Kultur

Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.

  • : Zensurfilter sind gefährlich – außer beim Urheberrecht?
    Zensurfilter sind gefährlich – außer beim Urheberrecht?

    Wenn es um die Durchsetzung des Urheberrechts geht, dann verlieren dessen härteste Verfechter schnell die Grund- und Freiheitsrechte aus den Augen. Das Abstimmungsverhalten einiger Abgeordneter zu Uploadfiltern zeigt dies. Ein Kommentar.

    31. Juli 2017 2
  • : „Im Bann der Plattformen“: Die nächste Etappe in der Coming-of-Age-Geschichte des Users
    Rapunzel wird von einem Zauberspruch in ihrem Turm gehalten.
    „Im Bann der Plattformen“: Die nächste Etappe in der Coming-of-Age-Geschichte des Users

    In seinem neuen Buch aktualisiert der Medientheoretiker und Aktivist Geert Lovink seine Reflexionen über soziale Medien. Es geht um innerlich zerrissene Nutzer, Klickarbeiter, Bitcoin-Enthusiasten und andere Figuren des Internets – aber auch um neue Plattformmodelle, die mit dem Anspruch antreten, Facebook und Co. die Herrschaft über das Soziale streitig zu machen. Eine Rezension.

    14. Juli 2017 1
  • : Ferngesteuerter Drucker wirft Flugblätter gegen Erdoğan am Gezi-Park ab
    Ein Drucker am Fenster druckt Flugblätter gegen Erdogan. Sie fliegen aus aus dem Fenster auf die Straße. (Screenshot Video)
    Ferngesteuerter Drucker wirft Flugblätter gegen Erdoğan am Gezi-Park ab

    Aktionskünstler vom Zentrum für politische Schönheit haben mit einer technisch raffinierten Installation Flugblätter auf den Gezi- Park in Istanbul herabregnen lassen, auf denen sie „Tod dem Diktator!“ fordern. Die türkische Polizei leitete Ermittlungen ein und fahndet nach einem Verdächtigen. Wir veröffentlichen exklusiv zwei Videos des ferngesteuerten Druckers in Aktion.

    2. Juli 2017 20
  • : 10 Jahre „+KAOS“: Unabhängige Infrastruktur in Italien
    Polizisten bei Protesten in Genua 2001 gegen den G8-Gipfel. (Symbolbild)
    10 Jahre „+KAOS“: Unabhängige Infrastruktur in Italien

    Die italienische Gruppe Autistici/Inventati versteht sich selbst als „radikales Technologiekollektiv“. In einer nun veröffentlichten Buchübersetzung aus dem Italienischen erklärt das Kollektiv, wie sie kapitalistische Probleme mit Technologie umgehen lernten – und welche Hürden dabei zu meistern waren.

    14. Juni 2017
  • : Interview: Die Anfangsphase des alternativen sozialen Netzwerks Mastodon ist vorüber
    Mastodon-Nutzer auf einer Weltkarte abgebildet.
    Interview: Die Anfangsphase des alternativen sozialen Netzwerks Mastodon ist vorüber

    Über Mastodon wurde vor einigen Wochen viel geschrieben. Es ist ein werbefreies, dezentrales soziales Netzwerk, kompatibel mit anderen Alternativen wie GNUSocial. Wir wollten in einem Interview mit Tobias Kunze herausfinden, wie sich Mastodon bisher entwickelt hat und wie man selbst eine Instanz betreibt.

    9. Juni 2017 6
  • : „Unter Freunden“: Vorsitzender des NSA-Ausschusses versucht, sich die Deutungshoheit herbeizuschreiben
    Ob es den zuständigen BNDlern gefällt, als Putztruppe für digitalen Giftmüll bezeichnet zu werden? (Symbolbild)
    „Unter Freunden“: Vorsitzender des NSA-Ausschusses versucht, sich die Deutungshoheit herbeizuschreiben

    Was passiert, wenn der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses ein Buch schreibt? Eine regierungspolitisch gefärbte Interpretation der Erkenntnisse mit einer Metaphernkiste voller Blutspritzer, Polygamie und Giftmüll. Eine Rezension über das Streben nach Deutungshoheit.

    24. Mai 2017 44
  • : Digitales Trinken: Wie das SmartGlass mit der Bier-Cloud spricht
    Niemand behauptet, Biertrinken wäre sonderlich smart. Das darf auch gern so bleiben. (verpixelt)
    Digitales Trinken: Wie das SmartGlass mit der Bier-Cloud spricht

    Klingt wie ein Aprilscherz, ist es aber nicht: smarte Gläser, die meinen Bierkonsum mit der Cloud teilen. Bestellung per Smartphone und QR-Code, menschliche Interaktion wird auf ein Minimum reduziert. Eine (Liebes-)Erklärung, warum mein Bierglas nicht intelligent werden soll.

    19. Mai 2017 7
  • : Kreativbeauftragter Dieter Gorny: Nicht mal Spesen sind gewesen
    Der Beauftragte des Wirtschaftsministeriums für kreative und digitale Ökonomie, Dieter Gorny.
    Kreativbeauftragter Dieter Gorny: Nicht mal Spesen sind gewesen

    Welche Themen hat eigentlich Dieter Gorny beackert, der 2015 berufene Beauftragte für kreative und digitale Ökonomie des Wirtschaftsministeriums? Darüber gibt nun eine Antwort der Bundesregierung Auskunft. Der professionelle Musikindustrie-Lobbyist fiel demnach nicht durch besondere Aktivität auf.

    25. April 2017 2
  • : Was bringt dieser Open-Kram eigentlich? Wikimedia lädt zu „Open Everything“
    Was bringt dieser Open-Kram eigentlich? Wikimedia lädt zu „Open Everything“

    Das Paradigma des Offenen hat zu vielen verschiedenen Open-Bewegungen geführt. Im Rahmen seines gesellschaftspolitischen Salonformats lässt der Verein Wikimedia Deutschland heute abend in Berlin Vertreterinnen und Vertreter mehrerer dieser Bewegungen zu Wort kommen, um gemeinsam in die Vergangenheit und die Zukunft zu schauen.

    5. April 2017
  • : Böhmermann besingt Rainer Wendt
    Screenshot: zdfneo
    Böhmermann besingt Rainer Wendt

    Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft steht massiv in der Kritik. Jan Böhmermann gibt ihm in einem wunderschönen Spottlied nochmal kräftig einen mit.

    17. März 2017 4
  • : Tatort goes Darknet: „Wir sind doch nicht die NSA!“
    Bild: NDR/Christine Schroeder
    Tatort goes Darknet: „Wir sind doch nicht die NSA!“

    Der neue Kieler Tatort „Borowski und das dunkle Netz“ beschäftigt sich mit dem Darknet. Dabei geht er selbstironisch mit der Unerfahrenheit der Ermittler um und vermeidet so Peinlichkeiten. Und am Ende kann all das Ermitteln im Cyberraum die normale Polizeiarbeit nicht ersetzen.

    17. März 2017 11
  • : Studie: Gewaltspiele vermindern nicht die Empathie
    (Symbolbild) Foto: CC-BY-<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">NC-ND-2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/50521389@N08/5221863247/">Melvin E</a>
    Studie: Gewaltspiele vermindern nicht die Empathie

    So genannte Killerspiele vermindern nicht die Empathie-Fähigkeit ihrer Konsumenten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover in einer nun veröffentlichten Vergleichsstudie. Der Tagesspiegel fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet sie in die Debatte um Gewalt in Spielen ein.

    Zwei Gruppen mit je 15 Teilnehmern sollten für die Studie Fragebögen ausfüllen und einen Hirnscan absolvieren. Die Gruppe, welche regelmäßig Gewaltspiele spielt, ist demnach genauso empathisch wie Menschen aus der Gruppe, die keine solche Spiele spielt.

    Sowohl beim Fragebogen als auch bei der Hirnscan-Untersuchung gab es keine Unterschiede zwischen Spielern und Nichtspielern. Das heißt, in der Kernspin-Untersuchung waren bei beiden Gruppen jene Hirnareale aktiv, die mit Mitgefühl verknüpft sind. Die Spieler waren – in dieser Hinsicht – völlig normal.

    Computerspiele wie „World of Warcraft“ wurden in der Vergangenheit für Attentate verantwortlich gemacht. Innenminister Thomas de Maizière brachte zudem „Counterstrike“ mit dem Amoklauf von München im vergangenen Jahr in Verbindung.

    9. März 2017 12
  • : 58. Netzpolitischer Abend am 7. März in Berlin
    Jeden ersten Dienstag im Monat: Der Netzpolitische Abend der DigiGes in Berlin
    58. Netzpolitischer Abend am 7. März in Berlin

    Wie an jedem ersten Dienstag im Monat findet kommende Woche, am 7. März, der Netzpolitische Abend des Vereins Digitale Gesellschaft in der c‑base Berlin statt.

    Auf dem Programm stehen diesmal:

    Die c‑base findet sich an der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist ab 19:15 Uhr, los geht’s gegen 20:00 Uhr. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es einen Live-Stream auf c‑base.org. Der Eintritt ist frei.

    2. März 2017
  • : Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz
    Richtiger Quellenschutz will gelernt sein. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/jamison_litten/446042874/">Jamison</a>
    Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz

    In Kooperation mit netzpolitik.org veranstaltet Heise am 6. April 2017 einen Praxis-Workshop zu „Quellenschutz 2.0 – Sichere Kommunikation für Journalisten“. Referenten sind netzpolitik.org-Autor Ulf Buermeyer und c’t‑Redakteur Holger Bleich. Der eintägige Workshop in Hannover ist auf 15 Teilnehmer begrenzt, ein Ticket kostet 820 Euro.

    Spätestens durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist deutlich geworden, dass unverschlüsselte Kommunikation per Handy und im Internet stets bedeutet: NSA und Co. lesen mit. Die Vorratsdatenspeicherung 2.0 droht ebenfalls das Berufsgeheimnis von Journalistinnen und Journalisten zu unterlaufen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen, um Quellen zu schützen: Verschlüsselte Kommunikation sollte eine Selbstverständlichkeit sein – nicht nur für investigativ arbeitende Kolleginnen und Kollegen. Gleichwohl setzen bis heute nur wenige Medienschaffende konsequent auf Technologien wie PGP/GPG, Tor, Jabber und Tails, um ihre Kommunikation und damit Informantinnen und Informanten zu schützen.

    27. Februar 2017 31
  • : Nachruf: Armin Medosch
    Armin Medosch
    Nachruf: Armin Medosch

    Dieser Nachruf auf Armin Medosch wurde von Felix Stalder für uns geschrieben.

    Armin Medosch (*1962) ist gestorben. Wir haben einen der Pioniere der Netzkultur in Europa verloren, dessen Einfluss präsenter war als sein Name. Wie viele andere Akteure der ersten Stunden passte sein Wirken in keine Schublade. In den späten 1980er Jahren begann er als Medienkünstler in Graz und Wien. Damals, vor dem Internet, war Radio das zugänglichste und offenste Massenmedium, mit dem er im Rahmen des Projekts „Radio Subcom“ zu experimentieren begann, das im neu eingerichteten ORF Kunstradio ausgestrahlt wurde. Dem Radio als Medium, welches Experimente zulässt aber auch viele Menschen erreichen kann, blieb er als Journalist und Künstler bis zuletzt verbunden. Denn er hat Kunst nie als etwas Elitäres verstanden, sondern immer als etwas, das die zentralen Fragen der Gegenwart verhandeln und auch zu einer erweiterten Öffentlichkeit sprechen soll.

    Die frühen 1990er Jahre in Europa waren eine Zeit des radikalen Umbruchs und der Utopien. Der Fall der Mauer, die Öffnung des Ostens und das langsame Aufkommen des Internets veränderten die Wahrnehmung von Raum, Zeit und Möglichkeiten tiefgreifend. Neue Geographien und neue Handlungsfelder taten sich auf. Der Markt war nirgends zu sehen, die spärlichen Konsumangebote (Shops im Osten, AOL, Compuserve online) waren nicht der Rede wert und wer was machen wollte, der musste (und konnte!) es selbst tun. Im digitalen Europa brach die Zeit der digitalen Städte (Amsterdam, Berlin, Wien etc) an, und mit ihnen die ersten Versuche, das Internet einer bewusst europäischen Perspektive zu entwerfen, weit weg von der „Frontier“ Mystik des US-Amerikanischen Cyberspace.

    Eines der ungewöhnlichsten Projekte dieser Zeit, das alle diese Dinge und noch viel mehr miteinander verband, war das »stubnitz kunst.raum.schiff«. Das 80 Meter lange Schiff war Teil der Hochseefischfangflotte der DDR und hätte 1992 verschrottet werden sollen. Als Teil einer internationalen Künstlergruppe hatte Armin wesentlichen Anteil daran, dass das Schiff zu einem Produktions- und Präsentationsort für Kunst und Kultur umgebaut wurde. Ein schwimmendes Medienlabor und Ausstellungszentrum mit Satellitenverbindung für Fernsehen und Internet, Performanceräumen, mit einer zum Konferenzraum umgebauten Offiziersmesse. 1994 wurden die Häfen von Petersburg, Malmö, und Hamburg angefahren mit einem umfassenden Programm von Konferenzen, Seminaren, Ausstellungen, Workshops, Konzerten. Wie das Netzwerk Medienkunst schreibt: „Mit der Stubnitz verband sich die Vision von kulturellen Begegnungen in Europa, die nationale, territoriale Grenzen ignorieren können und die Offenheit und Freiheit der Meere zur Metapher erheben.“

    Aber Kunstraumschiffe leben nicht lange. Wieder an Land übernahm er die Leitung des neugegründeten Medienlabors in München. Daraus entstand das Projekt Telepolis, eine Ausstellung zur „interaktiven“ (heute würde man sagen „smarten“) Stadt, die in Luxemburg, der Kulturhauptstadt 1995, stattfand. Aus diesem Projekt ging das Online-Magazin Telepolis hervor, welches er gemeinsam mit Florian Rötzer gründete und als dessen Redakteur er von 1996 – 2002 arbeitete. Auch das war echte Pionierarbeit. 1996 nutzten gerade mal 3% der Deutschen das Internet, es gab keine Blogs, sozialen Medien oder ähnliches. Telepolis war eines der ersten, wenn nicht das allererste, reine online Medium eines großen deutschen Verlags, Heise. Unter der fähigen Leitung der Redaktion kam rasch ein großes Netz an freien AutorInnen zusammen, die sich aus etablierten Namen, wie etwa Stanislav Lem wie auch – vor allem durch Armin vermittelt – vielen jungen Autoren, die das Internet aus eigener Anschauung kannten. Mir persönlich, damals Student in Kanada, gab er erste Gelegenheiten zu publizieren.

    In den ersten Jahren des Bestehens wurde Telepolis zum zentralen Medium eines experimentellen, politischen und weitblickenden Netzdiskurs und schlug wichtige Brücken zwischen der Netzkultur im engeren Sinn und einer größeren Öffentlichkeit. Von dieser Leistung profitiert der Netzdiskurs in Deutschland bis heute. Während sich das Internet langsam zu etablieren begann, blieb Armin fokussiert auf das Neue und das Experimentelle. Davon zeugen nicht zuletzt zwei Bücher die er im Heise-Verlag publizierte: Netzpiraten. Die Kultur des elektronischen Verbrechens (2001) (gemeinsam mit Janko Röttgers) und Freie Netze (2003).

    Wie vieles was Armin tat, waren die Themen dieser Bücher ihrer Zeit voraus. Nicht nur im deutschsprachigen Kontext. Nach Jahren des Journalismus zog es ihn wieder stärker in die Kunst, die er aber nie als Alternative zum gesellschaftlichen Engagement verstand, sondern immer als eine andere Form davon. Die Spartentrennungen, die heute wieder so stark gemacht werden, zwischen Technologie und Politik, Kunst und Theorie haben ihn nie interessiert. Mit der ihm eigenen Vehemenz hat er eine Position vertreten, die diese Ebenen gleichzeitig artikulierte und entsprechend auch immer wieder unbequem aneckte.

    In den Jahren nach Telepolis folgten einen Vielzahl von kuratorischen Ausstellungsprojekten, etwa mit dem Medienkunstzentrum RIXC in Riga, die theoretisch immer anspruchsvoller wurden. Daraus ergab ein verstärktes Interesse am Zusammenhang zwischen großen gesellschaftlichen Transformationen und den spezifischen Möglichkeiten der Kunst und Kultur, darauf einzuwirken, beziehungsweise diese ins Bewusstsein zu bringen. Wissenschaftlich fundiert wurde das Ganze während eines Ph.D. (Goldsmith, London) und mündete in das Buch New Tendencies: Art at the Threshold of the Information Revolution (1961–1978) (MIT Press, 2016), das die überraschenden Anfänge der Medienkunst als Reflexion des Endes der Industriegesellschaft nachzeichnet.

    Einigen dürften während der Transmediale im Januar auf Armins Krankheit aufmerksam geworden sein. Dort konnte er sein sein letztes großes Projekt Technopolitics, bei dem wir auch wieder intensiv zusammengearbeitet haben, schon nicht mehr persönlich präsentieren, sondern nur noch via Stream im Krankenbett verfolgen. Technopolitics – wie alle seine Projekte – war kollaborativ, transdisziplinär angelegt, als Versuch, der Orientierungslosigkeit der Gegenwart, eine vertiefte Beschäftigung mit historischen Prozesse und der persönlichen Verstricktheit darin entgegen zusetzen.

    Mit Armin Medosch verlieren wir einen Pioneer der Netzkultur, der sich nie um disziplinäre, institutionelle und soziale Grenzen scherte. In einer Zeit, in der sich Welten auseinander bewegen, in der die Tendenz sich vor der chaotischen Welt in die eigene Nische zurück zu ziehen, immer stärker wird, sollte uns dies Ansporn sein, Brücken zu bauen, offen zu denken, das Neue mit Lust und Kritik zu fördern und radikal zu handeln.

    27. Februar 2017 2
  • : Mit GIFs Gebärdensprache lernen
    Mit GIFs Gebärdensprache lernen

    Seit 30 Jahren gibt es jetzt GIFs. Das heute vor allem animiert auftretende Dateiformat ist zum Bestandteil unserer Kommunikation geworden und begegnet uns täglich vor allem als unterhaltsame Bebilderung in sozialen Netzwerken und Messengern. Doch es muss nicht immer nur lustig sein: Die Plattform Giphy hat eine Sammlung von 2.000 bewegten Bildern zusammengestellt, die zum Kennenlernen der Gebärdensprache ASL einladen. Das schreibt das Zeit-Blog „Teilchen“:

    Für die Bibliothek hat Giphy Videos aus der Serie Sign With Robert des US-Schauspielers und Pädagogen Robert DeMayo mit Untertiteln versehen und sie in Gifs konvertiert, sodass die Bilderfolgen in einem Loop ablaufen. Sie zeigen einzelne Wörter oder Sätze in der amerikanischen Gebärdensprache, genannt ASL, die sich dann einfach nachahmen lassen. Denn bei Gebärdensprachen sind einzelne Bewegungen besonders wichtig, die sich von Fotos nur schwer ablesen lassen. Die Gifs sollen hier Abhilfe schaffen.

    25. Februar 2017 4
  • : Herzballons für Hater, Trolle und Rassisten am Valentinstag
    Herzballons für Hater, Trolle und Rassisten am Valentinstag

    Zwei Künstler haben angekündigt, in Berlin Valentinstagsballons in Herzform für Hater und Trolle zu verkaufen. Die Ballons tragen Aufschriften wie „Für meinen wütenden weißen Mann“, „Für meinen Wutbürger“ oder auch „Für meinen Hasspost-Troll“. Sie sollen am 14. Februar zwischen 11 und 14 Uhr am Berliner Alexanderplatz unter die Leute gebracht werden. Hashtag für die Aktion ist #LiebeMitUns.

    13. Februar 2017 14
  • : Glas-Architektur als Albtraum für die Privatsphäre
    Neo Bankside Apartments, gesehen von der Tate Modern in London. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/londonmatt/28006708356/sizes/o/">Matt from London</a>
    Glas-Architektur als Albtraum für die Privatsphäre

    Adrian Lobe wagt in der Neuen Zürcher Zeitung einen Blick auf die Inflation der gläsernen Architektur in unseren Städten. Und zwar aus dem Blickwinkel der Privatsphäre:

    Glas ist zum beliebten Baustoff geworden. In immer mehr Städten entstehen gläserne Bürotürme und modernistische Luxusapartments mit Glasfassaden. Wo einst kleine Fenster den Blick ins Weite ganz knapp rahmten, haben Bewohner nun einen Panoramablick dank bodentiefen Fensterfronten. Doch der Blick auf die Dächer der Stadt ist kein einseitiges Vergnügen. Wo man hinausschauen kann, kann man auch hineinschauen.

    Ein spannender Text mit vielen Beispielen, der dem Schwinden der Privatsphäre eine weitere Facette hinzufügt.

    (via @nblr)

    9. Februar 2017 19
  • : Studie zu Belästigung in der Wikipedia belegt Defizite bei Moderation
    3D-Darstellung der Einträge binnen 30 Tagen auf Wikipedia-Diskussionsseiten, von denen 1092 verunglimpfende Sprache ("toxic language") aufwiesen (als rot angezeigt, wenn sichtbar, als grau, wenn revertiert) sowie 164.102 nicht-toxische Kommentare (Punkte). <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Demonstrative_visualization_of_personal_attacks_on_Wikipedia.png">Darstellung</a> von Hoshi Ludwig, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>.
    Studie zu Belästigung in der Wikipedia belegt Defizite bei Moderation

    Eine großzahlige Studie zu Belästigung unter Wikipedianern zeigt, dass registrierte Nutzer für einen größeren Teil von Belästigungen verantwortlich sind als unregistrierte. Außerdem wird nur ein geringer Teil der Belästigungen sanktioniert.

    8. Februar 2017 54
  • : Die Organisation der Digitalität: Zwischen grenzenloser Offenheit und offener Exklusion
    <a href="http://www.publicdomainpictures.net/view-image.php?image=90472&picture=neon-open-sign">Bild</a>: Public Domain
    Die Organisation der Digitalität: Zwischen grenzenloser Offenheit und offener Exklusion

    Die Konjunktur von Phänomenen wie Open Source, Open Innovation, Open Data, Open Government oder Open Strategy zeigt, dass Offenheit eine der zentralen Organisationsmaximen im Zeitalter der Digitalität darstellt. Die Antrittsvorlesung für die Professur für Organisation an der Universität Innsbruck widmet sich der Ambivalenz und der Voraussetzung von digitaler Offenheit.

    1. Februar 2017 6