So genannte Killerspiele vermindern nicht die Empathie-Fähigkeit ihrer Konsumenten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover in einer nun veröffentlichten Vergleichsstudie. Der Tagesspiegel fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet sie in die Debatte um Gewalt in Spielen ein.
Zwei Gruppen mit je 15 Teilnehmern sollten für die Studie Fragebögen ausfüllen und einen Hirnscan absolvieren. Die Gruppe, welche regelmäßig Gewaltspiele spielt, ist demnach genauso empathisch wie Menschen aus der Gruppe, die keine solche Spiele spielt.
Sowohl beim Fragebogen als auch bei der Hirnscan-Untersuchung gab es keine Unterschiede zwischen Spielern und Nichtspielern. Das heißt, in der Kernspin-Untersuchung waren bei beiden Gruppen jene Hirnareale aktiv, die mit Mitgefühl verknüpft sind. Die Spieler waren – in dieser Hinsicht – völlig normal.
Computerspiele wie „World of Warcraft“ wurden in der Vergangenheit für Attentate verantwortlich gemacht. Innenminister Thomas de Maizière brachte zudem „Counterstrike“ mit dem Amoklauf von München im vergangenen Jahr in Verbindung.
