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Das Web 3.0 und die Daten-Maut

Eine schöne Beschreibung der Debatte rund um die Netzneutralität gibt es von Frank Patalong bei Spiegel-Online zu lesen: Der böse Traum vom Zwei-Klassen-Internet. Das wichtigste Argument gegen den Wegfall der Net Neutrality ist aber, dass dies den Status Quo im Netz zementieren würde: Wer Geld hat, hätte weiter Chancen auf Erfolg, wer keines hat, stünde…

  • Markus Beckedahl

Eine schöne Beschreibung der Debatte rund um die Netzneutralität gibt es von Frank Patalong bei Spiegel-Online zu lesen: Der böse Traum vom Zwei-Klassen-Internet.

Das wichtigste Argument gegen den Wegfall der Net Neutrality ist aber, dass dies den Status Quo im Netz zementieren würde: Wer Geld hat, hätte weiter Chancen auf Erfolg, wer keines hat, stünde auf dem Abstellgleis. Die Erfolgsgeschichten von heute reichen Unternehmen wie Amazon, Yahoo, Google, eBay, MySpace oder YouTube hätten unter solchen Bedingungen womöglich nie stattgefunden. All dies waren Firmengründungen durch pfiffige Jungunternehmer mit guten Ideen, während um sie herum viele der oft mediokren Ausgründungen finanzstarker Unternehmen im digitalen Orkus verschwanden.

Das ist Survival of the Fittest, wie man es sich wünscht. Was die Telkos offenbar weltweit planen, wäre dagegen Survival of the Richest.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Das Web 3.0 und die Daten-Maut“


  1. Noch ein anderes, womöglich viel wichtigeres Argument finde ich dasjenige, was Lessig aufgespannt hat:

    - jetzt kann jeder im Internet „senden“, technisch ist das simpel und kann sehr sehr wirkungsvoll sein.
    – Kosten entstehen quasi keine
    – beim Radio und beim Fernsehen ging das früher auch
    – aber nur solange, bis die großen Medienfirmen in den 1950er Jahren die Distributionskanäle unter Kontrolle hatten – Frequenzen z.B.
    – wenn das beim Internet auch so ähnlich kommt, muss alles werbefinanziert werden,
    – und das dünnt das Angebot auf Mainstream + Rest aus
    – wie jetzt im Fernsehen. Arte existiert, aber der offene Kanal? Freies Radio? Piratensender? Alles weg und ohne Breitenwirkung.


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