Die Internationale Organisation für Standardisierung (ISO) veröffentlichte letzte Woche das Open Document Format (ODF) als einen offiziellen Standard. Das ODF Datei Format beschreibt unter anderem Inhalte von Text, Tabellenkalkulationen, Datenbanken und Präsentationen. Entwickelt wurde es von dem Team von OpenOffice.org.
Da Dokumente im ODF als öffentlich spezifiziert sind, darf jeder dafür Software für jede Plattform entwickeln. Dadurch werden Entwicklern die Sorgen genommen, welche sonst mit geistigen Eigentumsrechten und ‑grenzen proprietärer Formate einhergehen. Auch der Arbeitsalltag der mit den Dokumenten arbeitenden Menschen wird erleichtert, wenn sie sich nicht mehr mit der Inkompatibilität verschiedener Formate plagen müssen. Insgesamt ist der offene Standard für Dokumente somit eine Art Klebstoff für das Zusammenwachsen des Internets und für neue Services, die darauf aufbauen.
Auch Google verwendet in seiner Anwendung Docs & Spreadsheets das offene Format. Microsoft dagegen betrachtet ODF mit Sorge, da ihre proprietären Dokumentformate ein wichtiges Verkaufsargument für MS Office darstellen. Derzeit bemüht sich Microsoft um eine Standardisierung ihres zukünftigen Dokument Formates Office XML bei der ECMA. Für Entwickler und Anwender von Office XML besteht jedoch weiterhin Unklarheit darüber, ob sich darin gestalterische Schranken und somit Informationsschranken verstecken.