Liebe Leser:innen,

meine Kolleg:in Chris hat die aktuelle Dunkelfeldbefragung zu Gewalt in Deutschland unter die Lupe genommen und mit einer Fachperson vom Dachverband der Frauenberatungsstellen bff eingeordnet. Einiges überrascht die Expertin an den Zahlen, anderes ist ihr aus der täglichen Arbeit vertraut. Und sie erklärt, warum die Trennung von reiner „digitaler“ Gewalt und Mischformen wie Stalking oder sexueller Belästigung kaum möglich und wenig hilfreich ist.

Ich wünsche euch eine erhellende Lektüre!

anna

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Unsere Artikel des Tages

Tickermeldungen

Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.

Tagesspiegel
Auch Ziele in Dubai werden von Iran angegriffen. Dort leben viele Influencer:innen und die posten weiter auf Instagram und Co., wo Social-Media-Ästhetik sich mit Explosionsvideos mischt.
BR24
Viele nutzen ihren Glasfaseranschluss nicht, obwohl er bereits verlegt ist. BR24 hat ein paar Erklärungen, warum das so ist.
Golem.de
Chatbot als Militärtechnologie: OpenAI hat einen Vertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Die Bedingungen sind etwas lascher als die, die Konkurrent Anthropic gegenüber dem US-Verteidungsministerium durchsetzen wollte.
The Guardian
Nachdem US-Präsident Trump Anthropic-Software aus Bundesbehörden verbannt hatte, verkündete OpenAI-Chef Sam Altman am Freitag einen Deal mit dem Verteidigungsministerium. Wenig später setzte die US-Armee Anthropics KI-Modell Claude bei Angriffen auf den Iran ein.
franceinfo
Das französische Gesundheitsministerium hat einen massiven Angriff bestätigt, bei dem sensible Daten von rund 15 Millionen Menschen abflossen. Ins Visier waren rund 1.500 Ärzt:innen geraten, die ein Softwareprogramm von Cegedim Santé nutzen.
Golem.de
Der Hacker Tron soll sich 1998 suizidiert haben. Um seinen Tod ranken sich zahlreiche Spekulationen. Golem hat den Fall noch einmal umfassend aufgerollt.
t3n
Die Telekom will eine KI auf ihr Mobilfunknetz loslassen. Die soll auf Anfrage Gespräche übersetzen oder im Nachhinein zusammenfassen sowie Informationen dazu beisteuern können.
taz
Ortung, Telefonüberwachung, Beschlagnahme der Website: Eine UN-Sonderberichterstatterin für die Lage von Men­schen­rechts­ver­tei­di­ge­r:in­nen sieht in den Maßnahmen gegen die Letzte Generation eine gefährliche Kriminalisierung von Protest.
The Guardian
Ein Tweet des US-Verteidigungsministeriums über "Lethalitymaxxing" und andere Begriffe aus der Incel- und Looksmaxxing-Community ging Anfang Februar viral. Linguist:innen warnen vor einer Normalisierung des Incel-Slangs und einer nihilistischen Kultur.
freiheitsfoo
Der Landesdatenschutzbeauftragte von Niedersachsen wunderte sich, dass es gar keinen Protest gegen das geplante Polizeigesetz und seine umfassenden Überwachungsbefugnisse gäbe. Die Gruppe freiheitsfoo wollte das nicht auf sich sitzen lassen und hat 47 Seiten Kritik veröffentlicht.
Der Spiegel
Das geplante Bundeswehr-Weltraumsystem "Spock", das die neue Panzerbrigade 45 in Litauen unterstützen soll, wird um gut eine halbe Milliarde Euro teurer als geplant. Spätestens im Oktober soll Spock erste Aufnahmen liefern.
Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Der elektronische Ausweis der Schweiz kommt später als geplant, weil er weitere Funktionen und Sicherheitsanpassungen erhalten soll. Im September 2025 hatten sich die Bürger:innen in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für die Einführung ausgesprochen.
apple.com
In Australien, Singapur und Brasilien sowie in zwei US-Bundesstaaten können Entwickler:innen ihre iOS-Apps nun mit einer Alterskontrolle versehen. Diese ist offenbar in Apples App Store integriert und erfolgt mit Hilfe von Kreditkarten oder Ausweisdokumenten.
Gizmodo
Ein 37-jähriger US-Amerikaner wettete sein Erspartes von mehr als 342.000 US-Dollar darauf, dass die staatlichen Ausgaben in den USA trotz Kürzungsfuror durch DOGE bis 2025 ansteigen würden. Er erzielte einen Gewinn von über 128.000 Dollar.
ekathimerini.com
Ein griechisches Gericht hat den Gründer von Intellexa wegen illegaler Abhörpraktiken und Datenschutzverletzungen zu acht Jahren Haft verurteilt. Intellexa ist ein Firmenzusammenschluss mehrerer Spyware-Hersteller, der unter anderem die Spähsoftware Predator vertreibt.

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