In Baden-Württemberg versucht das Innenministerium gerade, das eigene Netz an Videokameras etwas zu erweitern. Durch die kollaborative Nutzung von User-Generated-Überwachung. Ein Videoatlas soll private Videokameras für die Polizei sammeln. Falls mal irgendwo etwas passiert, kann man dann schnell nachschauen, was aufgenommen wurde. Die Probleme dabei sind nur, dass das Datenschutzrecht eine Speicherung bei privaten Kameras in der Öffentlichkeit nicht erlaubt und auch sonst noch keine gesetzliche Basis für das Handeln da ist. Aber da die im Sommer kommen soll, kann man ja schonmal der Erhebung der Daten anfangen.
Hier würde sich vielleicht ein öffentliches Mashup mit Google-Maps anbieten, wo die Besitzer von Videokameras und Webcams ihren Standort selber eintragen könnten. Das würde einerseits die Transparenz erhöhen (Aber ganz schlechtes Argument, weil Terroristen dort auch nachschauen könnten), aber vor allem könnte das den Steuerzahler Kosten sparen helfen.
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2 Kommentare zu „Überwachung 2.0 in Baden-Württemberg“
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„aber vor allem könnte das den Steuerzahler Kosten sparen helfen.“
Wie wäre es, wenn man die Finger ganz davon ließe?
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Ich hab ja noch überlegt,ob ich Ironie-Tags um den Absatz herum machen.
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