ODF

  • : Britische Regierung stellt auf offene Dateiformate um
    Britische Regierung stellt auf offene Dateiformate um

    Einer Pressemitteilung zufolge steigt die britische Regierung in ihrem Dokumentenverkehr auf offene Standards um.

    Die Standards werden für die Dateiformate festgelegt, die über alle Regierungsbehörden hinweg genutzt werden sollen. Die Regierung wird offene Formate verwenden die sicherstellen, dass Bürger und Regierungsmitarbeiter die Anwendungen verwenden können, die am besten ihren Bedürfnissen entsprechen wenn sie Dokumente ansehen oder gemeinsam bearbeiten.

    Damit brauchen die Bürger keine spezifische Software mehr, um Regierungdokumente zu lesen oder damit zu arbeiten, der Austausch untereinander wird vereinfacht. Die Formate sind PDF/A und HTML zum ansehen von Dokumenten und Open Document Format (ODF) zur Bearbeitung.

    Die Free Software Foundation (FSF) gratuliert der britischen Regierung zu diesem Schritt:

    Die Umstellung der britischen Regierung auf ODF wird es Nachzüglern erschweren, das Standardformat zu ignorieren, und könnte andere Regierungen dazu anregen, ebenfalls zu wechseln. Es ist schließlich unmoralisch, öffentliche Mittel für geschützte Software auszugeben, die Interoperabilität behindert und Bürger dazu zwingt, dieselbe Software zu verwenden oder keinen Zugriff auf wichtige Regierungsdokumente zu haben.

    30. Juli 2014 2
  • : Portugal möchte mit offenen Formaten sparen
    Portugal möchte mit offenen Formaten sparen

    Die Regierung Portugals hat einen Katalog der zulässigen offenen Datenformate (RNID) für die Verwaltung veröffentlicht. Erlaubt sind u.a. das OpenDocument Format für Office-Dokumente, Adobes PDF 1.7 und das Kommunikationsprotokoll IPv6. Der Interoperabilitätsrahmen setzt ein Gesetz für offene Standards im eGovernment 36/2011 (inoffizielle engl. Übersetzung) um. Der Katalog ist Teil eines Programms in Portugal insgesamt 500 Mio Euro einzusparen, und gleichzeitig die heimische Wirtschaft anzuregen. Ein starkes Signal des Landes gegen digitale Abhängigkeiten durch undokumentierte und patentvergiftete Datenformate. Auf Software-Anbieter verstärkt sich der Druck der europäischen Regierungen offene Schnittstellen und Formate zu unterstützen.

    19. November 2012 1
  • : KBSt mit XML im Aufgabenbereich des CIO
    KBSt mit XML im Aufgabenbereich des CIO

    Der Newsletter der Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung, den ich seit gefühlten Ewigkeiten zum Themenbereich XML abonniert habe, hat sich runderneuert. Das ist allein keine News wert, aber immerhin passend zur Ankündigung von neulich. Die aufgehübschte Webseite des CIO versteckt in einem PDF die Historie:

    In SAGA 2.1 war XML als „Empfohlen“ klassifiziert. Zu dem Zeitpunkt existierte noch kein auf XML basierendes standardisiertes Format für weiterbearbeitbare Textdokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen. OpenDocument v1.0, das auf XML basiert, wurde im Mai 2005 veröffentlicht und in SAGA 3.0 als geeignetes konkretes XML-Format aufgenommen. Durch diese Festlegung wird eher Interoperabilität erreicht als durch eine allgemeine Einigung auf XML.

    Heute steht da, wenn man nur etwas von der Startseite weiterklickt, dieser letzte Absatz:

    Zu den Änderungen innerhalb der bestehenden Themen gehören beispielsweise die Aufnahme des offenen Dokumentenformats „Office Open XML“ (OOXML) und die Klassifizierung des „Open Document Format“ (ODF) als „empfohlenen“ Standard zum Austausch von bearbeitbaren Textdokumenten.

    Der Kampf proprietärer gegen offene Standards ist auf breiter Front gewonnen. Dabei finde ich durchaus ernüchternd, dass es so lange gedauert hat. Und dem kruden OOXML höflich „Interesse“ bekundet wird. Die Argumente pro Offenheit sind seit Ewigkeiten dieselben. Nunja, jetzt ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch in die letzte Kommunalverwaltung durchgesickert ist. 1998, als ich zum ersten Mal mit XML in Kontakt kam, war das noch eine rege Unvorstellbarkeit.

    5. Dezember 2008
  • : Bundesverwaltung kann bald ODF lesen
    Bundesverwaltung kann bald ODF lesen

    Die Behörden der Bundesverwaltung sollen bis spätestens Anfang 2010 das offene Dokumentenformat ODF nutzen können. Sie sollen bis dahin in der Lage sein, Dokumente diesen Formates zu empfangen und zu versenden, zu lesen und auch zu bearbeiten. Das verkündet der IT-Rat der Bundesregierung: IT-Rat der Bundesregierung eröffnet den Einsatz offener Dokumentenformate (ODF).

    Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik und Vorsitzender des IT-Rats, bezeichnete die Entscheidung als „wichtigen Schritt, um den Wettbewerb zwischen den Software-Herstellern zu fördern, die IT-Sicherheit zu stärken und die Interoperabilität zu verbessern, denn offene Dokumentenformate werden vollständig und regelmäßig veröffentlicht.“

    Bürgern, Unternehmen und anderen Verwaltungen wird damit künftig der Dokumentenaustausch mit der Bundesverwaltung auch im ODF-Format eröffnet.

    2. Dezember 2008 4
  • : OOXML auf Eis
    OOXML auf Eis

    Teilsieg für OOXML-Kritik: Vorerst wird die geplante Spezifikation nicht veröffentlicht, und damit nicht gültig, berichtet heise:

    Aufgrund der vier Einsprüche von Mitgliedsstaaten gegen die Normierung von Microsofts Dokumentenformat Office Open XML (OOXML) durch die Internationale Organisation für Normung (ISO) und die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) werden die beiden Genfer Standardisierungsorganisationen die überarbeitete Spezifikation zunächst nicht veröffentlichen. Die Publikation der geplanten Norm ISO/IEC DIS 29500 könne gemäß den Regeln der Einrichtungen erst erfolgen, wenn das Ergebnis der Widersprüche bekannt sei, teilt die ISO mit.

    Zwar ist OOXML im Prinzip schon abgesegnet, aber das Dokumentformat bleibt zumindest in der jetzigen Form überflüssig und schädlich – es wurde ja im bisherigen Schnellverfahren noch keine abschließend gültige Fassung der 6000 Seiten umfassenden Spezifikation veröffentlicht.

    Dr. Deepak B. Phatak aus der indischen technischen Normierungskommission hat einen offenen Brief formuliert, der klarstellt, warum Indien (wie Venezuela, Brasilien, Südafrika) Einspruch eingelegt hat: „Es sei nicht einmal klar, welche Norm nun aus dem Schnellverfahren herausgekommen sei, heißt es darin etwa. Die Annahme eines unausgegorenen Standards bedeute, dass über lange Zeit höchstens Implementierungen von Microsoft selbst zu erwarten seien und von einem offenen Prozess nicht die Rede sein könne.“ übersetzt heise.

    Der Brief ist bei Groklaw abgedruckt; ich finde diesen einen Punkt am spannendsten: OOXML soll als ‚legacy-free’ Konvertierungsformat funktionieren, das alte Dateien lesen, aber neue Dateien ohne Merkmale der alten Dateiformate schreibt. Damit würde das de-facto-Monopol gebrochen, das allein Microsoft bilden kann, weil es qua Manpower und Marktinteresse die weiche und unpräzise Spezifikation technisch implementieren kann. Er beschreibt es so:

    vii) … Our view was that the backward compatibility is only useful to ensure that a legacy document with deprecated features can be read by a conforming implementation and can then be correctly migrated to the new standard, or to ODF through interoperability. While a number of other countries have a very large number of documents presently in Microsoft proprietary format, Indian situation is not comparable since most of the Indian documents are still in the paper form and would get digitized over the coming decade. We believed that going forward, India would benefit by having only the new features of OOXML in our documents, if one chooses to use products conforming to this standard eventually after it gets adopted by India. This requirement was expressed by us, along with others, as an important concern at the LITD 15 meeting held just before the BRM. Microsoft agreed to change its disposition to state that such deprecated features will NOT be present in documents, which are freshly created, including those, which are migrated.

    Es bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Sitzungen, wenn die Details abschließend abgearbeitet sind, sich nicht wieder 22 von 32 Mitgliedern der Stimme enthalten. Dann könnte diese Pause in der Sache etwas bringen. Wer es noch nicht getan hat, kann unterdessen dem EU-Parlament zeigen, dass er/sie Offene Formate unterstützt.

    10. Juni 2008 4
  • : ODF als ISO Standard veröffentlicht
    ODF als ISO Standard veröffentlicht

    Die Internationale Organisation für Standardisierung (ISO) veröffentlichte letzte Woche das Open Document Format (ODF) als einen offiziellen Standard. Das ODF Datei Format beschreibt unter anderem Inhalte von Text, Tabellenkalkulationen, Datenbanken und Präsentationen. Entwickelt wurde es von dem Team von OpenOffice.org.

    Da Dokumente im ODF als öffentlich spezifiziert sind, darf jeder dafür Software für jede Plattform entwickeln. Dadurch werden Entwicklern die Sorgen genommen, welche sonst mit geistigen Eigentumsrechten und ‑grenzen proprietärer Formate einhergehen. Auch der Arbeitsalltag der mit den Dokumenten arbeitenden Menschen wird erleichtert, wenn sie sich nicht mehr mit der Inkompatibilität verschiedener Formate plagen müssen. Insgesamt ist der offene Standard für Dokumente somit eine Art Klebstoff für das Zusammenwachsen des Internets und für neue Services, die darauf aufbauen.

    Auch Google verwendet in seiner Anwendung Docs & Spreadsheets das offene Format. Microsoft dagegen betrachtet ODF mit Sorge, da ihre proprietären Dokumentformate ein wichtiges Verkaufsargument für MS Office darstellen. Derzeit bemüht sich Microsoft um eine Standardisierung ihres zukünftigen Dokument Formates Office XML bei der ECMA. Für Entwickler und Anwender von Office XML besteht jedoch weiterhin Unklarheit darüber, ob sich darin gestalterische Schranken und somit Informationsschranken verstecken.

    6. Dezember 2006 2