Unsere Kanzlerin liefert endlich mal mit ihrem Video-Podcast prima Material für Datenschutz-Mash-Ups. Heise fasst die aktuelle Folge kurz zusammen: Merkel plädiert für mehr Überwachung trotz hoher Sicherheit.
„Eigentlich läuft alles ganz prima, aber trotzdem brauchen wir mehr Überwachung“, lautet die saloppe Kurzfassung des aktuellen Video-Podcasts der Bundeskanzlerin (Textversion).
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3 Kommentare zu „Kanzlerinnen-Podcasts müssen nicht logisch sein“
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Frage: Muss man eigentlich strunzdumm sein, um Deutschland zu regieren? — Antwort: Nein, es genügt, wenn man die Regierten für dumm verkauft. Man muss sich den Satz „Und wir werden die Daten von der LKW-Maut nutzen, um Terroristen auch besser verfolgen zu können“ einmal auf der Zunge zergehen lassen. Bin Ladin im Lkw? Oder wird hier vielleicht der allgemeinen Überwachung _aller_ Fahrzeuge auf deutschen Autobahnen das Wort geredet? Na ja, A. M. hat ja mit der Videoüberwachung ihrer eigenen Privatssphäre beste Erfahrungen. Alles halb so schlimm – sie hat nichts zu verbergen.
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[…] Nach der ersten Ausstrahlung des Merkel-Senfs habe ich mir den Pott-Cast nicht mehr angetan, aber wie ich auf netzpolitik herausfinden konnte, sind die Clips nicht ganz so uninteressant, wie ich anfangs dachte – und sie sind in Textform erhältlich, für alle die, die sich die Videos trotzdem nicht antun wollen. Jedenfalls gibt die Bundeskanzlerin gleich zu Anfang der letzten Ansprache Wir leben in Deutschland in einem der sichersten Länder der Welt. […]
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[…] Nach dem Merkel Podcast, in dem unsere Kanzlerin freudig den Überwachungsstaat als etwas tolles angepriesen hat (warum hat sie eigentlich die Kameras, die auf ihre Wohnung gerichtet waren, entfernen lassen? Keinen Spaß daran gehabt?), passierte das eigentlich Lustige, der Sicherheitsbericht der Bundesregierung (hat die Kanzlerin eigentlich auch was mit dieser Bundesregierung zu tun? Offenbar nicht, andernfalls hätte sie sich doch gewiss an die objektiven Fakten des Berichtes gehalten…), der im Prinzip nur belegte das es keine echte Legitimation für die erweiterten Maßnahmen gibt, wurde veröffentlicht. […]
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