaunt und über die Eröffnung und die Netzpolitik in der Schweiz berichtet.

    Neben der bis zuletzt geheim gehaltenen Keynote von Fatuma Musa Afrah haben Medienvertreter*innen wie Teilnehmer*innen die Vorträge zum Dieselgate, Annas Bericht aus dem Geheimdienst-Untersuchungssauschuss und die Vorstellung der „Shopshifting“-Schwachstelle im EC-Kartensystem mit Spannung verfolgt. Natürlich war auch der Datenverkehr beachtenswert, so hingen zu Spitzenzeiten über 6900 Geräte am WiFi.

    Wir stellen hier lesenswerte Presseartikel des ersten Tages zusammen und liefern einen kurzen Ausblick auf den zweiten Tag des 32C3. Dabei freuen wir uns auf eure Rückmeldungen zu den Vorträgen und Empfehlungen für die nächsten Tage in der Kommentarspalte. Die Aufzeichnungen der bereits gehaltenen Vorträge werden nach und nach online gestellt, Rohfassungen sind hier zu finden.

    Presseberichte

    NDR: „Steckt die Köpfe nicht nur in die Tastatur!“

    Die Afrikanerin [sic!] forderte die versammelten Hacker auf, über den eigenen Tellerrand zu schauen. „Viele IT-Experten hängen mit dem Kopf über ihrer Tastatur. Sorry, aber hebt sie hoch und nehmt die Welt um euch herum wahr!“ Am Thema Flüchtlinge habe man in diesem Jahr nicht vorbeigehen können, begründete Neumann die Entscheidung: „Gated Communities sind ein Trend, den wir überall beobachten – im Netz, aber auch in der ganz harten Realität unserer Gesellschaft unserer Staaten und der Menschen, die leben wollen – egal wo.“

    Spiegel Online: Kongress des CCC: Hacker unter sich

    Es liegt an den IT-Experten selbst, ihre – womöglich weniger informierten – Mitmenschen mitzunehmen in diesen Tagen, in denen es in den Vorträgen über Verschlüsselung und Datenlecks, über Geheimdienstkontrolle, Sicherheitslücken und sperrige politische Verordnungen geht. Wenn ihnen das gelingt, wird 2016 netzpolitisch gesehen vielleicht ein besseres Jahr.

    Tagesschau: Kongress des Chaos Computer Clubs (Video)

    Bayerischer Rundfunk: Computerfans wollen Grenzen einreißen


    heise.de: Friede, Liebe und Internet gegen Flüchtlingsghettos

    Zuvor hatten Carina Haupt und Linus Neumann vom CCC als „Zeremonienmeister“ die Überlebensregeln für die vier bunten Tage durchgegeben. „Mindestens sechs Stunden Schlaf, zwei Mahlzeiten und eine Dusche pro Tag“ empfahlen sie. „Bitte regelmäßig Hände waschen“, gab Haupt den Anwesenden mit auf den Weg. Viren seien schließlich eine bekannte Gefahr für Hacker.

    Zeit Online: Anders als erwartet

    Presseberichte zum Dieselgate/VW-Gate

    futurezone.at: Hacker analysierte Code für Steuerung von Dieselmotor

    Felix Domke sagte am Sonntag auf dem Chaos Communication Congress #32c3, er habe dafür nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen in seinem eigenen Auto den Code der Software dekompiliert. „Wir sind Hacker, und wir kennen den Code, und im Code liegt die Wahrheit“, sagt Domke zu Beginn seiner Präsentation.

    heise.de: Dieselgate und die omninöse Akustik-Funktion

    Presseberichte zu Nordkoreas Betriebssystem „Red Star OS“

    Spiegel Online: So funktioniert Nordkoreas Apple-Kopie

    Grunow und Schiess haben gemeinsam ein Betriebssystem namens Red Star OS 3.0 (Red Star) analysiert, eine Software des staatlichen Korea Computer Centers mit Hauptsitz in Pjöngjang. Nordkoreas Staats-Windows könnte man vereinfacht sagen, wobei der Vergleich doppelt hinkt: einerseits, weil Red Star auf Linux basiert. Anderseits, weil die Version 3.0 optisch und von der Bedienung her unverkennbar Mac OS X ähnelt, dem Betriebssystem von Apple

    The Guardian: North Korea’s ‚paranoid’ computer operating system revealed

    Presseberichte zur „Shopshifting“-Schwachstelle bei EC-Karten-Terminals

    Zeit Online: Sicherheitsforscher hacken das EC-Bezahlsystem

    Drei Monate Arbeit haben Bräunlein, Maier und ihr Kollege Sebastian Götte in ihr Projekt gesteckt. Am 27. Dezember werden sie es auf dem 32. Chaos Communication Congress (32C3) in Hamburg präsentieren. Dem Rechercheverbund von Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR, heise online, der Nachrichtenagentur Reuters, der US-Seite Motherboard Vice und ZEIT ONLINE haben sie vorab demonstriert, dass und wie ihr Angriff funktioniert.

    Vorschau

    Für den zweiten Tag haben wir bereits in unseren Netzpolitischen Programmempfehlungen einige Tipps verlinkt. Hier eine Auswahl von vier Vorträgen, die spannend werden könnten:

    11:30 Uhr, Saal 1: Der Jahresrückblick des CCC – Tradition, diesmal am frühen Morgen mit einem Überblick über die Themen, die den CCC dieses Jahr beschäftigt haben und einem Ausblick auf das nächste Jahr.

    16:00 Uhr, Saal 1: Ein Abgrund von Landesverrat – Die Landesverrat-Affäre hat uns im Sommer ziemlich beschäftigt, aber Markus wird in diesem Talk nicht nur zurückblicken, sondern auch „die Learnings“ vorstellen.

    16:45 Uhr, Saal 2: Lessons learned: Freifunk für Geflüchtete – Die Keynote-Speakerin Fatuma Musa Afrah erwähnte in ihrem Vortrag explizit die Initiativen, die Geflüchteten einen Internetzugang in ihren Unterkünften verschaffen. Dieser sei essentiell, um den Kontakt zu Familie und Freunden in der alten Heimat aufrecht zu erhalten und sich zu informieren.

    19:00 Uhr, Saal 2: Ecuador: how an authoritarian government is fooling the entire world – Was außerhalb der westlichen Welt in Sachen Überwachung passiert bekommen wir kaum mit. Bethany Horne und Pedro Noel von Associated Whistleblower Press werden auf die Situation in Ecuador eingehen und wollen zeigen, wie Journalist*innen von Repression betroffen und – wie auch Aktivist*innen – der Überwachung durch die Regierung ausgesetzt sind.

    Die netzpolitik.org-Redaktion wünscht weiterhin viel Spaß beim 32C3, sei es live vor Ort in Hamburg oder im Stream.

    27. Dezember 2015 8
  • : 32C3: Das Raumschiff ist gelandet
    32C3: Das Raumschiff ist gelandet

    Heute um 11.00 Uhr wurde der 32. Chaos Communication Congress (32C3) eröffnet. Bis zum 30.12. erwarten die 12.000 Besucher*innen dutzende Vorträge (Mirror) in vier Sälen parallel und 210 angekündigte Workshops (Mirror) im Congress Centrum Hamburg. Wer nicht dabei sein kann, findet hier die Live-Streams von den Vorträgen oder kann bei einem der vielen „Congress Everywhere“ Treffen teilnehmen. Wer nicht auf die finalen Veröffentlichung der Vorträge warten will, findet die ungeschnittenen Aufzeichnungen hier.

    Fast die gesamte netzpolitik.org-Redaktion ist vor Ort und wird in den nächsten Tagen teilweise selbst Vorträge halten – eine Übersicht dazu gibt es hier. Außerdem sei verwiesen auf unsere netzpolitische Programmauswahl mit Talks, die wir selbst besuchen wollen und die wir euch ans Herz legen, veröffentlicht, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Die Hälfte des Programms am heutigen Tag ist bereits gelaufen, darunter die inspirierende Keynote von Fatuma Musa Afrah, einer in Deutschland lebenden Geflüchteten aus Somalia und der Vortrag von Anna zum NSA-Untersuchungsausschuss. Die Aufzeichnungen sind demnächst hier verfügbar. Falls das CCC-Wiki übrigens zufällig nicht zu erreichen ist – es gibt eine Übersicht über die Mirrors.

    27. Dezember 2015 2
  • : USA: Senat beschließt Umsetzung des „USA Freedom Act“, Chance auf tiefgreifende Reform dennoch verpasst
    Stop Mass-Surveillance! <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0 via flickr/</a><a href="https://www.flickr.com/photos/karenaxe/15068665976/in/photolist-oXyRpN-faq2B4-faq29T-f7f38j-2bQyz-f31rTh-f31eCy-Kz3mj-f4cd7Y-c2ZqbG-oFLnCh-oriM9q-oriLMo-oHwsNP-c2ZzPy-gfUnMJ-8bZ1zm-e6UVd-f71d6e-igwcud-igvLHD-igvDeR-igwmZT-igwjBr-igvyVk-igw16u-igvw7K-igw5Tp-igvJq1-igvW3P-2bRbX-igvNNa-igwd8L-igvXvm-igw1K5-igvZos-igvZbJ-igvSbo-igwcQF-igvMEQ-igvCW7-igvfmg-igvBQj-igvBwd-igvHbC-igvGSS-igvGwm-igvyns-eKJzVB-nNVrAS">karenaxe</a>
    USA: Senat beschließt Umsetzung des „USA Freedom Act“, Chance auf tiefgreifende Reform dennoch verpasst

    Ein Bericht von The Intercept kommentiert die Umsetzung des „USA Freedom Act“ genannten Gesetzes, das die anlasslose Massenüberwachung von US-Telefonverbindungen beenden wird.

    The bill officially ends 14 years of unprecedented bulk collection of domestic phone records by the NSA, replacing it with a program that requires the government to make specific requests to the phone companies.

    Der amerikanische Senat hat in der vergangenen Nacht mit einer klaren Mehrheit von 67 Prozent für die Umsetzung der Gesetzesvorlage gestimmt. So weit, so gut.

    Leider bleibt beim genauen Hinsehen nur wenig Grund zur Freude. Das liegt vor allem daran, dass ein Großteil der von Snowden aufgedeckten Überwachungs-Aktivitäten der NSA von dem neuen Gesetz nicht betroffen sind. Insbesondere die Massenüberwachung der Nicht-US-Kommunikation wird vom USA Freedom Act nicht berührt und somit uneingeschränkt fortgeführt. Obwohl das Gesetz die größte Reform des Überwachungssystems seit den 70’er Jahren markiert, hat man die historische Chance auf eine tiefenwirksame Reform verpasst.

    Da drei Bestimmungen des Patriot Act (Roving Wiretaps, Access to Business Records and Tangible Things, Lone Wolf) am 01. Juni 2015 ausliefen und die amerikanische Öffentlichkeit, vor allem dank der Snowden-Enthüllungen, so kritisch wie lange nicht dem Überwachungsapparat gegenübersteht, war die Möglichkeit auf eine echte allumfassende Reform so gut wie nie zuvor.

    So aber ist das neue Gesetz zwar ein solider erster Schritt, hin zu einer umfassenden Reform des Überwachungssystems, mehr jedoch leider nicht.

    The passage of the USA Freedom Act is a milestone. This is the most important surveillance reform bill since 1978, and its passage is an indication that Americans are no longer willing to give the intelligence agencies a blank check. It’s a testament to the significance of the Snowden disclosures and also to the hard work of many principled legislators on both sides of the aisle. Still, no one should mistake this bill for comprehensive reform. The bill leaves many of the government’s most intrusive and overbroad surveillance powers untouched, and it makes only very modest adjustments to disclosure and transparency requirements.

    3. Juni 2015
  • : Schöner Streamen: Spendenaktion des FEM e.V.
    Schöner Streamen: Spendenaktion des FEM e.V.

    Für uns Nerdvolk ist der alljährliche Congress des Chaos Computer Clubs eine feine Sache. Man trifft nette Menschen, die meisten Vorträge sind – vor allem für die eher technisch orientierte Fraktion – inzwischen auf beeindruckenden Niveau. Schreibe ich nun einfach mal. Tatsächlich war ich nämlich noch nie auf einen Congress. Grund ist der Termin zwischen Weihnachten und Neujahr. Zwischen den Jahren liege ich nämlich traditionell Kekse futternd auf dem Sofa. 3 Tage Berlin wären mir einfach zu kalt und stressig, egal, wie nett die Menschen und inspirierend die Vorträge auch sein mögen.

    Und genau aus diesem Grund freue ich mich jedes Jahr auf die Streams und Videokonserven vom Congress, die seit 5 Jahren vom FEM e.V. aus Ilmenau bereitgestellt werden. Damit das dieses Jahr alles noch ein bisschen besser, schöner und bunter klappt, benötigt der Verein Unterstützung:

    7. November 2010 4